Atletico Madrid - FC Malaga; Spanien, La Liga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Atletico Madrid - FC Malaga. Spanien, La Liga.

Wanda Metropolitano.

Atletico Madrid 2

  • K Lee (70. minute)
  • A Baena (85. minute)

FC Malaga 0

    Live-Kommentar

    Das wars an dieser Stelle. Am kommenden Wochenende, wenn der 2. Spieltag ausgetragen wird, steigen dann auch Real Madrid und der FC Barcelona in den Spielbetrieb ein. Vielen Dank für das Interesse und bis zum nächsten Mal! 

    Über die Tabelle brauchen wir an diesem zerstückelten 1. Spieltag, an dem erst sechs von zehn Partien absolviert wurden, noch nicht sprechen. Beschließen wir es damit, dass beide Teams mit ihrem Start durchaus zufrieden sein können. Atletico Madrid spielt als nächstes am Sonntag gegen den FC Villarreal. Und der FC Malaga freut sich auf das Heimspiel an der Costa del Sol am Montagabend um 21:30 Uhr gegen Deportivo A Coruna, ein Duell der Aufsteiger also.

    Alle Achtung vor dem FC Malaga, der Atletico Madrid mit einem mutigen und munteren Spiel alles abverlangt hat. Am Ende fehlte die Durchschlagskraft vor dem Tor und das letzte Fünkchen Präzision im Herausspielen der Chancen. Der unscheinbare xGoals-Wert (0,15) beschreibt nicht, welches Potenzial der Aufsteiger hat liegen lassen. Atletico war auch lange nicht wirklich besser oder gefährlicher. Wechselte mit Kang-In Lee und Alex Baena aber die Gamechanger ein und freut sich über einen verdienten Auftaktsieg.

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    Schluss! 

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    Langer Befreiungsschlag auf Lookman, wo bleibt Herrero? Im Tor. Und wo bleibt die Fahne? Bleibt unten. Okay, dann ist das eine riesige Chance für Lookman. Doch der Stürmer kommt in kein hohes Endtempo, muss dann halblinks im Sechzehner gegen den zurückgeeilten Recio den Haken schlagen. Und verliert dabei den Ball. 

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    Dem FC Malaga ist kaum etwas vorzuwerfen. Und in der dritten Minute der Nachspielzeit darf Larrubia auch endlich den ersten Schuss aufs Tor für sein Team verzeichnen. Rechts am Sechzehner zieht er kurz nach innen und den Ball dann direkt auf Oblak, der seinen ersten Ball parieren muss.

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    Sechs Minuten gibt es noch obendrauf. Ein Tor wäre Malaga irgendwie noch gegönnt. 

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    Malaga bleibt bemüht. Doch nach einer abgewehrten Flanke von der rechten Seite rollt der Konter. Und Ramon muss den unaufhaltsamen Kang-In Lee über die Klinge springen lassen. Für das taktische Vergehen gibt es Gelb.  

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    Zwei hochkarätige Joker, zwei Traumtore: Da haben die Rojiblancos mit der Tiefe ihres Kaders mal die Muskeln spielen lassen. Am Ende wird es also doch ein erfolgreicher Start für Atletico Madrid werden. Weil Kang-In Lee und Alex Baena pure Qualität ins Spiel gebracht haben. 

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    Toooor! ATLETICO MADRID - FC Malaga 2:0. Da hat jemand bei einer Weltmeisterschaft Selbstvertrauen getankt. Was für ein Freistoß von Alex Baena! Die Entfernung ist groß, 30 Metern halblinks vor dem Tor, umso beeindruckender, mit wie viel Wucht die Kugel hinter der Mauer und unter der Latte einschlägt, nachdem sie die Mauer passiert hat. Herrero hat nicht den Hauch einer Chance.

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    Baena hat Platz, dribbelt aus dem Mittelfeld kommend gen Sechzehner zu, gibt die Kugel zu weit nach links, wird dann aber von Merino umgerammt und bekommt dafür den Freistoß aus 30 Metern halblinks vor dem Tor. 

