Tim Pütz denkt über Karriereende nach: Kommt das Aus für das Doppel mit Kevin Krawietz?
Tim Pütz denkt über einen baldigen Abschied vom Profitennis nach. Der 38-Jährige stellte nach dem verlorenen US-Open-Finale mit Kevin Krawietz infrage, ob er in der kommenden Saison noch einen vollen Turnierkalender spielen wird.
12.09.2026 | 22:04 Uhr
Tim Pütz könnte seine erfolgreiche Doppelpartnerschaft mit Kevin Krawietz schon bald beenden. Familiäre Gründe und sein Alter spielen für den deutschen Davis-Cup-Spieler eine zentrale Rolle.
Nach der Final-Niederlage bei den US Open hat Tim Pütz offen über seine Zukunft auf der ATP Tour gesprochen. Der deutsche Doppel-Spezialist deutete an, dass er schon bald nicht mehr als Vollzeitprofi antreten könnte.
"Es besteht eine gute Chance, dass ich nächstes Jahr nicht mehr voll weiter spiele und der Kevin sich einen neuen Partner suchen muss", sagte Pütz nach dem Endspiel in New York. Ein kompletter Rücktritt sei zwar noch nicht beschlossen, doch eine Reduzierung seines Turnierprogramms sei eine realistische Option. "Ich gehe langsam auf den Tennis-Ruhestand zu", sagte Pütz. Dies sei aber "noch nicht in Stein gemeißelt".
Wieder kein Grand-Slam-Titel für Krawietz/Pütz
Gemeinsam mit Kevin Krawietz hatte Pütz erneut die Chance auf den ersten gemeinsamen Grand-Slam-Titel. Im Finale der US Open unterlagen die beiden jedoch dem US-Amerikaner Christian Harrison und dem Briten Neal Skupski mit 4:6, 6:7 (6:8).
Krawietz zeigte sich von den Überlegungen seines Partners nicht überrascht. "Das Thema ist nicht jetzt hochgekommen. Ich weiß das schon länger", erklärte der zweimalige French-Open-Sieger. Sollte Pütz künftig nur noch ausgewählte Turniere spielen, müsse er sich für den Großteil der Saison nach einem neuen Partner umsehen.
Trotz der möglichen Trennung betonten beide Spieler, dass ihr Verhältnis unverändert gut sei und die Partnerschaft ohne Konflikte ende.
Pütz begründete den möglichen Rückzug mit seinem Alter und privaten Gründen. "Ich habe sehr viele Jahre meines Lebens geopfert für das Tennis. Wir als Familie haben sehr viel Zeit geopfert", sagte der 38-Jährige. "Jetzt haben wir langsam das Gefühl, dass wir genug Zeit geopfert haben und ich zuhause sein will."
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