BVB News: Jude Bellingham auf dem Weg zum Führungsspieler

Klopp-Gerüchte & Insel-Hype: Bellingham muss zum BVB-Chef werden

Jude Bellingham ist gegen Leverkusen als Leader im Mittelfeld gefordert.
Image: Jude Bellingham ist gegen Leverkusen als Leader im Mittelfeld gefordert.  © Getty

Für Jude Bellingham sind es ereignisreiche Tage. Mit dem derzeitigen Hype in England und dem vermeintlichen Interesse vom FC Liverpool wächst der Druck auf den BVB-Youngster, der nun den nächsten Schritt gehen soll.

Bereits in der Rückrunde der vergangenen Saison hatte es sich angedeutet: Bellingham ist im Dortmunder Mittelfeld gesetzt. Der erst 18 Jahre alte Engländer ist ein elementarer Pfeiler im Spiel der Borussia und hat seinen von Edin Terzic zugesprochenen Stammplatz auch unter dem neuen Coach Marco Rose behauptet.

Bellingham in absoluter Top-Form

Der Youngster ist ein echter Zweikämpfer und mit seiner aggressiven Spielweise prädestiniert für den Pressing-Fußball, den der Trainer von seiner Mannschaft verlangt. Gleichzeitig entwickelt sich der Engländer auch spielerisch enorm schnell weiter. Immer wieder bringt er sich ins Kombinationsspiel ein und unterstützt Mahmoud Dahoud im Umschaltspiel. Die variable Halbposition in der Raute spielt Bellingham voll in die Karten.

Das derzeitige Leistungshoch krönte Bellingham zuletzt vor der Länderspielpause gegen Hoffenheim (3:2). Erst eröffnete das Top-Talent die Partie mit einem sehenswerten Treffer, dann leitete er das entscheidende Siegtor durch Haaland in der Nachspielzeit indirekt ein. Sein entschlossenes Nachsetzen im Strafraum steht dabei symbolisch für Bellinghams Art Fußball zu spielen und seinen unbändigen Willen.

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Fans und Medien in England fordern Bellingham

Diese Art hat dem Youngster mittlerweile auch einen festen Platz im Kader der englischen A-Nationalmannschaft beschert. Auch, wenn es nicht immer zu Einsätzen kommt. Zum Unmut von Fans und Medien. Nach einem starken Auftritt gegen Andorra (4:0) gehörten die Schlagzeilen neben den Torschützen um Doppelpacker Jesse Lingard auch dem BVB-Profi, der mit seiner robusten und gleichzeitig intelligenten Spielweise Eindruck hinterließ.

Im darauffolgenden Spiel gegen Polen verzichtete England-Coach Gareth Southgate auf Bellingham. Nicht nur in der Startelf, sondern auch als Joker kam der 18-Jährige nicht zum Einsatz. Der Trainer verzichtete komplett auf Wechsel, verschuldete in den Augen der Fans, die einen Abräumer wie Bellingham zur Absicherung forderten, so den Last-Minute-Ausgleich zum 1:1.

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Guardiola begeistert: "Verdammt unglaubliche Persönlichkeit"

Jubel über die Spielweise des Ausnahmetalents, Rufe nach mehr Einsatzzeit für den Dortmunder. Bellingham hat sein Heimatland erobert. Und so auch das Interesse einiger namhafter Vereine auf sich gezogen. Pep Guardiola adelte den jungen Borussen bereits im April beim Duell zwischen City und Dortmund in der Champions League.

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Damals schwärmte Pep am Sky Mikrofon: "17 Jahre alt. Und so eine verdammt unglaubliche Persönlichkeit! Er ist so, so gut. Ich kann nicht glauben, dass er erst 17 ist." Weiter scherzte der Star-Trainer, dass Bellingham bei einer solchen Abgeklärtheit ein "Lügner" bezüglich seines jungen Alters sein müsse und lobte weiter: "Er ist dermaßen gut, ein fantastischer Spieler. Ich habe gesehen, wie er den Innenverteidigern zuruft, dass er den Ball haben will, wie er den Ball verlangt. In dem Alter ist das unglaublich."

Zahlt Liverpool 90 Millionen Euro für Bellingham?

Laut Berichten der englischen Zeitungen Daily Star und Daily Mirror soll zuletzt vor allem Jürgen Klopp ein Fan des Engländers geworden sein. Demnach soll der FC Liverpool sogar bereit sein, bis zu 90 Millionen Euro für Bellingham auf den Tisch zu legen. Der laufstarke Zweikämpfer würde perfekt ins System von Klopp passen, das in der physischen und spielerischen Ausrichtung dem von Rose beim BVB sehr ähnlich ist.

Doch bevor Bellingham von Klubs wie dem FC Liverpool träumen darf, hat auch der Hochbegabte noch Punkte auf der Agenda, an denen gearbeitet werden muss. Neben spielerischen Feinheiten um Pass-Präzision, Timing im Abspiel und mehr Torinstinkt muss sich der junge Allrounder auch menschlich weiterentwickeln. Zwar ist der Engländer auf gutem Weg zum Lautsprecher im Team zu werden, doch ein echter Leader ist er trotz robuster Spielweise und Ansagen an die Hinterleute noch nicht.

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BVB-Härtetest gegen Leverkusen steht an

Die kommende Bundesliga-Partie bildet den perfekten Startschuss in eine neue Entwicklungsphase Bellinghams. Nach dem etwas holprigen Start in die Saison ist Bayer Leverkusen ein echter Härtetest für die Dortmunder (Samstag, ab 15:15 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga 1 und mit Sky Ticket im Stream).

Durch die bisherigen Probleme in der Defensive - auch Ausfällen geschuldet - deutet sich ein wildes Spiel gegen die schlagkräftige Offensive um Patrik Schick, Moussa Diaby oder Florian Wirtz an. Gegen die teils quirligen und schnellen Spieler braucht es klare Defensiv-Aktionen und Durchsetzungskraft in den direkten Duellen. Sprich: Auch vor Fouls darf nicht immer zurückgeschreckt werden.

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Dortmunds Trainer Marco Rose gibt ein Personal-Update vor dem Spiel gegen Bayer Leverkusen (Videolänge: 1:09 Min).

Bellingham kann jetzt zum BVB-Chef werden

Hier kann Bellingham zum echten Leader und BVB-Chef werden. Sein Vorteil: In der aktuellen Start-Truppe der Dortmunder gibt es einen Spielertypen wie ihn kein zweites Mal. Obwohl Dahoud physisch zugelegt hat, ist der 25-Jährige kein Abräumer. Ebenso wenig Julian Brandt, der womöglich für den verletzten Giovanni Reyna in die erste Elf rückt, und Marco Reus.

Der 18-Jährige muss mit seiner Art voran gehen, Zweikämpfe annehmen und seinen Mitspielern in der Arbeit nach vorne und hinten Ansagen machen. Entwickelt sich der Youngster weiter zum Leader und merzt seine spielerischen Schwächen aus, gibt es kaum Grenzen für den Allrounder. Trotz seines jungen Alters.

Mehr zum Autor Lars Pricken

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