USA - Belgien; Fußball WM Achtelfinale

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

USA - Belgien. Fußball WM Achtelfinale.

Lumen FieldZuschauer66.925.

USA 1

  • M Tillman (31. minute)

Belgien 4

  • C de Ketelaere (9. minute, 33. minute)
  • H Vanaken (57. minute)
  • R Lukaku (93. minute)

Live-Kommentar

Hinter dieses Achtelfinale können wir an dieser Stelle jedenfalls einen Haken machen. Mit der WM geht es bei uns heute Abend wieder weiter, wenn sich ab 18:00 Uhr Argentinien und Ägypten um eines von noch zwei verbliebenen Viertelfinaltickets streiten. In diesem Sinne, bis heute Abend!

Damit ist auch der letzte Gastgeber dieser WM im Achtelfinale ausgeschieden, in dieser Form war für die USA nichts zu holen. Für die Belgier geht die Reise derweil weiter, und zwar am Freitagabend in Inglewood. Dort treffen die US-Boys im Viertelfinale ab 21:00 Uhr MESZ auf Spanien. 

Völlig verdient setzt sich Belgien 4:1 gegen schwache, teils indisponierte US-Amerikaner durch und zieht souverän ins WM-Viertelfinale ein. Die US-Boys fanden heute zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel, blieben offensiv ohne die nötige Entschlossenheit harmlos und leisteten sich zu allem Überfluss defensiv unerklärliche Aussetzer - ein insgesamt gebrauchter Tag. Ganz anders dagegen die Belgier, die im ersten Durchgang klar überlegen waren und auch in der zweiten Halbzeit trotz Verwaltungsmodus und nur 35 Prozent Ballbesitz keinen echten Aufschwung der US-Amerikaner zuließen. Und weil die USA auch noch zwei Geschenke verteilten, fiel das Ergebnis deutlich aus. 

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Abpfiff in Seattle - Belgien steht im Viertelfinale! 

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Tooor! USA - BELGIEN 1:4. Es wird deutlich, Edeljoker Lukaku macht endgültig den Sack zu. Aber das sind schon wieder Einladungen der US-Amerikaner. Erst will Freeman den Ball vor der linken Seitenauslinie wegschlagen, Vanaken hält aber schon hier den Fuß rein und blockt den Ball nach innen. Dann lässt sich Richards an der linken Sechzehnergrenze viel zu viel Zeit und bleibt ebenfalls an Vanaken hängen. Der zweite Block des Routiniers wird zur Vorlage für Lukaku, der sich im Strafraum schnell aufdreht und aus halblinken zehn Metern trotz spitzen Winkels platziert rechts unten vollstreckt. 

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Vorlage Hans Vanaken

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Zudem übernimmt Wright im Angriff für Balogun. 

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Pochettino zieht seine letzten beiden Joker: Arfsten ersetzt zunächst Robinson. 

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Vier Minuten gibt es obendrauf. 

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Auch Routinier Witsel darf nochmal ran, übernimmt im defensiven Mittelfeld für Raskin. 

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Doppelwechsel aufseiten der Belgier: Der nimmermüde Trossard räumt seinen Platz für Saelemaekers.

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Doch nur ein nordamerikanisches Strohfeuer? Nach der Chance von Balogun tun sich die US-Boys inzwischen wieder schwer, überhaupt in Abschlusspositionen zu kommen.

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Belgien kontert über Doku, der mit seinem starken Antritt über halblinks Freeman stehen lässt und im Strafraum Lukaku bedient. Auf engstem Raum kommt Lukaku nicht durch, über Umwege kommt nochmal Trossard an den Ball. Aus halbrechten elf Metern schlenzt Trossard die Kugel gen langes Eck, Richards steht aber in der Schussbahn und kann blocken. 

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Immerhin geben sich die Nordamerikaner nicht so einfach geschlagen und blasen jetzt nochmal zur Schlussoffensive. 

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Die bislang beste Chance für die USA im zweiten Durchgang! Aus der eigenen Hälfte hebt Pepi den Ball über halblinks in die Tiefe, wo Mechele in Straucheln kommt und so die Bahn für Balogun freimacht. Balogun läuft alleine auf das Tor zu, wobei der Winkel aus halblinken neun Metern nicht ganz günstig ist. Courtois hatte sich fast schon nach rechts orientiert und wehrt den halhohen Schuss im kurzen Eck noch etwas unkonventionell mit einer Hand ab.

