Top-Favoritin Sabalenka verliert im Viertelfinale der French Open gegen Diana Schnaider
Die Nummer eins der Welt ist raus: Für Aryna Sabalenka geht das Warten auf den ersten Triumph bei den French Open weiter.
03.06.2026 | 13:36 Uhr
Die viermalige Major-Siegerin verlor am Mittwoch nach einem spektakulären Leistungseinbruch überraschend 6:3, 5:7, 0:6 gegen die Russin Diana Schnaider.
Neben ihrem 400. Sieg auf Tourlevel verpasste die Belarussin auch ihr siebtes Halbfinale in Serie bei einem Grand Slam.
"Ich bin sprachlos, sehr glücklich. Ich war sehr nervös", sagte Schnaider: "Es ist ein sehr besonderer Sieg."
Zuerst mit Vorsprung
Sabalenka, die im Vorjahr das Finale in Paris gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff verloren hatte, dominierte zunächst und lag schnell 5:1 im ersten Satz vorne. Doch bei windigen Bedingungen auf dem Court Philippe-Chatrier, immer wieder wurde der Sand aufgewirbelt, streuten sich immer mehr Fehler in das Spiel der Favoritin ein. Dennoch sicherte sie sich den ersten Durchgang.
Viele Fehler kosteten den Sieg
Sabalenka haderte aber nun immer häufiger, die Selbstverständlichkeit war weg - und Schnaider drehte auf. Die Russin stemmte sich gegen die drohende Niederlage und erzwang den Entscheidungssatz. Dort zog sie Sabalenka, die nun völlig von der Rolle war und sichtbar am Rande der Verzweiflung stand, endgültig den Zahn und gewann nach 2:12 Stunden Spielzeit.
Schnaider, die vom deutschen Trainer Sascha Bajin betreut wird, zog damit erstmals bei einem Grand Slam in ein Halbfinale ein. Dort wartet am Donnerstag nun die polnische Qualifikantin Maja Chwalinska.
Trifft auf Chwalinska
Die 24-Jährige stellte mit ihrem 7:6 (7:3), 6:3-Viertelfinalerfolg gegen die Russin Anna Kalinskaja in Paris das beste Ergebnis einer Qualifikantin seit Beginn des Profitennis 1968 ein. Zuletzt hatte die Argentinierin Nadia Podoroska das Kunststück im Jahr 2020 geschafft.
"Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was gerade passiert", sagte Chwalinska ungläubig: "Jedes einzelne Spiel hier ist irgendwie verrückt für mich. Ich bin sehr dankbar."
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Variantenreiches Spiel
Die Weltranglisten-114., die es erstmals überhaupt ins Hauptfeld beim Höhepunkt der Sandplatzsaison schaffte, überforderte Kalinskaja phasenweise mit ihrem variantenreichen Spiel. Mit 1,64 Metern Körpergröße und meist weniger kraftvollen Grundlinienschlägen als ihre Konkurrenz streut Chwalinska viele angeschnittene Slicebälle sowie Stopps, aber auch überraschende Netzangriffe ein.
Kalinskaja fand erst Ende des ersten Satzes ein Mittel gegen die Außenseiterin und holte noch einmal auf - doch Chwalinska bewies starke Nerven. Im zweiten Durchgang ließ die Polin dann keine ernsthaften Zweifel am Erfolg mehr aufkommen.
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