Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg; 2. Bundesliga
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Karlsruher SC - 1. FC Nürnberg. 2. Bundesliga.
BBBank Wildpark.
Das war es also von diesem Spiel. Heute Abend ist noch die bislang makellose Hertha in Dresden zu Gast (20:30 Uhr). Viel Spaß dabei!
Nun müssen wir also drei Wochen lang auf Zweitligafußball dieser beiden Klubs verzichten, am 10. Oktober steht für Nürnberg dann am Samstagabend das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg an. Karlsruhe ist einen Tag später beim FC St. Pauli zu Gast.
Damit meldet sich der FCN an der Tabellenspitze zurück und verdrängt die Hertha vorerst auf Platz 2. Der Club bleibt ungeschlagen und steht nun bei starken 16 Punkten aus sechs Spielen. Karlsruhe bleibt zum fünften Mal in Folge sieglos und ist Zwölfter.
Der FCN kann also auch Arbeitssieg. Im ersten Durchgang dominierten die Franken noch nach Belieben und nutzten eine ihrer wenigen Torchancen zur Führung durch Italiens Nationalspieler Zoma. Nach der Pause ging es zunächst so weiter, wobei Nürnberg nur selten zu klaren Torchancen kam (7:9 Torschüsse am Ende). Nach dem überraschenden Abseitstor der Karlsruher änderte sich die Partie, der KSC kam immer besser rein und sorgte für etwas Nervosität beim FCN. Immer wieder rannten die Karlsruher an, wobei auch hier die ganz klaren Möglichkeiten fehlten. Am Ende siegt der FCN aufgrund der starken ersten Hälfte verdient.
Schluss in Karlsruhe! Der Club gewinnt mit 1:0.
Plötzlich hat Ghrieb die Entscheidung auf dem Fuß! Der Club macht es nach einem Ballgewinn schnell, Ghrieb bekommt zentral vor dem Sechzehner die Kugel und verzögert dann mehrmals. Er wartet etwas zu lang, sein Schuss aus 15 Metern wird dann abgefälscht und aufgesammelt.
Die Zeit rennt dem KSC davon, der Club hat wieder Ballbesitz, weil Fukuda in dieser Szene im Abseits steht. 90 Sekunden bleiben noch, wobei noch etwas nachgespielt werden wollte aufgrund der Wechsel.
Drei Minuten werden nachgespielt!
Auswechslung
... und Torschütze Mohamed Ali Zoma verlässt das Feld für Rayan Ghrieb.
Auswechslung
Klose dreht noch etwas Uhr und nutzt seine letzten Wechsel aus: Sigurd Haugen ersetzt Piet Scobel ...
Nürnberg schafft es weiterhin nicht, den Ball mal vorne zu parken. Zu schnell ist die Kugel derzeit wieder weg, auf der anderen Seite kommt Karlsruhe aber nicht zu klaren Abschlussaktionen. Ein paar Minuten bleiben noch.
Auswechslung
Karlsruhe wechselt vor der Ausführung einer Ecke nochmal und bringt Santeri Väänänen für Danyal Zor.
Der KSC will nun eine Druckphase starten und drängt den FCN in dessen Hälfte. Der Club kommt kaum noch nach vorne, die Konter werden schnell gestoppt. Wanitzek hat mal etwas Platz, schießt aber nur seinen Mitspieler an.
Wir befinden uns bereits in der Schlussphase, Nürnberg tut sich mittlerweile im Vorwärtsgang schwer. Lubach taucht zwar links in der Box auf, rennt sich dann aber fest. Der Club wartet seit rund 20 Minuten auf einen Abschluss.
Auswechslung
So ist es: Fynn Otto muss das Feld verlassen, Kristian Mandic kommt für ihn.
Die Partie ist unterbrochen, weil Nürnbergs Otto von einem Krampf geplagt wird. Der Innenverteidiger wird behandelt, die Karlsruher holen sich derweil neue Anweisungen von Trainer Senft ab. Otto kann wohl nicht weiterspielen.
Karlsruhe ist nun richtig gut drin im Spiel, Nürnberg wirkt etwas beeindruckt und kann nicht mehr sein Ballbesitzspiel aufziehen. Früher oder später wird der Club aber Räume zum Kontern bekommen, schnelle Spieler hätten sie ja.
Gelbe Karte
Eichinger meldet sich direkt mit einer Gelben Karte im Spiel an, er foult erst Zoma und meckert dann lautstark.
Auswechslung
... zudem weicht Viktor Bergh für Noel Eichinger.
Auswechslung
Auch der KSC bringt frisches Personal mit Heliton für Christoph Kobald ...
Auswechslung
... und William Böving ist für Julian Justvan neu dabei.
