Antonelli, Russell, Hamilton, Schumacher - alle Stimmen zum Großen Preis von China
Kimi Antonelli kommen die Tränen, F1-Chef Domenicali äußert sich zu den abgesagten Rennen, Hamilton feiert im Ferrari erstmals die Rückkehr aufs Podium und Verstappen und Red Bull sind weiter nicht in Form.
15.03.2026 | 12:22 Uhr
Die wichtigsten Stimmen zum Großen Preis von China - die komplette Formel 1 live auf Sky Sport F1.
Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...
… zu seinem ersten Formel-1-Sieg: "Ich finde keine Worte. Mir kommen die Tränen. Ich danke meinem Team. Sie haben mir geholfen, diesen Traum wahr werden zu lassen."
… zur Bedeutung des Sieges für Italien: "Ja, ich bin super happy. Ich habe gestern gesagt, dass ich Italien wieder ganz nach oben bringen möchte. Das haben wir geschafft, auch wenn ich mir selbst fast noch einen Herzinfarkt verursacht hätte, als ich da etwas weit rausgetragen wurde. Aber es war ein gutes Rennen."
… zum Rennstart: "Es war kein einfacher Start. Ich habe mich vielleicht ein bisschen zu sehr nach innen orientiert und dem Ferrari dadurch zu viel Platz gelassen. Aber die Pace war gut und wir haben es nach Hause gebracht."
… zum teaminternen Titelkampf mit Russell: "Wir stehen noch ganz am Anfang und werden weiter pushen. George ist ein unglaublicher Fahrer, sehr stark in jeder Hinsicht und es braucht schon viel, um ihn überhaupt zu schlagen. Aber es ist einfach toll, mit ihm zusammenzuarbeiten. Ich habe viel von ihm gelernt und freue mich auf die weitere Saison. Wir nehmen es Rennen für Rennen und schauen am Ende des Jahres, wo wir stehen."
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George Russell (Mercedes) ...
… zu Antonellis erstem Sieg: "Erst einmal einen riesigen Glückwunsch an Kimi. Es ist immer ein besonderer Moment, das erste Rennen zu gewinnen. Er ist in diesem Jahr großartig gefahren und auch hier ganz besonders. Es freut mich, mit ihm auf dem Podium zu stehen."
… zum eigenen Rennen: "Es war ein hartes Duell. Wir hatten beide wieder einmal keinen guten Start und die Ferraris sind an uns vorbeigeschossen. Aber am Ende steht der Doppelsieg. Mehr können wir uns nicht wünschen."
Lewis Hamilton (Ferrari) ...
… zu Antonellis Sieg: "Erst einmal Glückwunsch an Kimi. Ich freue mich sehr für ihn und freue mich, dass ich hier mit ihm stehen darf. Er hat ja meinen Platz dort übernommen und es ist toll zu sehen, wie gut bei Mercedes gerade alles läuft. Sie fahren uns im Moment noch davon."
… zum eigenen Rennen: "Ich hatte viel Spaß. Wir hatten einen tollen Start, konnten sie dann aber doch nicht hinter uns halten. Das war eines der besten Rennen, die ich seit langer Zeit gefahren bin, vielleicht sogar überhaupt eines der besten. So wie unsere Autos in diesem Jahr liegen, ist das großartig. Und dann dieses Duell mit Charles, das war einfach fantastisch. Großartiges Racing, sehr fair, genau das wollen wir."
… zum Zweikampf mit seinem Teamkollegen: "Ja, wir haben uns einmal leicht berührt, aber das war nur ganz leicht. Ein kleiner Kuss, das war okay. Genau darum geht es ja. Es geht um hartes Racing. Ich möchte mich auch bei Ferrari und in Maranello bedanken, dass sie uns in diese Situation gebracht haben. Wir sind noch nicht ganz da, wo wir stehen wollen, nämlich ganz vorne. Aber wir haben eine starke Basis und können jetzt wirklich Vollgas geben."
Marco Antonelli (Vater von Kimi Antonelli) ...
... zum Sieg seines Sohnes: "Unglaublich, unglaublich. Er hat einen tollen Job gemacht. Klar, er hatte auch etwas Glück, dass George hinter den Ferraris lag und dort recht viel Zeit verloren hat. Aber letzten Endes glaube ich, dass Kimi heute auch schnell war."
Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...
