Sabalenka entthront: Rybakina gewinnt zum ersten Mal die US Open

Jelena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen. Die Kasachin entthronte im Finale von New York Aryna Sabalenka

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Die Nummer eins war bereits in ihrer Tasche, nun hat sie auch den Siegerpokal im Gepäck: Jelena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen. Die Kasachin entthronte im Finale von New York die Belarussin Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2.

Rybakina setzte sich im Finalduell der derzeit besten Spielerinnen der Welt mit Aryna Sabalenka 6:4, 5:7, 6:2 durch und verhinderte den dritten Titel der Belarussin beim Grand-Slam-Turnier in Serie.

Die Nummer eins war bereits in ihrer Tasche, nun hat sie auch den Siegerpokal im Gepäck: Jelena Rybakina hat zum ersten Mal die US Open gewonnen.

Jelena Rybakina jubelte fast vornehm über ihren dritten Grand-Slam-Triumph, während die doppelt entthronte Aryna Sabalenka voller Frust ihren Tennisschläger zerhackte. Die Kasachin Rybakina besiegte im Finale von New York die Belarussin Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2 und krönte perfekte Tage im Big Apple: Schon vor dem Endspiel hatte festgestanden, dass Rybakina ihre Kontrahentin am kommenden Montag nach 99 Wochen an der Spitze der Weltrangliste ablösen wird.

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Rekordpreisgeld für Rybakina

Rybakina, die ihren nächsten Grand-Slam-Erfolg nach Wimbledon 2022 und den diesjährigen Australian Open feierte, kann sich zusätzlich über ein Rekordpreisgeld von 5,5 Millionen Dollar (rund 4,7 Millionen Euro) freuen. "Ich hatte das nicht erwartet, als ich zu diesem Turnier kam", sagte sie demütig und bezeichnete Sabalenka als "großen Champion".

Sabalenka hatte in den vergangenen beiden Jahren in New York triumphiert, sie hätte als erst dritte Spielerin nach Chris Evert und Serena Williams den Hattrick schaffen können. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", erklärte Sabalenka unter Tränen: "Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber ich möchte Jelena zu einem unglaublichen Jahr und Turnier gratulieren. Ich wünschte, ich hätte besser gespielt. Hoffentlich im nächsten Jahr."

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Sabalenka erstmals seit 2023 ohne Grand Slam Sieg

Sabalenka, die gegen Rybakina im Januar bereits das Endspiel der Australian Open verloren hatte und seit März auf einen Turniersieg wartet, "vollendete" dagegen ein Jahr zum Vergessen: Erstmals seit 2023 blieb die physisch stärkste Spielerin auf der WTA-Tour in einer Saison ohne Grand-Slam-Erfolg. Der 28-Jährigen aus Minsk stand ein ums andere Mal ihre Emotionalität im Weg, viele Matches schenkte sie so her.

Die 27-jährige Rybakina, die in der Vergangenheit von Atemwegserkrankungen, Infekten oder Schlaflosigkeit ausgebremst wurde, hat am Samstag hingegen nun auch offiziell das Kommando auf den Hardcourts, dem langjährigen Sabalenka-Territorium, übernommen. Dies lag einerseits an ihren verlässlich harten Grundschlägen, aber auch an der teils erheblichen Streuung in Sabalenkas Spiel, das sich besonders im ersten Satz zwischen beeindruckenden Gewinnschlägen und unerklärlichen Fehlern bewegte.

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Rybakina bot ihrer Kontrahentin allerdings auch ihrerseits Möglichkeiten, besonders die Quote ihrer ersten Aufschläge lag zeitweise nur bei rund 30 Prozent. Sabalenka machte vor den Augen der früheren russischen Starspielerin Maria Scharapowa sowie von Unterhaltungsgrößen wie Brad Pitt und Sängerin Pink für eine Spielerin ihres Ranges erschreckend wenig daraus.

Im zweiten Durchgang stieg das Spielniveau dann auf beiden Seiten deutlich, das Match wurde eines Major-Finals würdig. Sabalenka riss das Publikum mit und schaffte den Satzausgleich. "Großen Sport" sah nun auch Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker am Mikrofon von Sporteurope.tv.

Im Entscheidungssatz aber fiel Sabalenka, die geschlechterübergreifend als erste Person acht Grand-Slam-Finals auf Hartplatz in Folge erreicht hat, wieder in alte Muster zurück: Sie verlor, ließ ihren Frust raus und kauerte an der Seite ihres Verlobten völlig bedient in ihrer Box.

sid

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