Martin Kaymer hoff auf umstrittenes LIV-Turnier in Deutschland
Golfprofi Martin Kaymer setzt sich für ein Turnier der umstrittenen LIV-Tour auf deutschem Boden ein.
07.01.2026 | 08:30 Uhr
Man sei in Gesprächen über einen Stopp in Deutschland, "derzeit auch mit der Bundesregierung", sagte der zweimalige Majorsieger im Interview mit der FAZ.
Der erste Schritt seien Gespräche mit dem Deutschen Golf-Verband gewesen, "da habe ich den Kontakt hergestellt, das Ergebnis war grundsätzlich positiv."
Ort und Zeit für eine mögliche Ausrichtung in Deutschland seien aber noch offen. "Die Verantwortlichen von LIV Golf wollten dann aber zusätzlich mit der Bundesregierung sprechen, weil sie das Okay aus der Politik haben wollen", sagte Kaymer, der sich einen "Weckruf" und Verständnis darüber erhofft, worum es bei der aus Saudi-Arabien finanzierten Tour gehe. "Da wären sicher viele positiv überrascht, weil sich viele bislang allein auf das Negative konzentrieren."
Tour hat Golfwelt gespalten
Die Einführung der neuen Tour 2022 hatte die Golfwelt gespalten und angesichts der Menschenrechtssituation in Saudi-Arabien für Kritik gesorgt. Die Serie war mit Unterstützung des saudischen Staatsfonds ins Leben gerufen worden und hatte zahlreiche Stars der Branche mit astronomischen Summen gelockt. Die US-amerikanische PGA-Tour schloss daraufhin Profis aus, die am Konkurrenzwettbewerb teilnahmen. Dazu gehörte auch Kaymer, der seine Majorsiege 2010 und 2014 gefeiert hatte.
"Natürlich war das Geld ein wichtiger Punkt, warum ich bei LIV Golf unterschrieben habe. Aber es war eben längst nicht der Einzige. Sich nur darauf zu konzentrieren, finde ich unfair", sagte Kaymer nun, er teilte die Kritik an Saudi-Arabien nicht: "Ich glaube, dass jeder Mensch und auch jedes Land die Chance hat, sich zu verändern. Und ich glaube, dass es falsch ist, über Länder zu urteilen, wenn man nicht alle Hintergründe kennt."
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.