George Russell und Kimi Antonelli feiern Doppelsieg für Mercedes in Australien

Viele Überholmanöver, ein bisschen Mario Kart - und am Ende die Wiedergeburt der Silberpfeile: Die Formel 1 ist mit einem wilden Grand Prix von Australien in ihre neue Ära gestartet, George Russell und Kimi Antonelli fuhren den ersten Mercedes-Doppelsieg seit 16 Monaten ein.

George Russell (Mercedes) vor Charles Leclerc (Ferrari) in Melbourne.
Image: George Russell (Mercedes) vor Charles Leclerc (Ferrari) in Melbourne.  © Imago

Geprägt war das Rennen auch von zahlreichen Überholmanövern, die der neue Elektroschub im Hybridmotor ermöglichte. Sequenzen des Rennens erinnerten an ein Videospiel.

"Sehr schön, sehr schöööön, ich mag dieses Auto, ich mag diesen Motor", funkte Russell an die Box und ließ einen lauten Jubelschrei folgen. "Das fühlt sich unglaublich an", sagte der Sieger später. Gerade am Anfang sei es "ein harter Kampf" gewesen, die neuen Regeln hätten es "fast unmöglich" gemacht, die Führung zu behaupten: "Es war schwierig, aber der Doppelsieg ist toll".

Hinter den beiden Mercedes holte Ferrari mit Charles Leclerc und Lewis Hamilton die Plätze drei und vier, den möglichen Sieg vergab die Scuderia wohl durch eine ungünstige Boxen-Strategie. Weltmeister Lando Norris wurde im McLaren Fünfter vor Max Verstappen im Red Bull, der sich nach einem Unfall im Qualifying von Startplatz 20 nach vorn arbeitete.

Für Audi begann das Abenteuer Formel 1 zunächst mit einer großen Enttäuschung. Nico Hülkenberg konnte am ersten Rennen in der Geschichte des deutschen Werksteams nicht teilnehmen, schon auf dem Weg in die Startaufstellung traten Probleme mit der Telemetrie auf. Dafür standen am Ende die ersten WM-Punkte: Gabriel Bortoleto wurde Neunter.

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Start in Gefahr? Hülkenbergs Motor stottert | In-Race Video

ZUM DURCHKLICKEN: Das Rennergebnis in Australien

  1. Das Rennergebnis in Australien.
    Image: Das Rennergebnis in Australien. © Sky
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  3. Das Rennergebnis in Australien.
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  4. Das Rennergebnis in Australien.
    Image: Das Rennergebnis in Australien. © Sky

Piastri crasht schon vor dem Start

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Unfassbar! Piastri crasht auf dem Weg in die Startaufstellung | In-Race Video

Überhaupt passierte schon vor dem Start einiges. Tausende australische Fans schlugen während der Installationsrunden die Hände vor den Mund, denn für ihren Helden war der Tag in diesem Moment gelaufen: Oscar Piastri verlor bei gemächlicher Fahrt die Kontrolle über seinen McLaren. "Es war eine Kombination einiger Dinge", sagte er später bei Sky Sport: "Kalte Reifen, ich bin auf den Kerb gekommen. Ich hatte aber auch mehr Leistung, als ich erwartet habe."

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Bereits auf dem Weg zur Startaufstellung war es um Oscar Piastri geschehen: Der Australier crasht bei seinem Heim-GP, bevor der überhaupt losgeht. Dementsprechend enttäuscht war der McLaren-Pilot nach seinem Aus.

Als dann die roten Ampeln ausgingen, war es erstmal vorbei mit der Überlegenheit der Silberpfeile. Im Qualifying waren sie allen davon gefahren, nun bestätigte sich aber ein Eindruck aus den Testfahrten. Auch das Startprozedere ist eine neue Herausforderung mit den noch ungewohnten Power Units, und die Ferraris meistern diese mit Abstand am besten. Leclerc und Hamilton schossen nach vorne, Russell und vor allem Antonelli hatten Probleme.

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Wilde Anfangsphase in Australien | In-Race Video

So lag Leclerc vorne, Russell war wenig später einer der ersten, der den neuen Overtake Mode ausprobieren durfte - einen Extraschub aus dem Elektromotor, der den Klappflügel DRS ersetzt. Diese Überholhilfe stellte sich als äußerst mächtig heraus. Russell ging sehr einfach vorbei - dann hatte aber Leclerc den Vorteil des Schubs: Wer weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann fährt, darf ihn einsetzen.

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Russell und Leclerc schenken sich nichts! | In-Race Video

Heißer Kampf zwischen Mercedes & Ferrari

Der Ferrari ging also weider vorbei, und das gesamte Schauspiel wiederholte sich bald noch einmal. Leclerc, Russell und Hamilton lieferten sich an der Spitze einen engen Dreikampf, der höchst unterhaltsam und entscheidend vom Energiestand in der Batterie beeinflusst war.

Bald sorgte ein Motorschaden an Isack Hadjars Red Bull für das Virtuelle Safety Car, beide Mercedes und einige andere Fahrer nutzten dies für einen frühen Boxenstopp - Ferrari verzichtete. "Zumindest einer von uns hätte reinkommen sollen", funkte Hamilton.

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Bitteres Aus für Hadjar | In-Race Video

Nun lagen die Roten zwar vorne, hatten aber die Reifen noch nicht gewechselt, zudem kamen die bei freier Fahrt schnelleren Mercedes näher. Etwa zur Rennhälfte kamen Leclerc und Hamilton ebenfalls rein, nun lagen sie hinter Russell und Antonelli.

Erst jetzt beruhigte sich das Rennen deutlich, Mercedes brachte die Reifen trotz des frühen Stopps über die Zeit und geriet nicht mehr unter Druck.

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SID

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