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SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Türkei - Georgien. UEFA EURO 2024 Gruppe F.

Signal Iduna ParkZuschauer59.127.

Türkei 3

  • M Müldür (25. minute)
  • A Guler (65. minute)
  • M Akturkoglu (97. minute)

Georgien 1

  • G Mikautadze (32. minute)

Live-Kommentar

An dieser Stelle war es das. Kurz durchatmen, dann rüber zum spannenden ersten Auftritt von Titelanwärter Portugal. Viel Spaß damit, vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Es war das mit Abstand beste EM-Spiel bis hierhin. Spielt Georgien jedes Mal so auf, muss der Zusatz "Außenseiter" ganz schnell gestrichen werden. Das Team von Sagnol geht zwar als Verlierer vom Platz, bot aber eine bärenstarke Leistung, da werden sich auch Tschechien und Portugal warm anziehen müssen. Und mit der Türkei ist zu rechnen, das war schon vor Anpfiff klar. Die Gruppengegner duellieren sich in gut einer Stunde in Leipzig, am Samstag heißt es dann Georgien vs. Tschechien (15:00 Uhr) und Türkei vs. Portugal (18.00 Uhr). 

Was für ein Spektakel, was für Emotionen, was für ein fantastisches Fußballspiel. Am Ende ist die Türkei der glückliche Sieger eines einzigen Spektakels. Das kann man nicht zusammenfassen, das muss man gesehen haben. Glückwunsch an die Türkei zu zwei wunderschönen Toren und dem Sieg, Glückwunsch an Georgien für ein mitreißendes EM-Debüt, das in Erinnerung bleiben wird. Und Glückwunsch an jeden Fan, der dem beiwohnen durfte, in welcher Form auch immer. 

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Schluss! Aus! Ende! 

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Vorlage Orkun Kökçü

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Tooor! TÜRKEI - Georgien 3:1. Dortmund bebt! Ecke Georgien, zwei Ecken sogar, die zweite boxt Günok raus. In den Rückraum zu Altunashvili, doch dem verspringt der Ball. Und dann hat Aktürkoglu freie Bahn Richtung leeres Tor und schiebt ein. 

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Letzte Minute, Freistoß Georgien. Kvaratskhelia bringt den Ball rein, Mamardashvili ist aufgerückt. Und Kashia köpft an den Pfosten. Der Abpraller kommt zu Davitashvili, Schuss, Günok ist geschlagen. Akaydir hält den Kopf rein und klärt zwei Meter vor der Linie. Das passiert wirklich. 

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Georgien am Boden! Das war DER Moment! Doch Mikautadze und Kochorashvili vergeben den Ausgleichstreffer, dabei wäre er so verdient in diesem mitreißenden Spiel. Kvaratskhelia kommt links nochmal mit letzter Kraft durch. Am kurzen Pfosten tritt Zivzivadze über den Ball, dahinter setzen Mikautadze und Kochorashvili nach, behindern sich gegenseitig. Und am Ende ist es Kochorashvili, der den Ball knapp vorbeisetzt. 

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BVB-Legionär Öczan darf in seinem eigenen Stadion noch mithelfen, den knappen Sieg über die Zeit zu bringen. Calhanoglu verabschiedet sich unter Standing Ovations. 

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Aber die Zeit, sie verstreicht. Sechs Minuten Nachspielzeit nur noch, seit dem Lattentreffer von Kochorashvili wurde es nicht mehr gefährlich für Günok. 

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Noch ein schneller Wechsel bei Georgien: Altunashvili kommt für Mekvabishvili. 

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Die Gelbe Karte gegen Calhanoglu für einen Trikotzupfer gibt uns endlich mal die Möglichkeit, Referee Facundo Tello hervorzuheben. Der macht wie alle Protagonisten ein überragendes Spiel und hat trotz all dem Feuer alles im Griff. 

