Formel-1-Kolumne: Monza ist einfach geil
Back on Track – die F1-Kolumne von Sandra Baumgartner
02.09.2018 | 14:37 Uhr
Formel 1 Reporterin Sandra Baumgartner spricht in ihrer Kolumne "Back on Track" über die aktuellen Themen in der Königsklasse des Motorsports auf skysport.de. Dieses Mal mit einer Liebeserklärung an Monza.
Wer schon einmal in Monza bei einem Formel-1-Rennen war, kennt dieses Gefühl. Sobald du den Parco die Monza betrittst, liegt eine ganz besondere Spannung in der Luft. Obwohl die Rennstrecke noch nicht zu sehen ist, spürst du die Leidenschaft, den Enthusiasmus und die Tradition.
Hunderte Tifosi füllen die Straßen. Teilweise sind es so viele, dass die Ordnungskräfte all Hände voll zu tun haben, um eine schmale Gasse für die Autos auf der Straße frei zu räumen. In dem Bereich, indem die Fahrer an der Rennstrecke ankommen, herrscht ab 7 Uhr eine Stimmung wie auf einem Rockkonzert - wirklich jeder Fahrer wird frenetisch empfangen.
Parabolika wird zum Fahrermagnet
Beim obligatorischen Streckenrundgang machen ausnahmslos alle Fahrer einen Abstecher in die alte Steilkurve hinter der Parabolika. Jeder nimmt Anlauf, rennt nach oben und setzt sich dort auf die Leitplanke.
Man mag sich kaum vorstellen wie es für die Fahrer früher war, hier mit Renntempo durch zu brettern. Die Fans können außerdem in zahlreichen kleinen Läden neben der Strecke in Rennsportgeschichte schwelgen. Ich glaube, keine andere Rennstrecke auf der Welt hat ihre eigenen Geschäfte, in denen Bücher und Erinnerungsstücke zu kaufen sind.
Siegerpodest über dem Asphalt
Die drei Bestplatzierten des Rennens kommen in einen ganz besonderen Genuss. Das Podium ist direkt über der Strecke gebaut - nicht, wie auf anderen Strecken üblich, über der Boxengasse. Nach Rennende strömen tausende Fans auf die Start-Ziel-Gerade und jubeln dem Sieger zu.
Ganz klar: Die Ferraristi wünschen sich endlich mal wieder einen Fahrer in rot ganz oben auf dem Podium. Der letzte der das geschafft hat, war Fernando Alonso im Jahr 2010. 2018 ruhen die Hoffnungen der Italiener auf Sebastian Vettel.
Er hat in Monza schon drei Mal gewonnen, aber noch nie im Ferrari. Dieses Jahr könnte es soweit sein. Aktuell hat seine "Loria" alles was sie braucht, um in Monza der Konkurrenz davon zu jagen. Ich kann mir die frenetische Stimmung, wenn Sebastian Vettel gewinnen sollte, sehr gut vorstellen. Das würde ein absoluter Gänsehautmoment werden.
Über mich:
Autonärrin, Motorsportliebhaberin, Petrolhead
Motorsport ist, seit ich denken kann, mein absolute Leidenschaft. Seit 7 Jahren berichte ich als Journalistin für Sky über die Formel 1. Manchmal mit so viel Power, dass mir mein Kollege Noah Pudelko den redaktionsintern Spitznamen „Die Düse" verpasst hat.
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