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Vielleicht war das ja der Weckruf für die US-Amerikaner, die jetzt natürlich zunehmend das Risiko erhöhen müssen.

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Jetzt aber! Eine Flanke von rechts köpft Castagne in den Rückraum, wo sich Berhalter die Kugel 18 Meter zentral vor dem schnappt und in einer fließenden Bewegung mit dem zweiten Kontakt draufhält. Sein strammer Versuch kommt gut und rauscht nur haarscharf halbhoch am linken Pfosten vorbei.

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Im zweiten Durchgang verzeichnet Belgien im Übrigen nur 32 Prozent Ballbesitz. Dafür stehen die Europäer hinten sicher und lassen kaum etwas zu.

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Lukaku verlängert auf Doku, der den Ball zunächst gut abschirmt und sich halblinks in den Strafraum tankt. Freeman bleibt aber dran, verteidigt eng und kann klären. 

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Vor Anbruch der Schlussviertelstunde deutet derzeit nichts auf eine Aufholjagd der Nordamerikaner hin. Gerade aus dem Positionsspiel heraus tun sich die USA schwer, wirken einfach viel zu uninspiriert.

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Wen hat Pochettino noch auf der Bank? Jedenfalls muss offensiv gewechselt werden. Stürmer Pepi kommt für Adams. 

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Das Spiel läuft wieder.

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Was geht hier noch für die US-Boys? Eigentlich hat Belgien in dieser Form alles im Griff und wird nach der Trinkpause versuchen, den Stiefel im Verwaltungsmodus durchzuziehen. 

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Die Trinkpause im zweiten Durchgang ist im Gange. 

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An der Mittellinie kommt Tillman zu spät gegen Tielemans, stellt sein Bein in den Lauf des Belgiers und sieht dafür Gelb. 

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Auch Lukaku ist jetzt neu dabei und nimmt ganz vorne den Platz von Doppelpacker De Ketelaere ein. 

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Doppelwechsel aufseiten der Belgier: Doku übernimmt auf dem linken Flügel für Lukebakio. 

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Die fällige Ecke segelt an den Elfmeterpunkt, wo Freeman seinen schwachen Kopfball im hohen Bogen harmlos neben das Tor setzt. 

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Freeman initiiert jetzt mal einen schnellen Doppelpass und holt vor der rechten Grundlinie mit seiner geblockten Hereingabe zumindest eine Ecke heraus. 

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Seit dem 3:1 scheint die Luft gefühlt schon ein wenig raus zu sein - auch auf den Tribünen. Die Belgier agieren zurückgezogen und lassen einfallslose US-Amerikaner machen. 

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Zumal Belgien in diesem zweiten Durchgang bislang nur wenig für das Spiel investiert und für dieses 3:1 nicht viel machen musste. Aber dieser Aussetzer von Freese passt bislang zum halbgaren Auftritt der US-Boys.

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Auf diesen Schock reagiert Pochettino mit seinem zweiten Wechsel, nimmt Pulisic für Berhalter vom Feld. 

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Tooor! USA - BELGIEN 1:3. Was für ein Aussetzer von US-Keeper Freese, der Belgien das 3:1 schenkt! Bei einem langen Ball kommt der 27-Jährige weit aus seinem Tor und fängt die Kugel vor dem Sechzehner zunächst noch gut vor De Ketelaere ab. Dann zögert Freese aber zu lange, verliert auch noch leicht die Balance. Als er dann quer auf Robinson spielen will, hält De Ketelaere den Fuß dazwischen und blockt den Ball zu Vanaken. Vanaken lässt sich nicht zweimal bitten, schließt 30 Meter zentral vor dem halbverwaisten Tor direkt ab. Deswegen nur halbverwaist, weil der zurückeilende Ream eigentlich gut steht und noch klären könnte. Der Verteidiger schlägt im Rückwärtslaufen aber am Ball vorbei, fälscht ihn gar noch ins untere rechte Eck ab.

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Vorlage Charles De Ketelaere

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Etwas bemühter und besser drin sind sie inzwischen, noch fehlt den US-Boys aber die Intensität im Spiel. Im Übrigen hat Pochettino jetzt auf eine Viererkette umgestellt. 

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Links nach der Mittellinie spielt Adams einen feinen Diagonalball rechts in den Sechzehner, wo der einlaufene Freeman die Kugel aus der Luft nicht kontrolliert bekommt und ins Aus verspringen lässt.