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    Die Schlussphase läuft. Die kurze Trinkpause hat die Schlaufe wieder ein bisschen gelöst, Malaga konnte sich etwas vom Druck befreien. Und noch steht es hier nur 1:0. 

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    Im selben Wechselfenster wird Galilea ausgewechselt, damit Ramon Enriquez mitwirken kann. 

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    Dani Lorenzo muss das Spiel nach einem anstrengenden Zweikampf angeschlagen verlassen, schafft es aber selbstständig an die Seitenlinie. Eneko Jauregi ist neu dabei. 

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    Juan Cruz verpasst rechts im Sechzehner eine gute Gelegenheit auf den Torschuss, verliert den Ball stattdessen und stochert dann zu vehement nach, um die Chance irgendwie am Leben zu halten. Das misslingt. Für das Stürmerfoul gibt es stattdessen die Gelbe Karte.  

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    Der nächste Debütant bei Atletico Madrid heißt Morten Hjulmand. Der Sechser kommt für Rekordspieler Koke, der wie gewohnt mit Sprechchören von seinen Fans verabschiedet wird. 

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    Die Hydration Break hat der FC Malaga bitter nötig. Der Aufsteiger schwimmt gewaltig und gerät an seine Grenzen. Atletico stellt jetzt das Spitzenteam, das wir erwarten dürfen. 

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    Die Entscheidung naht. Die Ecke nach der tollen Herrero-Tat von links wird noch gerade so verteidigt. Die direkt darauf folgende köpft Hancko an die Unterkante der Latte. Und Dani Martinez bleibt mit seinem Nachschuss vier Meter vor dem Tor am Oberschenkel eines Gegenspielers hängen. 

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    Malaga hält jetzt nicht mehr Stand. Weil Kang-In Lee weiter aufdreht. Diesmal glänzt er als Vorlagengeber, verzögert im Zentrum erst kurz und spielt dann einen messerscharfen und gescheiten Pass genau links in den Strafraum und in den Fuß von Lookman. Der schießt schnell, schießt scharf und richtig gut. Doch die Parade von Herrero ist noch besser. Den kratzt er phänomenal raus. 

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    Kang-In Lee war 40 Millionen Euro teuer. Er hat die große Nummer 7 von Antoine Griezmann geerbt. Mit diesem Tor zeigt er direkt mal, dass er beidem würdig sein kann. Der Südkoreaner hat vom Fleck weg Schwung reingebracht. Und dass eine individuelle Leistung hier fürs Tor sorgt, überrascht auch nicht wirklich.

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    Bevor es weitergeht, wechselt Malaga: Jose Salinas, ein Neuzugang, ist neu dabei. Der auffällige Puga beendet seinen Dienst. 

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    Tooooor! ATLETICO MADRID - FC Malaga 1:0. Das Traumdebüt des Kang-In Lee! Mit einem wunderbaren Tor löst er hier den Knoten. An der rechten Außenlinie nimmt er einen Flankenwechsel von Hancko mit der Brust an. Dann zieht er wendig und schnell nach innen. Drei Gegenspieler gehen nicht ran und stehen sich dann auch noch selbst im Weg. Und der Schlenzer aus 16 Metern ins lange Eck passt dann haargenau. 

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    Vorlage Dávid Hancko

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    Carlos Dotor war dagegen eher unauffällig. Rafa Rodriguez hat die Chance, es besser zu machen. 

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    Zwei Wechsel beim FC Malaga: Juan Cruz kommt für den guten Joaquin. 

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    Auf der anderen Seite wird der nächste Abschluss des motiviert wirkenden Kang-In Lee geblockt. Und Hancko verfehlt mit seinem Kopfball das Tor. Wohlwollend Halbchancen, aber immerhin, die Abschlüsse häufen sich. 

