Alexandra Popp schießt den VfL Wolfsburg in ihrem letzten Spiel gegen Nürnberg zum Sieg

Mit Tränen in den Augen ging Alexandra Popp schweren Herzens Richtung Seitenlinie, Mitspielerinnen wie Gegnerinnen standen Spalier und zollten der Vereinsikone des VfL Wolfsburg Respekt.

Alexandra Popp verlässt Wolfsburg nach 14 erfolgreichen Jahren.
Image: Alexandra Popp verlässt Wolfsburg nach 14 erfolgreichen Jahren.  © Imago

Die 35-Jährige atmete vor ihrem letzten Schritt noch einmal tief durch - dann verließ die langjährige Leistungsträgerin unter tosendem Applaus in der 58. Minute endgültig den Platz.

Ihren letzten, emotionalen Auftritt im VfL-Trikot krönte Popp beim 3:1 (2:0) gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag in der VW Arena vor 7268 Zuschauenden mit einem Doppelpack. In der 13. Minute köpfte sie die Wolfsburgerinnen beim Saisonfinale in Führung und erhöhte noch vor der Pause per Freistoß (40.), ehe Lineth Beerensteyn für sie ins Spiel kam.

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Popp bekommt ein Bier

Bei ihrer Auswechslung applaudierte Popp Richtung Fans, umarmte Svenja Huth unter Tränen und übergab die Kapitänsbinde an ihre langjährige Weggefährtin. Auf der Bank bekam Popp wenige Minuten später ein Bier zur Feier des Tages gereicht, von dort aus verfolgte sie den Treffer der Nürnbergerin Lourdes Romero (75.) und das Tor ihrer Teamkollegin Janou Levels (78.).

In Wolfsburg endete mit dem Abschied Popps eine Ära. Nach 14 Jahren im VfL-Trikot zieht es die frühere DFB-Kapitänin zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund, der derzeit in der Regionalliga West spielt. Popp verlässt Wolfsburg mit zwei Champions-League-Titeln, sieben Meisterschaften und elf Pokaltriumphen.

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Große Choreo für Popp

Vor der Partie hatten die zahlreichen Fans die Stürmerin mit einer riesigen Choreo geehrt. Als überlebensgroße Figur war Popp dort mit dem DFB-Pokal abgebildet, auf Bannern war das Wort "Fußballgöttin" zu lesen. Bei der offiziellen Verabschiedung vor Spielbeginn durch die Vereinsverantwortlichen um den ebenfalls scheidenden Sportdirektor Ralf Kellermann hatte Popp bereits mit den Tränen gekämpft. Schon drei Tage zuvor war sie auf ihrer Abschiedstour nach dem DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München (0:4) von ihren Gefühlen überwältigt worden.

Neben Popp wurden unter anderem auch Beerensteyn, Nationalspielerin Vivien Endemann (FC Liverpool) und Sportdirektor Kellermann, der ebenfalls zum BVB geht, verabschiedet.

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Bayern-Frauen bleiben ungeschlagen

Die Fußballerinnen von Bayern München haben drei Tage nach dem Triumph im DFB-Pokal ihre Bundesliga-Saison ungeschlagen beendet. Am letzten Spieltag setzte sich die Mannschaft von Trainer Jose Barcala mit 1:0 (0:0) beim Hamburger SV durch und schloss die Spielzeit mit einer Bilanz von 24 Siegen und zwei Unentschieden aus 26 Partien ab.

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Georgia Stanway traf per Foulelfmeter (89.) am Sonntag für die Münchnerinnen, die bereits im April bei Union Berlin (3:2) ihre insgesamt achte Meisterschaft vorzeitig perfekt gemacht hatten.

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Frankfurt in der CL-Quali - Essen steigt ab

Im Fernduell um die Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation setzte sich Eintracht Frankfurt durch. Die Hessinnen sicherten sich dank eines 4:2 (2:2) gegen Union Berlin mit 51 Punkten den dritten Platz hinter Vizemeister VfL Wolfsburg (58 Punkte). In den Parallelspielen patzten die direkten Konkurrenten: Die TSG Hoffenheim kam gegen RB Leipzig zu einem 0:0, Bayer Leverkusen verlor 1:3 (0:1) gegen Werder Bremen.

Den Gang in die 2. Bundesliga muss derweil neben Carl Zeiss Jena erstmals die SGS Essen antreten. Die Mannschaft von Trainerin Heleen Jaques kam zum Abschluss gegen den SC Freiburg nur zu einem 1:1 (0:0). Die SGS, die vor 22 Jahren aufgestiegen war, war der letzte reine Frauenverein in der Bundesliga.

SID

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