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Halblinks am Sechzehner hat Pulisic etwas Platz und will schießen. Inmitten seiner Ausschwungbewegung stellt Tielemans von hinten noch den Fuß dazwischen und wird dann von Pulisic getroffen. Die US-Boys hätten dafür gerne einen Freistoß, Referee Makhadmeh lässt aber zu Recht laufen. 

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Raskin mit dem öffnenden Ball auf Lukebakio, der auf der rechten Seite aus dem Stand schnell anzieht und an der Grundlinie eine Ecke gegen Ream herausholt. Der Eckball bleibt dann ohne Folgen.

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Viel zu lässig lässt Tillman den Ball fast schon blind Richtung Mittellinie klatschen und hat Glück, dass Richards die Kugel notgedrungen vor Trossard wegschlägt. So macht man sich das Leben selbst unnötig schwer.

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Schippe drauflegen war das Motto zur Halbzeit. Immerhin intensivieren die US-Amerikaner in den ersten Sequenzen der zweiten Hälfte ihr Anlaufverhalten und wollen den Ball. 

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Belgien kommt dagegen personell unverändert aus der Kabine, der zweite Durchgang läuft. 

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Aufseiten der Nordamerikaner hat Pochettino die Halbzeitpause für seinen ersten Wechsel genutzt: Dest ist in der Kabine geblieben und wird fortan durch Gladbacher Reyna ersetzt. 

Eine Statistik an dieser Stelle, die die Kräfteverhältnisse zwischen Belgien und den USA in der ersten Hälfte gut widerspiegelt: 11:3 Abschlüsse pro Belgien. Während die Nordamerikaner zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel gefunden haben und nahezu alles vermissen haben lassen, waren die Europäer die deutlich bessere Mannschaft und hätten auch schon höher führen können. Mit einem abgefälschten Freistoß glich Tillman zwischenzeitlich schmeichelhaft für die USA aus, ehe De Ketelaere die Kräfteverhältnisse nur zwei Minuten später mit seinem Doppelpack wieder geradegerückt hat. Nicht nur spielerisch, sondern auch in Sachen Einsatz und Intensität müssen die Nordamerikaner nach der Pause mindestens eine Schippe drauflegen. 

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Halbzeit in Seattle.

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Rechts an der Mittellinie lässt Aktivposten Tillman Raskin mit einem Beinschuss stehen und überlässt für den nachrückenden Dest, der aus dem rechten Halbfeld steil in den Lauf von Balogun spielt. Unter Gegnerdruck hält Balogun aus 15 Metern direkt drauf und bleibt am blockenden Ngoy hängen.

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Gefährlich! Kurz nach der Mittellinie spielt Tillman über halbrechts einen feinen Steilpass in den Lauf von Balogun, der im Strafraum einen Schritt zu spät kommt. Courtois hat aufgepasst und ist früher dran. 

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Eine Ecke auf der linken Seite führen die Belgier kurz aus und spielen den Ball in den Rückraum. Ngoy bedient Lukebakio halblinks in der Box, der direkt aus der Drehung abschließt und aus 14 Metern deutlich rechts verzieht.

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Sechs Minuten werden nachgespielt.

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Die USA mal wieder aus dem Nichts! Einen langen Tillman-Einwurf von rechts verlängert Freeman im Strafraum per Kopf zentral an die Torraumgrenze, wo Balogun vor Ngoy den Fuß reinhält und die aufsetzende Kugel in Rückenlage zu unkontrolliert über das Tor setzt. 

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Aber was heißt hier schon verwalten? Aus dem linken Halbfeld serviert De Cuyper eine Freistoßflanke an den Elfmeterpunkt, wo Lukebakio aus dem Hintergrund einläuft und im Rücken der Abwehr komplett blank zum Kopfball kommt. Aus vollem Lauf stimmt aber das Timing des Ex-Herthaners nicht ganz, der die Kugel knapp links neben das Tor köpft.

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Sowohl gegen den Ball als auch in eigenem Ballbesitz bekommen die Nordamerikaner weiterhin kaum Intensität ins Spiel. So hat Belgien in diesen Minuten wenig Mühe, das Ergebnis zu verwalten.

