SV Elversberg - 1. FSV Mainz 05; Bundesliga
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SV Elversberg - 1. FSV Mainz 05. Bundesliga.
Waldstadion an der Kaiserlinde.
SV Elversberg 4
- F Keidel ()
- F Onyeka ()
- M Krattenmacher ()
- C Campbell ()
1. FSV Mainz 05 1
- B Hollerbach ()
- S Posch (s/o )
Das wars von dieser Stelle für heute aus dem Oberhaus. Morgen melden wir uns dann wieder. Unter anderem mit dem Duell Leverkusen vs. Stuttgart. RB spielt auf Schalke. Und im Abendspiel kommts dann zum Gipfeltreffen Bayern vs. BVB. Bis dahin und noch einen schönen Abend.
Und so gehts weiter: Nächsten Samstagnachmittag hat der FSV wieder ein Heimspiel, zu Gast sind dann die Bayern. Da haben es die Saarländer im Vergleich ja geradezu einfach: In einem Parallelspiel trifft die SVE auf den BVB.
Die Mainzer werden sich Gedanken machen müssen, wenn die drei besten Chancen durch Zentner eingeleitet werden mussten. Da liegt spielerisch einiges im Argen. Durch den Dreier verbessert sich die SVE zumindest vorläufig auf Platz 5, die Mainzer büßen einen Platz ein, sind aktuell Achter, könnten morgen aber noch ein wenig durchgereicht werden.
Elversberg ist nach zwei Niederlagen zurück in der Spur, Mainz durchlebt eine kleine Formkrise, gibt erstmals diese Saison auswärts Punkte ab. Hocheffiziente Elversberger führten nach 45 Minuten 3:0 - damit war die Begegnung nach der ersten Hälfte praktisch entschieden. Mainz fand keine Mittel, Kristof im Elversberger Tor ernsthaft zu fordern. Erst mit Königsdörffers Einwechslung begannen die Gäste, Torgefahr auszustrahlen.
Tatsächlich, der Platzverweis war die letzte Aktion der Partie. Stegemann pfeift ab.
Rote Karte
Noch ein Stempel von Stefan Posch, der bereits verwarnt war. Das gibt erneut Gelb. Und muss nun Sekunden vor Schluss vorzeitig runter.
Tor
Tooor! Elversberg - MAINZ 4:1. Im direkten Gegenzug treffen die Mainzer. Langer Ball Zentner halbrechts in die Spitze, gerade noch so vor der Grundlinie kann Becker übernehmen, spielt zum kurzen Pfosten, Caci scheitert, aber der Abpraller trifft Hollerbach, der halb unfreiwillig abstaubt.
Tor
Tooor! ELVERSBERG - Mainz 4:0. Alter Schwede. Oder sagen wir besser, alter Amerikaner. Haut der in der 90. Minute noch einmal so ein Ding raus. Elversberg läuft den Strafraum zentral an. Campbell treibt den Ball, setzt kurz vor dem Strafraum auf links Mickelson ein. Der macht vier Meter, bringt den Ball dann in Brusthöhe zurück auf Campbell. Der nimmt den Ball mit der Brust an, und als die Kugel runterkommt, trifft er höchst spektakulär per Seitfallzieher ins linke untere Eck. Tor des Tages.
Vorlage
Vorlage Nicholas Mickelson
Nach einem hohen Ballgewinn kommen die Mainzer endlich mal hinter die Elversberger Kette, weil Caci aber dann zu nah ans Tor flankt, wird aus dem Ballgewinn jedoch nicht mehr.
Auswechslung
Und Raif Adam kommt für Lukas Petkov.
Auswechslung
Und bei der nächsten Unterbrechung wechselt die SVE nochmal doppelt. David Mokwa geht für Luca Schnellbacher.
Auswechslung
Bei Mainz kommt nun Eric Martel für Kaishu Sano.
Keidel führt den Freistoß aus, vom rechten Strafraumeck flach innen an der Mauer vorbei - genau in die Arme von Zentner. Das haben wir heute auch schon besser gesehen. Vermutlich spekulierte der Elversberger darauf, dass der Mainzer spekulieren würde. Doch fantasielos hielt Zentner einfach seine Position.
