Die Wahrheit hinter dem Brandt-Aus beim BVB!

Am Samstag musste alles schnell gehen beim BVB. Als durchgesickert war, dass das Kapitel Julian Brandt bei Borussia Dortmund ab Sommer zu Ende gehen werde, suchte der erfahrener Spieler das Gespräch mit Trainer Niko Kovac.

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Alle Hintergründe, wie es zum Aus von Julian Brandt bei Borussia Dortmund kam.

Noch in Köln, vor dem Auswärtsspiel, sprach Brandt mit Kovac und wollte dem Coach die Entscheidung persönlich mitteilen. Seit Anfang der Woche stand bereits fest, dass Brandt und der BVB ab Sommer nach sieben gemeinsamen Auf-und-Ab-Jahren getrennte Wege gehen.

Berater-Papa Jürgen hatte die BVB-Bosse Lars Ricken und Sebastian Kehl über die Entscheidung informiert. Nach dem 2:1-Zittersieg in Köln verkündete Sport-Boss Ricken die Trennung am Sky Sport Mikrofon.

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Dortmunds Sportchef Lars Ricken bestätigt bei Sky Sport, dass der Vertrag mit Julian Brandt nicht verlängert wird.

Dabei war der BVB im Winter noch bereit, mit Brandt zu verlängern. Im November berichtete Sky Sport in Transfer Update - die Show, dass die Borussia zu stark reduzierten Bezügen mit dem 29-Jährigen weitermachen wolle. Das Fixgehalt des 48-fachen Nationalspielers, der 2019 für 25 Millionen Euro als Juwel aus Leverkusen gekommen war, ging in Zuge der letzten Verlängerung schon von zwölf auf sieben Millionen Euro (plus zwei Millionen Euro an möglichen Einsatz-Prämien) runter.

Zu echten Verhandlungen und Gegenangeboten kam es aber nie. Bei Brandt reifte in den letzten Wochen nämlich die Entscheidung, etwas Neues machen zu wollen. Raus aus der Bundesliga. Rein in ein neues Abenteuer. Weg aus Dortmund.

Brandt als Krisengesicht beim BVB

Dass sich Fans und Experten immer wieder am feinfühligen Offensivkünstler abgearbeitet haben und er in Krisenphasen oft als Sündenbock diffamiert wurde, setzte ihm zu. Brandt galt als Krisengesicht, gewann in all der Zeit mit dem BVB in einer für ihn persönlich enttäuschenden Saison 2021 nur den DFB-Pokal.

Der BVB kämpfte entsprechend auch nicht mehr um Brandt. Spiele wie in Tottenham (0:2) oder in Bergamo (1:4), als Brandt wie viele andere Stars untergetaucht war, bekräftigten die BVB-Bosse darin, ihre Bemühungen um Brandt nicht mehr zu intensivieren. "Er hat immer seinen Mann gestanden. Trotzdem muss man ab einem gewissen Punkt Entscheidungen treffen", sagte Sportchef Kehl. "Beide haben das so für sich entschieden. Es kann auch immer eine Chance sein."

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Kovac geht den Weg mit

Kovac, der Brandt in der Vergangenheit doch arg übertrieben auf eine Stufe mit Jamal Musiala und Florian Wirtz gehoben hatte, ging den Weg am Ende mit. Der Deutsch-Kroate schätzt Brandts Qualitäten, Spiele alleine entscheiden zu können, und seine Fähigkeiten als Verbindungsspieler in der Kabine. Ein Führungsspieler war und wird Brandt aber nie. Er ist keiner, der laut wird und auf den Putz haut. Beliebt innerhalb der Mannschaft ist er allerdings.

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Brandt wird ein gewisses Vakuum beim BVB hinterlassen. Seine Statistiken sind bei aller berechtigter Kritik über jeden Zweifel erhaben: In 298 BVB-Spielen gelangen ihm bislang über 120 Scorer (56 Tore, 69 Assists). Auch wenn die Entscheidung für alle Beteiligten gut sein kann und eine neue Chance darstellt, müssen Brandts Torbeteiligungen erst ersetzt werden.

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Mehr zum Autor Patrick Berger

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