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Eine Ecke von der rechten Seite serviert Tielemans bewusst an den kurzen Pfosten, wo Raskin der Hereingabe entgegenkommt und den aufsetzenden Ball vom rechten Fünfereck auf das Tor verlängert. Freese ist aber zur Stelle und packt im kurzen Eck sicher zu.

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Um die sehr ereignisreichen letzten Minuten etwas einzuordnen: Der zwischenzeitliche Ausgleich für die USA fiel aus dem Nichts, entsprechend war dabei auch viel Glück vonnöten. Belgien hat die Verhältnisse aber sofort wieder geradegerückt und ist weiterhin besser. 

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Etwas übermotiviert setzt McKennie gegen Raskin zur Grätsche an, kommt dabei nahe der rechten Seitenauslinie zu spät und holt Raskin unsanft von den Beinen. Für dieses Foul ist die Gelbe Karte alternativlos. 

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Tooor! USA - BELGIEN 1:2. Belgien antwortet postwendend! Wie schon beim 1:0 verlagern die Europäer das Spiel durch Tielemans auch jetzt auf den linken Flügel. Trossard dribbelt erneut an, darf gegen Dest entlang der linken Sechzehnergrenze zur Grundlinie ziehen und hebt den Ball butterweich nach innen. Während Robinson am zweiten Pfosten zu weit weg steht, schraubt sich sich De Ketelaere energisch im Rücken von Ream hoch und drückt seinen Kopfball aus drei Metern hoch ins rechte Eck. Ein weiteres Mal hat den Nordamerikanern in dieser Szene der Zugriff komplett gefehlt.

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Vorlage Leandro Trossard

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Tooor! USA - Belgien 1:1. Zumal die Freistoßposition rund 23 Meter zentral vor dem Tor alles andere als verkehrt ist. Gegen Bosnien hat Tillman einen Freistoß direkt verwandelt, wenig überraschend schnappt sich der gebürtige Nürnberger auch jetzt den Ball. Und Tillman macht es schon wieder! Wenn auch unter Mithilfe von Vanaken, der den Freistoß in der Mauer entscheidend mit dem Kopf abfälscht. Während sich Courtois nach links orientiert, schlägt der Ball unhaltbar zentral im Tor ein.

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Im Rahmen dieser Ballbesitzphase rückt Mechele bei einem tiefen Zuspiel vor dem eigenen Sechzehner raus und hat die Hand dabei eigentlich handelsüblich an der Schulter von Balogun. Mit sehr viel Wohlwollen entscheidet Referee Makhadmeh auf Freistoß für die USA.

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Bei den Amerikanern läuft wirklich nichts zusammen. Immerhin verzeichnet man jetzt eine etwas längere Ballbesitzphase, holt sich so etwas Sicherheit. 

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Weiter gehts. 

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So einseitig war das bis hierhin nicht zu erwarten: Belgien liegt nicht nur hochverdient in Führung, sondern sind die USA mit dem 0:1 noch gut bedient. Aus Sicht der Pochettino-Truppe gleicht diese Trinkpause einem dringend benötigten Timeout.

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Schiedsrichter Adham Makhadmeh bittet zur obligatorischen Trinkpause. 

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Die US-Amerikaner sind weiterhin verunsichert! Im eigenen Strafraum hat Richards als letzter Mann eigentlich viel Zeit, spielt den Ball dann plötzlich ohne Not dem nachsetzenden De Ketelaere vor die Füße. Weil der Ball vom Torschützen aber zu weit nach vorne abprallt, darf Richards durchatmen.

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Erst jetzt kann Rudi Garcia wechseln und ersetzt den verletzten Onana im defensiven Mittelfeld durch Vanaken.

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Nicht ungefährlich: Von der Mittellinie spielt Ngoy als letzter Mann einen etwas kurz geratenen Rückpass, den Courtois gerade noch vor Balogun erläuft und klären kann. 

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Zwar steht Onana immerhin wieder auf den Beinen, doch bereiten die Belgier vor der Bank bereits den Wechsel vor. 

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Das schaut nicht gut aus: Ohne Gegnereinwirkung rutscht Onana in einem Zweikampf weg und hat sich dabei das Knie verdreht. Der Mittelfeldspieler muss behandelt werden. 

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Mit 63 Prozent Ballbesitz sowie 7:0 Abschlüssen ist Belgien nach wie vor klar spielbestimmend. Die US-Amerikaner wirken dagegen fast schon etwas ratlos, können bislang nur zuschauen.