Gelbe Karte
Nochmal ein Freistoß für die SVE, für ein Foul kurz vor dem Strafraum am durchbrechenden Campbell kassiert Posch zusätzlich Gelb.
Bezeichnend irgendwie, wie die beiden Chancen von Königsdörffer zustande kam. Beides waren Zuspiele von Zentner.
Sonderlich hochklassig ist die zweite Hälfte nicht, wenn man nicht drauf steht, Mainz beim Mäusemelken zu beobachten.
Der Standard bringt die Mainzer auch nicht weiter. Zeigt aber doch auch schon wieder, dass Königsdörffer für die Offensiveder Gäste durchaus eine Alternative ist. Der hat viele auffällige Szenen in seiner kurzen Einsatzzeit.
Königsdörffer holt im linken Halbfeld einen Freistoß für den FSV heraus. Auf die Schnelligkeit des neuen Mainzer Angreifers sind die Elversberger noch nicht so richtig eingestellt.
Mainz bemüht, Caci macht auf der rechten Seite Meter, treibt den Ball weit in die gegnerische Hälfte, flankt von der Seitenlinie und Königsdörffer ... kann den Ball nicht drücken. Per Kopf knapp über die Latte. Auf jeden Fall hat DIESER Wechsel für frischen Wind bei den Mainzern gesorgt.
Auswechslung
Doppelwechsel bei der SVE: Francis Onyeka hat Feierabend, Dienstantritt Frederik Schmahl.
Auswechslung
Und der schnelle Cole Campbell kommt für Maurice Krattenmache.
Urs Fischer hat zu dieser Szene irgendwas gesagt haben. Genug, um ebenfalls verwarnt zu werden. Stegemann macht zusätzliche Meter zur Mainzer Bank.
Gelbe Karte
Diese Variante kennen wir schon. Zentner mit dem langen Schlag, Ransford Königsdörffer startet wieder durch. Frei vor Kristof ... doch der ist einen Schritt schneller. Königdörffer zieht so halb durch und wird verwarnt, während Kristof behandelt werden muss.
Eben gabs die Bilder von der Abseitsposition von Königsdörffer. Das war nix für eine Lupe, das war was fürs Mikroskop.
Da ist so eine Umschaltaktion: Langer Ball in die Spitze und Mokwa startet, Potulski kann ihn noch verfolgen, aber der Angreifer hat klare Schnelligkeitsvorteile. Potulski klammert, zerrt, doch der Elversberger bleibt auf den Beinen - lässt er sich fallen, gibts Rot, keine Frage. Den Flachschuss aus 15 Metern kann Zentner etwas glücklich parieren.
So dürfen wir hier weiter den fahrigen Bemühungen der Gäste zuschauen, sich zurück ins Spiel zu arbeiten. Die Elversberger dagegen verteidigen solide und vielleicht fällt noch ein Konter vom Laster.
Das war schon ein kleines bisschen Pech für die Gäste. Geht der Treffer von Königsdörffer durch, hätte man vielleicht noch einmal hoffen können. So heißts jetzt einfach weiter Steineklopfen.
Auswechslung
Erster Wechsel bei der SVE, für Lasse Günther kommt Nicholas Mickelson rein.
Muss eine Millimeterentscheidung gewesen sein. Über die Stadionanlage verkündet Stegemann das Urteil, Königsdörffer war aus dem Abseits gestartet.
Die Ecke der Mainzer wird zunächst geklärt, bleibt aber in den Mainzer Reihen. Wird rausgeschlagen und landet bei Zentner. Die Elversberger laufen hinten raus, mit gegenläufiger Bewegung startet Königsdörffer, nimmt den Ball gut mit und überlupft Kristof - die Mainzer jubeln. Doch der Treffer wird vom VAR überprüft.
Weitere Folgen hat dieser Standard zunächst nicht ...
Erste Aktion von Hollerbach. Er wird von der linken Grundlinie bedient und erarbeitet im Elversberger Strafraum eine Ecke.
Auswechslung
Und Silvan Widmer kommt für Phillipp Mwen.
