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1. FC Union Berlin - Hertha BSC

Bundesliga

1. FC Union Berlin 1

  • S Polter 90' (11m)

Hertha BSC 0

    Live-Kommentar

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    So viel zum hochemotionalen Berliner Derby. Da muss noch einiges aufgearbeitet werden, das werden beide Seiten sicherlich tun. Hier aber nicht. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

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    Union holt den dritten Sieg der Saison und klettert auf Rang 13, Hertha steckt wieder in einer kleinen Schaffenskrise und bleibt auf dem elften Platz hängen. Und als nächstes kommen die Ballermänner aus Leipzig ins Olympiastadion. Union ist in Mainz gefordert. 

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    Zum Sportlichen: Ein wie erwartet intensives und hart umkämpftes Derby findet durch ein Elfmetertor von Polter einen verdienten Sieger. Union war die erste Halbzeit deutlich überlegen. In der zweiten wurde die Hertha zwar besser, zwingende Torchancen blieben aber aus. Vieles deutete auf ein torloses Unentschieden, dann entschied Aytekin auf Elfmeter, nachdem Boyata Gentner nach dessen Torschuss umgegrätscht hat. Keine falsche Entscheidung, aber eine, die Diskussionen hervorbringen wird. In der achtminütigen Nachspielzeit hätte Lukebakio dann fast noch ausgeglichen, blieb aber an Gikiewicz hängen. 

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    Völlige Ekstase im Stadion an der alten Försterei. Würde ich gerne schreiben. Wäre aber gelogen. Denn die Chaoten übernehmen wieder das Zepter. Leuchtraketen fliegen aus dem Gästeblock, einige vermummte Union-Anhänger betreten den Innenraum und wollen auf die Provokation eingehen. Unions Spieler reagieren überragend und stellen sich den eigenen "Fans" entgegen und scheuchen sie zurück hinter ihren Zaun. Mit eingezogenem Schwanz leisten sie dann doch noch Folge. Und die Waldtribüne kann endlich seine Mannschaft feiern. 

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    Schlusspfiff! Nach 98 Minuten pfeift Aytekin ab und Union schlägt die Hertha mit 1:0! 

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    Gikiewicz hat sich bei der Aktion weh getan, wurde am Ellbogen erwischt, das muss behandelt werden. Es läuft die 97. Spielminute. Wie lang lässt Aytekin noch laufen?!

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    Ganz wichtige Rettungstag von Gikiewicz, der sich nach einem Steilpass in den Ball schmeißt und vor Lukebakio dran kommt. So misslingt dessen Heber-Versuch. Der Ball liegt allerdings frei und Gikiewicz am Boden, doch Friedrich prügelt ihnl aus dem Sechzehner. 

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    Und so werden es bange Schlussminuten für alle Hertha-Fans, weil keiner weiß, wie viel Zeit noch bleibt. Blau-Weiß rennt an, Dilrosuns Hereingabe ist gut, kann in der Mitte aber geklärt werden. Derweil qualmt der gesamte Gästeblock wieder. 

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    Union nimmt Zeit von der Uhr. Ryerson kommt, Ingvartsen geht raus. Nachspielzeit wurde komischerweise bislang keine angezeigt. Es herrscht auch Uneinigkeit, welcher Zeitmesser der richtige ist. Die Stadionuhr wurde scheinbar bei der Spielunterbrechung nicht angehalten. 

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    Volle Attacke bei der Hertha. Selke kommt für Mittelstädt. 

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    Toooooooooooor! UNION BERLIN - Hertha BSC 1:0. Polter läuft an und schießt mit viel Schmackes, allerdings auch halbhoch und nur halb nach links. Jarstein ist dran, kann den Ball mit einer Hand aber nicht ablenken. 

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    Elfmeter für Union! Die Gastgeber gehen mit Tempo auf die Strafraumkante zu, Polter legt links raus zu Gentner, der zimmert seinen Abschluss zwar ins Obergeschoss, wird nach seiner Schussbewegung aber von Boyata umgemäht. Schwierige Entscheidung. Es wird Kontakt mit dem VAR aufgenommen. Und Aytekin läuft zum Monitor, um sich das selbst nochmal anzugucken. 

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    Und da wäre er fast gewesen. Starke Flanke von der rechten Seite, der Ball fliegt genau zwischen Torwart und Abwehrkette. Doch erst verpasst Polter, dann auch Mees. Zudem stand Polter aber auch im Abseits. 

