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Kommentar: Novak Djokovic übertrumpft Nadal und Federer

Djokovic dominiert die Tenniswelt

Paul Häuser

05.02.2019 | 13:54 Uhr

Novak Djokovic gewinnt zum siebten Mal die Australian Open.
Image: Novak Djokovic gewinnt zum siebten Mal die Australian Open. © Getty

Das Finale der Australian Open war eine Demonstration von Novak Djokovic. Wenn der Serbe so weitermacht, könnte er als der beste Spieler aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Ein Kommentar.

Er war ganz oben und hat die Tenniswelt dominiert. Dann schien es so, als hätte er alles verloren. Novak Djokovic musste eine hartnäckige Ellbogenverletzung und eine tiefe Sinnkrise überstehen.

Djokovic im Playstation-Modus

Nun wirkt er stärker und dominanter denn je. Der Serbe hat in Melbourne zum siebten Mal triumphiert - natürlich Rekord. Im Finale hatte Rafael Nadal, die Nummer 2 der Welt nicht den Hauch einer Chance. 6:3, 6:2, 6:3 - Gerade einmal acht Spiele genehmigte Djokovic seinem härtesten Rivalen.

Der "Djoker" agierte wie im Playstation-Modus und leistete sich wie schon im Halbfinale gegen Lucas Pouille kaum Fehler. Bei den French Open könnte Djokovic bereits zum zweiten Mal in seiner Karriere nach 2015/2016 den vierten Grand-Slam-Titel in Folge gewinnen.

Dazu winkt bereits Titel Nummer 16 bei den Majors. Rafael Nadal steht bei 17, Roger Federer bei 20. Für diesen Djokovic scheint aber sogar die Federer-Rekordmarke in Reichweite. Fünf Grand-Slam-Titel sind ein gewaltiges Brett, aber die Australian Open 2019 haben gezeigt:

Zieht der Djoker an Federer und Nadal vorbei?

Die junge Generation, sie kommt und hat mit Stefanos Tsitsipas einen weiteren spektakulären Hoffnungsträger neben Alexander Zverev. Doch der Abstand zum Branchenprimus Djokovic ist nach wie vor gewaltig, besonders im Best-of-Five-Modus.

Novak Djokovic wurde von den Tennisfans weltweit nie so bedingungslos geliebt wie Roger Federer und Rafael Nadal, damit hat er auch nach wie vor zu kämpfen. Rein sportlich ist der "Djoker" aber auf dem besten Weg seine ewigen Rivalen, die er beide im direkten Vergleich dominiert, nun auch bei den Grand Slams zu übertrumpfen.

Gelingt ihm tatsächlich dieses Kunststück, wäre nicht Federer, sondern Djokovic, der GOAT, der Greatest of All Time.

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