Jannik Sinner besiegt Eliot Spizzirri bei Australian Open mit körperlichen Problemen

Drama in der dritten Runde: Jannik Sinner ist mit dem Schrecken davongekommen und hat von starken Krämpfen geplagt das Achtelfinale der Australian Open erreicht.

Jannik Sinner kämpfte sich durch körperliche Probleme und Hitze zum Achtelfinal-Einzug
Image: Jannik Sinner kämpfte sich durch körperliche Probleme und Hitze zum Achtelfinal-Einzug  © DPA pa

Gegen den anfangs groß aufspielenden US-Amerikaner Eliot Spizzirri quälte sich der italienische Titelverteidiger zu einem 4:6, 6:3, 6:4, 6:4. 

Nach intensiven 3:45 Stunden verwandelte Sinner seinen zweiten Matchball gegen die Nummer 85 der Welt. "Ich hatte körperliche Probleme und bin sehr froh, gewonnen zu haben. Ich hoffe, das kann mir einen Push für die nächste Runde geben", sagte der Südtiroler, der in Melbourne seinen Titel-Hattrick anpeilt.

Krämpfe am ganzen Körper - Match unterbrochen

Der Weltranglistenzweite hatte bei Temperaturen von über 35 Grad in der australischen Metropole augenscheinlich mit der großen Hitze zu kämpfen. Nachdem es am Anfang auch spielerisch überhaupt nicht gelaufen war, ließ er Mitte des dritten Satzes den Physio kommen und sich an den Unterschenkeln behandeln - doch es wurde zunächst noch schlimmer. Er hatte danach mit Krämpfen am gesamten Körper zu kämpfen - immer wieder schüttelte Sinner mit verzweifelter Miene seine Arme und Beine aus.

Spiel, Satz und Stream

Stream die ATP- und WTA-Tour, inkl. aller Matches der Nitto ATP-Finals und WTA-Finals sowie die gesamten US Open live – Nur mit Sky Sport bei WOW.

Als es für Sinner schon düster aussah und sogar eine vorzeitige Aufgabe realistisch schien, hatte er großes Glück. Wegen der extremen Hitze griff die offizielle "Heat Rule" des Veranstalters. Während auf den Außenplätzen vorerst gar nicht mehr gespielt werden durfte, musste in der Rod Laver Arena das Dach geschlossen werden.

Sinner vor italienischen Duell

"Es startete mit den Beinen und ging dann in die Arme über. Dann habe ich überall gekrampft", erklärte Sinner: "Ich hatte wirklich Glück mit der 'Heat Rule'. Mit der Zeit wurde es besser und besser." Nach der kurzen Pause schnappte sich Sinner ein Break, dehnte erneut seine Muskeln und holte sich danach den dritten Satz. Im Anschluss blieb es eng, doch Sinner bewahrte die Ruhe.

Erlebe Tennis LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW
Erlebe Tennis LIVE auf Sky Sport. Verfügbar mit Sky und WOW

Auf Sky Sport siehst du die ATP/ WTA Tour, alle Matches der ATP- und WTA-Finals sowie die US Open live. Hol dir Sky Sport – so, wie es zu dir passt!

Nun wartet auf den Südtiroler am Montag ein Duell mit seinem Landsmann Luciano Darderi (Alle Infos zu den Australien Open). Ein weiterer Italiener buchte am Samstag ebenfalls sein Achtelfinalticket: Der Weltranglistenfünfte Lorenzo Musetti überstand einen intensiven Fünfsatzkrimi gegen den starken Tschechen Tomas Machac und siegte mit 5:7, 6:4, 6:2, 5:7, 6:2.

Djokovic zieht mit Meilenstein weiter

Altmeister Novak Djokovic hat derweil einen in vielerlei Hinsicht historischen Erfolg gefeiert. Der serbische Topstar besiegte den Niederländer Botic van de Zandschulp mit 6:3, 6:4, 7:6 (7:4) und zog damit ins Achtelfinale ein. Mit nun 102 Siegen beim Turnier in Melbourne egalisierte er den Rekord von Roger Federer - am Montag kann er den Schweizer endgültig überflügeln.

Mehr dazu

"Ich bin sehr glücklich, den Satzball im dritten Satz überstanden zu haben", sagte Djokovic nach einer schweißtreibenden Partie in Melbourne, in der er auch eine weitere Schrecksekunde überstand: Mitte des dritten Durchgangs knickte der Serbe mit dem rechten Fuß um. "Zum Glück habe ich es geschafft, gut zu fallen und mich selbst zu beschützen. Das hätte richtig hässlich werden können", erklärte Djokovic.

Dein Kino für Zuhause
Dein Kino für Zuhause

Mit Sky Cinema inklusive Paramount+​ findest du für jede Stimmung den richtigen Film. Eine riesige Filmvielfalt und exklusive Blockbuster in einem Paket vereint.

Für Djokovic war es zudem der 400. Matchgewinn bei den Grand Slams. Doch damit nicht genug: Der unermüdliche 38-Jährige zog mit seinem Erfolg gegen van de Zandschulp auch mit Federer in Sachen Achtelfinalteilnahmen in Melbourne gleich (18) - zudem überflügelte er den Schweizer (69) mit seinem insgesamt 70. Achtelfinaleinzug bei den vier Major-Turnieren.

Djokovic, der zehn Mal am Yarra River triumphieren konnte, jagt weiter seinen 25. Titel auf größter Bühne.

SID

Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.

Mehr Geschichten