Auswechslung
Anstelle von Phillip Tietz spielt nun Ransford Königsdörffer.
Auswechslung
Paul Nebel wird durch Lennard Maloney ersetzt.
Auswechslung
Fischer hatte seiner Startelf noch eine Chance geben wollen. Nutzen konnte die diese nicht. Also kommen jetzt die ersten Wechsel. Gleich vier an der Zahl. Das ist deutlich. Nadiem Amiri weicht für Benedict Hollerbach.
Günther und Krattenmacher kombinieren sich nun schön über die linke Seite in die Tiefe, der Ball kommt vors Strafraumzentrum, wo Keidel in guter Schussposition geblockt wird. Nach dessen Freistoß lässt man ihn aus solchen Positionen besser nicht frei zum Schuss kommen.
Dabei ist Elversberg jetzt sehr stark darauf bedacht, das Spiel zu kontrollieren, mit vielen Pässen den Mainzer Druck rauszunehmen. Das gelingt leidlich, gefällt Wagner am Spielfeldrand gar nicht. Der wirkt ein bisschen ungehalten mit seinen Gesten.
Viele kleine, hektische Zweikämpfe, wenn Raumgewinn gerade für beide Teams, die sich zu sehr verzetteln. Ein Comeback des FSV wird so scheinbar im Keim erstickt.
Freistoß Mainz aus dem zentralen Halbfeld, das Netz zappelt, aber nur, weil Potulski Kristof ins Tor gecheckt hat. Der Ball von Amiri war nicht schlecht, aber ein kontrollierter Abschluss kam wieder nicht zustande.
Wow, Mainz versucht, sich spielerisch aus dem Pressing zu lösen und die Geschichte endet mit einem Notpass ins Seitenaus. Da ist auch eine gewisse Verunsicherung zu spüren.
Mwene holt auf der linken Außenbahn einen Freistoß heraus. Die Hereingabe kommt gut, Amiri führt den Freistoß aus, findet am Torraum Tietz, der aber keinen Druck hinter den Kopfball bekommt und genau auf Kristof köpft. Theoretisch war das eine richtig gute Möglichkeit der Mainzer, die aber zu wenig draus machten.
Viele Unterbrechungen so kurz nach Wiederbeginn. Kaum Spielfluss, den Elversbergern kanns recht sein.
Vier Minuten sind wieder gespielt, schon zwei Mainzer Fouls gabs. Da hat sich was an der Einstellung geändert.
Gerade spielt Mainz so, wie Elversberg anfing. Ballbesitz in der eigenen Hälfte. Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden.
Auf Wechsel haben beide Trainer verzichtet, zumindest in einem Fall wundert das vielleicht ein wenig.
Die SVE war das einzige Team in der oberen Tabellenhälfte mit einem negativen Torverhältnis. Das war vor dem Spiel. Mittlerweile ist die Tordifferenz ausgeglichen. Wenns so weitergeht, hat am Ende Elversberg ein positives Torverhältnis und die Mainzer stehen im Minus. Auch das Torverhältnis der Gäste ist nämlich mittlerweile ausgeglichen.
Die Partie läuft wieder.
Und zurück zum Thema Effizienz: Da schauen wir einfach mal auf die xG-Werte. Elversberg 0,55. Mainz 0,13. Ist schon eine Leistung, mit einem solchen xG-Wert drei Treffer aufweisen zu können. Die Gastgeber profitieren hier eigentlich von den Mainzer Fehlern. Da stimmt viel nicht in der Zuordnung, viele, leichte Ballverluste. Elversberg spielt hier nicht die Sterne vom Himmel, aber gegen diese Mainzer scheint das völlig zu reichen.
Während die Mainzer noch ihre Pokalwunden lecken, ist die SVE längst zu neuen Zielen unterwegs. Die Mainzer begannen verhalten, fast passiv. Und lagen schnell 0:1 zurück. Und als die Gäste langsam aufwachten, wurden sie gleich eiskalt ausgekontert. Und als Sahnehäubchen gabs noch in der Nachspielzeit das 3:0 nach einer Ecke. Der Weg der Mainzer zurück ins Spiel, er wird ein weiter sein.
