Sandro Wagner übt Selbstkritik nach seinem frühen Aus als Augsburg-Trainer
Sandro Wagner hat rund fünf Monate nach seinem Aus beim FC Augsburg selbstkritisch auf seine erste Station als Bundesliga-Cheftrainer zurückgeblickt.
24.04.2026 | 15:20 Uhr
Dass zuletzt in Augsburg der Eindruck entstanden sei, er überstrahle den Klub, werde es künftig "so nicht mehr geben", sagte der 38-Jährige im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Vielleicht habe sich durch die Konstellation in Augsburg dieses Bild ergeben. "Ich werde künftig jedenfalls noch besser überlegen müssen, wo ich als Trainer und als Person hinpasse. Wo das gesamte Umfeld offen für Veränderungen ist, alle Leute richtig Bock draufhaben", sagte Wagner und ergänzte: Sein Learning aus fünf Monaten beim FCA sei, dass er sein Image "nicht noch unnötig weiter befördern" dürfe: "Ich weiß, wer ich bin und dass ich auch mal polarisiere."
Kompany als Vorbild
Er räumte ein, dass er sich bei "ein, zwei Aussagen" in seiner Amtszeit "vergaloppiert" habe. Gemeint war etwa das Interview nach der Niederlage gegen den FC Bayern (2:3), in dem er betont hatte, dass der FCA nicht "weniger Qualität" als der Rekordmeister besitze. Als "großes Vorbild" in der Kommunikation nach außen bezeichnete Wagner seinen Münchner Kollegen Vincent Kompany. "Sich nicht angreifbar zu machen, beherrscht kaum einer so gut wie er."
Wagner, der zuvor als Co-Trainer von Julian Nagelsmann in der deutschen Nationalmannschaft gearbeitet hatte, war nach nur drei Siegen aus zwölf Ligaspielen im Dezember entlassen worden. Dies sei in seiner jungen Trainerkarriere "nichts, was mich ins Wanken bringt", sagte Wagner. Er sei nun "wieder heiß" und hätte "auch schon wieder arbeiten können, wenn ich das gewollt hätte". Er versicherte: "Wenn was passt, lege ich los, und wenn nicht, dann nicht."
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