Holstein Kiel - FC St. Pauli; 2. Bundesliga

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Holstein Kiel - FC St. Pauli. 2. Bundesliga.

Holstein-StadionZuschauer11.700.

Holstein Kiel 2

  • P Harres (56. minute)
  • J Therkelsen (88. minute)

FC St. Pauli 2

  • M Kaars (32. minute)
  • T Hara (48. minute)

Live-Kommentar

Da wars für heute von dieser Stelle aus der 2. Liga. Mit unserer Berichterstattung gehts morgen weiter, wenns unter anderem zum Frankenderby kommt. Und sich im Abendspiel der FCK und der KSC gegenüberstehen. Bis dann!

Zum Ende noch ein Ausblick: In der Liga gehts für St. Pauli mit einem Heimspiel gegen Kaiserslautern weiter, nächster Gegner der KSV ist der 1. FC Magdeburg. Die Begegnungen finden aber erst in zwei Wochen statt, denn vorher wird noch Pokal gespielt. Holstein spielt nächsten Samstag bei 1860 München, einen Tag später trifft St. Pauli auf Rot-Weiss Essen. 

Noch ein Blick auf die Tabelle, der nach zwei Spieltagen noch nicht wirklich viel besagt, zumal das bereits Morgen völlig anders aussehen kann. Kiel ist vorläufig Achter, der FCSP einen Platz dahinter. Aber selbst Schlusslicht Magdeburg könnte da im weiteren Verlaufe des Wochenendes noch vorbeiziehen. 

Und am Ende der 90 Minuten sind wir genau da, wo wir angefangen haben. Wir haben zwei Teams, die noch sieglos sind, aber auch noch ungeschlagen. Nach einer starken ersten Hälfte der Kieler führten die Gäste überraschend 2:0. Nach einem besseren Auftritt der Gäste nach der Pause endete die Partie schließlich 2:2. Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis. Dabei hatte St. Pauli insgesamt die besseren Möglichkeiten. So ist der Punktgewinn für die Kieler zwar verdient, aber auch ein bisschen glücklich. 

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Gleich darauf pfeift Burda die Partie ab. 

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Einen Aufreger gibts noch, als Ando aus dem Mittelfeld einen Rückpass spielt. Harres versucht dazwischenzuspritzen, aber Voll bleibt hellwach, kommt aus seinem Tor und schlägt den Ball weg. 

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Nächster Standard für die Gäste. Diesmal ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld. Die Flanke von Smith bekommen die Kieler geklärt. 

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Eine Ecke für St. Pauli. Die Hereingabe von der rechten Seite durch Smith wird an die Strafraumgrenze geklärt. Oppie nimmt den Abpraller mit vollem Risiko volley, und irgendwie bekommt Nekic noch den Kopf dazwischen. Der wäre extrem gefährlich gekommen. 

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Vier Minuten gibts obendrauf.

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Vor allem aufgrund der guten ersten Halbzeit ist der Ausgleich nicht unverdient. Nur ironisch, dass die Kieler in der besseren Hälfte der Gäste zweimal treffen. 

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Tooor! KIEL - St. Pauli 2:2. Ein Joker sorgt hier für den Ausgleich! Die Kieler bauen über die linke Seite auf, verlagern dann über zwei Stationen blitzschnell nach rechts, so hat Bernhardsson im Halbfeld ein wenig Zeit. Seine Hereingabe fliegt lang und hoch auf den linken Pfosten, wo Harres per Kopf ablegt. Und Therkelsen drückt den Ball von der Torraumbegrenzung aus zentraler Position über die Linie.

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Vorlage Phil Harres

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Jetzt wechseln auch die Störche noch einmal. Für Leon Parduzi kommt Faride Alidou in die Partie. 

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Bei St. Pauli hat Martijn Kaars Feierabend, Sam Klein kommt rein, damit wirds bei den Gästen jetzt einen Tick defensiver. 

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Nach einem Freistoß der Kieler kann Voll den Ball abfangen und sofort in die Spitze spielen. Jones ist gestartet, wird aber im letzten Moment von Therkelsen abgelaufen. Mit einem etwas besseren ersten Ballkontakt hätte der Angreifer alleine aufs Tor zulaufen können. In jedem Fall aber eine gute Abwehraktion von Therkelsen. Lebenswichtig.

