So will Alexander Zverev das Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner gewinnen

Die Sportwelt blickt auf den heiligsten aller Tennisplätze, selbst Bundeskanzler Friedrich Merz will sich das Spektakel im All England Club nicht entgehen lassen - und Alexander Zverev hat auf dem Centre Court große Lust auf Nachschlag.

Alexander Zverev nach seinem Sieg gegen Arthur Fery.
Image: Alexander Zverev freut sich hier über seinen Sieg im Wimbledon-Halbfinale gegen Arthur Fery.  © Imago

"Ich bleibe konzentriert. Ich bleibe hungrig. Ich will mehr", sagte der Hamburger vor seinem Titel-Showdown in Wimbledon mit Jannik Sinner: "Ich möchte weiterhin auf höchstem Niveau spielen und weiter gewinnen."

Nach seinem souveränen 7:6 (7:0), 6:2, 6:4-Sieg gegen den jungen Briten Arthur Fery steht Zverev erstmals im Endspiel des Rasenklassikers, könnte sich am Sonntag (17 Uhr deutscher Zeit bei Prime Video und im LIVEBLOG auf skysport.de und in der Sky Sport App) zum ersten männlichen Sieger aus Deutschland seit Michael Stich vor 35 Jahren krönen und den Doppelpack aus French Open und Wimbledon perfekt machen.

Es sei "ein historischer Tag für Sascha Zverev und das deutsche Tennis", frohlockte der dreimalige Champion Boris Becker: "Großes Kompliment von mir. Aber die Reise ist noch nicht zu Ende, noch muss er ein Match gewinnen."

Sinner und Zverev in Top-Form

Und die Aufgabe könnte kaum schwieriger sein. Mit Sinner wartet der Titelverteidiger, Zverevs Angstgegner, gegen den er die letzten neun Matches allesamt verlor. Und ausgerechnet jetzt scheint der Südtiroler wieder zu seiner besten Form zu finden - das unterstrich das dominante 6:4, 6:4, 6:4 gegen den letztlich chancenlosen Grand-Slam-Rekordgewinner Novak Djokovic.

"Was auch immer in der Vergangenheit zwischen ihm und mir passiert ist, ist passiert. In der Zwischenzeit hat er in Paris einen Grand-Slam-Titel gewonnen, was ihm viel Selbstvertrauen gegeben hat", sagte Sinner, der sich von den bisherigen Leistungen Zverevs beeindruckt zeigte: "Wir können sehen, auf welchem Niveau er hier spielt."

Für Zverev und Sinner ist es das erste Duell auf Rasen. "Ich freue mich darauf, dass ich Sonntag die Chance habe, um Wimbledon zu spielen", sagte Zverev bei Prime Video. Es sei "eine der größten Ehren, die man im Tennissport haben kann". Deshalb müsse er aber "konzentriert und bei sich bleiben", sodass er für das Finale "so gut wie möglich vorbereitet" sei.

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Handy ist aus - kein Kontakt zu Freundin Sophia

Für seine Lebensgefährtin Sophia Thomalla ist Deutschlands bester Tennisspieler Alexander Zverev in Wimbledon nach seiner Aussage per Handy nicht zu erreichen. Seit Jahren habe er sich angewöhnt, dass er sein Mobiltelefon während der zweiwöchigen Grand-Slam-Turniere ausschalte.

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Er spreche eigentlich mit niemandem, sagte Zverev. Wie er mit seiner Freundin kommuniziere? "Wir überleben auch zwei Wochen ohne einander", antwortete der 29 Jahre alte Hamburger nach seinem Finaleinzug in Wimbledon. "Wir haben eine relativ stabile Beziehung."

Auch bei seinem French-Open-Triumph Anfang Juni hatte der deutsche Tennisspieler aufs Handy verzichtet. "Mein Handy ist bei Grand-Slam-Turnieren schon seit Jahren ausgeschaltet", sagte Zverev.

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Routinen vor dem großen Tag

Bevor Zverev am Sonntag in Wimbledon deutsche Tennis-Geschichte schreiben will, möchte er am Tag vor dem Finale erst einmal ausschlafen. Er werde wahrscheinlich um 10 oder 10:30 Uhr aufstehen, um 11 Uhr frühstücken, um 15 oder 15:30 Uhr Mittagessen und gegen 20:30 Uhr Abendessen, schilderte der deutsche Tennis-Star nach seinem Einzug ins Endspiel des Londoner Rasenklassikers. Gegen 13 Uhr werde er trainieren. "Das ist jetzt für mich so der normale Tag."

Zverev ist als Langschläfer bekannt. "Ich versuche immer, um die zehn Stunden zu schlafen", sagte der Blondschopf. Das habe er auch vor dem Endspiel am Sonntag gegen den Weltranglisten-Ersten Sinner vor.

SID / dpa

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