Audi enthüllt Lackierung seines ersten Formel-1-Boliden

Der Autobauer aus Ingolstadt macht ernst. Mit einer aufwendigen Show und einer klaren Ansage an die Konkurrenz beginnt die Mission Titelgewinn. Doch bis zum ersten Rennen ist es noch ein weiter Weg und die Herausforderungen sind riesig.

Erstmals in ihrer langen Geschichte geht Audi in der Formel 1 mit einem eigenen Werksteam an den Start. Vor dem Saisonbeginn präsentierte der deutsche Autohersteller, für den auch Nico Hülkenberg fährt, seinen Boliden.

Mit einem Spektakel in einem früheren Berliner Heizkraftwerk hat das Audi-Team das nächste Geheimnis vor seiner Formel-1-Premiere gelüftet.

Der neue Werksrennstall des Autobauers präsentierte erstmals die künftige Lackierung seiner Rennwagen in der Öffentlichkeit und lud dafür zu einer aufwendigen Show in die Hauptstadt. "Ein Moment, auf den wir seit vielen Jahren hingearbeitet haben", sagte Audi-Chef Gernot Döllner.

Er fühle Aufregung und Stolz, sagte Nico Hülkenberg (38), der mit dem Brasilianer Gabriel Bortoleto (21) das Fahrerduo bilden wird. "Das ist ein Teil von etwas Großem. Für mich ist das eine große Chance", fügte Hülkenberg hinzu.

Regelrevolution als große Chance für Audi

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Audi hatte im Sommer 2022 den Einstieg als Werksteam in die Formel 1 verkündet und übernahm dafür den Schweizer Sauber-Rennstall. In der neuen Saison, die am 8. März in Melbourne startet, wird das Projekt unter dem offiziellen Namen Audi Revolut F1 Team seine Grand-Prix-Premiere feiern. "Wir starten von bescheidenen Anfängen und haben ein ehrgeiziges Projekt vor uns. Wir haben viel zu tun bis zum ersten Rennen", sagte Teamchef Jonathan Wheatley.

Nico Hülkenberg wird in der neuen Formel-1-Saison 2026 für den deutschen Neulings-Rennstall Audi an den Start gehen. Auf dem Launch-Event in Berlin spricht der 38-Jährige über die Erwartungen an das neue Team.

Entscheidender Faktor für den Beschluss des Autobauers, hohe Millionensummen in einen eigenen Formel-1-Rennstall zu investieren, ist die in diesem Jahr greifende Regelrevolution. Für das Design der Rennwagen gelten neue Bestimmungen. Die Hybrid-Aggregate beziehen künftig ihre Leistung zu 50 Prozent aus einem Verbrennungsmotor und zu 50 Prozent aus einer Batterie, der Kraftstoff ist zu 100 Prozent nachhaltig. Diesen Neuanfang der Rennserie sieht Audi als Chance, möglichst bald weiter vorn mitzumischen.

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Titelgewinn bis 2030 als klares Ziel

Es sei unmöglich zu wissen, wo Audi beim Saisonstart im Vergleich zu den anderen Teams stehen werde, sagte Projektleiter Mattia Binotto. Als Ziel hatte die Teamspitze den Angriff auf den Titel im Jahr 2030 ausgegeben. "Das ist sicherlich ehrgeizig. Aber wir haben es intern diskutiert und glauben, dass es das richtige Ziel ist. Nur wenn du ein Ziel hast, kannst du definieren, was bis dahin fehlt und was es noch braucht", sagte Binotto.

dpa

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