Sophie Cunningham spaltet USA mit Aussagen zu Transfrauen im Sport
Sophie Cunningham hat mit Aussagen über Transfrauen im Frauensport eine neue Kontroverse in den USA ausgelöst. Die WNBA-Spielerin erhält Zuspruch aus konservativen Kreisen, stößt aber auch auf deutliche Kritik.
19.08.2026 | 15:00 Uhr
Sophie Cunningham verpasst die Basketball-WM mit den USA, bestimmt aber dennoch die Schlagzeilen. Ihre Haltung zu Transathletinnen sorgt weit über die WNBA hinaus für Diskussionen.
Sportlich gehört Sophie Cunningham aktuell nicht zum US-Aufgebot für die anstehende Basketball-Weltmeisterschaft in Berlin. Abseits des Parketts steht die WNBA-Spielerin der Indiana Fever jedoch im Mittelpunkt einer landesweiten Debatte.
In einem Interview mit ESPN äußerte sich Cunningham kritisch zur Teilnahme von Transfrauen im Frauensport. Sie erklärte, junge Mädchen schützen zu wollen und sprach sich dagegen aus, dass ihrer Ansicht nach "biologische Männer" in Frauen-Wettbewerben antreten.
Unterstützung aus dem Trump-Lager
Die Aussagen verbreiteten sich schnell in den sozialen Medien und lösten eine intensive Diskussion aus. Cunningham bekräftigte ihre Haltung später erneut und erklärte öffentlich, zu ihren Aussagen zu stehen: "Ich habe gesagt, was ich gesagt habe. Ich finde, das ist gesunder Menschenverstand. [...] Ich finde es wichtig, Kinder zu beschützen. Dazu gehören auch kleine Mädchen. Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe."
Vor allem konservative politische Kreise in den USA unterstützten die Basketballerin. Im Umfeld von US-Präsident Donald Trump wurde Cunningham teilweise als Symbolfigur für die restriktive Haltung gegenüber Transathletinnen dargestellt. Auch US-Vizepräsident JD Vance äußerte sich unterstützend.
Kritik aus der WNBA - auch von deutscher Spielerin
Innerhalb der WNBA und bei vielen Fans stießen die Aussagen dagegen auf Kritik. Die Liga gilt traditionell als liberal geprägt und setzt sich seit Jahren für Diversität, Gleichberechtigung und die Rechte der LGBTQ+-Community ein.
Deutliche Kritik kam auch von der deutschen Nationalspielerin Luisa Geiselsöder. Die derzeit auf die Weltmeisterschaft fokussierte Spielerin sprach sich für Integration aus und betonte: "Ich bin für Integration. Ich finde, der Sport ist dafür da, Leute zu verbinden und zusammenzubringen. Ich fände es schade, wenn man Leute ausschließt."
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Debatte zuletzt durch den früheren NBA-Profi Enes Kanter Freedom. Mit provokanten Aussagen über eine mögliche Anmeldung zur WNBA-Draft sorgte er für weitere Diskussionen. Geiselsöder bezeichnete diese Äußerungen als geschmacklos und respektlos.
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