Formel-1-Finale in Katar und Abu Dhabi? Fahrer äußern Zweifel an Rennplänen
Die FIA plant die letzten beiden Formel-1-Rennen der Saison weiterhin in Katar und Abu Dhabi auszutragen. Mehrere Fahrer, darunter Carlos Sainz, zweifeln jedoch angesichts der angespannten Sicherheitslage im Nahen Osten an einer planmäßigen Durchführung.
23.10.2026 | 08:35 Uhr
Während die FIA Optimismus verbreitet, zeigen sich die Piloten deutlich vorsichtiger. Vor allem die schwer vorhersehbare Entwicklung der Lage bereitet den Fahrern Sorgen.
Vor dem Großen Preis der USA in Austin hat Carlos Sainz die Unsicherheit rund um die letzten beiden Saisonrennen angesprochen. Der Williams-Pilot machte deutlich, dass er die Zuversicht der Verantwortlichen derzeit nicht vollständig teilen kann. "Die Verantwortlichen scheinen sehr überzeugt davon zu sein, dass die Rennen wie geplant stattfinden werden. Mir fällt es momentan schwer, ebenso überzeugt zu sein."
Der Spanier verwies auf die weiterhin angespannte Lage im Nahen Osten. "Im Nahen Osten passieren nach wie vor viele Dinge. Die Welt kann sich innerhalb des nächsten Monats oder der nächsten sechs Wochen stark verändern."
FIA hält an den Plänen fest
Trotz der Sicherheitsbedenken geht die FIA um Präsident Mohammed Ben Sulayem weiterhin davon aus, dass die Rennen in Katar und Abu Dhabi wie geplant stattfinden können. Der FIA-Präsident hatte sich im Vorfeld des USA-Grand-Prix optimistisch geäußert.
Sainz betonte zugleich, dass man den Verantwortlichen vertrauen müsse. "Man muss aufmerksam bleiben und auf Entwicklungen reagieren, statt nur deshalb an den Plänen festzuhalten, weil wir die Rennen zum jetzigen Zeitpunkt unbedingt austragen wollen."
Imola als möglicher Ersatz
Sollten die Rennen in Katar und Abu Dhabi kurzfristig abgesagt werden, steht nach aktuellem Stand offenbar nur eine Alternative bereit. Im italienischen Imola laufen bereits Vorbereitungen für den Fall, dass kurzfristig ein Ersatzrennen notwendig wird. Die Fahrer nahmen dieses Szenario allerdings mit Humor. McLaren-Pilot Oscar Piastri verwies auf die Wetterbedingungen in Norditalien Ende des Jahres. "Wenn wir in Imola fahren, müssen wir vielleicht die Schneepflüge herausholen."
Mit einem Augenzwinkern ergänzte der Australier: "Hoffentlich liegen die Temperaturen dort wenigstens über dem Gefrierpunkt - mehr verlange ich gar nicht." Auch Sainz nahm die mögliche Alternative humorvoll auf. "Dann frieren wir uns eben in Imola den Hintern ab und beenden das Jahr bei eisigen Temperaturen."
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.