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Mamardashvili verhindert die Entscheidung. Fantastischer, scharfer Pass von Akaydir auf Celik in den halbrechten Raum, überspielt da die gesamte Mittelfeldkette. So hat Celik Zeit, den Ball gefühlvoll zu Yazici zu heben, der sich im Rücken seines Gegenspielers freistiehlt. Der Kopfball ist gut gesetzt, die Parade aber genauso sehenswert. 

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Im selben Wechselfenster wird auch Yildiz ausgewechselt. Aktürkoglu darf noch mitwirken. 

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Bei Müldür geht es nicht weiter. Montella hat aber Celik noch in der Hinterhand und kann auf dem Papier gleichwertig auf der Rechtsverteidigerposition wechseln. 

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Zunächst wird aber Kverkvelia ausgewechselt. Und mit Zivzivadze kommt ein Offensivspieler vom Karlsruher SC für den Abwehrmann. 

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Kvaratskhelia versucht es mit dem unmöglichen CR7-Gedächtnis-Fallrückzieher, wird dabei fair von Bardakci abgeräumt und stößt sich bei der Landung den Kopf am stabilen türkischen Verteidiger. Das sorgt gefühlt für die erste Spielunterbrechung überhaupt. In Zuge dessen sinkt auch Müldür dahin, da hat die Muskulatur zugemacht. 

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Die Türkei überlässt Georgien jetzt den Ball, in den letzten zehn Minuten wurde da massig am Ballbesitzverhältnis geschraubt. Gegen den jetzt tiefer stehenden Gegner hat Georgien aber Probleme, eben jene Tiefe zu finden. Und wenn spieler aufdribbeln wollen, rutschen sie immer wieder weg. 

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Auch Abräumer und Organisator Ayhan wird ausgewechselt. Demiral kommt rein und rückt mit in die Abwehrkette. 

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Traumtorschütze Güler wird mit Sprechchören verabschiedet. Yazici kommt ins Spiel. 

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Denn Georgien wirkt jetzt wieder gefestigt. Und wird nochmal kommen. Fraglich, ob das Wetter dem EM-Neuling noch in die Quere kommt, der Regen wird immer stärker, die Sicht ist eingeschränkt, der Ball unfassbar schnell. 

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Viertelstunde noch übrig. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. 

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Dann aber doch die ersten Wechsel. Zwei an der Zahl bei Georgien. Davitashvili kommt für Chakvetadze. 

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Zudem wird der überragende Linksverteidiger Tsitaishvili ausgewechselt. Lochoshvili kommt neu ins Spiel. 

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Es regnet übrigens in Strömen, beide Teams geben unermüdlich alles, die Kräfte müssten da eigentlich langsam schwinden. Doch beide Trainer wollen den Flow nicht unterbrechen, beide Teams, alle Spieler sind so gut drin im Spiel. Da fällt keiner ab. 

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Hinten wacklig, vorne weiterhin brandgefährlich. Kochorashvili an die Latte! Hat im Zentrum etwas Platz, spielt den blitzschnellen Doppelpass mit Mikautadze, nimmt den Ball mit der Brust mit und hebt ihn gefühlvoll über das tackelnde Bein von Akaydir. Und schießt dann an Günok vorbei nur an die Oberkante der Latte. Die Kugel springt hoch und Günok pflückt sie sich runter. 

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Georgien hat Probleme, Kökcü mit der dicken Chance aufs 3:1! Ballverlust diesmal im Zentrum, Yildiz dribbelt ab dem Mittelkreis auf, schafft es zum Strafraum und steckt wunderbar für Kadioglu auf. Der legt perfekt zurück zu Kökcü. Doch der trifft aus sechs Metern Torentfernung den Ball nicht richtig.

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Ein unglaubliches Tor. Sogar noch unglaublicher als das 1:0 von Müldür. Freunde, was für ein Spiel. 

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Tooooor! TÜRKEI - Georgien 2:1. Wer den Namen noch nicht auf dem Zettel hat, bitte merken: Arda Güler. 19 Jahre, Real Madrid, meist offensive Außenbahn. Stellt sich auf der internationalen Bühne vor und sorgt jetzt dafür, dass sich der gesamte türkische Kader ungläubig an den Kopf packt. Ballgewinn auf der rechten Seite von Ayhan, der Ball rollt Güler vor die Füße. Und der schickt ihn von halbrechts aus 25 Metern mit einem sensationellen Schuss in den langen Winkel.

