1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt; Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt. Bundesliga.

An der Alten ForstereiZuschauer22.012.

1. FC Union Berlin 1

  • L Querfeld (87. minute 11m)

Eintracht Frankfurt 1

  • N Brown (83. minute)
  • O Højlund (s/o 85. minute)

Live-Kommentar

Das wars an dieser Stelle. Morgen setzen wir den Bundesligabetrieb ab 15:30 Uhr fort. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin! 

Beide Klubs können sich von dem Punkt nichts kaufen, auch wenn Frankfurt für den Moment an Freiburg vorbei und auf Rang 7 zieht. Union Berlin bleibt Neunter. Die schwere Formdelle bleibt bei beiden bestehen. Frankfurt kann sie in einer Woche zu Hause gegen Borussia Mönchengladbach ausbeulen. Union Berlin spielt zeitgleich beim Hamburger SV. 

Das Bundesliga-Debüt von Riera endet 1:1, statt 0:0, weil Frankfurt einen Angriff und Union Berlin einen Elfmeter reinstolperte. Mehr wird von diesem kargen Freitagabend aber nicht in Erinnerung bleiben. Bei beiden Teams war die Unsicherheit in jeder Minute zu spüren, bei beiden Teams ging es vorrangig darum, hinten sicher zu stehen. Dass die Tore in einer erst in den letzten zehn Minuten auflebenden Partie beide zufällig fielen, passt dann ganz gut ins Bild. 

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Das wars, das Spiel ist aus. 

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Langer Ball von Querfeld. Kral setzt sich im Kopfballduell gegen Kristensen durch und legt den Ball zu Ilic rechts im Strafraum. Der dreht sich um Koch herum, der Winkel wird so aber spitz. Und dann schießt er ins Außennetz. Und Kaua Santos dreht an der Uhr. 

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Theate schleicht vom Feld. In Unterzahl muss der Punkt jetzt irgendwie gerettet werden. Amenda kommt rein. 

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Burcu macht es selbst. Und schießt über die Mauer, aber auch einen Meter links am Tor vorbei. 

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Fünf Minuten Nachspielzeit. Union-Time, die Eisernen drücken nochmal. Burcu hat dieses tote Spiel belebt und wird jetzt links vor der Strafraumlinie von Kalimuendo gefoult. Das ist eine schöne Freistoßposition. 

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Ilic lässt den Siegtreffer liegen. Kaua Santos spielt den Ball im Aufbauspiel nicht zu Amaimouni auf der rechten Seite, sondern direkt in den Fuß von Kral. Der spielt ins Zentrum zu Ilic, Dahoud rennt erst ins Leere, kommt dann aber mit dem langen Bein doch noch in den Zweikampf und kann den Abschluss lebensrettend zur Ecke blocken.  

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Haberer erwischt Bahoya mit dem Arm ziemlich hart im Gesicht und sieht dafür die Gelbe Karte. 

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Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Ein schneller Wechsel: Kral kommt für Kemlein. 

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Tooooor! UNION BERLIN - Eintracht Frankfurt 1:1. Querfeld läuft an und will Kaua Santos mit seiner kurzen Verzögerung verladen. Das gelingt überhaupt nicht. Doch der kümmerliche Elfmeter rutscht wie ein Seifenball durch Kaua Santos hindurch und hoppelt ins Netz. Unglaublich. 

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Und nicht nur das. Höjlund war schon mit Gelb verwarnt. Und fliegt jetzt für sein Elfmeterfoul mit Gelb-Rot vom Platz. 

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Aber was nutzt diese Führung der Frankfurter Eintracht? Wahrscheinlich nicht viel, denn als direkte Antwort gibt es Elfmeter für Union Berlin! Eine Flanke segelt von der rechten Seite ins Zentrum. Kurz hinter dem Strafraumeingang klammert Höjlund gegen Khedira. Unnötig wie teuer. Storks zeigt sofort auf den Punkt.