… zu Antonellis erstem Sieg: "Ja, das ist wirklich schön, weil wir ihn seit seinem elften Lebensjahr in unserem Junior-Team haben. Er hat einen unglaublichen Weg gemacht, aber auch Rückschläge erlebt. Im vergangenen Jahr haben viele gesagt, dass das alles zu früh komme. Natürlich haben auch wir uns immer wieder gefragt, ob wir ihn vielleicht zu früh in diesen Pressure Cooker geworfen haben. Aber genau das war die Marschroute: ein Jahr lang mit Höhen und Tiefen. Er ist jung, man muss ihm diese Fehler verzeihen. Und jetzt fährt er im zweiten Grand Prix das Rennen gnadenlos nach Hause. Das war richtig gut."
… zur Hoffnung auf eine leichtere Zukunft für Antonelli: "Hoffentlich. Oder vielleicht bekommt er jetzt noch einmal einen in die Mauer, das kann auch gut sein. Aber klar ist: Solche Erfahrungen helfen ihm."
… zu Hamilton auf dem Podium: "Dieses Podium ist für mich ganz persönlich ein besonderes, weil Lewis zwölf oder dreizehn Jahre lang Mercedes-Fahrer war. Jetzt steht Kimi da oben mit Bono, der stark dafür verantwortlich ist, dass Kimi zu dem geworden ist, was er ist. Und dann noch Lewis und George dazu, die vier da oben - besser geht es nicht."
… zu der langen Pause im April: "So einen großen Abstand zwischen zwei Rennen hatten wir noch nie. Natürlich läuft die Entwicklung trotzdem weiter. Upgrades werden jetzt etwas nach hinten verschoben. Für das Racing-Team ist das auch ein bisschen Luft, weil wir in Europa bleiben können. Aber grundsätzlich tut es mir leid und ich hoffe, dass wir die Rennen nachholen können."
Ollie Bearman (Haas) ...
… zum Rennen: "Es war ein verrücktes Rennen, eigentlich im ganzen Feld. Ich hatte einen tollen Start und habe direkt ein paar Positionen gutgemacht. Die Red Bulls hatten in diesem Jahr schon öfter schlechte Starts, das konnte ich ausnutzen. Dann hatte ich ein bisschen ein Duell mit Isack. Der hat in Kurve 12 auf einmal das Auto verloren und ich hatte super Glück, dass ich ihm nicht voll reingefahren bin. Meine Batterie war recht früh schon leer, da kam ich dann fast raketenmäßig an ihn ran. Es war den ganzen Tag über wirklich schwierig."
… zur Batterie-Thematik: "Von außen sieht das vielleicht interessanter aus, weil es ein paar mehr Überholmanöver gibt. Aber manchmal ist es auch frustrierend. Mit Franco zum Beispiel war ich viel schneller, hatte neue Reifen und habe ihn überholt. Dann hat er mich auf der Geraden wieder überholt, als ob ich gar nicht da wäre, weil ich nichts mehr in der Batterie hatte. So etwas ist natürlich total frustrierend. Aber strategisch ist das hier schon sehr bedeutend."
… zur Entwicklung von Haas: "Es ist schon wirklich toll, solche Ergebnisse zu erzielen. Wir hatten seit den Tests immer gute Starts und das Auto ist da unheimlich schnell. Wir waren mit der Entwicklung für 2025 die Letzten, die ein Update gebracht haben. Das heißt, wir sind eigentlich mehr oder weniger als Allerletzte in dieses Jahr gestartet, kamen aber recht schnell mindestens wieder ins Mittelfeld nach vorne. Trotzdem können wir uns nicht zurücklehnen, wir müssen weiter hart arbeiten. Das war schon auch eng da draußen."
Isack Hadjar (Red Bull) ...
… zu seinem Dreher: "Ich weiß es nicht. Es war nicht einmal so ein richtiger Snap, das Auto hat sich einfach komplett um die eigene Achse gedreht. Ich habe das überhaupt nicht kommen sehen. Ich weiß wirklich nicht, was da passiert ist."
… zum Rennen: "Die Pace war dann ganz okay, ich hatte ein paar gute Überholmanöver. Wir hatten durchaus ein bisschen Glück, weil um uns herum auch Chaos herrschte. Am Ende Punkte mitzunehmen, ist okay."
… zur Instabilität des Autos: "Ja, ich hatte recht viel Untersteuern in der verwirbelten Luft. Ich wollte in saubere Luft kommen, um vorne etwas mehr Downforce zu haben. Aber dann war das Auto plötzlich extrem instabil. Keine Ahnung, was da los war. Das waren im Rennen immer wieder zwei Extreme und das war schwierig zu fahren."
Max Verstappen (Red Bull) ...
