George Russell holt Sprint-Pole in Zandvoort: Schaden bremst WM-Leader Kimi Antonelli
George Russell hat die Sprint-Qualifikation zum Großen Preis der Niederlande gewonnen. WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli verlor dagegen nach einem Unterboden-Schaden an seinem Mercedes entscheidende Performance und startet nur von Platz fünf.
21.08.2026 | 20:50 Uhr
Antonelli kämpfte nach einem Ausritt ins Kiesbett mit einem beschädigten Auto. Russell nutzte die Chance und holte die Sprint-Pole für Mercedes.
George Russell ist mit einem Erfolgserlebnis aus der Sommerpause zurückgekehrt, während Kimi Antonelli ausgerechnet seinen bisherigen "Lieblingsplatz" in der Sprint-Qualifikation verlor. Der Grund: Schäden am Mercedes kosteten den WM-Spitzenreiter entscheidende Performance.
Antonelli startet das Sprint-Rennen in Zandvoort daher lediglich von Platz fünf. Damit steht der Italiener erstmals in dieser Saison nicht auf Rang zwei der Startaufstellung eines Sprint-Events.
Schäden am Mercedes werfen Antonelli zurück
Der 19-Jährige hatte bereits früh mit Problemen zu kämpfen. Nach einem etwas heftigeren Ausritt ins Kiesbett stellte sich heraus, dass sein Auto beschädigt war. "Ich hatte ein paar Löcher im Unterboden. Als ich reingekommen bin, sagten sie zuerst, dass wir 25 Performance-Punkte verloren hätten."
Die Mercedes-Mechaniker versuchte zwar, die Schäden vor dem entscheidenden Qualifying-Abschnitt zu reparieren, vollständig beheben ließ sich das Problem jedoch nicht. "Das Team hat versucht, so viel wie möglich zu reparieren. Der Schaden war aber immer noch da. Ich hatte ziemliche Probleme in den langsamen Kurven."
Und weiter: "Ich hatte einfach zu viel Speed in der letzten Kurve und habe das Auto verloren. Es war dann auch nicht einfach, das Selbstvertrauen wieder aufzubauen."
Trotzdem bleibt der WM-Leader optimistisch. "Es war aber trotzdem noch eng und morgen haben wir eine weitere Chance. Wir versuchen, das bestmögliche Rennen zu fahren. Vorne ist es sehr eng. Es ist aber nicht einfach hier zu überholen."
Wolff verteidigt Antonelli
Mercedes-Teamchef Toto Wolff nahm seinen Schützling nach der Sprint-Qualifikation ausdrücklich in Schutz. Der Österreicher bestätigte den Schaden am Fahrzeug und bewertete die Leistung des Italieners positiv. "Es war ein Schaden am Auto, aber den konnten wir reparieren. Er hatte einen kleinen Fehler. Aber insgesamt eine absolut korrekte Performance."
Dass Antonelli trotz der Probleme nur wenige Zehntel auf die Spitze verlor, unterstreicht, wie eng das Feld in Zandvoort zusammenliegt.
Russell meldet sich eindrucksvoll zurück
Während Antonelli kämpfen musste, erwischte Teamkollege George Russell einen perfekten Start in die zweite Saisonhälfte. Der Brite sicherte sich die Pole Position für den Sprint und zeigte sich nach schwierigen Wochen erleichtert. "Es ist toll zurück zu sein. Es ist eine Strecke, die ich liebe. Es war ein hartes Ende, was die erste Saisonhälfte angeht. Es ist toll, wieder hier zu stehen und dieses Interview zu geben."
Russell wollte den Erfolg allerdings nicht überbewerten. "Es war ein gutes Qualifying, aber die großen Punkte werden am Sonntag vergeben."
Auch Wolff lobte die Leistung seines Fahrers. "Solide Arbeit. Heute ging es darum, sich nicht ablenken zu lassen aus Mangel an freien Trainings, sondern am Ende eine gute Runde zusammenzubringen."
Für einen Lacher sorgte der Mercedes-Teamchef anschließend mit einer persönlichen Erklärung für Russells starke Form. "Ich glaube, er ist so erleichtert, dass sie seinen Heiratsantrag angenommen hat. Das hat ihn sicher einigermaßen gestresst vor der Sommerpause."
Gutes Omen für Russell?
Die Statistik für den Sprint am Samstag spricht jedenfalls klar für den Briten.
Russell gewann bereits beide Sprint-Rennen in dieser Saison, die er von der Pole Position gestartet hatte. Sowohl in Shanghai als auch in Montreal verwandelte er Startplatz eins in einen Sieg. Ein gutes Omen für den Mercedes-Piloten? Die Auflösung gibt es am Samstag LIVE und EXKLUSIV ab 11:15 Uhr auf Sky Sport Formel 1.
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