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Ein einziges Stolpertor. Aber nur so konnte hier ein Tor fallen. Als Spitze der Ironie bekommt Dahoud für seinen Querschläger sogar noch einen Scorerpunkt für die Torvorlage.

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Toooor! Union Berlin - EINTRACHT FRANKFURT 0:1. Joker Amaimouni ist sofort drin im Spiel, bindet Köhn auf der rechten Seite, dreht den Verteidiger kurz vor der Grundlinie ein und flankt dann in die Mitte. Trimmel kann nicht klären, verursacht nur eine Bogenlampe. Dahoud schießt ein gewaltiges Luftloch. So tickt der Ball vor Brown auf, der mit Anlauf kommt, ihn aus der Luft nimmt und wuchtig links einschießt.

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Vorlage Mahmoud Dahoud

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Der dritte gleich hinterher. Der schnelle Ayoube Amaimouni-Echghouyab kommt für Doan. 

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Zweiter Wechsel bei der SGE: Dahoud kommt für Götze. 

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Kristensen mit der nächsten Einwurfschleuder, da schenken sich beide Teams heute wahrlich nichts. Koch verlängert ins Toraus. 

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Zehn Minuten noch. Es fühlt sich an, als wär schon Mitternacht. Kein Team hat hier heute einen Sieg und drei Punkte verdient. Selbst den einen Punkt hat keines der Teams verdient. Es deutet aber alles darauf hin, dass beide zumindest ihre Niederlagenserie beenden werden. 

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Bei Union Berlin kommt Haberer für Schäfer. 

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Das könnten wir jetzt als Aufreger, als DIE Torchance, um das Spiel zu ziehen, hochjauchzen. Die ganze Wahrheit ist aber, dass Khediras ungeahndetes Foul gegen Kristensen glasklar war. Frankfurts Haudegen muss gar behandelt werden. Hätte Köhn hier etwas genauer gezielt, der Treffer hätte zurückgenommen werden müssen. 

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Khedira steigt Kristensen auf den Knöchel, ist das kein Foul? Erstmal nicht, der Ball geht von Khedira nach links zu Burcu, der kurz nach innen zieht und dann zum kreuzenden Köhn in den durchsteckt. Der zimmert aus der Drehung sofort drauf - und trifft aus spitzem Winkel den Pfosten. 

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Kemleins Wutausbruch bleibt derweil ungeklärt. Dann kann es nicht viel bzw. nichts gewesen sein. 

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Es geht weiter mit Eckball für Union Berlin. Der fliegt den Eisernen um die Ohren. Brown rennt nach vorne, mit Köhn rennt ihm schon wieder jemand in die Hacken. Für den verursachten Gehfehler taktischer Natur sieht auch Köhn die Gelbe Karte. 

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Kemlein will einen Elfmeter. Wofür? Erstmal gibt es Gelb wegen Meckern. 

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Zudem ist Burcu neu dabei. Ansah verlässt das Feld. 

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Union Berlin wechselt erstmals, und dann gleich doppelt: Ilic kommt für Jeong. 

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Schäfer hat da durchaus etwas Glück, für das Trefferbild gab es auch schon mal Rot. Er rannte Brown aber mehr unglücklich in die Hacken, als dass es ein gezieltes Tackling war. Brown muss kurz behandelt werden, kann dann aber weitermachen. 

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Schäfer foult Brown an der linken Außenbahn, steigt ihm im Laufduell von hinten auf die Ferse. Das gibt die dritte Gelbe Karte der Partie. 

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Die erste Auswechslung der Partie: Bahoya kommt bei Eintracht Frankfurt für Chaibi. 

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Mitten rein ins Nichts eröffnet sich die Chance für Kemlein rechts im Sechzehner. Er köpft seinen schwierigen und drucklosen Kopfball aber nach dem zentralen Flugball von Trimmel per Aufsetzer in die Arme von Kaua Santos. 