… zu Kimi Antonellis Sieg: "Ja, er ist schnell. Das wird nicht sein letzter Sieg sein. Aber der erste ist natürlich immer sehr emotional."
… zu seinem Ausfall: "Wir hatten ein Problem mit der Kühlung. Ich musste das Auto abstellen."
… zu den Problemen bei Red Bull: "Dieses Wochenende war besonders schlimm. Es würde schon mal helfen, wenn wir endlich einen normalen Start hinlegen könnten. Jedes Mal falle ich beim Start jetzt ganz nach hinten zurück. Dann haben wir ein ziemliches Problem mit dem Reifenabbau und starkem Graining, wahrscheinlich mehr als die anderen im Feld. Das müssen wir beheben und dann müssen wir die anderen Probleme auch noch lösen."
… zum Ausblick auf Japan: "Es ist nicht einfach. Ich weiß, dass im Team alle alles geben und das tut auch weh, weil ich weiß, dass sie es können. Aber im Moment stehen wir nicht da, wo wir sein wollen. Wir haben mehr Probleme als erwartet und auch die Balance ist nicht so, wie sie sein soll. Ich hoffe, dass wir nach Japan, mit der längeren Pause jetzt, einen Schritt nach vorne machen können."
Fred Vasseur (Teamchef Ferrari) ...
… zum Rennen: "Das Positive ist, dass wir von elf Teams im Grid das zweitstärkste waren. Das Negative ist, dass wir 25 Sekunden oder so hinter Mercedes lagen. Aber an so einem Wochenende ist das schon okay. Im Kampf mit den anderen können wir durchaus mithalten. Das Positive ist: Wir haben mit Lewis ein Podium geholt und wir hatten ein tolles Duell auf der Strecke. Das freut uns sehr."
… zur Pace gegenüber Mercedes: "Mit diesem Überholmodus kannst du innerhalb von einer Sekunde sehr viel mehr pushen. Da konnten wir mehr Druck machen. Aber wenn sie einmal aus diesem Bereich raus sind, dann sind sie einfach schneller. Auf manchen Strecken und bei manchen Rennen können wir vielleicht mithalten, aber das Wichtigste ist, diese Lücke insgesamt zu schließen."
… zum teaminternen Duell: "Ja, ich habe da schon schwer geschwitzt. Manchmal hatte ich ein bisschen Angst, muss ich sagen. Aber ich vertraue ihnen, dass sie das im Griff haben. Klar, da kann immer etwas passieren. Aber als Team ist es auch nicht ganz einfach zu sagen: Haltet einfach die Positionen. Sie sind Profis und hatten, glaube ich, auch Spaß daran."
Andrea Stella (Teamchef McLaren) ...
… zur Enttäuschung: "Wir sind hierhergekommen, um Rennen zu fahren. Heute waren wir wegen technischer Probleme nicht in der Lage, überhaupt zu fahren. Das ist sehr frustrierend und enttäuschend für das Team, für die Fahrer, für unsere technischen Partner, unsere kommerziellen Partner und natürlich auch für unsere Fans. Das tut uns wirklich sehr leid."
… zur Ursache für die Ausfälle: "Als wir Landos Auto für das Herausfahren aus der Garage vorbereitet haben, haben wir ein Problem in der Elektrik der Power Unit gefunden. Wir haben versucht, es zu beheben, aber das ging nicht. Und als wir dann im Grid standen, haben wir ein weiteres Problem in der Elektrik der Power Unit bei Oscar gesehen. Das scheinen zwei unterschiedliche Probleme zu sein, die aus irgendeinem Grund gleichzeitig passiert sind."
… zur Pause bis Japan: "Das hängt jetzt davon ab, was wir hier zunächst herausfinden. Die defekten Teile gehen auf jeden Fall zurück, in diesem Fall zu HPP. Dort wird alles analysiert. Wir nehmen das als Team gemeinsam an, lernen daraus und gehen dann in Japan wieder an den Start."
Nico Hülkenberg (Audi) zum Rennen: "Ja, erstes Rennen der Saison natürlich, nachdem Melbourne für mich nicht stattgefunden hat. Insgesamt ist es erst einmal gut, das Rennen beendet zu haben. Die Kilometer und die Infos sind viel wert. Natürlich gibt es einiges anzuschauen, einiges zu verbessern und auszumerzen. Aber das weiß man ja. Wir werden das alles analysieren, nächste Woche verdauen und uns in Japan dann wieder neu aufstellen."
Peter Bonnington (Renningenieur Mercedes) ...