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    Gerade, als man denkt, Atletico baut jetzt Dauerdruck auf, kann sich Malaga mit einem weiten Ball auf die linke Angriffsseite befreien. Dort ist für Chupe aber nicht mehr drin, als den Eckball rauszuholen, weil sein gewiefter Pass ins Zentrum geblockt wird. Und die Ecke versandet in einer unberührten Halbfeldflanke von Joaquin. 

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    Kang-In Lee führt sich gleich mal mit einem gefährlichen Fernschuss aus 30 Metern in seinem neuen Team ein, nachdem er den nächsten schwachen Abschlag von Herrero abgefangen hat. Malaga lädt Atletico jetzt mit massenhaften Fehlern ein. Der Schuss tickt einen Meter links am Tor vorbei. 

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    Und dann kommt auch Trainersohn und Vizeweltmeister Giuliano Simeone ins Spiel. Mendoza macht Feierabend. 

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    Mit Kang-In Lee kommt der erste Neuzugang zu seinem Pflichtspieldebüt. Carlos Martin geht runter. 

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    Das Spiel nimmt also Fahrt auf. Und Atletico wechselt viel Prominenz ein. Alex Baena spielt jetzt für Ortiz. 

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    Mendoza verzieht seinen Abschluss nicht, aber er scheitert an der guten Tat von Herrero. Malaga verliert auf der rechten Seite leichtfertig den Ball, der zu Barrios kommt, der direkt auf die andere Seite zu Mendoza verlagert. Der ist schon frei im Halbfeld des Sechzehners. Herrero verhindert den Einschlag im langen Eck mit einer starken Fußparade. 

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    Wieder so ein Ding. Ein Abschlag von Herrero verunglückt, Hancko ist dazwischen und gibt den Ball direkt wieder nach vorne zu Koke, der steckt für Lookman durch. Doch der schießt nicht, wird irgendwie noch von Recio verteidigt, stochert nach. Und am Ende ist es Carlos Martin, der den Abschluss aus 16 Metern deutlich verzieht. 

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    Über 65.000 Fans sind ins Metropolitano gekommen, sie müssen weiter Geduld beweisen, aber das sind die Anhänger von Atletico ja durchaus gewohnt. Der FC Malaga kann jetzt schon stolz aufs Comeback sein. Die Leistung des Aufsteigers ist ausgezeichnet. Mit ein bisschen Glück in den nächsten 40 Minuten ist sogar ein Sieg drin. 

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    Geht also genauso abwechslungsreich und unvorhersehbar weiter wie im ersten Durchgang. Und wenn jetzt noch die konkreten Torabschlüsse hinzukommen, kann das noch eine richtig spannende Angelegenheit werden. Bislang ist es ein Spiel der verpassten Torchancen. Also, im Sinne von bereits in der Entstehung verpasster Torchancen. 

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    Der Beginn gestaltet sich flott: Für Malaga tankt sich Puga mit viel Energie aus dem rechten Halbfeld in den Sechzehner, wird dort verteidigt, der Ball springt hoch, Chupe schießt und wird im letzten Moment von Llorente geblockt. Und auf der anderen Seite hebelt Koke einen aus dem Fußgelenk, an der Strafraumlinie abgewehrt, auf den Fuß von Lookman. Dessen Schuss aus 30 Metern kann Herrero sicher festhalten. 

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    Malaga unverändert. Weiter gehts. 

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    Jorge Dominguez hätte gut und gerne vom Platz fliegen können, jetzt nimmt Cholo Simeone ihn gewissermaßen aus freien Stücken raus. Und bringt mit Marcos Llorente den ersten seiner vier Weltmeister. 

    Keine großen Torszenen, geschweige denn Torchancen, trotzdem sehen wir ein schnelles und munteres Spiel zwischen dem Champions-League-Klub und dem Aufsteiger, das unerwartet offen und ausgeglichen ist. Stellenweise war Malaga sogar das bessere Team. Atletico war anzumerken, dass die Stars noch fehlen. Vielleicht muss da der eine oder andere erfolgreiche WM-Fahrer in der zweiten Halbzeit mehr helfen, als es Diego Simeone eingeplant hat. Die xGoals von 0,1 und 0,04 (4:2 Torschüsse) unterstreichen, wie schwer sich beide Klubs damit tun, sich Chancen herauszuspielen. 