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Ballgewinn von Banks im linken Mittelfeld und der Neue macht sofort Meter, aus dem Halbfeld bringt er den Ball an den Torraum, wo zunächst Jones haarscharf verpasst, am langen Pfosten grätscht noch Harres in die Hereingabe und verpasst ebenfalls nur um ein paar Zentimeter. Was für eine dicke Chance. Bei Jones hätte man möglicherweise darauf schauen müssen, ob eine Abseitsposition vorlag. Aber das erübrigt sich ja jetzt. 

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Viele lange Bälle jetzt bei Kiel, die kaum einmal beim eigenen Mann ankommen. St. Pauli macht im Mittelfeld dicht und spielt sofort Bälle in die Spitze, gerne in die Nähe von Jones. 

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Und schon kann Branimir Hrgota das Spielfeld verlassen, Scott Banks bekommt noch ein paar Einsatzminuten.

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Hrgota zeigt Richtung Bank an, dass es für ihn nicht mehr weitergeht. Er ist platt. Und die Reaktion kommt prompt.

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Therkelsen führt den Freistoß aus, St. Pauli kann zunächst klären, aber über die zweite Welle kann Berhardsson rechts zur Grundlinie gehen und den Ball noch einmal flach an den Torraum bringen, ein Verteidiger ist dazwischen und klärt humorlos. 

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Kapralik erarbeitet für Kiel einen Halbfeldfreistoß im Zweikampf mit Pyrka. 

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Die Schlussviertelstunde hat begonnen, die Partie ist in dieser Phase wieder sehr zerfahren. Bei Kiel fehlen gerade auch die klaren Aktionen, so richtig kontrolliert kommen die Störche nicht aus der eigenen Spielhälfte. Viel Ballbesitz, aber immer in der Nähe von Weiner. 

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Unmittelbar nach seiner Ermahnung muss Guillermo Balzi das Spielfeld verlassen, weil Walter erstmals wechselt, vielleicht auch, um hier die Partie mit elf Mann beenden zu können. Jonas Therkelsen kommt rein. 

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Kurz darauf nimmt sich Burda Balzi zur Brust, der nach einem Check nur ermahnt wird. Das hätte nämlich auch Gelb-Rot werden können. 

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Karten kommen hier nie alleine. Nun wird auch Ricky-Jade Jones nach einem Einsatz in der Offensive verwarnt. Über diese Karte könnte man sicherlich streiten. Da war nicht viel zu erkennen. 

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Nach einem verunglückten Zweikampf mit Oppie kassiert Kasper Davidsen Gelb. 

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Durch die Einwechslung von Jones hat sich das St.-Pauli-Spiel etwas verändert. Der schnelle Angreifer wird immer häufiger mit langen Bällen gesucht. Bisher konnte er die noch nicht erarbeiten. Diese Aktionen stretchen aber die Kieler Abwehr. 

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Zweite Trinkpause. Und langsam läuft Kiel die Zeit davon. Der Anschlusstreffer war Gold wert. Eine knappe halbe Stunde ist hier noch zu spielen. Und die Hitze kostet ordentlich Körner. Das wird für beide Teams noch ein hartes Stück Arbeit. Verrückter Gedanke, dass Trinkpausen früher verpönt waren, weils als unmännlich galt. 

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Und  Ricky-Jade Jones ersetzt Taichi Hara.

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Doppelwechsel bei St. Pauli. Für Joel Chima Fujita kommt Eric Smith in die Partie. 

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Und gleich darauf die nächste Möglichkeit für St. Pauli. Diesmal setzt sich Kaars links im Strafraum im Dribbling durch und visiert das kurze Eck an. Wieder kann Weiner parieren. Der hält seine Mannschaft gerade im Spiel.

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Aber der FCSP kann kontern. Und wie. Mit schnellen Schritten überbrückt Rasmussen das Mittelfeld in der rechten Halbspur, spielt eine überragende Flanke zum langen Pfosten, wo Kaars nicht viel falsch macht beim Kopfball auf den langen Pfosten. Aber mit einem Reflex bekommt Weiner noch die Hand dazwischen. Das hätte die Vorentscheidung sein können. 

