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Hannover und Flensburg vorerst am THW Kiel vorbei

24.02.2020 | 16:01 Uhr

Die TSV Hannover-Burgdorf und der deutsche Meister SG Flensburg-Handewitt haben sich am zweiten Weihnachts-Spieltag der Handball-Bundesliga zunächst am bisherigen Spitzenreiter THW Kiel vorbei auf Platz eins und zwei der Tabelle geschoben. Hannover gewann gegen den TVB Stuttgart mit 32:19 (13:8), Flensburg hatte lange Probleme mit GWD Minden, setzte sich dann aber mit 27:22 (14:10) durch.

Kiel tritt am Donnerstagabend (18.00 Uhr) bei Frisch Auf Göppingen an und wäre mit einem Sieg aufgrund der besseren Tordifferenz wieder Tabellenführer vor den punktgleichen Recken aus Hannover. Im wohl interessantesten Spiel des Tages stehen sich ab 16.00 Uhr in Düsseldorf der Bergische HC und die Rhein-Neckar Löwen gegenüber. Beide Teams haben etwas gutzumachen: Der Bergische HC hat die letzten fünf Spiele verloren, die Löwen sind nach zuletzt zwei Niederlagen in Lemgo und zu Hause gegen Flensburg auf der Suche nach ihrer Form.

Die hat die TSV Hannover-Burgdorf längst gefunden, gegen Stuttgart waren die Niedersachsen von Beginn an die dominierende Mannschaft. Spieler des Tages war Hannovers slowenischer Torhüter Urban Lesjak, der mit 25 Paraden einen Saisonbestwert aufstellte und dabei sogar Kiels dänischen Weltmeister Niklas Landin (22) übertrumpfte.

"Es war ein schönes Spiel, aber Handball ist ein Teamsport, ein Mann alleine kann nicht gewinnen", sagte Lesjak am Sky-Mikrofon. "Lesjak spielt heute gut, die ganze Saison gut, er ist einer der Garanten dafür, dass Hannover so weit oben steht", sagte 2007-Weltmeister Henning Fritz bei Sky. Bester Werfer der Gastgeber war Rückraumspieler Nejc Cehte mit sechs Treffern.

Flensburg tat sich gegen Minden lange Zeit schwer. Der Meister brauchte fast vier Minuten, um durch Rechtsaußen Martin Steinhauser mit 1:0 in Führung zu gehen, auch in der Folge fanden die Gastgeber nie richtig in ihren Rhythmus. Dennoch reichte es, um sich mit fünf Toren durchzusetzen. Sechs Treffer von Mittelmann Goran Sogard und je fünf von Steinhauser und Nationalspieler Johannes Golla am Kreis waren die Basis für den Flensburger Sieg.

Im Blickpunkt stehen am Donnerstag neben Kiel vor allem die Rhein-Neckar Löwen, deren Kapitän und Spielmacher Andy Schmid nach der Niederlage gegen Flensburg mit kritischen Anmerkungen viel Aufsehen erregt hatte. "Ich habe schon mehrfach betont, dass unserem Spiel die Harmonie fehlt", hatte der Schweizer gesagt: "Was einen guten Spieler ausmacht, ist, dass man keine Eintagsfliege ist, sondern dass man so einen Grundlevel immer erreicht. Dieses Grundlevel erreichen meiner Meinung nach bei uns zu viele nicht. Ich betone: Ich nehme mich von dieser Kritik nicht aus."

Mit bereits zwölf Minuspunkten aus 19 Saisonspielen haben die Löwen kaum noch Chancen auf die erhoffte Meisterschaft. "Wir haben einige neue Spieler, ich bin ein neuer Trainer, wir hatten ein bisschen Verletzungspech, und dass da einiges nicht geklappt hat, ist natürlich schade", sagte der neue Löwen-Trainer Kristjan Andresson bei Sky.

SID ab kd

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