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Vorlage Kaan Ayhan

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Georgien reichen 38 Prozent Ballbesitz, um ein gewaltiges Wörtchen um den Sieg mitzureden. Optisch sieht das immer so aus, als wäre die Türkei das dominierende, drückende Team. Das ist aber ein Trugschluss. Hier kann jederzeit auf beiden Seiten ein Treffer fallen. Oder mehr. 

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Ein Genuss, Georgien beim Kombinieren zuzusehen. Chakvetadze aus dem Zentrum zu Kvaratskhelia in den halblinken Raum, der dribbelt an und nimmt im Strafraum den überlaufenden, unermüdlichen Tsitaishvili mit. Der spielt direkt wieder zurück zu Kvaratskhelia, dem fehlt eine Schuhgröße, um den Ball zwingend aufs Tor zu drücken.

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Güler bleibt mit seinem Dribbling am Strafraumeingang hängen, Yilmaz übernimmt und legt ab für Calhanoglu. Dessen Flachschuss aus 16 Metern mit dem ersten Kontakt wird noch leicht zur Ecke abgefälscht. Die kommt dann wieder von Güler, wird geklärt, nochmal Güler. Und diesmal in die Hände des guten Mamardashvili.

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Gute Druckphase der Georgier, die zu einem Eckball und ein, zwei Halbfeldflanken kommen, aber nicht zum Torschuss. Und dann laufen sie beinahe in den Konter. Kadioglu geht aber von links kommend nicht mit allerletzter Überzeugung aufs Tor. Und sein schwieriger Abschluss wird dann geblockt. 

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Wumms! Calhanoglu mit der Rakete. Direkt auf Mamardashvili, der muss aber erstmal die Hand hochfahren. Schafft das gerade noch so. Und auch das Handgelenk hält stand. Beeindruckend, welche Wucht Calhanoglu da auf den Ball bekommt. 

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Kverkvelia rutscht in Ayhan rein und trifft den Ex-Bundesligaprofi am Knöchel, dafür gibt es Gelb und die gute Freistoßposition für die Türkei gut 25 Meter halblinks vor dem Tor. Dass Güler sich in der Folge beinahe zur Topchance gewuselt hat, wird da schnell vergessen. 

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Bei der Türkei sind es weniger die Supertalente Güler und Yildiz, die für Aufsehen sorgen, sondern eher die offensivfreudigen Außenverteidiger Müldür und Kadioglu. Und der enorm flexibel agierende Yilmaz, der jetzt wieder rechts auftaucht und den nächsten gefährlichen Querpass anbringt. Da hat ein Georgier gerade noch rechtzeitig seinen Fuß dazwischen. 

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Mikautadze macht ein riesiges Spiel, nicht nur aufgrund seines Tores. Initiiert tief in der eigenen Hälfte mit einem tollen Dribbling und dem öffnenden Pass zum ebenfalls starken Tsitaishvili. Der nimmt Kvaratskhelia mit, der findet im Zentrum den durchgestarteten Mikautadze. Die Vorlage ist nicht optimal, der Ball springt auf und Mikautadze muss den aus der Drehung und der Luft nehmen. Und wird dabei von Akaydir und Bardakci erfolgreich in die Mangel genommen.  

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Georgien kommt über die rechte Seite, Mikautadze flankt rüber auf die linke zu Tsitaishvili, der viel Platz hat. So offensivfreudig Müldür und Kadioglu agieren, ihre defensiven Außenbahnen stellen sie regelmäßig bloß. Tsitaishvili zieht ein, zwei Mal auf und schießt dann in die Arme von Günok. In der Mitte beschweren sich drei Teamkollegen: Der erneute Querpass wäre wohl die bessere Wahl gewesen.