Auswechslung
Der Club reagiert auf das stärker werdende Karlsruhe und wechselt doppelt: Rafael Lubach kommt für Finn Becker ...
Gelbe Karte
Markhiyev, in der vergangenen Saison noch zwölf Gelbe Karten gesammelt, sieht nun seine erste der Saison für ein taktisches Foul an Ponente-Ramirez.
Da hat der FCN großes Glück, das hätte der überraschende Ausgleich sein können. Nürnberg sollte also gewarnt sein, dass bei aller Dominanz ein Sieg hier noch nicht eingetütet ist.
Der Ball liegt im Netz der Nürnberger, aber sofort ist die Fahne oben! Der Club bekommt die Kugel vor dem Strafraum nicht geklärt, Pinto Pedrosa kann dann aus 20 Metern abschließen. Der halbhohe Versuch fliegt aufs rechte Eck, Reichert ist dran, kann aber den Einschlag nicht verhindern. Da sieht er nicht gut aus. Aber: Im Vorfeld gab es eine Abseitsposition, die der VAR jetzt bestätigt.
Bei einer Ecke von links bekommt Becker den Ball am rechten Fünfereck, der dann mit der Hacke abschließt. Anders ist es für Becker nicht möglich, ein Karlsruher blockt ab.
Noch ist unklar, wie Karlsruhe in dieses Spiel finden könnte. Nürnberg lässt Ball und Gegner laufen, ohne dabei konsequent in den Strafraum zu gehen. Der einzige Kritikpunkt am heutigen Spiel bei den Nürnbergern, das 2:0 liegt ebenfalls nicht in der Luft.
Karlsruhe macht das Zentrum dicht und dennoch versuchen es die Gäste nur selten konsequent über die Außen. Immer wieder haben Janisch oder Porstner etwas Platz, aber sie spielen die Angriffe dann doch nochmal hinten herum. In anderen Worten: Aktuell passiert nur wenig.
Nürnberg hat auch nach der Pause 73 Prozent Ballbesitz, die Gäste haben hier alles unter Kontrolle. Dennoch steht es nur 1:0, zu sicher fühlen sollten sich die Gäste also nicht. Der Club arbeitet am zweiten Treffer, von einem Chancenfeuerwerk können wir aber bei weitem nicht sprechen.
Eine Flanke von Zoma wird per Kopf vor die Füße von Janisch geklärt, der die Kugel direkt aus der Luft nimmt. Er trifft sie nicht sauber, Karlsruhe kann im Verbund doch noch klären. Schnell ist der Ball aber wieder in Nürnberger Reihen.
Grundsätzlich bleibt Nürnberg aber die Mannschaft mit klar mehr Ballbesitz. Zoma wird wieder links angespielt und sucht dann Scobel im Zentrum, dessen Direktabnahme jedoch in die zweite Etage fliegt.
Nürnberg startet einen guten Angriff, dann nimmt aber Scobel Justvan den Ball weg und spielt einen Fehlpass. Karlsruhe kontert mit Wanitzek, der Ponente-Ramirez rechts mitnimmt. Der Joker zieht ins Zentrum und hält dann aus 19 Metern drauf. Reichert pariert sicher.
Und damit rein in den zweiten Durchgang!
Auswechslung
... und Sandro Tremoulet ersetzt Lilian Egloff.
Auswechslung
Karlsruhe wechselt doppelt zur Pause: Louey Ben Farhat bleibt für Jason Ponente-Ramirez in der Kabine ...
Viel war nicht los in diesen ersten 45 Minuten und doch ist es eine verdiente Halbzeitführung für den aktuellen Tabellenführer. Der Club trat von Beginn an sehr dominant auf, kam insgesamt 78 Prozent Ballbesitz. Karlsruhe probierte es zunächst mit Pressing, zog sich jedoch schnell zurück und machte das Zentrum sehr dicht. So dauerte es, bis es erstmals gefährlich wurde, aber eine herausragende Kombination brachte schließlich die Führung für den FCN. In der Folge wurde die Partie etwas lebhafter, auch Karlsruhe meldete sich vorne an (2:6 Torschüsse). Großchancen gab es für den KSC jedoch noch nicht.
Dann ist Pause in Karlsruhe! Der Club führt mit 1:0, es gibt vereinzelt Pfiffe bei den Heimfans.
Es wird eine Minute nachgespielt.
Insgesamt bleibt Nürnberg aber die aktivere Mannschaft, immer wieder kommen die Gäste nun an den Strafraum. Im ersten Anlauf entsteht kein Abschluss von Scobel oder Becker, dann versucht es Fernandez aus der Distanz und prüft Bernat. Im Nachfassen hat der Keeper den Ball.