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0,2 zu 0,02 xGoals in diesem fußballerischen Wadenkrampf. Nicht ausgeschlossen, dass beide Teams mit einem 0:0 gar nicht so unzufrieden wären. Erstmal wieder stabil werden, die Null halten, Schönspielerei können die anderen machen, sowas. 

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Frankfurt wird einen Ticken besser. Der Ball läuft etwas schneller, das Spiel wird etwas tiefer in die Hälfte der Unioner geschoben, es kommt etwas mehr Schärfe rein. Aber Union Berlin verteidigt das Tor vielbeinig und aufmerksam. Es ist so sauschwer, sich Torchancen zu erspielen. 

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Aber das war fein gespielt von den Gästen. Vor allem von Doan und Kalimuendo war das technisch astrein und ganz schön anspruchsvoll. Diesem Anspruch konnte Höjlund dann nicht gerecht werden. Die Abschlussposition war nicht einfach, aber gut genug, um seinen Schuss aufs Tor zu bringen. 

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Das Hinspiel war übrigens ein 4:3-Spektakel. Das bot alles, was das Fußballherz begehrt. Hier sehen wir in der 56. Minute, wie Kalimuendo einen scharfen Pass von Doan von rechts ins Zentrum auf Höjlund klatschen lässt. Der hat eine unsaubere Ballmitnahme und sein Abschluss aus halbrechter Position verreißt dann völlig. Das war der zweite Frankfurter Abschluss. Und die mit Abstand beste Torchance des Spiels. 

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Köhn flankt von der linken Seite und der Ball wird in den Rückraum auf den Fuß von Schäfer geköpft. Aus über 25 Metern holzt er seine Direktabnahme fast übers Stadiondach. Union schreibt so seinen fünften Torschuss des Abends an. 

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Ein verunglückter Schuss von Kemlein aus einer unübersichtlichen Situation heraus segelt von der rechten Seite hinters Tor und eine Flanke von Jeong von der linken Seite fliegt in die Arme von Kaua Santos. Mehr ist auch in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs nicht los. 

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4:1 Torschüsse im ersten Durchgang, das ist ein Armutszeugnis, vor allem für die SGE. So darf sich Union Berlin freuen, noch nicht in Rückstand geraten zu sein, also nicht so wie in den bisherigen fünf Spielen in 2026. 

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Keine Wechsel in der Pause. Weiter gehts. 

Ereignisreich war es in dieser ersten Halbzeit einzig und allein auf den Rängen, wo Union Berlin seinen 60. Geburtstag feiert, aber keinesfalls dieses äußerst schwache und schwere Spiel. Wie Blei lastet das Formtief der Teams auf den Schultern sämtlicher Protagonisten. Torchancen gibt es keine. Das können sich beide Teams so ins Positive drehen, dass sie nichts zulassen und stabil stehen. Es wird sich gleichzeitig aber auch kaum gefordert. 

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Kristensen nochmal mit zwei Hereingaben, erst per Einwurf, dann per Fuß. Nichts passiert. Halbzeit. 

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Mit einem schönen Tackling gegen Höjlund unterbindet Nsoki den wahrscheinlich letzten Angriff dieser langen, aber lahmen ersten Halbzeit rechts neben dem Strafraum. 

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Die Ecke wird von Köhn diesmal reingeschlagen, da wurde immerhin gelernt. Kristensen kann die Hereingabe aber klären. Jeong stellt die Kugel dann nochmal kurz scharf, dann begeht Querfeld aber das Offensivfoul mit seinem hohen Bein gegen Theate. 

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Trimmel schleudert seinen Einwurf in den Sechzehner, den Querfeld mit dem Hinterkopf verlängert. Dahinter verteidigt Koch im Rücken von Ansah zur Ecke. 

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Sieben Minuten Nachspielzeit. Bitte keine einzige mehr. 

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Fast das krumme Ding: Koch misslingt es, einen langen Ball per Kopf zu seinem Keeper zu geben. Der kommt zu kurz. Kaua Santos steht so im luftleeren Raum und hat Glück, dass Ansah nicht die Ruhe bewahrt. Der hätte mehr Zeit gehabt, als dass er zum direkten und höchst komplizierten Heber hätte greifen müssen. So geht der Ball vorbei. 