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Fast der Blitzstart für die Türkei. Yilmaz lässt sich mal wieder auf die Außenposition fallen und gibt nach schnellem Dribbling ins Zentrum. Müldür, der eigentliche Außenspieler, ist ins Zentrum gerückt und wirkt überrascht, dass der kurze Flachpass zu ihm durchkommt. Er steht frei vor Mamardashvili, kriegt die Kugel aber nicht richtig aufs Tor gedrückt. 

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Ohne Wechsel gehts weiter. 

Türkei und Georgien liefern eine fantastische erste Halbzeit ab. Vom Fleck weg nur Power, Leidenschaft, Offensivgeist und Tempo. Und Tore: Die Türkei eröffnete, kam durch ein Traumtor von Müldür zur Führung und hatte Pech, dass Yildiz wenige Zentimeter im Abseits stand, als er vermeintlich auf 2:0 erhöhte. Während die Türkei spielbestimmend wirkte, offenbarten sich immer wieder Schwächen in der Defensive, die Georgien in der Folge immer besser bespielte. Das 1:1 war wunderbar herausgespielt und Torschütze Mikautadze hatte kurz darauf sogar den Führungstreffer auf dem Fuß. Der Halbzeitpfiff sorgte für die erste Pause in einem rastlosen, hoch unterhaltsamen Spiel.

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Und dann ist Pause. 

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Zum Ende des Durchgangs kontrolliert die Türkei das Geschehen wieder etwas besser, allerdings ohne torgefährlich zu werden. Eine Minute gibt es noch drauf, Mamardashvili pflückt noch einen weiteren Calhanoglu-Freistoß aus der Luft. 

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Starkes Tackling von Akaydir, der den mit viel Tempo dribbelnden Kvaratskhelia links am Strafraum stoppen kann, auch das reißt die Fans, zumindest die paar, die noch sitzen, aus den Stühlen. Eine atemlose erste Halbzeit wird gleich vom Pausenpfiff unterbrochen, schade eigentlich. 

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Aber nach vorne geht weiterhin viel bei der Türkei. Calhanoglu mit zwei gefährlichen Freistoßflanken, beide Male hat Georgien Probleme, sich danach zu befreien. Ein gefährlicher Abschluss bleibt aber aus. Zumal Kadioglus Versuch aus über 30 Metern mehr Fieldgoal-Charakter hat. 

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Da hat sich die Türkei jetzt ganz schön die Butter vom Brot nehmen lassen. Das 1:1 ist absolut leistungsgerecht. Georgien lässt sich nicht beeindrucken von der Kulisse. Und deckt, bei all der Offensivpower des Gegners, die türkischen Lücken im Defensivverbund gnadenlos auf. 

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Denn was für eine Möglichkeit für Georgien in einem unglaublichen Spiel bis hierhin, und was für eine Traumkombination schon wieder! Angriff über rechts, Kakabadze leitet ein und geht steil, nach zwei Stationen kriegt er den Ball von Chakvetadze rechts in den Strafraum gehoben. Umsichtig köpft er quer zu Mikautadze, der schießt direkt. Und verpasst seinen Doppelpack nur um wenige Zentimeter. 

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Gelb für ein taktisches Foul von Bardakci für eine jetzt auf einmal schwimmende türkische Mannschaft. Aber dafür ist gar keine Zeit. 

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Während alle sich zum Wiederanpfiff formieren, reicht die Regie die Aufklärung zum Abseitstor von Yildiz nach. Und mehr als der dicke Zeh war da nicht in der verbotenen Zone. Und jetzt steht es statt 2:0 auf einmal 1:1. 

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Tooooor! Türkei - GEORGIEN 1:1. Georgien ist voll drin im Spiel, Georgien gleicht aus! Und das war wunderbar gespielt. Nach einer langen Ballbesitzphase kommt Kochorashvili rechts isoliert gegen Yildiz ins Dribbling, verschafft sich mit zwei Übersteigern etwas Platz und gibt ins Zentrum. Am ersten Pfosten hält Mikautadze drauf, trifft den Ball richtig gut und schiebt ihn ungedeckt ins kurze Eck. Günok ist nicht schnell genug unten und lässt den durch.

