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Starker Schneefall

Ski Alpin: Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen abgesagt

05.02.2019 | 13:29 Uhr

Die legendäre Kandahar in Garmisch-Partenkirchen versinkt im Schnee.
Image: Die legendäre Kandahar in Garmisch-Partenkirchen versinkt im Schnee. © Imago

Die Weltcup-Abfahrt der Männer in Garmisch-Partenkirchen ist am Samstagvormittag kurz vor der geplanten Startzeit (11.30 Uhr) abgesagt worden.

Durch Regen und Schneefall über Nacht war auf der Kandahar eine feste Schicht entstanden, die nicht mehr rechtzeitig beseitigt werden konnte, wie OK-Chef Peter Fischer mitteilte. Das Rennen wäre das letzte in der alpinen Königsdisziplin vor der WM in Are (5. bis 17. Februar) gewesen.

Waldner: "Nicht an ein Rennen zu denken"

Am Sonntag steht in Garmisch-Partenkirchen der Riesenslalom (10.30 Uhr und 13.30) auf dem Programm, die Durchführung aber ebenfalls auf der Kippe. "Es wird wieder schwierig, wir erwarten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee", sagte Markus Waldner, Renndirektor des Ski-Weltverbandes FIS: "Wir werden alles versuchen." Der Start wurde bereits vorsorglich nach unten verlegt.

Am Samstag, dem Tag der Abfahrt, war "nicht an ein Rennen zu denken", sagte Waldner, "es war unmöglich, den Schnee aus der Strecke zu bringen." Die Organisatoren hätten die Piste am Samstagmorgen noch unter Kontrolle gehabt, doch der einsetzende Regen habe für einen sehr nassen und weichen Schnee gesorgt. "Vom Freien Fall bis ins Ziel fliegst du fast aus den Skischuhen", sagte er.

Sicherheit steht vor der WM im Vordergrund

Kitzbühel-Sieger Josef Ferstl lobte die Entscheidung. "Es macht keinen Sinn. Es muss die Fairness für alle Läufer gegeben sein", sagte er. Die Absage des Heim-Weltcups bezeichnete der 30-Jährige als "mega schade", betonte aber, es gehe auch um die Sicherheit, so kurz vor der WM müsse man es nicht erzwingen.

Auch DSV-Alpinchef Wolfgang Maier stimmte zu. "Es gibt immer das Restrisiko mit dem nassen Neuschnee an der Seite und der relativ schnellen Rennlinie", sagte Maier: "Die Entscheidung kann man vertreten." Die Fokussierung sei sehr auf Are gelegen, man habe nicht noch mehr verletzte Sportler riskieren wollen. (sid)

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