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Handball-EM: Spiel um Platz fünf am Samstag gegen Portugal

Deutsche Handballer mit zähem Sieg gegen Tschechien

Sport-Informations-Dienst (SID)

25.01.2020 | 17:45 Uhr

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Die deutschen Handballer haben ihr viertes Hauptrundenspiel bei der EM gegen Tschechien gewonnen und sich weiteres Selbstvertrauen für das abschließende Spiel um Platz fünf gegen Portugal geholt.

Die deutschen Handballer haben ihr viertes Hauptrundenspiel bei der EM gegen Tschechien gewonnen und sich weiteres Selbstvertrauen für das abschließende Spiel um Platz fünf am Samstag in Stockholm gegen Portugal geholt.

Fünfter Sieg im siebten Spiel - mit viel positiver Energie und intakter Moral treten die deutschen Handballer ihre letzte EM-Reise nach Stockholm an. Zum Abschluss der Hauptrunde gewann das Team von Bundestrainer Christian Prokop vor 5500 Zuschauern in der Wiener Stadthalle gegen Tschechien mit 26:22 (13:10) und kann sich nun in aller Ruhe auf das Spiel um Platz fünf am Samstag gegen Portugal vorbereiten.

Torhüter Bitter überzeugt

Wie knapp Deutschland das erhoffte Halbfinale verfehlte, zeigt ein Blick auf die Bilanz der Slowenen. Mit ebenfalls fünf Siegen aus sieben Spielen erreichte das Team des ehemaligen Flensburger Meistertrainers Ljubomir Vranjes die Runde der letzten Vier.

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Ein sicherer Rückhalt im deutschen Tor war erneut Johannes Bitter. Der Weltmeister von 2007 stand sicher gegen Tschechiens Shooter Ondrej Zdrahala und Regisseur Tomas Babak vom Bundesligisten Bergischer HC. Bitter bügelte auch Unkonzentriertheiten im deutschen Angriff aus, so parierte er kurz vor der Halbzeitpause einen Gegenstoß des frei vor ihm auftauchenden Babak.

Ein Aktivposten war auch Philipp Weber, der im EM-Verlauf immer mehr in die Spielmacher-Rolle hineinwuchs und die gebotenen Möglichkeiten einwandfrei nutzte. "Er macht heute wieder ein richtig gutes Spiel", sagte Teammanager Oliver Roggisch am ZDF-Mikrofon. Weber war mit fünf Treffern auch erfolgreichster deutscher Werfer.

Prokop mit vielen Wechseln

Die Mannschaft hatte nach der missglückten Vorrunde in Trondheim versprochen, in der Hauptrunde ein anderes Gesicht zu zeigen, und dieses Versprechen hielt sie auch gegen Tschechien ein. Der Bundestrainer lobte seine Abwehr über den grünen Klee, war aber mit der Angriffsleistung nicht zufrieden. "Im Moment sind die dran, weil wir unsere Chancen nicht nutzen", sagte Prokop nach 22 Minuten beim Stand von 10:8, wenig später: "Ihr spielt eine fantastische Abwehr, schnell und tief, aber spielt vorne nicht so alibimäßig nach dem Motto 'soll ich, soll ich nicht' - spielt das richtig mit Dampf."

Prokop nutzte die Partie wie angekündigt, um viel zu wechseln und die Spielanteile zu verteilen, das Casting für die Olympia-Qualifikation im April in Berlin hat begonnen. Auf Rechtsaußen erhielt Tobias Reichmann zunächst den Vorzug vor dem bislang überzeugenden Timo Kastening, Marian Michalczik kam nach 20 Minuten für Abwehrchef Hendrik Pekeler, im rechten Rückraum begann Kai Häfner. Auch David Schmidt und Patrick Zieker, der auf Linksaußen früh für Kapitän Uwe Gensheimer ins Spiel kam, erhielten ihre Chance.

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"Jetzt wollen wir erstmal Tschechien schlagen und dann mit einem guten Gefühl aus dem Turnier gehen", hatte Pekeler vor der Partie gesagt. Er musste gegen Tschechien ohne seinen etatmäßigen Nebenmann und Kieler Teamkollegen Patrick Wiencek auskommen, der seit einigen Tagen über Knieprobleme klagt und durch Michalczik ersetzt wurde. Dieser kehrte nach einer Woche in die Mannschaft zurück, er hatte nach der Vorrunde für Johannes Golla Platz machen müssen.

Slowenien im Halbfinale

Zuvor hatte Slowenien das Halbfinale als letzte Mannschaft nach Titelverteidiger Spanien, den verlustpunktfreien Norwegern und Kroatien komplettiert. Die Slowenen standen nach dem 34:26 der Portugiesen gegen Ungarn bereits vor ihrer 30:33-Niederlage gegen Norwegen als Halbfinalist fest.

Die beiden Finalisten ermitteln am Freitag in Stockholm Spanien und Slowenien (18.00 Uhr) sowie Kroatien und Norwegen (20.30 Uhr). Portugal und Slowenien sind mögliche deutsche Gegner in der Olympia-Qualifikation in Berlin.

Sport-Informations-Dienst (SID)

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