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Vorlage Giorgi Kochorashvili

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Ein Spiel ohne Pausen. Georgien mit der zweiten Torchance: Nach einem weiten Seitenwechsel von Mikautadze auf die linke Seite geht Tsitaishvili mutig ins Dribbling und hält aus spitzem Winkel aufs kurze Eck drauf. Dort steht Günok parat und pariert. Die folgende Ecke bringt nichts ein.

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Es ist Abseits und bleibt beim 1:0, Glück für Georgien. Was ist passiert? Ballverlust Georgien auf der linken Angriffsseite und dann geht es blitzschnell in den Konter. Güler ist rechts durch, legt quer zu Kökcü, der muss ihn eigentlich reindrücken, trifft den Ball aber nicht richtig und verlängert nur. Auf den zweiten Pfosten, wo Yildiz den Ball aus zwei Metern reindrückt. Doch bei der Verlängerung von Kökcü stand Yildiz eben einen Tick zu weit vorne. Der VAR kassiert den Treffer ein. 

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Doppelschlag Türkei! Keine zwei Minuten später erhöht Yildiz. Aber ist das Abseits? 

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Tooooor! TÜRKEI - Georgien 1:0. Als bräuchte es hier noch mehr, um das fanatische Stadion anzuzünden. Was für ein fantastischer Treffer von Müldür! Kadioglu bricht zur Grundlinie durch und hebt den Ball von links ins Zentrum. Dvali klärt per Kopf, aber genau auf den Fuß von Müldür. Der nimmt den Ball von der Strafraumlinie direkt. Und feuert ihn unhaltbar in den rechten Winkel. 

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So ein bisschen hat es Georgien aber geschafft, den Druck vom Kessel zu nehmen. Hält das Spiel ferner vom eigenen Tor, sammelt mehr Spielanteile. Und nach vorne geht durchaus was. Die Abstände zwischen den türkischen Mannschaftsteilen sind nicht unerheblich. Bislang bleibt es aber nur bei Ansätzen. 

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Calhanoglu mit seiner ersten Schusschance. Nach zwei, drei guten, schnellen Pässen kommt Türkeis Kapitän halblinks auf Höhe des Strafraums zum schwierigen Drehschuss, noch dazu aus der Luft. Den trifft er nicht ganz sauber, der Ball geht einen guten Meter neben das Tor.

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Nichts zu sehen von der Ergebniskrise der türkischen Mannschaft in diesen ersten Minuten. Zuletzt dämpften die Testspielergebnisse die türkische Euphorie ja etwas. In vier Spielen in 2024 gab es keinen einzigen Sieg, vor allem die 1:6-Klatsche gegen Österreich ging ins Mark. Das hat das Team aber offenbar alles abgeschüttelt. 

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In der Rückwärtsbewegung zeigt sich die Türkei anfällig. Kvaratskhelia darf den Ball trabend durchs gesamte Mittelfeld tragen und nach links zur Außenbahn zu Tsitaishvili legen. Und auch der wird nicht angegangen, kann so halbhoch ins Zentrum flanken. Der fehlt jetzt nur jemand, der die Kugel aufs Tor drückt. So rutscht sie durch und Kadioglu nimmt sie auf der anderen Seite auf.

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Ganz viel Feuer, ganz viel Leidenschaft, ganz viel Elan vom Fleck weg. Und ein irres Tempo. Mit so einem fulminanten Start ins Spiel war nicht unbedingt zu rechnen. 

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Und weiter im Programm: Yildiz mit dem nächsten Abschluss, kommt links im Strafraum aus spitzem Winkel zum Schuss nach seinem Dribbling. Mamardashvili bekommt rechtzeitig die Hände zusammen und pariert den wuchtigen Versuch. 

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Und dann auch die erste Anmeldung Georgiens: Mekvabishvili aus der Distanz, abgefälscht, und so wird das brandgefährlich. Günok kann nur mit Mühe zur Seite abwehren. Auch der folgende Eckball ist nicht ungefährlich, zu einem Abschluss kommt es aber nicht. 

