Jan-Lennard Struff besiegt Danill Medvedev in Wimbledon
Jan-Lennard Struff hat für eine Überraschung in Wimbledon gesorgt und erstmals das Achtelfinale beim Rasenklassiker erreicht.
03.07.2026 | 18:41 Uhr
Der Warsteiner gewann am Freitag 7:6 (7:4), 7:6 (7:5), 7:5 gegen den früheren russischen Weltranglistenersten Daniil Medvedev, gegen den er vor zwei Jahren im All England Club noch in der dritten Runde gescheitert war.
Im zehnten Duell auf Tourlevel feierte Struff seinen erst zweiten Sieg gegen den US-Open-Sieger von 2021. Zuletzt hatte er sich vor fünf Jahren beim Heimspiel in Halle/Westfalen gegen den Vorjahres-Viertelfinalisten durchgesetzt. Zudem war es sein erster Erfolg in Wimbledon gegen einen Top-10-Spieler. Im Achtelfinale trifft der 36-Jährige nun auf Hubert Hurkacz aus Polen.
"Es wird wieder ein brutal schweres Match", meinte Struff bei Prime Video. "Das, was er heute gezeigt hat, war absolute Weltklasse", sagte der frühere Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen: "Da kann kommen wer will. Der hat so ein Selbstvertrauen jetzt."
Struff erstmals in 4. Runde
Struff hatte zum fünften Mal die dritte Runde von Wimbledon erreicht. Nach seiner Niederlage 2024 gegen Medvedev war er vor zwölf Monaten am spanischen Star Carlos Alcaraz gescheitert, der in diesem Jahr verletzt in London fehlt. Struff erreichte nun als 20. deutscher Tennisspieler in der Open Era das Achtelfinale im Männer-Einzel von Wimbledon und nähert sich in der Weltrangliste den Top 60.
"Zum ersten Mal im Achtelfinale von Wimbledon, ich bin sehr glücklich und stolz", sagte Struff nach seinem famosen Sieg auf Court 3: "Es ist unglaublich. Tennis ist manchmal ein harter Sport. Die wichtigste Sache ist, dass man nicht aufgibt."
Struff behält die Nerven
Nur einen Tag nach Ende des 4:6, 7:6 (8:6), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 7:6 (10:7)-Nervenkrimis gegen den US-Amerikaner Brandon Nakashima - bei dem Struff sagenhafte 45 Asse serviert hatte - ging es für ihn auf Court 3 weiter. Und wieder arbeitete sich Struff mehrfach aus schwierigen Situationen heraus, holte immer wieder Rückstände in den Sätzen auf - und behielt in den engen Momenten die Nerven gegen den favorisierten Medvedev.
Am Samstag will auch French-Open-Sieger Alexander Zverev in die Runde der letzten 16 einziehen und sein bisher bestes Resultat an der Church Road egalisieren. Der Hamburger spielt gegen Marcos Giron aus den USA.
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