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    Wir biegen in die Schlussphase ein, bisher ist das ein typisches, ausgeglichenes 0:0-Derby. Beiden Mannschaften ist der Lucky Punch aber durchaus noch zuzutrauen. Wir warten sehnsüchtig auf den völligen Emotionsausbruch.  

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    Auch Hertha kann offensiv hochwertig nachsetzen. Der erfahrene Kalou ersetzt den erfahrenen Ibisevic. Kalou übernimmt auch gleich die Kapitänsbinde. 

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    Stichwort offensiv geht nicht viel. Polter soll Abhilfe schaffen. Er ersetzt Andersson im Sturmzentrum. 

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    Bis auf Distanzschüsse geht bei Union offensiv nicht viel. Andrich mit dem nächsten Versuch aus knapp 30 Metern, der Ball geht knapp am linken Pfosten vorbei. Jarstein wäre aber auch auf dem Posten gewesen. 

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    Kleine Unsicherheit von Jarstein, der den Weitschuss von Ingvartsen nicht direkt festhalten kann. Andersson lauert und will nachsetzen, Jarstein ist aber schnell genug wieder auf den Beinen und begräbt die Kugel unter sich. 

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    Trimmel bringt den folgenden Freistoß mit viel Schnitt aus dem linken Halbfeld an den langen Pfosten. Andersson kommt beim Einlaufen zu Fall und reklamiert vorsichtig, ob das nicht ein Foul war. War es nicht. Weitermachen. 

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    Boyata mit dem hohen Bein gegen Andersson, was haben die Stollen denn da auf Gesichtshöhe zu suchen? Das muss zwingend Gelb geben, dazu noch ein paar böse Worte von Aytekin. 

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    Union findet nicht mehr so gut in die Zweikämpfe wie über weite Strecken der Partie, Herthas Passspiel ist sicherer geworden, die Tempoläufe über die Außen mehren sich. Scheint so, als wäre die Alte Dame endlich mal auch spielerisch in Köpenick angekommen. 

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    Nochmal Hertha, diesmal über rechts, wo Lukebakio Tempo aufnimmt und in den Strafraum eindringt. Wieder wird Ibisevic gesucht, diesmal kommt der Ball auch, doch der Hertha-Kapitän tritt über den Ball. 

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    Aber die Hertha wird besser. Mittelstädt bekommt auf der linken Seite den Ball und bricht bis zur Grundlinie durch, gibt dort flach in die Mitte, wo Ibisevic lauert. Gikiewicz ist auf dem Posten und unterbindet die Hereingabe. 

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    Stattdessen liegt der Ball jetzt 25 Meter und leicht rechts versetzt neben dem Tor und wartet darauf, auf die Reise geschickt zu werden. Löwen tut ihm den Gefallen - und verfehlt den rechten Winkel um gut einen Meter. Immerhin mal wieder ein Torschuss der Hertha, erst der dritte insgesamt. 

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    Ein Befreiungsschlag von Ibisevic tief in der eigenen Hälfte wird zur Vorlage für Lukebakio, der von Schlotterbeck und Subotic in die Mangel genommen wird. Schlotterbeck fährt zudem das Knie aus und holt sich dafür die erste Verwarnung der Partie ab. Etwas unnötig, das hätten die zwei in gemeinsamer Arbeit auch ohne Foul klären können. 

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    Ibisevic mit seiner 14. Ballaktion, das sind die mit Abstand wenigsten auf dem ganzen Feld. Der Stürmer ist völlig abgemeldet. Und dementsprechend eingerostet, er will einen Steckpass spielen, erwischt aber nur die Hacken des eigenen Mitspielers. 

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    Union bleibt seinem Matchplan treu, geht auch nach Wiederanpfiff früh drauf und erobert reihenweise die Bälle. Nur die Abschlüsse passen nicht. Andrich verzeichnet den nächsten statistischen Torschuss, der ist aber kaum der Rede wert, weil auch der sein Ziel deutlich verfehlt. 

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    Schlotterbeck versucht es aus weiter Distanz, der Ball rutscht ihm aber völlig über den Spann. Der geht sogar ins Seitenaus, das ist die Höchststrafe. 

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    Hertha hat übrigens umgestellt, agiert hinten jetzt mit einer Dreierkette und versucht, mit Wolf und Mittelstädt auf den Außen das Spiel weiter nach vorne und weg vom eigenen Tor zu schieben. Das gelingt bislang noch nicht so überzeugend. 

