Indy 500: Mick Schumacher vor Kult-Rennen in Indianapolis
Mick Schumacher dreht seine ersten Trainingsrunden vor dem legendären Indy 500. Dort will der frühere Formel-1-Pilot eine deutsche Durststrecke beenden.
14.05.2026 | 15:43 Uhr
Beim Helmdesign für seine Indy-500-Premiere orientierte sich Mick Schumacher an zwei ganz unterschiedlichen Kultfiguren des Motorsports.
Lightning McQueen, der Rennwagen aus dem Disney-Klassiker "Cars", kam ihm in den Sinn. Und natürlich spielte auch Papa Michael eine Rolle bei der Farbauswahl. "Rot ist für mich eine wunderschöne Farbe. Mein Vater hatte sie über sehr lange Zeit. Ich wollte einfach etwas Besonderes machen und hatte das Gefühl, dass das die richtige Wahl ist", sagte Mick Schumacher.
Erster deutscher Indy-500-Teilnehmer seit 1923
Fuß gefasst wie Rekordweltmeister Michael Schumacher hat Mick in der Formel 1 nicht. Nun aber steht der 27-Jährige vor einem ikonischen Rennen, das selbst sein berühmter Vater nicht in der Vita stehen hat. Mehr noch: Wenn Mick am 24. Mai über das 2,5-Meilen-Oval des Indianapolis Motor Speedway rast, ist er der erste deutsche Rennfahrer seit 1923, der am Indy 500 teilnimmt.
Am Dienstag und Mittwoch bestritt Schumacher erste Trainingsfahrten - mit den Rängen 32 beziehungsweise 31 im Tagesklassement. Doch die Indy-Vorbereitung ist lang, erst am Wochenende beginnt das Qualifying, die ersten vier Startplätze werden erst am Montag ermittelt.
Entsprechend entspannt gab sich Schumacher am Mittwoch. "Heute ging es uns in erster Linie um Race-Runs, um sicherzustellen, dass das Auto im Verkehr gut liegt und wir in der zweiten Woche komfortabel unterwegs sind", sagte er bei Fox: "Ab morgen wird der Fokus mehr auf dem Thema Qualifying-Runs liegen."
Die Linienwahl, das Verhalten des Autos im Verkehr - beim Indy 500 sind das für Neulinge sind schwierige Learnings. Das Vertrauen ins Auto bei dauerhaft extrem hohem Tempo muss sich hart erarbeitet werden.
Bislang nicht besser als Platz 17
Lehrgeld gezahlt hat Schumacher in seiner Rookie-Saison bereits viel. Besser als Platz 17 war er bislang nicht bei seinen sechs Rennen. Am vergangenen Wochenende vergab er die Chance auf sein bislang bestes Resultat in der IndyCar Series in der Schlussphase des Rennens in Indianapolis leichtfertig. Auf der Grand-Prix-Strecke, wo sein Vater Michael einst vier Formel-1-Siege gefeiert hatte, lag er kurz vor dem Ziel auf Platz elf. Eine Durchfahrtsstrafe nach einer Kollision warf ihn aber auf Platz 20 zurück.
Der Blick richtet sich nun nach vorn. "The Greatest Spectacle in Racing" nennen die US-Amerikaner "ihr" Indy 500. Mick Schumacher ist als einer von 33 Fahrern mittendrin.
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