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    Aber Standards schenken wir uns jetzt einfach. Zeitverschwendung. Halbzeit! 

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    Fieses Foul von Puga, der dem schnellen und auffälligen Ortiz von der Seite auf den Spann tritt. Das gibt nochmal Gelb und eine gute Freistoßposition für Atletico Madrid. 

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    Fast noch die Führung für Malaga. Doch eine geniale Doppelparade von Oblak hält das Spiel torlos. Und wenn nicht er, dann der unmittelbar nach der zweiten Parade folgende Abseitspfiff. Ein Treffer hätte nicht gezählt: Chupe stand vor seinem Schuss deutlich zu weit vorne. 

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    Oh, da hat Dominguez aber Glück, dass sein Debüt nicht zum Albtraum wird. Joaquin lässt einen Ball passieren, dreht sich dann um den jungen Verteidiger herum und wird klar von ihm umklammert und am Weiterlaufen gehindert. Ein taktisches Foul, für das es eigentlich Gelb und damit Gelb-Rot geben muss. Schiedsrichter Vega lässt Gnade walten. 

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    Vier Minuten Nachspielzeit werden angezeigt. 

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    Kurz vor der Pause gibt es nochmal eine Unterbrechung, weil Herrero zwar eine gefährliche Halbfeldflanke wegfängt, danach aber mit Rafita in seinen eigenen Mann rauscht. Es war leider notwendig, Carlos Martin hatte gelauert. Verteidiger wie Keeper brauchen einen Moment, ehe es weitergehen kann. 

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    Auf der anderen Seite wird ein gefährlicher Querpass von Mendoza nach dessen Dribbling geblockt. Die folgende Flanke von Carlos Martin von der rechten Seite hat es auch in sich. Und wird von Puga zur Ecke geköpft. Die wird wieder kurz ausgeführt. Und verpufft.  

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    Haariger Rückpass von Carlos Martin in Richtung Oblak, da prescht fast ein Malaga-Stürmer zwischen. Oblak klärt es aber mit Routine, die man nach 400 LaLiga-Spielen halt so hat. Trotzdem macht das längst einen ganz schön wackeligen Eindruck, den die Rojiblancos hier vermitteln. 

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    Während wir abschweifen, begeht Jungspund Jorge Dominguez, 16, jüngster LaLiga-Debütant im Trikot der Rojiblancos aller Zeiten, das taktische Foul gegen Joaquin. Und sieht in seinem ersten LaLiga-Spiel seine erste Gelbe Karte. 

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    Zu dem Anlass: Kleines Insiderwissen zu Alfonso Herrero gefälligst? Der Keeper ist gemeinsam mit seinem Verteidiger Galilea sowas wie der Kindergärtner. Beide sind mit 32 Jahren die mit Abstand ältesten Profis Malagas. Und Herrero hat 129 der letzten 130 Pflichtspiele seines Klubs in den vergangenen turbulenten Jahren bestritten. Der Mann kann Geschichten erzählen. 

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    Seit langer Zeit nochmal ein konkreter Abschluss: Mendoza schießt aus dem rechten Halbfeld direkt aufs Tor. Aber genau ins Zentrum, wo Herrero die Kugel mit den Fäusten nach vorne wegboxt. 

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    Malaga muckt weiter auf. Rafita dribbelt von der linken Seite ins Zentrum, verheddert sich fast, schießt, wird geblockt, Dani Lorenzo sichert aber den Abpraller, dann geht es ins Kleinklein, ins Gewühl, in den Sechzehner, wo Joaquin von halblinks schießt, erneut geblockt, nochmal nachgesetzt, das aber per Foul. Und Atetico übersteht die wuselige Szene schadlos. 

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    Aber jetzt erstmal: Hydration Break. In Deutschland ergießt sich endlich und lang ersehnt der Himmel. In Madrid sind es immer noch über 31 Grad. 