Da behaupte noch einer, in einer Minute Nachspielzeit kann eh nix passieren. Pause.
Tor
Tooor! ELVERSBERG - Mainz 3:0. Krattenmacher nicht im Spiel? Denkste. Ecke von der linken Seite durch Keidel, Zentner trifft die Hereingabe nur leicht mit den Fäusten, der Ball kommt halbrechts im Strafraum runter. Krattenmacher erläuft ihn, scheint auf dem Weg aus dem Strafraum. Dreht sich aber dann auf dem Bierdeckel zwischen den ihn anlaufenden Nebel und Becker durch und schlenzt gaaaanz überlegt ins lange Eck. Für den FSV kündigt sich ein Debakel an.
Langsam wird Elversberg wieder aktiver. Holt noch eine Ecke heraus. Derweil wird die Nachspielzeit angezeigt, 60 Sekunden.
Vor allem Onyeka und Mokwa sorgen für ganz schön Aufregung in der Mainzer Deckung, die beiden Außen, Krattenmacher und Petkov, die sind noch nicht richtig im Spiel. Weil halt bei der SVE auch viel durchs Zentrum geht.
Nun gut, beim Ballbesitz sind die Teams kurz vor der Pause gleichauf, demnächst wird Mainz die SVE überholen. Doch wirklich viel bringt der vermehrte Ballbesitz kaum. Dem Aufbauspiel gerade im Angriffsdrittel fehlt das Tempo, für die SVE häufen sich die Umschaltsituationen. Wenn die noch ordentlich zu Ende gespielt werden, kann das noch übel enden.
Und Mainz? Beim HSV gewonnen, in Gladbach gewonnen, auf Schalke gewonnen. Doch Elversberg ist eine andere Nummer.
Auch die Zahlen belegen, dass Mainz nun besser im Spiel ist. Beim Ballbesitz, der nach 15 Minuten noch deutlich auseinanderlag, sind die Teams mittlerweile gleichauf.
Während also die Standards der Elversberger durchaus immer im Einzelnen erwähnenswert sind, haben die der Mainzer noch Luft nach oben.
Wieder führt Keidel aus, diesmal steht die Mauer besser. Keidel schlenzt aufs rechte Kreuzeck. Der Ball fliegt 30 Zentimeter drüber. Und Zentner war auch im bedrohten Eck. Keine Gefahr.
Gelbe Karte
Diesmal entwickelt sich aus dem Standard der Gäste ein Konter. Über zwei Stationen landet der Ball zentral vor dem Strafraum bei Onyeka, der sofort startet, ins Dribbling geht, von da Costa zu Fall gebracht wird. In einer Position, aus der Keidel heute schon getroffen hat. Und da Costa wird verwarnt.
Zumindest sind die Mainzer jetzt bemüht, dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken. Das Spielgeschehen hat sich fast völlig in die Elversberger Hälfte verlagert. Und ein Standard nach dem anderen fliegt in die Arme von Kristof.
Amiri führt von rechts die Ecke aus, wieder ist Posch mit dem Kopf da. Diesmal stimmt auch die Richtung, nicht die Schärfe. Am langen Pfosten kann Kristof den Ball locker aufnehmen.
Freistoß für den FSV von der linken Seite des Strafraums, Höhe Elfmeterpunkt. Amiri führt direkt aus und Kristof faustet den Ball aus der Gefahrenzone. Die Gäste erobern sich in der Folgezeit ein paar weitere Standards, setzen sich gerade etwas fest.
Funfact: Die SVE hat einen xG-Wert von 0,28 und führt 2:0. Das ist eine neue Eskalationsstufe in Sachen Effizienz.
Tor
Tooor! ELVERSBERG - Mainz 2:0. Und dann das. Langsam gewinnt Mainz das Gleichgewicht. Und wird ausgekontert. Ballgewinn von Mokwa an der Mittellinie rechts aus. Der Angreifer driftet sofort in vollem Tempo ins Zentrum, legt auf Onyeka, der sich von Nebel einfach nicht aus dem Gleichgewicht bringen lässt. Den Ball stark behauptet und während des Laufduells halblinks im Strafraum unverhofft flach abschließt. Zentner hatte wohl in der Situation überhaupt nicht mit einem Abschluss gerechnet. Taucht zu spät ab und sieht nur noch, wie der Schuss einschlägt.
