Teamchef Adrian Newey erklärt Entwicklungsrückstand von Aston Martin
Bereits früh in der Saison und weit vor dem ersten Rennen des Jahres hängt Aston Martin deutlich hinterher. Wie Teamchef Adrian Newey einräumte, ist die Entwicklung des neuen Boliden vier Monate im Rückstand.
04.02.2026 | 15:31 Uhr
Die F1-Teams dürfen seit Januar 2025 an ihren Maschinen für 2026 arbeiten. Im Bereich der Antriebseinheiten sogar schon länger. Aston Martin hat bereits jetzt Aufholbedarf und kam zu spät zum Shakedown in Barcelona letzte Woche. Nun schlägt Teamchef Adrian Newey Alarm.
"Der AMR Technology Campus befindet sich noch in der Entwicklung, der CoreWeave-Windkanal war bis April noch nicht einsatzbereit, und ich bin erst im März letzten Jahres zum Team gestoßen. Wir sind ehrlich gesagt mit einem Rückstand gestartet", sagte Newey auf der Website von Aston Martin. "Es war ein sehr straffer Zeitplan und eine extrem arbeitsreiche Zeit in den letzten zehn Monaten."
"In letzter Minute"
"Die Realität ist, dass wir erst Mitte April ein Modell des 26er-Autos in den Windkanal bekommen haben. Alle unsere Konkurrenten verfügen seit Ende des Aerodynamik-Testverbots Anfang Januar letzten Jahres über ein Modell im Windkanal", so der Engländer.
"Dadurch hatten wir circa vier Monate Rückstand, was einen sehr, sehr komprimierten Forschungs- und Entwicklungszyklus zur Folge hatte. Das Auto kam erst in letzter Minute zusammen, weshalb wir darum kämpften, es zum Shakedown in Barcelona zu schaffen."
In Barcelona absolvierte der britische Rennstall nur 65 Runden - die wenigsten aller zehn Teams.
Vorstellung sorgte für Aufsehen
Die Vorstellung des Autos auf der Strecke ohne Lackierung erregte große Aufmerksamkeit. Das Design des Autos unterschied sich durch eine aggressive Karosserie deutlich von den anderen Teams.
Newey sagte: "Ich betrachte meine Entwürfe niemals als aggressiv. Ich mache einfach meine Arbeit und verfolge das, was wir für die richtige Richtung halten. Es gibt einige Merkmale, die bisher noch nicht unbedingt umgesetzt wurden."
Das Auto hat "viel Entwicklungspotenzial"
"Wir haben versucht, etwas zu entwickeln, von dem wir hoffen, dass es ein großes Entwicklungspotenzial hat", so der 67-Jährige weiter. "Was man vermeiden möchte, ist ein Auto, das innerhalb seines Zeitfensters zwar ziemlich optimiert ist, aber wenig Entwicklungspotenzial hat. Wir wollten uns auf die Grundlagen konzentrieren. In dem Wissen, dass einige der Anbauteile - Flügel, Karosserie, Dinge, die während der Saison geändert werden können - hoffentlich Entwicklungspotenzial haben werden."
Die nächsten Tests stehen vom 11. bis zum 13. sowie vom 18. bis zum 20. Februar in Bahrain an. Ehe am 8. März das erste Rennen in Australien stattfindet. Beides LIVE und EXKLUSIV bei Sky Sport!
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