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    Ein chancenarmes Spiel also, aber kein ereignisloses. Und erstaunlich offen und ausgeglichen ist es auch. Malaga ist nach anfänglicher Nervosität voll drin im Geschehen und bietet erfolgreich Paroli. Atletico wird viel arbeiten müssen, um einen erfolgreichen Start zu erleben. 

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    Aber die Standards werden hergeschenkt. Koke legt zurück an den Strafraumrand, wo Mendoza schießt, aber direkt geblockt wird. Und auch die zweite Welle verpufft. Es bleibt ein Spiel ohne Torchancen. 

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    Wir hangeln uns die Standards entlang. Jetzt zockt Malaga im eigenen Strafraum, Rafita wagt es, bis er den Ball verliert. Barrios übernimmt und Galilea muss foulen. So gibts jetzt den Freistoß unweit der rechten Strafraumbegrenzung. 

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    Nein, überhaupt nicht. Auch Malaga entscheidet sich für eine kurze Ausführung. Verrennt sich dabei völlig. Und dann wird fernab des Balles auch noch ein Stürmerfoul begangen. Das war ein Schuss in den Ofen. 

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    Joaquin, nicht zu verwechseln mit der prominenten, aber pensionierten Betis-Legende, wird 40 Meter zentral vor dem gegnerischen Tor von Dominguez gelegt. Geht da was per Standard für den Aufsteiger? 

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    Die folgende Ecke wird dann kurz ausgeführt und in den Sechzehner gepasst. Das geht aber nach hinten los. Ballverlust, Gegenstoßgefahr. Barrios unterbindet mit gutem Tempo und Zweikampfverhalten in der Rückwärtsbewegung aber immerhin den Konter. 

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    Schön gemacht von Hancko und Barrios, die schnell und steil nach vorne passen und Dani Martinez auf dem linken Flügel freigespielt bekommen. Die Flanke geht an den langen Pfosten, wo Rafita mit dem Kopf zur Ecke klären muss, sonst nickt Carlos Martin den rein. 

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    Es war immerhin das dritte Foul im Spiel. Puga muss behandelt werden, scheint Schmerzen zu haben. Aber offenbar keine strukturellen Schäden. Weiter gehts. 

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    War das das erste Foul des Spiels? Hancko legt sich den Ball zu weit vor und steigt dann Puga von hinten auf den Spann. Das gibt gleich die erste Gelbe Karte der Partie. 

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    Malaga meldet sich mit einer langen Ballbesitzphase endgültig an, lässt Ball und Gegner laufen und bekommt auch das Pressing ausgehebelt. So kann Carlos Dotor noch im Mittelkreis startend auf die Abwehrkette zulaufen und den Ball rechts raus zu Puga geben. Der zieht auf und passt an den Strafraumrand zurück zu Larrubia. Der mit seinem Abschluss das Tor aber nicht trifft. 

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    Malaga ist aber auch ein Team, das zocken will, das ist gleich zu erkennen. Hinten reinstellen und verteidigen ist nicht deren Ding. So entwickelt sich eine schnelle und recht muntere Anfangsphase. Auch wenn die großen Szenen noch ausbleiben. 

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    Wenig später folgt auch der erste Abschluss. Ortiz setzt sich im Mittelfeld gegen Puga durch, wenn auch mit Hilfe des Ellbogens, das Spiel läuft weiter, Ortiz dribbelt auf den Sechzehner zu und spielt nach rechts raus zu Carlos Martin. Der schießt aus spitzem Winkel, schickt den Ball aber auf die Hintertortribüne. 

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    Entsprechend dominant tritt das von Vereinslegende Koke im Mittelfeld angeführte und angeleitete Team in den ersten Minuten auf. Die Spielanteile sind deutlich verteilt, die Angriffswellen rollen. Und Hancko bringt einen ersten gefährlichen Querpass von links im Strafraum ins Zentrum. Dort hat Lookman aber nicht richtig gelauert. 