Vorlage
Vorlage David Mokwa
Langsam kommen die Mainzer besser ins Spiel, von Abschlüsse, geschweige denn gefährlichen, kann noch keine Rede sein. Aber die Gäste gewinnen an Sicherheit und können das Spiel besser nach Elversberg verlegen.
Langsam schieben die Mainzer nach vorne, das reicht dazu, dass Mwene immerhin einen weiteren Eckstoß für die Gäste herausholen kann. Die Hereingabe von links wird sofort geklärt, der lange Schlag in die Mainzer Hälfte wird von Zentner gesichert.
Den anschließenden Standard können wir uns schenken.
Eckballgeschenk, Rückpass auf Zentner. Und der holt aus für den langen Schlag. UNMITTELBAR vor dem Fuß springt der Ball aufgrund einer Unebenheit im Rasen hoch und Zentner tritt am Ball vorbei. Wäre dieser Rückpass einen Tick zentraler gekommen, hätte es der Treffer wahrscheinlich in jede Nachrichtensendung gepasst.
Im Mainzer Aufbau ist der Zufall ein wichtiger Faktor, der Ball kommt meist doch irgendwie unkontrolliert ins Angriffsdrittel, richtig Kontrolle ist da selten in der Mischung. Das lässt sich einfach verteidigen. Und macht es alles andere als attraktiv.
Die Mainzer stören den Spielaufbau der SVE verhältnismäßig spät. Erst etwas in der Mittellinie werden die Räume enger.
Dann die Ecke. Von der rechten Seite von Amiri ausgeführt - tatsächlich kommt in Bedrängnis auch ein Teamkollege an den Ball. Doch aufs Tor kommt der Kopfball von Posch nicht. Immerhin - der erste Abschluss.
Jetzt kommen die Mainzer mal über die rechte Seite in die Tiefe, Caci hat da viel Platz, bringt den Flachpass ins Zentrum jedoch nicht durch, der von einem Abwehrspieler am kurzen Pfosten zur Ecke geklärt wird.
Elversberg dominiert diese Anfangsphase - fast nach Belieben. Mainz tut sich schwer im Aufbau und kommt kaum aus der eigenen Hälfte. Nicht von ungefähr liegt die SVE bei fast 75 Prozent Ballbesitz.
Die SVE kommt nach einem Steckpass links im Strafraum über Mokwa, der ist bereits hinter der Kette und will dann durch den Torraum querlegen, am langen Pfosten ist Petkov eingelaufen. Der Pass kommt so, dass Zentner nicht dazwischengehen kann, aber dahinter hat Mwene aufgepasst, der den Ball am eigenen Tor vorbeibugsiert.
Wer auf eine schnelle Antwort der Mainzer wartet, sieht sich zunächst enttäuscht. Stattdessen will die SVE das Eisen schmieden ...
Und noch ein bisschen mehr Statistik: Die Mainzer sind Langschläfer. Das war bereits der sechste Gegentreffer für den FSV in der Anfangsviertelstunde - mehr als alle anderen Bundesligisten.
Optimaler Start also für die SVE, für Keidel ist es das zweite Saisontor. Schon gegen Gladbach war er erfolgreich.
Tor
Tooor! ELVERSBERG - Mainz 1:0. Gefährlich? Aber wie! Vom Torwart ausgesehen, liegt der Ball etwas nach links versetzt vom Elfmeterpunkt. Zentner stellt die Mauer recht mittig, so dass sie ihm optimal die Sicht verstellt. Keidel nutzt das aus, schlenzt den Ball rechts - jetzt aus seiner Sicht - an der Mauer vorbei in Mauereck. Zentner fliegt zu spät, der Ball schlägt halbhoch neben dem Pfosten ein.
