Jonas Vingegaard gewinnt neunte Etappe beim Giro d'Italia

Topfavorit Jonas Vingegaard hat auch die zweite Bergankunft des 109. Giro d'Italia gewonnen, den Sprung ins Rosa Trikot des Gesamtführenden allerdings noch verpasst.

Jonas Vingegaard feiert den nächsten Tagessieg beim Giro.
Image: Jonas Vingegaard feiert den nächsten Tagessieg beim Giro.  © Imago

Der 29 Jahre alte Däne vom Team Visma-Lease a Bike setzte sich wie schon zwei Tage zuvor vor dem Österreicher Felix Gall durch und zeigte sich erneut als bester Kletterer im Feld.

"Wir sind in der Situation, in der wir sein wollten. Ich bin sehr glücklich", sagte Vingegaard, der seinen Vorsprung in der Bergwertung ausbaute. Bei der 9. Etappe lag er nach 184 km auf dem Corno alle Scale im Apennin zwölf Sekunden vor Gall (Decathlon CMA CGM). Der Portugiese Afonso Eulálio (Bahrain Victorious) verteidigte mit Platz fünf (+41 Sekunden) die Gesamtführung, liegt aber nur noch 2:24 Minuten vor Vingegaard - dies wird angesichts des schweren Giro-Restprogramms kaum reichen, um Rosa zu behaupten.

Vingegaard, zweimaliger Tour- und einmaliger Vuelta-Sieger, liegt damit auf Kurs, als erst achter Radprofi der Geschichte alle drei großen Landesrundfahrten in seiner Karriere zu gewinnen. Zuletzt hatte Chris Froome 2018 seine Sammlung komplettiert. Tadej Pogacar fehlt der Vuelta-Sieg.

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Vingegaard zieht an Ciccone vorbei

Auf dem phasenweise mit 15 Prozent Steigung schweren Schlussanstieg ins Ziel auf 1471 m Höhe zog Vingegaard am lange Zeit führenden italienischen Top-Kletterer Giulio Ciccone vorbei, der letztlich durchgereicht wurde. Vingegaard schien nicht am Limit zu fahren - das Rosa Trikot frühzeitig zu übernehmen, wäre auch taktisch unklug.

Nach dem Ruhetag am Montag steht am Dienstag mit dem 42 km langen Einzelzeitfahren zwischen Viareggio und Massa der nächste Schlagabtausch der Klassement-Favoriten an. Die Strecke ist zwar topfeben, die Fahrt entlang der 20 km langen Promenade an der ligurischen Küste könnte aber stark vom Wind beeinflusst werden. Der 109. Giro endet am 31. Mai in Rom.

SID

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