Aryna Sabalenka kritisiert WTA und ATP scharf

Aryna Sabalenka hat die Tennis-Verbände scharf kritisiert und ihnen mangelnde Rücksicht auf die Gesundheit der Spielerinnen und Spieler vorgeworfen.

Aryna Sabalenka übt deutliche Kritik an der Belastung für die Spieler.
Image: Aryna Sabalenka übt deutliche Kritik an der Belastung für die Spieler.  © Imago

Die Weltranglistenerste sprach beim Saisonauftakt in Brisbane von einem "wahnsinnigen" Turnierkalender und kündigte an, trotz drohender Geldstrafen einige Pflichtturniere auszulassen.

"Die Saison ist definitiv wahnsinnig, und das ist nicht gut für uns alle, wie man sieht, weil sich so viele Spieler verletzen", sagte Sabalenka. Die viermalige Grand-Slam-Siegerin sprach auch von "ziemlich schweren" Bällen, die den Körper zusätzlich strapazierten.

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"Die Regeln sind ziemlich tricky mit den Pflichtturnieren, aber ich überspringe ein paar Events, um meinen Körper zu schützen, weil ich letzte Saison sehr gelitten habe", sagte Sabalenka. Diese Saison wolle sie es "ein bisschen besser managen, auch wenn sie mich bestrafen". Die Verbände würden "nur ihre eigenen Interessen" verfolgen. "Aber sie konzentrieren sich nicht darauf, uns alle zu schützen."

Carlos Alcaraz, die Nummer eins der ATP-Weltrangliste, hatte zuletzt ebenfalls Bedenken geäußert, obwohl er für lukrative Showmatches wie das Duell gegen Jannik Sinner am Samstag in Südkorea zusagte - nur wenige Tage vor den Australian Open.

ATP reagiert auf Kritik

Die Tennisorganisation ATP hat nun auf die anhaltende Belastungskritik reagiert und kleinere Veränderung für die neugestartete Saison verkündet. Demnach müssen die Profis künftig vier statt bisher fünf Events der ATP-500-Kategorie spielen und insgesamt 18 statt 19 Turniere. Damit solle "mehr Flexibilität bei der Terminplanung" geschaffen werden.

Für das ATP-Ranking sind die 30 besten Athleten verpflichtet, die vier Grand Slams, neun Mastersevents, die ATP-Finals bei erfolgter Qualifikation und nun vier 500er-Turniere zu spielen, wenn sie nicht verletzt sind. Alcaraz absolvierte 2025 insgesamt 80 Tourmatches, von denen er 71 gewann. Alexander Zverev spielte sogar noch zwei Partien mehr, kassierte dabei 25 Niederlagen.

SID

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