Auf der Gegenseite könnte es dafür erstmals interessant werden, weil die Gastgeber einen Freistoß zugesprochen bekommen. Zentral, 20 Meter. Gefährlich.
Als die Mainzer in Ballbesitz kommen - der Freistoß verpuffte übrigens ganz einfach, gehts über links und Mwene, der dem Steckpass auf Becker aber viel zu viel mitgibt. Der kommt ungefährlich bis zu Kristof durch.
Gelbe Karte
Als es dann über die rechte Seite bei der SVE in die Spitze geht, bringt Phillipp Mwene vor dem Strafraumeck Petkov zu Fall. Und Stegemann zückt sofort Gelb. Damit setzt er die Messlatte ganz schön hoch.
Und das zieht sich. Nach ZWEI Minuten wird der Ball in die Nähe der Mittellinie geschleppt, die aber nur kurz überschritten wird.
Es geht hier eher geruhsam los. Elversberg hält den Ball in den eigenen Reihen, in der eigenen Hälfte. Dabei wird Kristof ausführlich ins Passspiel einbezogen.
Sascha Stegemann pfeift an der Kaiserlinde an.
Letztlich stellt sich die Frage, wer das Pokalaus besser verdaut hat. Als Bundesligisten gingen beide favorisiert in die Spiele. Während der FSV jedoch in Bochum ziemlich enttäuschte, kann die Niederlage der SVE durchaus als etwas unglücklich bezeichnet werden. Vielleicht fühlten sich die Saarländer da schon zu sicher? Wir werden sehen ...
Und in dieser Situation kommen die Mainzer. Das beste Auswärtsteam der Liga. Auswärts erfolgreicher als die Bayern (mit einem Auswärtsspiel weniger allerdings) und der BVB. Ein Status, der im DFB-Pokal unter der Woche in Bochum jedoch nur bedingt hilfreich war. Die SVE sollte jedoch gewarnt sein: Der FSV hat 90 (!) Prozent seiner Punkte in dieser Spielzeit auswärts geholt.
Sehen wir von dem Stolperer in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Darmstadt mal ab, kann man bei der SVE bisher im dem Verlauf der Saison vollauf zufrieden sein. Der Aufsteiger hat sich im Mittelfeld festgebissen. Inklusive der Pokalbegegnung gabs aber zuletzt zwei Niederlagen am Stück. Die Flitterwochen sind vorbei.
Der Achte hat den Siebten zu Gast. Beide Teams stehen vor dem Sprung auf einen internationalen Startplatz, gelingen kann das heute Abend nur einem beider Teams. Und ein Dreier ist die Voraussetzung. Außerdem haben beide Teams was zu verarbeiten. Sie schieden unter der Woche im DFB-Pokal aus, zogen dabei gegen Zweitligisten den Kürzeren.
Beim 0:2 in Bochum stand noch Schwolow im Tor, heute kehrt Zentner zurück. Die Abwehr bleibt unverändert. Doch im Mittelfeld starten Caci und Amiri - im Pokal fehlte er verletzt - für Widmer und Lee.
Der FSV Mainz plant mit dieser Aufstellung: Zentner - da Costa, Posch, Potulski - Caci, Sano, Mwene, Nebel, Amiri - Tietz, Becker.
Beim 0:2 gegen Darmstadt standen Le Joncour, Futkeu, Conde und Schmahl sowie Campbell noch in der Startelf. Nach der Niederlage nimmt Vincent Wagner stolze fünf Wechsel vor. Mokaw, Krattenmacher, Rohr, Keidel und Onyeka dürfen beginnen.
So spielt die SVE: Kristof - Sirch, Pinckert, Rohr, Günther - Keidel, Poreba, Petkov, Onyeka, Krattenmacher - Mokwa.
Duell der Tabellennachbarn, Duell der Enttäuschten. Der 8. Spieltag startet am Freitagabend mit einem Duell aus der Nähe zu den internationalen Startplätzen. Wer behält das bessere Ende für sich. Wir schauen auf die Formationen ...
Herzlich willkommen in der Bundesliga zur Begegnung des 8. Spieltages zwischen der SV 07 Elversberg und dem FSV Mainz 05.