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Im Unterschied zur ersten Spielhälfte ist St. Pauli jetzt doch etwas aktiver. Zumindest war das unmittelbar nach dem Wiederanpfiff der Fall. Da war der Ballbesitz praktisch ausgeglichen. Das ändert sich aber gerade wieder. Der Anschlusstreffer hat den Störchen frischen Schwung verliehen. Das Spielgeschehen verlagert sich wieder mehr in die Gäste-Spielhälfte. 

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Der Anschlusstreffer ist natürlich hochverdient, keine Frage, die Kieler belohnen sich endlich für ihren Aufwand. Allerdings war das eine ähnlich dämliche Situation, wie sie auf der Gegenseite zweifach bestraft wurde. 

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Tooor! KIEL  - St. Pauli 1:2. Die Störche erzielen den Anschlusstreffer! Nach dem zu lässigen Rückpass eben musste der bedrängte Voll den Ball ins Seitenaus schlagen. So bekommen die Kieler auf der rechten Seite einen Einwurf auf Strafraumhöhe. Schneller ausgeführt, kurzer Doppelpass Sekine und Bernhardsson, der dann eine butterweiche Flanke von der Grundlinie an die Strafraumgrenze schlägt. Und weil Voll die Hereingabe völlig falsch einschätzt, kann Harres seinen Kopfball im Zentrum aus fünf Metern problemlos im Netz versenken.

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Vorlage Alexander Bernhardsson

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Lässiger Rückpass in der St-Pauli-Abwehr. Zec läuft bei dem Ball von Mathisen voll durch und bringt fast seinen Torhüter in Verlegenheit. 

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Das inzwischen fast die gesamte Kieler Spielfeldhälfte im Schatten liegt, ist für die Gäste sicherlich zusätzlicher Anlass, etwas aktiver zu werden. Reiner Überlebensinstinkt. 

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Erste Ecke für den FCSP. Hrgotas Hereingabe von der rechten Seite befördert Sekine per Kopf aus der Gefahrenzone. Die Gäste bleiben aber in Ballbesitz. 

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Die zweite Hälfte beginnt ziemlich zerfahren, beide Teams noch ohne klare Aktionen. Und die Kieler scheinen auch so ein bisschen den Faden verloren zu haben. Dieses sich über längere Phasen vor dem Strafraum festzusetzen, das gelingt noch nicht wieder. 

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Vielleicht könnten die Herrschaften sich langsam wieder aufs Fußballspielen besinnen. Die Sichtverhältnisse nähern sich zudem langsam wieder der Perfektion. 

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Ist ganz schön Gift in der Partie. Fujita kassiert die nächste Verwarnung für ein Foul im defensiven Mittelfeld. Bei Burda sitzen die Karten jetzt gerade locker. 

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Ist jetzt ganz schön Gift in der Partie. Fujita kassiert die nächste Verwarnung für ein Foul im defensiven Mittelfeld. Bei Burda sitzen die Karten jetzt gerade locker. 

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St. Pauli führt den Freistoß zu schnell aus, Timon Weiner nimmt den Ball auf und schlägt ihn weit ins Toraus. Für diese Unsportlichkeit wird er nun ebenfalls verwarnt. Der Ball war noch gar nicht freigegeben.

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Mit gestrecktem Fuß geht Balzi in den Zweikampf mit Rasmussen, dafür gibts die zweite Verwarnung der Begegnung. 

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Wobei, die Sicht ist immer noch ziemlich eingeschränkt, könnte kompliziert bei Abseits werden. Für die entsprechenden Kameras. Beide Trainer haben im Übrigen auf Wechsel verzichtet. 

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Jetzt aber!

Pyro verzögert den Wiederbeginn etwas. Und das bei der Hitze. Crazy. Burda wartet, bis sich die Rauchwolken verzogen haben. Und die meisten Spieler wieder an Sauerstoff kommen.

Das 1:0 für St. Pauli wird sicherlich für Gesprächsstoff sorgen. Ob Hara in dieser Situation wirklich passiv war, kann durchaus hinterfragt werden. Schließlich reagierte der Kieler Abwehrspieler auf die Positionierung des Japaners. 