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    Bei Atletico sind die WM-Fahrer also erstmal außen vor, trotzdem steht hier natürlich eine ausgebuffte und hoch erfahrene Topmannschaft auf dem Rasen. Allein die LaLiga-Einsätze von Koke (520) oder Oblak (400, elfter Keeper und erster aus dem Ausland, der das erreicht, Glückwunsch!) muss das junge Malaga-Team im Verbund erstmal erreichen. Es steht außer Frage, dass Atletico vor einer ersten Pflichtaufgabe steht. 

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    Mit acht Minuten einkalkulierter Verspätung pfeift Schiedsrichter Adrian Cordero Vega die Partie an. 

    Die vier Weltmeister haben den Rasen wieder verlassen, keiner von ihnen spielt von Anfang an, die Zeremonie ist beendet. Es folgt noch eine Gedenkminute für in Sommer verstorbene Atletico-Mitglieder. Und für die Erdbeben-Opfer in Kolumbien. 

    Durch diese Prozedur und Zeremonie verzögert sich der Anpfiff erheblich. Die beiden Teams zappeln seit fünf Minuten auf dem Rasen. Stört sich aber keiner dran. Ehre, wem Ehre gebührt. 

    Die zehn WM-Finalisten von Atletico haben wir angesprochen, vier von ihnen dürfen sich seit einem Monat Weltmeister nennen. Alex Baena, Marcos Llorente, Marc Pubill und Neuzugang Alejandro Grimaldo haben alle unterschiedliche Rollen für Spanien eingenommen, Champions sind sie alle gleichermaßen. Für sie wird ein Spalier gebildet, sie werden jeder individuell geehrt und die Nationalhymne wird gespielt. Weltmeistertrainer Luis de la Fuente ist auch anwesend. Und Ex-Atleti David Villa, legendärer Weltmeister von 2010, bringt sogar den WM-Pokal auf den Rasen. 

    Für die zeichnet in Malaga vor allem der eigene Nachwuchs verantwortlich: 14 Profis aus dem Kader genossen ihre Ausbildung in Andalusien, mit Chupe, David Larrubia und Adrian Nino sind die drei offensiven Aufstiegshelden jung, entwicklungsfähig und vielversprechend. Und auch die Rückendeckung seiner Fans hat der FC Malaga zurückgewonnen. Der Zuschauerschnitt in der 2. Liga war nirgendwo höher als an der Costa del Sol (über 25.000).

    Und damit zum Gegner. Und ein herzliches Welcome Back zum FC Malaga. Der einstmals finanzstarke Champions-League-Klub und -Viertelfinalist meldet sich nach acht Jahren in der Versenkung in Spaniens Beletage zurück. 2023/24 verbrachte Malaga sogar in der 3. Liga, dazu gab es Schulden, Haftstrafen, Insolvenzverwalter, schmuddelige Geschäftsleute aus Katar und vieles, vieles mehr. In Malaga lief es so drunter und drüber, das würde den Rahmen hier sprengen. Jetzt sind wir auf die sportliche Wiederauferstehung gespannt. 

    Einen großen Einschnitt verzeichnete Atletico Madrid natürlich auch durch das Ende der Ära von Antoine Griezmann, der sich in die USA verabschiedet hat und seine von Erfolg geprägte europäische Spitzenkarriere damit beendet hat. Auch Matteo Ruggeri, Nahuel Molina und Thiago Almada sind weg. Gute bis sehr gute Spieler, deren Verlust das Gleichgewicht bei Atletico aber nicht gefährden wird. Mit den Rojiblancos darf wie immer in allen Wettbewerben gerechnet werden. Auch wenn die Vorbereitung mit zwei Siegen gegen Getafe und Marseille bei zwei Niederlagen gegen die Manchester-Klubs mittelmäßig verlief. 

