George Russell fährt Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli auch in Belgien hinterher
Für den 28-Jährigen reichte es im Qualifying von Spa-Francorchamps nur zu Platz vier.
18.07.2026 | 19:25 Uhr
Auf Polesetter Antonelli fehlte Russell am Ende über eine halbe Sekunde.
George Russell kann den Rückstand auf Kimi Antonelli einfach nicht verkleinern.
Der junge Italiener fährt Russell vom reinen Speed auf der Strecke aktuell Session um Session davon. "Es ist großartig, auf der Pole zu stehen. Das war keine ganz einfache Session, aber wir waren in der Lage, uns von Runde zu Runde zu verbessern", meinte der Teenager nach seiner dominanten Vorstellung im Qualifying von Belgien. Sein Vorsprung von mehr als drei Zehntel auf die Konkurrenz ist der bislang größte in dieser Saison.
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Leichtigkeit bei Antonelli
"Das ist die Leichtigkeit, die er im Moment hat. Er kann das auch unter Druck gut umsetzen. Das zeichnet ihn derzeit aus", schwärmte Sky Sport F1-Experte Timo Glock. Auch von Mercedes-Teamchef Toto Wolff gab es ein Sonderlob nach Antonellis sechster Pole. Ganz anders die Situation bei Russell, der als WM-Topfavorit ins Jahr startete und mittlerweile bei den Silberpfeilen klar im Schatten seines Teamkollegen steht.
"Der George verliert 2,5 Zehntel in den Kurven und verliert auf den Geraden 2,5 Zehntel. Und das ist so komplex mit den Power-Units, dass wir nicht genau erklären können, wo genau das Defizit herkommt. Den ganzen Tag sind wir schon am Analysieren", erklärte Wolff am Sky Sport Mikrofon. Damit zeigt sich die Ratlosigkeit über den Performance-Unterschied zwischen den beiden Mercedes-Piloten.
Russell verzweifelt weiter
Russell selbst zeigte sich ebenfalls hilflos und klang bei Sky Sport fast schon verzweifelt: "Das ist frustrierend. Bei jeder einzelnen Runde, die ich an diesem Wochenende gefahren bin, lag der Rückstand zwischen zwei Zehntel, vier Zehntel und fünf Zehntel. Im 2. Freien Training waren es sieben Zehntel." Klar, im Gegensatz zu Antonelli fährt der Brite mit einem älteren Motor. Doch allein deshalb kann dieser Rückstand nicht zustande kommen.
"Wir dachten, es läge am Fahrstil und an der Technik, aber wir sind schließlich zu dem Schluss gekommen, dass das nicht der Fall ist. Es liegt nicht am Fahrstil!", machte Russell deutlich und betonte, dass er und sein Team noch komplett im Dunkeln tappen: "Wir haben die Anzeichen eigentlich schon in Österreich gesehen, aber wir dachten immer, es gäbe einen Grund dafür. Beim Sprint-Qualifying in Silverstone hatten wir einen Verlust von dreieinhalb Zehntel - wir dachten, wir hätten das Problem gefunden." Der richtige Ansatz, woran Russell arbeiten kann, um zurückzuschlagen, ist noch nicht gefunden.
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