Sabalenka und Alcaraz ziehen bei Australian Open ins Achtelfinale ein

Die Nummer eins der Welt bei den Frauen erwischt nicht den besten Tag. Dennoch schafft sie den Sprung ins Achtelfinale. Dort steht auch ein anderer Top-Star.

Aryna Sabalenka zieht bei den Australian Open ins Achtelfinale ein.
Image: Aryna Sabalenka zieht bei den Australian Open ins Achtelfinale ein.  © Imago

Die beiden Weltranglisten-Ersten Aryna Sabalenka und Carlos Alcaraz stehen bei den Australian Open jeweils im Achtelfinale.

Die Vorjahresfinalistin aus Belarus setzte sich in der dritten Runde gegen die seit Jahresbeginn für Österreich spielende Anastasia Potapowa mit 7:6 (7:4), 7:6 (9:7) durch und wurde dabei erstmals im Turnierverlauf ernsthaft gefordert. Erst nach 2:02 Stunden verwandelte die zweimalige Melbourne-Siegerin ihren ersten Matchball. Auch Sabalenka-Konkurrentin Coco Gauff aus den USA ist nach einem 3:6, 6:0, 6:3-Erfolg gegen ihre Landsfrau Taylor Townsend weiter.

Die historische Erfolgsserie von Zeynep Sönmez in Melbourne ist hingegen beendet. Die 23 Jahre alte Sönmez, die als erste Türkin überhaupt die dritte Runde der Australian Open erreicht hatte, verlor nach großem Kampf gegen die Kasachin Julia Putinzewa mit 3:6, 7:6 (7:3), 3:6 - trotz der lautstarken Unterstützung der türkischen Fans in der Arena.

Alcaraz hatte mit dem Franzosen Corentin Moutet deutlich weniger Mühe. Beim 6:2, 6:4, 6:1 leistete sich der Spanier nur im zweiten Satz einen kleinen Durchhänger, als die Konzentration etwas nachließ. Für Alcaraz war es in seinem 100. Match bei einem Grand-Slam-Turnier der 87. Sieg. Der legendäre Björn Borg hatte nach 100 Grand-Slam-Einzeln die gleiche Bilanz. Die Australian Open sind das einzige Grand-Slam-Turnier, dass Alcaraz noch nicht gewonnen hat. Der 22-Jährige spielt jetzt gegen den Amerikaner Tommy Paul.

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Sabalenka mit großen Schwierigkeiten

Sabalenka hatte gegen Potapowa große Schwierigkeiten. "Sie hat einfach unglaublich gespielt. Aber ich war irgendwie in der Lage, mich immer wieder zurückzukämpfen", sagte Sabalenka nach der phasenweise hochklassigen Partie.

Schon der erste Satz zwischen Sabalenka und Potapowa dauerte mehr als eine Stunde. Nachdem sie den Durchgang im Tiebreak gewonnen hatte, schien Sabalenka die Partie in der Rod Laver Arena unter Kontrolle zu bekommen. Die Nummer eins der Tennis-Welt zog im zweiten Satz auf 4:0 davon, ehe Potapowa sich noch einmal zurückkämpfte.

Im Tiebreak hatte die in Russland geborene 24-Jährige vier Satzbälle, die sie aber alle nicht nutzen konnte. Stattdessen machte Sabalenka wenig später das Weiterkommen klar. Die 27-Jährige bekommt es jetzt am Sonntag mit der 19 Jahre alten Kanadierin Victoria Mboko zu tun.

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Sorgen um Lys

Die Knieprobleme bei Eva Lys scheinen doch etwas schlimmer zu sein als zunächst angenommen. Nach ihrem Erstrunden-Aus im Einzel bei den Australian Open musste Deutschlands aktuell beste Tennisspielerin im Doppel bei ihrem ersten Einsatz aufgeben. In der Partie an der Seite ihrer niederländischen Tennispartnerin Suzan Lamens gegen Marie Bouzkova aus Tschechien und Andreja Klepac aus Slowenien ging Lys beim Stand von 0:5 vom Platz.

Im Einzel hatte Lys am Dienstag in drei Sätzen gegen die Rumänin Sorana Cirstea verloren und danach erklärt, sie sei wegen Problemen am Knie nur bei 70 Prozent ihres Leistungsvermögens gewesen. Lys hatte sich die Verletzung im ersten Spiel des United Cups in Sydney Anfang des Jahres ausgerechnet in der Partie gegen Lamens zugezogen. Seitdem spielte sie mit einem dicken Verband am Knie.

Nach ihrer Einzelniederlage hatte Lys gesagt, sie gehe nicht davon aus, dass die Verletzung ernster sei. Im Doppel wirkte sie nun aber erneut gehemmt und beendete die Begegnung daher vorzeitig.

Bittere Pleite für Krawietz/Pütz

Nächster Rückschlag für die deutschen Tennisprofis in Melbourne: Am Tag nach dem frühen Aus von Laura Siegemund als letzte deutsche Frau im Turnier sind auch die beiden Doppelspezialisten Kevin Krawietz und Tim Pütz überraschend in der zweiten Runde der Australian Open gescheitert. Die Gewinner der ATP-Finals 2024 verloren gegen das brasilianische Duo Orlando Luz und Rafael Matos mit 3:6, 6:7 (5:7).

Dabei war die Hoffnung auf einen langen Lauf durch das Turnier in Melbourne groß gewesen. Beim Vorbereitungsturnier in Adelaide hatten Krawietz/Pütz noch das Finale erreicht. Im Vorjahr waren sie am Yarra River erst im Halbfinale gescheitert. Gegen die Brasilianer enttäuschten die Davis-Cup-Kollegen am Freitagmittag aber auf ganzer Linie - nach 93 Minuten war das Aus besiegelt.

Sowohl Krawietz als auch Pütz sind im Mixed-Wettbewerb noch vertreten. Krawietz spielt mit der Ungarin Fanny Stollar, Pütz an der Seite der Chinesin Zhang Shuai.

dpa / SID

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