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Sinnbildlich für diese Partie: Trimmel stoppt einen kurz ausgeführten Eckball für Köhn, der dann hinterhergeht und den gestoppten Ball flankt. Aber natürlich aus dem Abseits kommt. Was für eine Unaufmerksamkeit, Chance vertan. 

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Jetzt aber, wir notieren die erste Torchance des Spiels: Chaibi köpft eine Ecke von der rechten Seite aus dem Sechzehner. Direkt auf den Fuß von Kemlein, der zum spektakulären Volley ansetzt. Kaua Santos fliegt wunderbar und lenkt den Ball sicher über die Latte. 

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80 Prozent Ballbesitz, und dann kommt das nach fast 40 Minuten als erster Frankfurter Abschluss bei rum: Chaibi geht auf den zweiten Ball, den Querfeld nach einem weiten Abschlag von Kaua Santos nach vorne köpft. Und schießt aus 25 Metern mit der Innenseite drei Meter rechts vorbei. 

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Wie Kaua Santos die Freistoßflanke von Trimmel wegboxt, ist leider einmal mehr nicht wirklich souverän. Der Ball landet 20 Meter vor dem Tor bei Khedira, der kann die Unsicherheit von Frankfurts Keeper aber nicht nutzen. Nach zwei, drei Pässen segelt der nächste hohe Ball Richtung Kaua Santos. Und diesmal kann er ihn fangen, bzw. wird dabei auch noch unterbaut und gefoult. 

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Einen schwachen Abschlag von Kaua Santos kann Nsoki im Mittelkreis abfangen. Über den Zweikampf zwischen Ansah und Höjlund geht der Ball rechts zu Schäfer. Höjlund setzt dann nach und grätscht Schäfer um. Das gibt nicht nur die zweite Gelbe der Partie. Sondern auch eine interessante Freistoßposition für die Köpenicker Standardexperten. 

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Höjlund gewinnt im Mittelkreis den Kampf um den Ball gegen Kemlein und kann ihn zu Götze spielen, der mit offenem Visier auf die Abwehrkette der Berliner zuläuft. Der Ball geht raus zu Doan, dann wieder zu Götze an die Grundlinie. Dessen Hereingabe kann im Zentrum keiner erreichen. 

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Puh, das ist echt harte Kost im kalten Nebel von Köpenick. Frankfurt hat 80 Prozent Ballbesitz und kann rein gar nichts damit anfangen. Union Berlin erfreut sich wie gewohnt daran, das Spiel so lange wie möglich torlos und damit ausgeglichen zu halten. In Kombination ergibt das einen unansehnlichen Kick ohne nennenswerte Szenen.

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Vor einem spitzen Winkel sieht sich auch Köhn ausgesetzt. Trotzdem schießt er vom linken Strafraumrand. Recht panisch. Der Ball segelt auf die Tribüne. 

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Dann aber taucht Kalimuendo erstmals in seiner ursprünglichen Form auf. Höjlund schickt den schnellen Stürmer rechts zur Grundlinie, wo Kalimuendo schneller als Nsoki ist. Dann ist er aber schon an der Grundlinie angekommen. Und von dort kriegt er die Kugel nicht mehr aufs Tor gezogen. Dazu stand er wahrscheinlich ohnehin im Abseits.  

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Rönnow fängt einen langen Ball ab. Der hinterher rennende Kalimuendo kann nicht rechtzeitig bremsen und rennt in Rönnow rein. Der lässt den Ball fallen. Kalimuendo reagiert schnell, dreht sich um den Ball und schießt Richtung Tor. Da war der Foulpfiff aber schon ertönt. Dass Kalimuendo dann Gelb sieht, weil er den Ball weggeschossen haben soll, wirkt etwas kleinlich. Eine ärgerliche Verwarnung für Frankfurts Stürmer. 