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Und dann wird es auch erstmals aus dem Spiel heraus so richtig gefährlich. Ayhan an den Innenpfosten! Und nur mit viel Glück springt der Ball da raus und Georgien bleibt der frühe Rückstand zunächst erspart. Kökcü will den Ball links im Strafraum querlegen, zwei Georgier flippern ihn sich zu, so springt der Ball zu Güler, der umsichtig in den Rückraum legt. Wo Ayhan die Führung mit seinem Direktschuss knapp verpasst.

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Wenn du einen Calhanoglu im Team hast und trotzdem Güler die Standards übernimmt, sagt das schon einiges über den Stellenwert des 19-jährigen Supertalents von Real Madrid aus. Und auch seine zweite Hereingabe wird gefährlich: Bardakci köpft auf Höhe des ersten Pfostens knapp am Tor vorbei. 

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Es ist ein ansehnlicher Start der Türkei, Geburtstagskind Montello an der Seitenlinie dürfte zufrieden sein. Da ist viel Dampf und Passschärfe im Spiel, Kökcü stößt immer wieder unterstützend in die Spitze, Calhanoglu zieht das Spiel auf, Yildiz und Güler suchen ihre Aktionen von den Außenpositionen. Kakabadze muss zum zweiten Mal zur Ecke klären. 

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Schnell fällt auf, dass es die Türkei regelmäßig mit langen, hohen Bällen in die Strafraummitte probieren wird. Einen davon klärt Kashia per Kopf vor Kökcü zum Eckball weg. Und den köpft Ayhan aus sechs Metern nur knapp übers Tor. Das notieren wir mal als erste Torchance.

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Wenn Georgien am Ball ist, wird gnadenlos gepfiffen. Gar nicht so schlimm also, dass das erstmal gar nicht so häufig der Fall ist. Der Außenseiter staffelt sich tief in der eigenen Hälfte, attackiert erst hinter der Mittellinie vorsichtig. Und überlässt der Türkei das Spielgeschehen. Daraus resultiert eine erste gute Halbfeldflanke von Güler von rechts, da springt Kökcü am langen Pfosten nur knapp drunter her.

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Die Gelbe Wand in der Südkurve des Westfalenstadions ist heute eine Rote Wand. Aber auch gut 5.000 georgische Fans haben den Weg ins Stadion gefunden, hier und da fallen weiße Flecken im roten Fahnenmeer auf. Mal schauen, wie sich das alles aufs Feld überträgt. Der Druck ist bei der Türkei jedenfalls höher. 

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Wetter mies, Stimmung überragend. Los gehts in Dortmund! 

Eine Europameisterschaft mit einem südamerikanischen Schiedsrichter: Facundo Tello aus Argentinien wird die Partie heute leiten, er ist der einzige nicht-europäische Referee im Turnier. Die Assistenten an den Seitenlinien sind seine Landsmänner Gabriel Chade und Ezequiel Brailovsky. Als Video-Assistent steht ihnen Alejandro Jose Hernandez Hernandez aus Spanien zur Seite. 

Und der EM-Neuling hat nicht vor, nur als Punktelieferant anzutreten. Das betonte auch Kvaratskhelia, einer der Topstars der Napoli-Supermannschaft 2023, der allerdings wie die gesamte Partenopei nach dem Meisterrausch im Vorjahr aus einer schwierigen Spielzeit kommt. Der 23-Jährige betonte trotzdem, man wolle ein neues Kapitel in der Geschichte aufschlagen und dem Turnier seinen Stempel aufdrücken. In einer ausgeglichenen Gruppe mit Türkei, Tschechien und Portugal ist das eine oder andere Überraschungsergebnis nicht ausgeschlossen. 

Riesengroß war der Jubel in Georgien, als sich das fußballverrückte Land erstmals für die Europameisterschaft qualifizieren konnte. Vor der EURO 2020 war man noch knapp in den Play-offs an Nordmazedonien gescheitert. Diesmal sicherten Siege in den Play-offs gegen Luxemburg (2:0) und gegen Griechenland nach einem dramatischen Elfmeterschießen das ersehnte erste EM-Ticket. 

