Niklas Süle geht beim BVB in sein letztes halbes Jahr
Niklas Süle wurde in seinen dreieinhalb Jahren als Profi von Borussia Dortmund immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Im Dezember sorgte er mit seinem Startelf-Comeback für Furore, nun will er sich beim BVB noch einmal beweisen.
07.01.2026 | 23:25 Uhr
Doch die Zeichen stehen auf Abschied.
Von Patrick Berger & Thorsten Mesch
Bis zum Donnerstag bereitet sich Borussia Dortmund in Marbella auf die zweite Saisonhälfte vor, die mit dem richtungweisenden Bundesliga-Spiel bei Eintracht Frankfurt (Freitag, 20.30 Uhr LIVE auf Sky Sport) beginnt.
Niklas Süle betrat in den bisherigen Tagen an der Costa del Sol stets als einer der ersten den Trainingsplatz. Der 30-Jährige wirkte motiviert, hängte sich auch in den Einheiten voll rein und empfahl sich für einen Platz in der Startelf.
Mit dem Gastspiel des BVB in seiner Geburtsstadt beginnt für Süle seine Abschiedstour. Der Vertrag des Innenverteidigers läuft im Sommer aus und soll nach Informationen von Sky Sport nicht verlängert werden. Auch wenn dies noch nicht offiziell an ihn oder sein Management kommuniziert wurde, weiß der Topverdiener (etwa 14 Millionen Euro Jahresgehalt), dass die Zeichen auf Trennung stehen.
Doch Süle will sich in seinem letzten Halbjahr noch einmal beweisen.
Süle überzeugt gegen Gladbach - neue Chance in Frankfurt
Der Abwehrmann trägt seit 2022 das Trikot des BVB, in 102 Spielen erzielte er drei Tore und gab fünf Vorlagen. Zuletzt stand er am 19. Dezember beim 2:0 gegen Mönchengladbach 90 Minuten auf dem Platz und steuerte einen Assist bei.
Mit seiner starken Leistung im Borussen-Duell setzte er ein Ausrufezeichen und sorgte auch intern für einige überraschte Gesichter.
Süle ist kein Fußballprofi von der Stange, der 1,95-Meter-Hüne ist ein besonderer Charakter. Sein Ansehen in der Mannschaft ist hoch, unter seinen Mitspielern ist er sehr beliebt.
Süle vom Verletzungspech verfolgt
Trainer Niko Kovac, der ihn schon aus gemeinsamen erfolgreichen Zeiten beim FC Bayern kennt, hatte bei seiner Antritts-Pressekonferenz im Februar vergangenen Jahres aufhorchen lassen, als er über Süle sagte: "Wenn er gesund ist, dann behaupte ich, ist er ein Spieler für die WM 2026."
Damals hatte sich Süle gerade von einem Syndesmosebandriss erholt, der ihn zwei Monate lang außer Gefecht gesetzt hatte.
Zunächst spielte er unter Kovac keine Rolle, doch durch die Verletzung von Nico Schlotterbeck und die Umstellung in der Abwehr rückte er wieder ins Team. Doch das Verletzungspech verfolgte ihn weiter. 14 Spiele verpasste er in der aktuellen Spielzeit, kam in der Vorrunde nur auf fünf Pflichtspiele (281 Einsatz-Minuten).
Süle kann auf Jobsuche gehen
Gegen Gladbach absolvierte er kurz vor der Winterpause seine erste Partie über 90 Minuten seit der Klub-WM im vergangenen Sommer.
Mit guten Leistungen kann Süle im neuen Jahr Werbung in eigener Sache machen. Seit dem 1. Januar können Spieler, deren Verträge auslaufen, offiziell auf Jobsuche gehen. Gerüchte um einen Wechsel zur AC Milan sind nach Sky Sport Informationen kalt, Süle wird bis zum Sommer beim BVB bleiben. Und hoffentlich von weiteren Verletzungen verschont bleiben.
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