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Aber das von Kemlein eben, das war der erste Abschluss der Partie. Der Rest ergibt sich in purer Ereignislosigkeit. 

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Und diese drei Verteidiger sind erstmals etwas gefordert, als der SGE ein Fehler im Spielaufbau unterläuft. Jeong fängt den Ball an der Mittellinie ab und gibt schnell zu Kemlein auf die halbrechte Spur. Dort nimmt Theate den Gegenspieler aber gut auf. Und Theate blockt Kemleins Abschluss sogar so, dass nicht mal eine Ecke dabei herausspringt. 

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Noch immer will das Spiel keine Fahrt aufnehmen. Nutzen wir die Zeit und blicken auf die erste Systemumsetzung von Riera. Dann erkennen wir eine Dreierkette mit Kristensen, Koch und Theate. Und zwei offensiv aufgestellte Schienen mit Doan und Götze auf der einen und Brown und Chaibi auf der anderen Seite. Wenn wir streng sind, können wir sagen: Frankfurt spielt mit nur drei Verteidigern. 

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18 Minuten zeigt die Uhr jetzt schon, das entspricht aber natürlich nicht der Wahrheit. Mindestens sieben Minuten werden im Zuge dieser langen Unterbrechung gleich noch hinten dran gehangen. 

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Um genau zu sein jetzt. Wiederanpfiff von Sören Storks. Und wir sind sehr gespannt, ob dieses Fußballspiel nun auch wirklich beginnt. 

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Die Spieler halten sich mit ein paar Bahnläufen auf Trab, Kaua Santos jongliert die Kugel auf dem Kopf. Es wird geduldig gewartet. Die Sicht wird peu a peu besser. Gleich kann es weitergehen. 

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Der Rauch steigt nicht, er sinkt. Und liegt auf dem Rasen der Alten Försterei. Die Sicht ist gleich null. Das wird noch etwas dauern, bis es hier weitergeht. 

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Wir bleiben beim Stichwort Feuerwerk. Denn die Union-Show ist immer noch nicht beendet. Jetzt wurde massenhaft Pyro gezündet und das Spielfeld wird vom dichten Rauch verschluckt. Schiedsrichter Storks muss das Spiel unterbrechen, die Teams gehen für weitere Anweisungen zu ihren Coaches. 

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Aber wer hier heute auf dem Feld ein ähnliches Feuerwerk erwartet wie das, das die Fans im Köpenicker Stadtwald abgebrannt haben, der ist am falschen Ort. Verunsicherung herrscht vor. Riera sprach im Vorfeld davon, dass es um Selbstvertrauen geht. Und das gilt für beide Teams. 

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Erst jetzt sind die Tribünen enthüllt und die Unioner erblicken entweder komplett in rot oder weiß gekleidet wieder das Flutlicht. Das könnte die längste Stadion-Choreografie der Bundesliga-Geschichte gewesen sein, das hat Spaß gemacht. Und jetzt gerne etwas Fußball! 

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Noch immer sind alle Heimfans unter den großen Bannern der Choreo gefangen. Sie sehen rein gar nichts vom Spiel. Die Teams tun ihnen den Gefallen und liefern auch noch nichts. Die ersten fünf Minuten stehen komplett im Zeichen dieser tollen Inszenierung.  

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Union Berlin feiert sein 60-jähriges Bestehen. Und die Fans machen das mit einer beeindruckenden Choreo, die sich über alle Tribünenseiten der Alten Försterei streckt. Einzig der Gästebereich ist ausgelassen. Und hinter den Tribünen wird ein formidables Feuerwerk gezündet. Das macht echt Eindruck. Happy Birthday, Union Berlin! 

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Der Schiedsrichter heißt Sören Storks. Und der pfeift das Spiel in diesem Moment an. 

