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Brand zum Gummersbach-Abstieg: "Ein großer Verlust"

"Ein großer Verlust für die Handball-Bundesliga"

Sport-Informations-Dienst (SID)

10.06.2019 | 16:59 Uhr

Heiner Brand verbrachte seine gesamte Spielerkarriere beim VfL Gummersbach. Zudem trainierte er den Traditionsverein sechs Jahre lang.
Image: Heiner Brand verbrachte seine gesamte Spielerkarriere beim VfL Gummersbach. Zudem trainierte er den Traditionsverein sechs Jahre lang. © Getty

Seit Jahren befindet sich der VfL Gummersbach im Sinkflug. Am Pfingstsonntag hat es den Altmeister und Liga-Dino endgültig erwischt. Für Vereinsikone Heiner Brand ist es "ein großer Verlust".

Sky Experte Heiner Brand hatte den Tag X kommen sehen, er hatte sich vorbereiten können, und rang am Ende dennoch um Fassung. Die Trauer war ihm ins Gesicht geschrieben, als er für die Sky Zuschauer den Abstieg seiner großen Liebe VfL Gummersbach einordnen sollte. "Es ist das eingetreten, was zu befürchten war", sagte Brand und sprach von einem "großen Verlust für die Handball-Bundesliga".

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DKB Handball-Bundesliga: Das 25:25 (14:13) reicht weder für den VfL Gummersbach noch für die SG BBM Bietigheim zum Klassenerhalt. Beide Mannschaften müssen sich aus der 1. Liga verabschieden (2:29 Minuten).

Nach dem 25:25 bei der SG BBM Bietigheim und dem 31:30 der Eulen Ludwigshafen gegen GWD Minden stand unwiderruflich fest: Der Traditionsklub aus dem Bergischen Land, der Altmeister und Heimatverein einiger der größten deutschen Handballer muss den bitteren Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Die Bundesliga wird ohne den elfmaligen Europapokalsieger ärmer sein.

"Es ist schwer, Worte zu finden. Meine Mannschaft hat alles reingeworfen. Die Bilder sprechen für sich, man sieht weinende Männer", sagte VfL-Trainer Torge Greve bei Sky: "Heute hat die Mannschaft es gut gemacht. Die Spiele vorher, als die Mannschaft die Zitterhand bekommen hat, die tun jetzt weh." So sah es auch Brand: "Man muss die ganze Saison sehen, der VfL ist nicht heute abgestiegen."

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Die Eulen Ludwigshafen retten sich mit dem 31:30 durch ein Last-Minute-Tor gegen GWD Minden.

Gummersbach erstmals zweitklassig

Allerdings hatte es Gummersbach am Pfingstsonntag selbst in der Hand, das lange Jahre Undenkbare doch noch zu verhindern. Mit einem Sieg hätte der zwölfmalige Meister die Rettung aus eigener Kraft geschafft. Das Remis hätte zum Ligaverbleib nur gereicht, wenn Ludwigshafen nicht gewonnen hätte.

Zum ersten Mal nach 53 Jahren Erstliga-Zugehörigkeit ist das einstige Schwergewicht des deutschen Handballs nur noch zweitklassig. Begleitet wird Gummersbach im Fahrstuhl nach unten von Bietigheim, die große Geschichte des Klubs, sie half in den schweren Momenten des Abstiegs nicht. "In der Handballwelt wird immer noch über den VfL Gummersbach geredet. Aber davon muss man sich lösen für einen Neuanfang."

Auf einen neuen Anfang im Unterhaus hofft auch der Gummersbacher Kult-Keeper Andreas Thiel, auch wenn er zunächst von einem "harten Brett" sprach. "Der Wiederaufstieg", sagte Thiel dem SID, nachdem er sich gesammelt hatte, "ist nicht unmöglich. Wir müssen mit Verstand für die nächste Saison eine Mannschaft zusammenstellen. Die Chance zum kompletten Reset ist jetzt da."

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Der Abstiegskrimi war ein Szenario, das vor dem Spieltag mehr als unwahrscheinlich erschien. Doch einer hatte da schon so eine Ahnung: Sky Experte Martin Schwalb.

Gummersbach im Sinkflug

Auf den ersten Blick erinnert das Schicksal des tief gefallenen Traditionsklubs, der den deutschen Handball über Jahrzehnte im In- und Ausland geprägt hat, stark an das der Fußballer des Hamburger SV. Mehrfacher deutscher Meister, Europokalsieger, feste Größe in der Eliteliga über ein halbes Jahrhundert: Auch die Hanseaten galten in der Republik als letzte Dinos, bevor sie - um im Bild zu bleiben - am 12. Mai 2018 nach 55 Jahren und am Ende qualvollem Kampf ausstarben.

Der VfL befindet sich seit Jahren im Sinkflug. In den beiden vergangenen Spielzeiten wurde der Ligaverbleib als Tabellen-15. nur mit Ach und Krach gesichert, 2017 waren es gerade mal 19 Törchen, die den Altmeister vor dem Absturz in die 2. Liga bewahrten. Diesmal fehlte ein einziger Treffer.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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