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VfL Wolfsburg - Hamburger SV

Bundesliga

VfL Wolfsburg 1

  • J Brekalo 78'

Hamburger SV 3

  • B Wood 43' (11m)
  • L Holtby 45+1'
  • L Waldschmidt 90+3'

Holtby, Wood und Waldschmidt treffen für Hamburg

HSV siegt in Wolfsburg - Hamburg träumt wieder vom Wunder

29.04.2018 | 00:17 Uhr

Totgesagte leben offenbar wirklich länger: Der schon längst für abgestiegen erklärte Hamburger SV darf wieder mehr denn je auf ein Wunder im Kampf um den Klassenerhalt hoffen.

Die gnadenlos effektive Mannschaft von Trainer Christian Titz gewann am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga das Kellerduell beim VfL Wolfsburg von Ex-Retter Bruno Labbadia verdient mit 3:1 (2:0) und verkürzte den Rückstand auf die Werkself auf nur noch zwei Punkte.

Bobby Wood per Foulelfmeter (43.), Lewis Holtby (45.+1.) und Luca Waldschmidt (90.+3) nach einem verschossenen Foulelfmeter von Teamkollege Filip Kostic trafen für den HSV, Josip Brekalo (78.) erzielte den Treffer für den VfL. In Wolfsburg wird damit wieder kräftig gezittert, die Hausherren blieben vor 29.400 Zuschauern in einer intensiven Partie - 24 Stunden nach der Trennung von Sportdirektor Olaf Rebbe - nahezu alles schuldig.

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Beim HSV ist der Glaube zurück

Bei noch zwei ausstehenden Spielen sind die Hamburger zwar weiter Vorletzter, aber nach dem dritten Sieg in den letzten vier Spielen wächst beim Bundesliga-Dino der Glaube, den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte wieder abwenden zu können. Wolfsburg kann sich weiter aus eigener Kraft retten, muss in dieser Verfassung aber wie in der Vorsaison die Relegation fürchten.

Bobby Wood schießt den Hamburger SV mit einem verwandelten Foulelfmeter in Wolfsburg in Führung.
Image: Bobby Wood schießt den Hamburger SV mit einem verwandelten Foulelfmeter in Wolfsburg in Führung. © DPA pa

"Wir spielen auf Sieg, wir müssen drei Punkte holen", hatte Titz vor der Partie gesagt und brachte für die Abteilung Attacke etwas überraschend den zuletzt nicht mehr berücksichtigten Wood von Anfang an. Labbadia musste auf den angeschlagenen Daniel Didavi verzichten, insgesamt nahm er sechs Wechsel im Vergleich zum 0:3 in der Vorwoche in Mönchengladbach vor.

Wood verwandelt eiskalt

Beide Teams zeigten von Beginn an keinerlei Zurückhaltung, allerdings wurde auch immer wieder klar, warum sowohl der HSV als auch Wolfsburg im Tabellenkeller stecken. Allzu oft blieben die Bemühungen zu unpräzise, oder es fehlte das richtige Timing, oder die Nerven spielten nicht mit. Wolfsburgs Renato Steffen schaffte es tatsächlich, aus vier Metern drei Meter über das Tor zu schießen (13.).

Daum zu Gast bei Wontorra

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Von den Hamburgern war lange offensiv noch weniger zu sehen, echte Torchancen blieben zunächst Mangelware. Tatsuya Ito, Aaron Hunt, Filip Kostic und Wood fanden kaum einmal eine Lücke in der Wolfsburger Abwehr. Und in manchen Momenten fehlte auch ein bisschen der Mut, ins nötige Risiko zu gehen. Den Strafstoß - die erste wirkliche Möglichkeit der Hamburger, verwandelte Wood aber eiskalt. Es war das erst zweite Saisontor des US-Amerikaners, nachdem er am 2. Spieltag getroffen hatte.

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Wolfsburg unter Schock

Danach standen die Wolfsburger sichtlich unter Schock, der HSV blieb bissig und stach erneut zu. Eine optimal gespielte Flanke von Ito verlängerte Holtby mit dem Kopf ins lange Eck.

Die Hamburger, bei denen Holtby und Kyriakos Papadopoulos überzeugten, verwalteten anschließend ihre Führung, Wolfsburg schaffte es nur noch sporadisch, gefährlich zu werden. In der 66. Minute verfehlte Maxi Arnold knapp das Tor, Brekalo gelang nur noch der Anschluss. (sid)

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