... zum Podium mit Antonelli und Hamilton: "Es war großartig. Ich habe mit beiden viele gemeinsame Jahre erlebt und es ist schön, sich an die Zeit mit Lewis zurückzuerinnern. Jetzt ist er wieder da oben und es scheint irgendwie wieder der alte Lewis zu sein. Die Ground-Effect-Autos haben ihm wohl nicht so gut gelegen, aber dieses Auto fährt man wieder mehr auf natürliche Art und Weise und das macht ihm Spaß. Wir sehen ja, dass er wieder großartige Leistungen zeigt und es ist toll, dass er da oben mit dabei ist."
Stefano Domenicali (CEO der Formel 1) ...
... zu den abgesagten Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien: "Das war eine Entscheidung, die einfach getroffen werden musste, angesichts dessen, was gerade in dieser Region vor sich geht. Und wie immer, wenn man solche Maßnahmen ergreifen muss, ist das keine einfache Entscheidung. Man muss das Gesamtbild im Auge behalten. Ich danke zunächst einmal der FIA sowie den Promotoren und Sponsoren, die die Situation gemeinsam mit uns erfasst und bewertet haben."
Lando Norris (McLaren) ...
… zum Problem am Auto (während des Rennens): "Das ist auf jeden Fall frustrierend. Irgendetwas an der Power Unit. Die Jungs haben wirklich versucht, das noch irgendwie hinzubekommen und eine Lösung zu finden. Aber das hat nicht geklappt. Es ist enttäuschend. Es ist das erste Mal in der Formel 1, dass ich nicht an den Start gehen kann. Aber so ist das Leben."
… zum Zeitpunkt des Defekts (während des Rennens): "Ich weiß es nicht genau. Vielleicht eine Stunde, bevor wir hätten rausfahren sollen. Ich habe mich aufgewärmt, war bereit, ins Auto einzusteigen und dann haben wir das herausgefunden. Aber ich weiß nicht genau, wann."
… zur Ursache des Problems (während des Rennens): "Nein, ich weiß es nicht. Das Team weiß nur, dass es ein Problem ist, das im Moment nicht behoben werden kann. Wir müssen uns das noch genauer anschauen, um herauszufinden, was es ist und warum es passiert ist. Dann werden wir versuchen, das zu lösen."
Oscar Piastri (McLaren) ...
… zum Zeitpunkt des Problems (während des Rennens): "Ja, das Problem kam im Grid auf. Ich weiß nicht genau, was es war, irgendetwas Elektrisches an der Power Unit. Natürlich ist das enttäuschend."
… zur Möglichkeit, das Rennen zu verfolgen (während des Rennens): "Es ist schon eine Weile her, dass ich hier ein komplettes Rennen von außen anschauen musste. Die Ferraris sahen schnell aus, aber mal sehen."
Sky Sport F1-Experte Ralf Schumacher ...
… zu Bearmans Zukunft: "Er ist für mich einer der Zukunftsweltmeister. Da kann man nur hoffen, dass irgendwo als nächste Stufe noch einmal ein Topteam frei wird. Vielleicht sogar bei Ferrari, wenn Lewis Hamilton irgendwann sagt, dass er keine Lust mehr hat."
… zu Ferraris teaminternen Duell: "Man hat schon gemerkt, dass Fred Vasseur nicht ganz happy damit war. Vor allem dann, wenn man ohnehin langsamer ist, hilft es natürlich nicht, gegeneinander zu fahren. Man verliert so den Kontakt komplett, macht sich die Reifen noch schneller kaputt, und die Daten werden dadurch auch nicht besser."
… zu McLaren und Red Bull nach zwei Rennen: "Auf der einen Seite hat sich alles geändert, alles wurde auf links gedreht. Auf der anderen Seite war McLaren so schlecht gar nicht, sie hatten einfach großes Pech, dass sie gar nicht fahren konnten. Aber bei Red Bull und McLaren muss man nach zwei Rennen schon von Enttäuschung sprechen."
… zur Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien (vor dem Rennen): "Es ist die richtige und nachvollziehbare Entscheidung. Es ist auch völlig uninteressant, ob die Formel 1 fährt oder nicht, es geht um die Menschen dort, die schwere Zeiten erleben. Da muss man auch mal zurückstecken. Eine gute Entscheidung."
... zu möglichen Verbesserungen am Regelwerk (vor dem Rennen): "Im Moment gibt es keine Möglichkeiten. Natürlich muss man den Elektroantrieb wieder wegnehmen. Es geht Max darum, dass man nicht mehr Vollgas in die Kurven geht, weil man die Batterien laden muss. Das Ganze ist einfacher geworden, der Film ist langsamer geworden."
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