Die Türkei reist wie schon bei der EURO 2020 mit großen Hoffnungen an. Damals verlief das Turnier mit drei Niederlagen in drei Spielen alles andere als gut, um nicht zu sagen enttäuschend. Diesmal kann es also nur besser werden. Mut macht den Türken der junge und vielversprechende Kader, Güler und Yildiz sind hier allen voran zu nennen, auf sie werden wir im weiteren Verlauf näher eingehen, sowie die erfolgreiche Qualifikation, die man als Gruppensieger und mit nur einer Niederlage abschloss. 

Auch auf die Stimmung auf den Rängen darf man heute gespannt sein. Zum ersten Mal überhaupt ist die türkische Nationalmannschaft bei einem in Deutschland stattfindenden Turnier dabei. Diese Chance werden sich zahlreiche türkischstämmige Fußballfans nicht nehmen lassen und ihr Team lautstark unterstützen. Unbeeinflussbare Probleme gibt es allerdings außerhalb des Stadions: Wegen einer Sturmwarnung wurden so gut wie alle Fanzonen in NRW geschlossen, allein in Dortmund wurden bis zu 80.000 Türkei-Fans erwartet. Die müssen sich jetzt irgendwie in der Stadt verteilen. 

Wir eröffnen auch die letzte EM-Gruppe, und mit der Türkei und Georgien treffen heute im Eröffnungsspiel der Gruppe F zwei interessante Kontrahenten aufeinander. Beiden Mannschaften wird zugetraut, zu einer der Überraschungen der EM zu werden. Georgien, weil es rein gar nichts zu verlieren hat, Türkei, weil es ein aufregendes, junges Team stellt. Wer sich im direkten Duell in Dortmund die drei Punkte sichert, könnte dafür den Grundstein legen. 

Wir treten der georgischen Nationalmannschaft nicht zu nah, wenn wir sagen, dass heute der größte Außenseiter der gesamten UEFA EURO 2024 ins Turnier einsteigt. Um die Informationen einordnen zu können, dass heute im Vergleich zum 3:1-Erfolg gegen Montenegro Kverkvelia, Tsitaishvili und Mekvabishvili für Gvelesiani, Shengelia und Kiteishvili spielen, dafür muss man sich schon sehr genau eingelesen haben. Angeführt wird das Team von Valencia-Profi Mamardashvili im Tor und Napoli-Star Kvaratskhelia im Sturm. Der berühmteste Name sitzt aber auf der Trainerbank: Ex-Bayern-Profi und Champions-League-Sieger Willy Sagnol führte Georgien erstmalig zur Teilnahme an einem großen Turnier. 

So beginnt Georgien: Mamardshvili - Kakabadze, Kverkvelia, Kashia, Dvali, Tsitaishvili - Chakvetadze, Kochorashvili, Mekvabishvili - Mikautadze, Kvaratskhelia. 

Große Vorfreude und große Hoffnung auf ein junges Team herrschen in der Türkei, die letzten Ergebnisse stimmten allerdings nicht: Zuletzt wurden fünf Spiele in Folge nicht gewonnen. Auch die Generalprobe ging beim 1:2 gegen Polen vor einer Woche in die Hose. Trainer Montella bringt heute ein vor allem offensiv runderneuertes Team aufs Feld. Mit Yilmaz im Sturm und den beiden 19-jährigen Senkrechtstartern Güler und Yildiz steigt die Starpower, Kilicsoy, Aktürkoglu und Kahveci müssen weichen. Kadioglu spielt außerdem für BVB-Legionär Özcan. 

So beginnt die Türkei: Günok - Müldür, Akaydin, Bardakci, Kadioglu - Calhanoglu, Ayhan - Güler, Kökcü, Yildiz - Yilmaz. 

Herzlich willkommen zum Gruppenspiel der Europameisterschaft 2024 zwischen der Türkei und Georgien.