Die Aufgabe für Riera ist klar: Hinten endlich den Laden dicht kriegen. Vorne wird schon was passieren, da ist die Qualität groß. Aber wer in sechs der vergangenen sieben Pflichtspielen drei Gegentore kassiert, darf sich über fehlende Ergebnisse nicht beschweren. Als Achter kassiert Frankfurt die meisten Gegentore der gesamten Liga. Gleichzeitig schießen nur die Top 3 aus Bayern, Dortmund und Hoffenheim mehr Tore. 

Dazu kommt, dass Union Berlin seinen ganz eigenen Kampf kämpft und sich nicht um die Belange der SGE scheren wird. Union ist seinerseits seit fünf Spielen sieglos, die zwei Niederlagen gegen Hoffenheim und Dortmund grenzten gar an enttäuschend, davor gab es immerhin drei Remis. Dass mit Diogo Leite ein wichtiger Abwehrspieler zudem mit einer Muskelverletzung länger ausfällt, verbessert Baumgarts Laune auch nicht gerade. Mit Rothe, Juranovic und Skov fehlen weitere Spieler. 

Die erste Aufgabe hat es gleich in sich. Temperaturen rund um den Gefrierpunkt im Osten der Hauptstadt in einem Stadion, das Alte Försterei heißt, nach Bratwurst und Bier riecht und wo das Heimteam, das sich "die Eisernen" nennt, am liebsten einen körperbetonten und harten Fußball spielt, der nicht immer dem eines Erstligisten entspricht: Es gibt schönere Aufgaben in der Bundesliga, als sich beim kernigen und toughen Union Berlin behaupten zu müssen. Und das alles unter Flutlicht. 

Somit umfasst die handfeste Krise der SGE schon satte acht Spiele ohne Sieg. Die drei Bundesliga-Remis in dieser Zeit haben kaum geholfen, Frankfurt ist auf Rang 8 abgerutscht und die Europapokalränge deutlich aus den Augen verloren. Dazu gab es die zwei Pleiten in der Königsklasse und das deutliche Aus dort nach der Ligaphase. Mit dem emotionalen und leidenschaftlich mitwirkenden Riera sollen mitten in der Saison die Weichen gestellt werden für eine wieder erfolgreiche Zukunft. 

Und damit ein herzliches Willkommen an Albert Riera in der Bundesliga! Gespannt blicken wir auf den ersten Arbeitsnachweis des neuen Gesichts im Fußball-Oberhaus. Riera ist Spanier, coacht auf Englisch und wurde von SGE-Sportvorstand Markus Krösche von NK Celje in Slowenien losgeeist. Die Arbeit des Interimduos Schmitt und Meier ist damit beendet. Die waren seit der Demission von Dino Toppmöller für vier Spiele verantwortlich. Alle vier Spiele gingen verloren. 

In der ersten Aufstellung des neuen SGE-Trainers Albert Riera finden wir keine Experimente. Spannend war sicherlich die Wahl im Tor: Kaua Santos erhält den Vorzug vor Zetterer und damit die nächste Bewährungschance. Und im Vergleich zum 1:3 vor einer Woche gegen Bayer Leverkusen dürfen sich Höjlund und Chaibi beweisen. Amenda sitzt dafür auf der Bank, Skhiri fehlt gesperrt. 

So spielt Eintracht Frankfurt: Kaua Santos - Kristensen, Koch, Theate, Brown - Götze, Höjlund, Larsson - Doan, Kalimuendo, Chaibi. 

Union Berlin hat zuletzt mit 1:3 gegen die TSG Hoffenheim verloren. Trainer Burkardt reagiert und nimmt vier Startelfwechsel vor.  Trimmel, Köhn, Schäfer und Ansah dürfen beginnen. Dafür sitzen Haberer, Burke und Ilic zunächst auf der Bank. Und Diogo Leite kann verletzungsbedingt nicht mitwirken heute. 

So beginnt Union Berlin: Rönnow - Trimmel, Doekhi, Querfeld, Nsoki, Köhn - Khedira, Kemlein - Schäfer, Jeong, Ansah. 

Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 21. Spieltages zwischen Union Berlin und Eintracht Frankfurt.