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    Es kann weitergehen. Aytekin hat ohnehin alles im Griff. Den sollten sie am besten auch noch in die Fankurven schicken, da würde der auch alles mit seinem Lächeln schlichten. Mit Minute 52 kann es weitergehen. 

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    Die nächsten zwei Raketen kommen geflogen, eine davon fliegt ganz nah Richtung Union-Bank und erwischt beinahe einen Betreuer. Das droht hier aus dem Ruder zu laufen. Aytekin wollte die Partie gerade wieder freigeben, schickt die Mannschaften nun aber in die Kabinen. 

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    "Alles halb so wild", meinte ich bezüglich Pyro in Minute 2. Vergesst das. Das gesamte Stadion ist jetzt eingenebelt, wohlgemerkt aus beiden Richtungen. Aus dem Gästeblock fliegen außerdem Leuchtraketen auf das Spielfeld. Das wird teuer. Aytekin muss das Spiel unterbrechen. 

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    Gikiewicz pflückt eine Flanke runter und leitet einen Gegenangriff ein, Ingvartsen macht viele Meter, wird kurz vor dem Sechzehner aber mit einem starken Tackling von Grujic fair vom Ball getrennt. 

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    In der ersten Minute musste der Stadionsprecher noch die Gäste ermahnen, die Pyro doch bitte sein zu lassen. Nun muss er die eigenen Fans anhalten. Der Waldblock brennt lichterloh. Und die Hertha lässt sich nicht bitten und zieht mit. Gleich wird es nebelig. 

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    Und dann kann es weitergehen. 

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    Bei den Gästen macht Skjelbred Platz und wird von Löwen ersetzt. 

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    Bevor es weitergeht, wechseln beide Mannschaften je einmal. Bei Union macht Bülter Platz. Mit den wenigstens Ballaktionen seines Teams und nur einem von neun gewonnenen Zweikämpfen hat er heute keinen guten Tag erwischt. Mees übernimmt. 

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    Und die bleibt ereignislos. Halbzeit! 

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    Aufgrund der kurzen Pyro-Unterbrechung unmittelbar nach Anpfiff gibt es eine Minute obendrauf. 

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    Lukebakio mit der verunglückten Flanke an den kurzen Pfosten, Stark will noch verlängern, bleibt aber hängen. Lukebakio bekommt eine zweite Chance, macht es aber noch schlechter. Wieder kommt er nicht über den ersten Pfosten hinaus, diesmal war nicht mal mehr ein Mitspieler in der Nähe. 

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    Unglückliche Aktion von Ingvartsen, der sich im Zweikampf mit Dilrosun behauptet, seinen Rückpass zu Friedrich aber verhaut. Den kann Friedrich nicht erreichen und Hertha bekommt einen Eckball geschenkt. 

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    Schöner Steilpass auf Trimmel, der die rechte Außenbahn beackert und von der Grundlinie flach in den Rückraum zurückgibt. Andersson läuft den kurzen Pfosten an und versucht es mit der Hacke, wird von Stark aber effektiv und erfolgreich verteidigt. 

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    Stattdessen kommt Grujic jetzt aber zum Kopfball. Der Serbe kommt mit viel Schwung und steht in der Luft, die Flanke ist aber einen Ticken zu hoch und kann nicht mehr gedrückt werden. Der Ball landet auf dem Tornetz, Gikiewicz muss nicht eingreifen. 

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    Jetzt könnte es bei Hertha mal schnell gehen, Lukebakio treibt das Leder nach guter Umschaltaktion nach vorne und hat im Zentrum auch zwei Anspielstationen. Doch er findet mit seiner Flanke keinen Mitspieler, danach schmeißt sich Subotic in den zweiten Ball und verhindert so, dass Grujic abziehen kann. 

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    Lenz wird an der rechten Außenbahn von Dilrosun ausgetanzt, danach begeht Lenz das taktische Foul per Trikotzieher, um den schnellen Außenstürmer nicht laufen zu lassen. Das muss eigentlich Gelb geben. Aytekin lässt aber Gnade walten. 

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    Bei der Hertha hat Keeper Jarstein nach über 30 Minuten die meisten Ballaktionen aller Hertha-Spieler, das spricht Bände. Union ist bislang klar die bessere Mannschaft, sollte aber nicht vergessen, sich dafür zu belohnen. 

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    Bülter reißt Klünter an der Schulter zu Boden, vielleicht geht bei Hertha was über die Standards? Lukebakio bringt den Ball von der rechten Außenlinie in den Sechzehner, direkt hinter der Strafraumkante kann Union aber schon wieder klären, bevor es auch nur ansatzweise gefährlich wird. 