Das Spiel wird etwas offener, weil Karlsruhe etwas offensiver wird. Ein Angriff versandet und wird dann zum Konter der Nürnberger. Porstner treibt die Kugel nach vorne, seine Mitspieler bieten sich nicht gut genug an. Porstner muss es alleine versuchen und wird dann abgeblockt.
Gelbe Karte
Auf der anderen Seite steigt Ofli zu hart in den Zweikampf gegen Zoma auf der rechten Seite ein und wird ebenfalls verwarnt.
Das ist schon gefährlicher! Nürnberg lässt sich zu einem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum hinreißen, Wanitzek zieht dann etwas überhastet aus 17 Metern halblinker Position ab. Reichert fängt den Schuss sicher ab, da war mehr drin.
Karlsruhe zeigt sich mal mit einem Standard. Wanitzek bringt einen Freistoß aus dem linken Halbfeld hoch in den Strafraum. Von rechts kommt Franke zum Kopfball und setzt diesen in die Arme von Reichert. Die ganz große Gefahr war das noch nicht.
Der Club musste sich bislang geduldig zeigen und hat auf diesen einen Moment gewartet. Dieser Angriff ging den Karlsruhern einfach zu schnell, die Gastgeber waren jeweils einen Schritt zu spät dran. Und jetzt muss der KSC natürlich seine Herangehensweise ändern.
Tor
Tooooor! Karlsruher SC - 1. FC NÜRNBERG 0:1. Was für ein starker Spielzug der Gäste! Einen Pass von der Mittellinie zwischen die Ketten leitet Fernandez sensationell zu Scobel weiter, der mit der Hacke zurück zu Fernandez ablegt. Karlsruhe ist überrumpelt, Fernandez hat dann das Auge für den halblinks startenden Zoma, der frei vor Bernat auftaucht und ins rechte Eck einschießt. Sechstes Saisontor des Italieners!
Vorlage
Vorlage Javier Fernández
Da wäre mehr drin gewesen: Zoma erobert den Ball in der gegnerischen Hälfte und wird dann von Markhiyev auf die Reise geschickt. Der Offensivmann taucht links im Strafraum auf, Scobel kommt in der Mitte kurz. Das Zuspiel von Zoma ist aber lang und landet im Nichts.
Nürnberg hat es nun also immerhin mal in den Sechzehner geschafft, auch Becker kam zu einem Schuss, der jedoch geblockt wurde. Karlsruhe hält mit Kompaktheit und giftiger Zweikampfführung dagegen, ist vorne allerdings komplett abgemeldet.
Im Strafraum checkt Ofli Scobel abseits des Balles um, da hat der KSC durchaus Glück, dass da der VAR nicht eingreift. Wenig später taucht Janisch rechts im Strafraum auf und sorgt für den ersten Abschluss der Partie. Bernat hat mit dem zentralen Versuch keine großen Probleme.
Gelbe Karte
Gansloweit zeigt es an: Das ist nicht das erste Foul von Franke dieser Art. Er kommt gegen Fernandez an der Mittellinie zu spät und sieht nun Gelb.
Nach längerer Zeit zeigt sich Karlsruhe mit zwei Einwürfen auf der linken Seite wieder im Vorwärtsgang, doch gefährlich ist auch das nicht. Beim ersten Einwurf verteidigt Janisch stark, der zweite fliegt ins Toraus. Es hat schon aufregendere Zweitligaspiele gegeben.
Wir warten noch auf den ersten Torschuss in dieser Partie. So dominant Nürnberg auftritt, so defensivstark präsentiert sich der KSC. Da ist keinerlei Lücke zu erkennen, der Club kommt schlicht und ergreifend nicht durch.
Der Freistoß ist ungefährlich, danach muss ein Einwurf für Nürnberg aber warten. Kalogeropoulos ist im Sechzehner zu Boden gegangen. Der VAR schaut sich das kurz an, lässt dann allerdings weiterlaufen.
Auf engstem Raum ist der FCN kaum zu stoppen, in dieser Szene spielen sich Justvan und Janisch rechts durch. Letzterer wird dann von Ofli gefoult, es gibt Freistoß auf Höhe der Strafraumkante.
Mittlerweile hat sich Karlsruhe weiter zurückgezogen, weil der Club auf 80 Prozent Ballbesitz kommt und nach Ballverlusten sofort ins Gegenpressing geht. Das klappt schon gut, nur die Kreativität im Offensivspiel lässt noch auf sich warten.
Erstmals hat Nürnberg bei einem Umschaltmoment etwas Platz, Zoma wird dann ins Eins gegen Eins gegen Pinto Pedrosa geschickt. Am Rechtsverteidiger geht Zoma noch vorbei, doch er legt sich die Kugel zu weit vor und wird dann von Franke gestoppt.