    Aber das übergreifende Thema der Sommerpause war definitiv der Verbleib oder Abgang von Superstar Julian Alvarez. Stand jetzt steht der argentinische Vizeweltmeister den Rojiblancos zur Verfügung, sein Flirt mit dem FC Barcelona war aber so deutlich, dass an seiner Hingabe für den Verein gezweifelt werden darf. Trotzdem wurde der Stürmer bislang nicht abgegeben, auch weil das Angebot noch nicht passte? Heute wird Alvarez noch nicht spielen, er ist nach der anstrengenden WM noch nicht wieder im Wettkampfmodus. Auch die aufgezählten hochrangigen Neuzugänge sitzen erstmal nur auf der Bank. 

    Und damit zum Hier und Jetzt. Was ist passiert bei Atletico Madrid in dieser Sommerpause, außer dass Diego Simeone seinem argentinischen Sohnemann Giuliano in den USA hinterhergereist ist und Edelfan auf den Tribünen der Staaten bis zum verlorenen Finale in East Ruthersford war? Mit Alex Grimaldo, Kang-in Lee, Morten Hjulmand und Cristian Romereo haben die Rojiblancos ordentlich aufgerüstet, alle vier Neuzugänge haben das Potenzial, direkt einzuschlagen. Und bei den Abgängen hält die eine Personalie in Atem, bei der noch gar nichts passiert ist. 

    Damit geht Atletico einen anderen Weg als etwa Real Madrid oder der FC Barcelona, die erst in einer Woche in LaLiga starten. Das verschafft den Konkurrenten mehr Vorbereitungszeit, aber auch eine frühe erste Englische Woche. Der Saisonstart von Atletico Madrid ist durch den früheren Auftakt deutlich entzerrter. Welche Version am Ende erfolgreicher sein wird, werden erst die Zeit und die Ergebnisse zeigen.

    Der halbgare Saisonstart von LaLiga ist nicht ganz durchschaubar. Auf dem Spielerbogen des WM-Finals am 19. Juli zwischen Argentinien und Weltmeister Spanien standen so viele Profis aus dem iberischen Fußball-Oberhaus, dass Einfallsreichtum gefragt war. 21 Tage Urlaub sollte den Finalisten schließlich garantiert werden. Jeder Klub, der auch nur mit einem Finalspieler betroffen war, konnte sich so die Ansetzung für sein erstes Spiel quasi selbst aussuchen. Und Atletico Madrid, stolzer Verein von zehn WM-Finalisten, wählte den heutigen Mittwoch. 

    Der FC Malaga macht sein erstes Erstligaspiel seit neun Jahren. 2017/18 ging es als Tabellenletzter runter. Heute und nach der erfolgreichen Aufstiegs-Relegation gegen UD Almeria ist das Team gespickt mit Eigengewächsen und vielversprechenden Talenten. Die Trainer Juan Funes, der zuvor für die Nachwuchsmannschaft verantwortlich war, hochgezogen und aufgebaut hat. 

    So beginnt der FC Malaga: Herrero - Puga, Recio, Galilea, Rafita - Larrubia, Dani Lorenzo, Merino, Joaquin - Chupe, Carlos Dotor. 

    Mit zehn WM-Finalisten, dazu später mehr, war kaum ein Team personell so involviert beim Endspiel wie Atletico Madrid. Und das macht sich auf den Tag genau einen Monat nach dem 1:0-Erfolg der Spanier gegen Argentinien auch in der Startaufstellung von Trainer-Urgestein Diego Simeone bemerkbar. Alex Baena, die Neuzugänge Grimaldo und Romero, Marc Pubill, Giuliano Simeone, natürlich Superstar Julian Alvarez und Co.: Keiner von ihnen ist bereit für die Startelf. Dort steht stattdessen unter anderem mit Jorge Dominguez ein 16-jähriges unbeschriebenes Blatt. 

    So spielt Atletico Madrid: Oblak - Dominguez, Le Normand, Hancko, Dani Martinez - Martin, Koke, Barrios, Mendoza - Ortiz, Lookman. 

    Herzlich willkommen in LaLiga zur Begegnung des 1. Spieltages zwischen Atletico Madrid und dem FC Malaga.

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