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    Das muss tierisch nervig sein, wenn du jedes Mal einem Gegenspieler gegenüberstehst, der dir auf die Füße tritt. Hertha bekommt überhaupt keine Spielkultur ins Spiel, spielerisch will der Ball überhaupt nicht die Mittellinie überqueren. Immer wieder muss die Abwehrreihe zum langen Ball greifen. Und die verteidigt Union bislang problemlos. 

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    Andersson behauptet mit dem Rücken zum Tor den Ball, sein Trikot besteht die Textilprobe durch Grujic, Freistoß gibt es trotzdem. Den schlägt Trimmel aus 40 Metern weit an den zweiten Pfosten, wo gleich zwei Union-Spieler nur knapp verpassen. 

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    Nächster Torschuss von Gentner, den Subotic mit einem tiefen Pass zwischen den Linien findet. Der Flachschuss kommt aus gut 25 Metern, auch das ist keine ernste Prüfung für Jarstein, dafür aber schon der vierte Torschuss der Eisernen. 

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    Das ist ein sehr mutiger, forscher und frecher Beginn, den Union hier aufs Parkett legt. Dass der Aufsteiger mehr Spielanteile haben wird, war so nicht unbedingt zu erwarten. Doch die Gastgeber treten hier mit enorm breiter Brust auf. 

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    Flanke von der rechten Seite, die kann geklärt werden, doch der zweite Ball landet bei Andrich, der sich aus gut 30 Metern den Distanzschuss zutraut. Das war aber etwas zu optimistisch, der harmlose Schuss landet in Jarsteins Armen. 

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    Union stört die Gegenspieler früh, energisch und unaufhörlich. Immer wieder muss Jarstein den langen Hafer nach vorne schicken, weil die Hintermannschaft so unter Druck steht. Und auch die Passquote von circa 75 Prozent leidet stark drunter. 

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    Schönes Dribling von Dilrosun, der sich im linken Halbfeld mit einem Übersteiger etwas Platz verschafft und dann hoch in die Mitte flankt. Dort kommt Lukebakio zum Kopfball, setzt diesen aber direkt in die Hände von Gikiewicz. 

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    Jetzt fängt sich Hertha aber etwas. Der Spielaufbau wird sicherer, das Zweikampfverhalten wird angenommen. So kommt Hertha zu zwei Freistößen in der gegnerischen Hälfte, beide rufen aber noch keine Torgefahr hervor. 

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    Sehr guter Start der Eisernen, die hier das Heft des Handelns in die Hand nehmen, Ball und Gegner laufen lassen. Hertha konzentriert sich bislang auf die Verteidigung, attackiert nur zaghaft und versucht, sicher zu stehen. 

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    Nächste Chance für Union, wieder über außen, diesmal von der anderen Seite. Gentner flankt nahe der Eckfahne, in der Mitte kommt Ingvartsen zwar nicht richtig zum Kopfball, leitet den Ball aber mit der Schulter irgendwie Richtung Tor. Jarstein pariert aber sicher. 

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    Und wie es weitergeht - Pfostentreffer Union nach nicht einmal drei Minuten! Nach einer Andersson-Flanke von der rechten Seite kommt Lenz am langen Pfosten frei zum Kopfball, köpft geschickt gegen die Lauftrichtung von Jarstein und scheitert denkbar knapp. 

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    Ein bisschen Pyro darf natürlich auch nicht fehlen, das holt der Gästeblock jetzt aber nach. Aber noch alles halb so wild. Aytekin unterbricht für circa eine Minute, dann kann es weitergehen. 

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    Und los! 

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    Mit Deniz Aytekin hat die DFL vermutlich den bestmöglichen Mann für dieses Prestige-Duell als Schiedsrichter angesetzt. Er führt die Teams auf den Rasen, in wenigen Momenten kann es losgehen. 

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    Unglaublich, was die Menschen in der Alten Försterei da schon vor Anpfiff abbrennen. Die Gegentribüne ist mit einem riesigen Banner eingehüllt, auf dem eine ganze Saga steht. Und in der Fankurve fightet ein Union-Krieger gegen die Alte Dame Hertha. Auch der Hertha-Block ist komplett in Blau-Weiß gekleidet, das restliche Stadion natürlich komplett in Rot. Das sind überragende Bilder. 