Reichert mit einer Unsicherheit! Der Keeper wird von Markhiyev angespielt und von Wanitzek unter Druck gesetzt. Der erste Kontakt stimmt nicht und dann muss Reichert den Ball an den Außenpfosten kullern lassen. Es gibt sogar Ecke für den KSC, die nichts einbringt. Glück für Reichert!
Der Club startet mit mehr Ballbesitz, wird aber vom KSC früh unter Druck gesetzt. So ist die Ballsicherheit der Gäste gefragt, was bislang gut gelingt. Nach vorne kommt der FCN jedoch noch nicht.
Der Ball rollt!
Zu guter Letzt blicken wir noch auf das Schiedsrichtergespann, das heute von Timo Gansloweit geleitet wird. Seine Assistenten an den Linien sind Fabian Maibaum und Tobias Severins, Marc Philip Eckermann ist der Vierte Offizielle. Als Videoschiedsrichter agiert Robert Kampka, der von Henrik Bramlage assistiert wird.
Das letzte Duell dieser beiden Klubs wurde ebenfalls von Zoma geprägt: Beim 5:1-Heimerfolg des FCN traf er dreimal. In Karlsruhe taten sich die Franken in den vergangenen Jahren aber immer schwer, die letzten fünf Auswärtsreisen in den Wildpark gingen allesamt verloren. So auch Kloses erster Einsatz als FCN-Coach im August 2024 (2:3). Den letzten Dreier in Karlsruhe fuhr der Club im Februar 2021 ein, Mats Möller Daehli besorgte den 1:0-Siegtreffer.
Ganz anders sieht das in Nürnberg aus, wo Mohamed Ali Zoma der Mann der Stunde ist. Mit fünf Saisontoren steht er an der Spitze der Torjägerliste, Angebote von bis zu 20 Millionen Euro konnte der FCN für ihn ablehnen und nun wurde er auch noch für die italienische Nationalmannschaft nominiert. Noch nie schaffte das ein Spieler aus der deutschen 2. Liga. Der Alleinunterhalter ist er dennoch nicht, auch Piet Scobel, Julian Justvan und Adam Markhiyev stehen schon bei drei Saisontoren.
Der Start in die neue Spielzeit verlief für Karlsruhe eigentlich ordentlich: Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen, dazu das Weiterkommen im Pokal bei Drittligist Preußen Münster. Doch seitdem setzte es in zwei Heimspielen zwei klare Niederlagen (2:5 gegen Wolfsburg und 0:3 gegen Cottbus), wobei die Leistungen phasenweise besser waren als das letztliche Ergebnis. Trotzdem gilt es, den kleinen Negativtrend zu stoppen, bevor er gefährlich wird.
Das Maß aller Dinge der 2. Liga bleibt die Hertha, doch dahinter steht mit dem FCN ein weiterer Verein auf Platz 2, der aktuell auf einer Erfolgswelle reitet. Vier Siege, ein Unentschieden, die beste Offensive der Liga. Nürnberg erwischte den nahezu perfekten Start in die neue Saison und möchte sich mit einem Sieg in die lange Länderspielpause verabschieden. Gegner ist der KSC, der mit fünf Punkten auf Platz 12 steht und seit vier Spielen auf einen Sieg wartet.
Wenig überraschend verzichtet Trainer Miroslav Klose nach dem 2:1-Heimsieg gegen Hannover auf personelle Wechsel und schickt seine Stammelf erneut aufs Feld. Überhaupt hat es in dieser Saison erst einen verletzungsbedingten Wechsel beim Club gegeben (am 3. Spieltag startete Kristian Mandic für den angeschlagenen Fynn Otto).
Der 1. FC Nürnberg geht mit folgender Elf in die Partie: Reichert - Janisch, Kalogeropoulos, Otto, Porstner - Markhiyev, Fernandez - Justvan, Becker, Zoma - Scobel.
Mit 0:3 verlor Karlsruhe am vergangenen Wochenende deutlich gegen Aufsteiger Cottbus, Trainer Maximilian Senft muss daher etwas verändern und hat sich für zwei personelle Wechsel entschieden: Viktor Bergh und Lilian Egloff starten für Tim Civeja und Noel Eichinger (beide Bank).
Kann der KSC den starken Lauf der Nürnberger beenden? Zunächst blicken wir auf die Aufstellungen dieses Spiels, angefangen bei Karlsruhe: Bernat - Bergh, Franke, Kobald, Ofli - Pinto Pedrosa, Egloff, Zor, Wanitzek - Fukuda, Ben Farhat.
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 6. Spieltages zwischen dem Karlsruher SC und dem 1. FC Nürnberg.