Kimi Antonelli auf dem Podest mit F1-Legende Kimi Räikkönen verwechselt
Der Mercedes-Pilot hatte in China seinen Premieren-Sieg in der Motorsport-Königsklasse gefeiert.
15.03.2026 | 14:52 Uhr
Doch ein F1-Sprecher leistete sich bei der Siegerehrung einen Fauxpas.
Kimi Räikkönen gewinnt in China!
Nicht ganz. Der F1-Sprecher bei der Siegerehrung nach dem Rennen kündigte Kimi Antonelli fälschlicherweise als den "Iceman" an. Antonelli kam nach seinem Premieren-Sieg beim Großen Preis von China (Zum Nachlesen: So lief das Rennen) sichtlich irritiert auf das Podium und blickte ungläubig drein. Mercedes-Teamkollege George Russell und Ferrari-Superstar Lewis Hamilton konnten sich jeweils ein breites Grinsen nach dem Fauxpas nicht verkneifen.
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Verstappen und Hamilton reagieren
Zuvor raste Antonelli als erst zweiter Teenager nach Max Verstappen (Barcelona, 2016) zu einem Rennsieg in der Formel 1. Fast auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Erfolg von Giancarlo Fisichella in Malaysia auf Renault hat Italien wieder einen Grand-Prix-Sieger. Antonelli, der vor dem Rennen insgesamt nur elf Führungsrunden auf dem Konto hatte, ist nun der jüngste Pilot, der je einen F1-Hattrick (Sieg, Pole und schnellste Rennrunde) erzielt hat. "Das wird nicht sein letzter Sieg sein", freute sich auch Verstappen am Sky Sport Mikrofon mit.
Auch Hamilton, der am Start an Antonelli vorbeizog und ihm den Grand Slam (Sieg, Pole, schnellste Rennrunde und alle Führungsrunden) damit verwehrte, war auf der Pressekonferenz begeistert von der Leistung seines Silberpfeil-Nachfolgers. "Herzlich Glückwunsch. Der erste Sieg ist sehr speziell. Ich weiß noch, als ich meinen ersten Sieg 2007 geholt habe", so der 41-jährige Ferrari-Pilot. Der 19-jährige Antonelli reagierte daraufhin schelmisch: "Da war ich ein Jahr alt."
Antonelli feiert Sieg emotional
Ansonsten war der Teenager aber überwältig. "Ich finde keine Worte, mir kommen die Tränen", funkte Antonelli nach seiner Zieldurchfahrt: "Ich danke meinem Team, das mir geholfen hat, diesen Traum zu erreichen." Der Mann aus Bologna dominierte das Rennen scheinbar spielerisch an der Spitze und agierte beeindruckend abgezockt. Antonelli, der zum ersten Mercedes-Sieg in Shanghai seit 2019 fuhr, machte im Rennen nur einen groben Fehler. Vier Runden vor Schluss verbremste er sich am Ende der langen Geraden und rutschte kurzzeitig von der Strecke.
"Ich habe am Ende zu viel relaxt und einen Fehler gemacht. Das hat mir dann noch etwas Druck gemacht. Aber ich konnte es nach Hause fahren. Ich habe viel gelernt. Zuallererst: 'Relaxe niemals zu viel'. Heute ist es gut ausgegangen, aber es hätte richtig schlimm ausgehen können. Ich muss immer den Fokus wahren. Ich habe am Ende in meinem Kopf Platz für Fehler geschaffen und dieser eine Fehler ist passiert. Es darf nicht nochmal passieren", gab Antonelli auf der Pressekonferenz zu.
Wolff flachst nach Antonelli-Verbremser
"Da wollte ich ihm schon wieder eine geben", flachste Mercedes-Teamchef Toto Wolff bei Sky Sport zu der Verbremser-Szene und fügte ernsthaft dazu: "Kimi hat einen unglaublichen Weg gemacht, aber auch Rückschläge erlebt. Im vergangenen Jahr haben viele gesagt, dass das alles zu früh komme. Natürlich haben auch wir uns immer wieder gefragt, ob wir ihn vielleicht zu früh in diesen Pressure Cooker (Schnellkochtopf) geworfen haben. Aber genau das war die Marschroute: ein Jahr lang mit Höhen und Tiefen. Er ist jung, man muss ihm diese Fehler verzeihen."
Auch Räikkönen sind einst zu Beginn seiner Karriere Anfang der 2000er-Jahre Fehler verziehen worden. Am Ende seiner F1-Karriere hatte der Finne 21 Rennsiege und einen WM-Titel auf dem Konto.
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