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Trossard nimmt sich ein Herz, setzt seinen Distanzversuch aus rund 25 Metern aber deutlich zu hoch an. 

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Immer wieder kann Belgien das Spiel über die Außen aufziehen. Nach Zusammenspiel mit Onana flankt De Ketelaere rechts im Strafraum halbhoch nach innen, wo Tielemans die scharfe Hereingabe am ersten Pfosten per Hacke hinter seinem Standbein knapp verpasst. Dahinter können die Nordamerikaner klären.

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Und auch insgesamt sind die Belgier bislang schärfer eingestellt, liegen verdient in Führung. Die Amerikaner sind noch nicht angekommen und finden gerade defensiv noch keinen wirklichen Zugriff

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Tooor! USA - BELGIEN 0:1. Kurz darauf gehen die Roten Teufel in Führung! Mit einem feinen Flugball verlagert Lukebakio das Spiel auf den linken Flügel, wo Trossard andribbelt und das Eins gegen Eins mit Freeman sucht. Zwar kann Freeman die Flanke von Trossard zunächst blocken, doch gerät im Anschluss sein Klärungsversuch per Kopf etwas zu kurz. Entschlossen fängt Raskin die Bogenlampe halblinks an der Strafraumkante ab, tankt sich noch bis Fünferhöhe durch und legt flach quer. Sein Zuspiel geht durch die Beine von Richards und rollt dem ungedeckten De Ketelaere vor die Füße, der zentral im Torraum aus kürzester Distanz nur mehr einschieben muss.

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Vorlage Nicolas Raskin

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Riesenchance für Belgien! Aus dem Halbfeld tankt sich Lukebakio bis halbrechts vor den Sechzehner und nimmt dann den hinterlaufenden Castagne mit, der rechts im Strafraum direkt flach querlegt. Auf Höhe des ersten Pfostens steht Tielemans blank, trifft den Ball bei seiner versuchten Direktabnahme aus acht Metern aber nicht richtig und vergibt diesen Hochkaräter kläglich.

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Die Anfangssequenzen gestalten sich sehr intensiv. Gegen den Ball laufen die US-Amerikaner hoch an, lassen Belgien keine Ruhe und wollen das Spiel selbst bestimmen. 

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In Person von Balogun tauchen jetzt auch die Nordamerikaner ein erstes Mal im gegnerischen Sechzehner auf. Von links hebt Balogun aber zu ungenau in die Mitte, wo Tillman nicht mehr hinkommt.

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Nach der fälligen Ecke von links kommt De Ketelaere in der Mitte zum Kopfball, kriegt jedoch keinen Druck drauf und produziert damit eher eine Rückgabe auf Freese.

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Um ein Haar der Blitzstart für die Europäer! Nach einem langen Einwurf in den Sechzehner klärt Pulisic den Ball nur unzureichend in den Rückraum, worauf Tielemans zunächst geblockt wird. Der Abpraller landet bei Castagne, der es direkt aus zentralen 22 Metern versucht und den Ball gen linken Winkel schlenzt. Freese ist jedoch zur Stelle, greift mit einer Hand über und kratzt den Ball klasse um den Pfosten.

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Wir sind so weit, Belgien hat angestoßen.

Spielort ist das Seattle-Stadion, das sich durch seine einzigartige Hufeisenform auszeichnet und Platz für rund 67.000 Zuschauer bietet. Geleitet wird die Partie vom Jordanier Adham Makhadmeh, der von Mohammad Al-Kalaf und Ahmad Moannes Nadi Al-Roalle an den Seitenlinien assistiert wird. Vierter Offizieller ist Pierre Atcho, vor den Bildschirmen agiert das VAR-Gespann um Khamis Al-Marri.

Das letzte von bislang fünf Duellen zwischen den USA und Belgien liegt noch gar nicht lange zurück - ein Freundschaftsspiel Ende März in Atlanta. Nachdem McKennie die US-Boys kurz vor der Pause in Führung brachte, glichen die Roten Teufel noch vor der Halbzeit aus und zündeten im zweiten Durchgang ein echtes Offensivfeuerwerk. Am Ende stand für die Europäer ein deutlicher 5:2-Sieg zu Buche, bei dem sich Dodi Lukebakio doppelt in die Torschützenliste eintrug.