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    Heute steigt das erste Berliner Bundesliga-Derby seit der Saison 1976/77, damals hieß die Paarung Hertha BSC vs. Tennis Borussia. In der zweiten Liga gab es die heutige Paarung immerhin vier Mal, jedes Team konnte einmal gewinnen, dazu gab es zwei Unentscheiden und insgesamt 6:6 Tore. Adam Riese lehrt uns: Ausgeglichener geht's nicht. 

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    Auf der anderen Seite waren sich bei Union alle einig, dass es in dieser Saison um nichts anderes als den Klassenerhalt geht. Und diesen Kampf nehmen Mannschaft und Umfeld an. Das Team steht zusammen, der Trainer sitzt fest im Sattel und auf die Alte Försterei ist sowieso zu jeder Zeit Verlass. Das wird auch Hertha heute zu spüren bekommen. Nochmal Ibisevic mit einer wenig gewagten These: "Es wird hitzig werden." 

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    Zumal in dieser Spielzeit beide Mannschaften schon mehrere Gesichter gezeigt haben. Hertha zu Saisonbeginn zum Beispiel ein schwaches mit einem Punkt aus den ersten vier Spielen. Dann wiederum mit einem starken mit drei Siegen in Folge, unter anderem einem starken 4:0 in Köln. Dann aber auch wieder ein leicht abwärts zeigender Trend mit der Pleite in Hoffenheim zuletzt und dem Drama gegen Dresden vor 70.000 im Olympiastadion. 

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    Was ist oder noch kommen wird, spielt bei einem Derby aber bekanntlich überhaupt keine Rolle. Das weiß auch Herthas erfahrener Kapitän Vedad Ibisevic: "Bei so einem Spiel ist nicht so wichtig, was bisher in der Saison passiert ist. Es geht nur um diese 90 Minuten. Und da muss jede Mannschaft schauen, dass sie an dem Tag ihre beste Form zeigt." Einen Favoriten gibt es nach der Logik auch nicht: "Nicht bei so einem Stadt-Derby, das es so zum ersten Mal in der Bundesliga gibt. Da ist alles offen." 

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    Rechtzeitig zum größten Heimspiel der Saison scheint Union mehr und mehr in Fahrt zu kommen. Erst gegen Freiburg der zweite Sieg der Bundesligageschichte, dann die knappe, aber gute 1:2-Niederlage in München und am Mittwoch eben die Bestätigung des Sieges gegen Freiburg und der wahrlich nicht selbstverständliche Einzug ins Achtelfinale. Die Eisernen sind bei weitem nicht das Kanonenfutter, für das es viele vor Beginn der Saison gehalten haben. 

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    Union hat 30 Minuten und ein Elfmeterschießen weniger in den Knochen, setzten sich die Eisernen doch in der regulären Spielzeit gegen starke Freiburger mit 3:1 durch. Trotzdem gibt es auch hier fünf Veränderungen in der Startelf. Subotic, Trimmel, Bülter, Gentner und Andersson dürfen beginnen, es weichen Parensen, Ryerson, Schmiedebach, Mees und Ujah. 

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    Hertha hat einen unglaublichen Pokalfight gegen Dynamo Dresden in den Knochen, setzte sich dort am Mittwoch erst nach Elfmeterschießen hauchzart durch. Gut möglich, dass das Spuren hinterlassen hat. Denn Coach Ante Covic wechselt auf sechs Positionen: Jarstein steht wieder für Kraft im Tor, außerdem starten Klünter, Boyata, Mittelstädt, Skjelbred und Ibisevic anstelle von Rekik, Plattenhardt, Darida, Duda und Kalou.

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    Hertha BSC reist mit dieser Startelf an: Jarsein - Klünter, Boyata, Stark, Mittelstädt - Grujic, Skjelbred - Wolf, Lukebakio, Dilrosun - Ibisevic. 

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    Bei Union Berlin dürfen diese elf Spieler von Beginn an mitwirken: Gikiewicz - Friedrich, Schlotterbeck, Subotic - Trimmel, Andrich, Gentner, Lenz - Ingvartsen, Bülter - Andersson. 

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    Samstagabend, 18.30 Uhr, Topspiel: Vorhang auf für das erste Berliner Derby in der Bundesligageschichte zwischen Union und Hertha! Es wurde aber auch mal Zeit. Union äußerte vor der Spieltagseinteilung die Idee, dieses Highlight am Tag der deutschen Einheit auszutragen, das verneinte die DFL aber. Nun also einen Monat später, ist auch nicht schlecht. 

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    Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 10. Spieltages zwischen Union Berlin und Hertha BSC.