Werder Bremen äußert sich zu Tribüneneinsturz im Weserstadion
Ein beschädigter Pfeiler, ein Teileinsturz - und offene Fragen: Wie Werder und die Stadionbetreiber jetzt handeln, damit Fans bald wieder sorgenfrei jubeln können. Es gibt schon eine Entwarnung.
09.07.2026 | 17:40 Uhr
Bundesligist Werder Bremen geht davon aus, dass der Spielbetrieb im Weserstadion trotz des Teileinsturzes einer Tribüne nicht gefährdet ist.
"Sowohl die Einschätzung am Mittwochabend bei der ersten Begehung mit einem Statiker als auch die Überprüfung am Donnerstagvormittag durch die Ämter zeigt, dass nur dieser eine Block betroffen ist", teilte der Verein einen Tag nach dem Vorfall mit. "Eine Einschränkung des Spielbetriebs können wir daher ausschließen."
Im Rahmen von Umbaumaßnahmen in einem Teil des VIP-Bereiches, bei dem Fensterscheiben entfernt werden sollten, wurde am Mittwoch unbeabsichtigt eine tragende Säule beschädigt. Dadurch kam es zu einem Teileinsturz. "Aufgrund der robusten Bauweise des Weserstadions haben wir glücklicherweise nur im Block 53 das Problem", schrieb Werder.
Wiederaufbau oder neu gestalten?
Derzeit wird noch geprüft, ob der Block wieder aufgebaut oder komplett neu strukturiert wird. Auch der zeitliche Rahmen ist noch offen. "Hier werden wir abwägen, was für die Zukunft besser ist und wie viel Zeit die jeweilige Lösung in Anspruch nehmen wird", hieß es. "Dann werden wir final entscheiden. Wir gehen aber davon aus, dass der Block 53 für das erste Spiel definitiv nicht zur Verfügung stehen wird." Die betroffenen Dauerkarten-Inhaberinnen und -Inhaber sollen umplatziert werden.
Wenige Stunden nach dem Teileinsturz hatte Hans-Jörg Otto, Geschäftsführer der Bremer Weser-Stadion GmbH, in einer Medienrunde betont, dass beim Wiederaufbau die Sicherheit im Vordergrund steht. "Es gilt einfach: Sorgfalt vor Zeit. Das Ganze muss wieder vernünftig und baulich richtig behoben werden, damit alle Besucher, die danach kommen, sich keine Gedanken machen müssen, ob sie auf einer unsicheren Tribüne sitzen", sagte er.
Liga-Auftakt nicht gefährdet
Gefährdet ist das erste Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig (4. bis 6. September) nicht. Dies gilt auch für das Testspiel gegen den französischen Erstligisten AJ Auxerre zuvor am 15. August (14.30 Uhr) sowie eine Woche später am 22. August (15.30 Uhr) in der ersten DFB-Pokalrunde zwischen dem Bremer Cupsieger SV Hemelingen und Zweitligist Hannover 96.
Ob die teils eingestürzte Tribüne im Oberrang Block 53 zwischen der Ost- und Südtribüne dann freigegeben werden kann, ist ungewiss. "Wir sind noch in dem Prozess, aber wir sind im Moment doch relativ zuversichtlich, dass es nur diesen kleinen Bereich betrifft", sagte Otto.
Keine Kosten für Werder Bremen
Keine Angaben konnte die Bremer Weser-Stadion GmbH über mögliche Kosten durch den Einsturz machen. Werder Bremen muss die Ausgaben nicht tragen. Der Club ist nicht für die Bauarbeiten verantwortlich, sondern die Betreibergesellschaft.
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