Während die USA heute erstmals seit 2002 wieder das Viertelfinale einer WM erreichen können, will Belgien das Gruppenaus vor vier Jahren endgültig vergessen machen. Bei einer WM standen sich beide Nationen zuvor bereits zweimal gegenüber: Bei der Erstauflage 1930 setzten sich die Nordamerikaner in der Vorrunde 2:0 durch, erreichten später zum bislang einzigen Mal das Halbfinale. Belgien revanchierte sich dafür 84 Jahre später und entschied 2014 ein packendes Achtelfinale nach Verlängerung mit 2:1 für sich. 

Deutlich steiniger hingegen der bisherige Weg der Belgier, die bereits vor dem letzten Gruppenspiel nach zwei enttäuschenden Unentschieden gegen Ägypten (1:1) und den Iran (0:0) mit dem Rücken zur Wand standen. Beim 5:1 gegen Neuseeland ließ man aber gar nichts anbrennen, qualifizierte sich gar noch als Gruppensieger für die Runde der letzten 32. Bis zur 86. Minute 0:2 zurückgelegen, zeigten die Europäer dort gegen Senegal, was sie derzeit besonders auszeichnet: Widerstandsfähigkeit und eine starke Bank.

So viel also zum Elefanten im Raum, der die Leistungen der USA nicht schmälern soll. Als letzter Co-Gastgeber im Turnier verblieben, wussten die US-Boys bislang mit dominantem Offensivfußball zu gefallen und sind heute für viele sogar leicht favorisiert. In der Vorrunde gegen Paraguay (4:0) und Australien (2:0) sowie im Sechzehntelfinale gegen Bosnien (2:0) feierte man überzeugende Siege. Einziger Schönheitsfleck war die bedeutungslose 2:3-Niederlage gegen die Türkei, als man im letzten Gruppenspiel mit einer B-Elf auflief.

Bei der WM 2026 sind noch drei Viertelfinal-Tickets zu vergeben, um eines davon streiten sich heute in Seattle Co-Gastgeber USA und Belgien. Während auf den Sieger in der Runde der letzten Acht Spanien wartet, sorgte bereits im Vorfeld der Partie die Balogun-Debatte für Zündstoff. Inzwischen hat auch US-Präsident Trump bestätigt, bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen und so womöglich Einfluss auf die Balogun-Begnadigung genommen zu haben. Eine Entscheidung, die Belgien-Coach Garcia als Aprilscherz bezeichnete.

Die Belgier bestritten ihr Sechzehntelfinale am Mittwochabend gegen Senegal und wandelten dabei ganz spät einen 0:2-Rückstand noch in einen furiosen 3:2-Sieg nach Verlängerung um. Im Vergleich dazu sieht Rudi Garcia heute durchaus Anpassungsbedarf und schreckt bei seinen vier personellen Änderungen auch nicht vor großen Namen zurück. Neben dem Frankfurter Theate und Vanaken sitzen nämlich auch Doku und sogar De Bruyne nur auf der Bank. An ihrer Stelle beginnen Ngoy im Abwehrzentrum, Raskin und Onana auf der Doppelsechs sowie Ex-Herthaner Lukebakio auf dem linken Flügel. Während Kapitän Tielemans ins offensive Mittelfeld aufrücken dürfte, bleibt Sturmtank Lukaku erneut nur die Rolle als Edelreservist. 

Und hier die Aufstellung von Belgien: Courtois - Castagne, Mechele, Ngoy, De Cuyper - Raskin, Onana - Trossard, Tielemans, Lukebakio - De Ketelaere. 

In der Runde der letzten 32 trafen die US-Boys in der Nacht zum Donnerstag auf Bosnien und setzten sich trotz Unterzahl ab der 64. Minute souverän 2:0 durch. Mauricio Pochettino sieht auch keinen Grund für etwaige personelle Änderungen und vertraut heute auf die exakt gleiche Startelf im flexiblen 3-5-2-System. Heißt also auch, dass Folarin Balogun trotz seiner Roten Karte gegen Bosnien in der Startelf verbleibt. Die Sperre des Torjägers (drei WM-Tore) wurde aufgehoben und stattdessen für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. 

Widmen wir uns zunächst dem Personal und beginnen mit der Aufstellung der US-Amerikaner: Freese - Freeman, Richards, Ream - Dest, Adams, Antonee Robinson - McKennie, Tillman - Balogun, Pulisic.

Herzlich willkommen bei der WM 2026 zum Achtelfinale zwischen der USA und Belgien.