Aus dem Spiel heraus gelingt den Gästen tatsächlich wenig. Die erste Großchance hatte Kaars nach einem schlechten Rückpass von Nekic. Die ließ er noch liegen. Eiskalt war er bei seiner zweiten Möglichkeit, als das "Zuspiel" mit Sekine ebenfalls von einem Kieler kam, der dafür noch am wenigsten konnte, von Nekic angeschossen worden war. Und beim 2:0 für die Gäste verdaddelte Zec als letzter Mann im eigenen Strafraum. Die Kieler müssen sich vorkommen wie im falschen Film.

Die Zahlen verraten nur die halbe Wahrheit über die Partie. Kiel dominierte die erste Hälfte, hatte 65 Prozent Ballbesitz und 14:5 Abschlüsse. Aber die Tore erzielte der FCSP. Drei Großchancen hatten die Hamburger nach zum Teil groben, zum Teil unglücklichen Abwehrfehlern. Und zwei davon konnten sie eben nutzen. Das macht dann auch schon den Unterschied. 

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Gleich darauf lässt Burda den Pausenpfiff erklingen. 

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Tooor! Kiel - ST. PAULI 0:2. Das stellt den Spielverlauf endgültig auf den Kopf. Ein Vorstoß der Hamburger scheint eigentlich bereits geklärt. Die Kieler wollen sich anschließend spielerisch aus dem Gegenpressing lösen, aber im eigenen Strafraum auf der rechten Seite verliert Zec den Ball an Pyrka. Und der macht das sehr überlegt, geht auf der Grundlinie Richtung Tor und legt ganz überlegt an die Torraumgrenze, wo Hara dann nur noch den Fuß dranhalten muss. Aus zentralen sieben Metern trifft er locker ins Kieler Tor.

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Vorlage Arkadiusz Pyrka

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Die erste Gelbe der Partie kassiert Rasmussen für ein Foul im zentralen Mittelfeld, mit dem er einen schnellen Vorstoß der Störche unterbindet. 

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Vier Minuten gibts obendrauf.

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Als Kapralik auf der rechten Seite durchstartet, kann Mathisen nur mit viel Einsatz eine Flanke verhindern. So kommen die Kieler immerhin zum zweiten Eckstoß, der aber nicht für Torgefahr sorgen kann. Zumal nach der Ausführung auf Offensivfoul entschieden wird. Ein Treffer hätte also nicht gezählt. 

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Wieder setzt sich Kiel vor dem Strafraum fest, diesmal versucht es Parduzi mit einem Distanzschuss, der ähnlich hoch über den Kasten fliegt wie vorhin das Ding von Sekine. Die Kieler machen zu wenig aus ihren Möglichkeiten. St. Pauli ist hier nicht das bessere Team. 

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Sieht aber nicht so aus, als seien die Störche von diesem Gegentreffer sonderlich beeindruckt, sie entwickeln sofort wieder Druck. 

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Das ist aus Kieler Sicht ein ausgesprochen unglücklicher Spielverlauf. Die Gastgeber hatten das Spiel eigentlich unter Kontrolle. Und durch so eine unglückliche Aktion entsteht dann das Gegentor. Das Kaars übrigens von fast derselben Position erzielte, von der aus er in der dritten Spielminute noch scheiterte. Diesmal blieb er nervenstark. 

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Der VAR schaut sich die Szene nochmal genau an. Weil Hara beim ersten Steckpass nämlich in einer Abseitsposition lauerte. Doch die bewusste Abwehraktion der Kieler hebt diese Abseitsposition auf, Haras Position wird als passiv bewertet. Und der Pass in die Spitze auf Kaars kam ja dann praktisch von einem Kieler. Die Führung der Hamburger hat also Bestand.

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Tooor! Kiel - ST. PAULI 0:1. Etwas überraschend geht der FC St. Pauli in Führung. Zunächst der Ballgewinn an der Mittellinie, dann wollen die Gäste schnell spielen. Der Steckpass von Rasmussen hinter die Abwehrkette auf Kaars bleibt zwar bei Nekic hängen, doch der schießt dabei unglücklich Abwehrkollege Sekine aus kurzer Distanz ans Bein, von wo der Ball wiederum zurück in den Lauf von Kaars springt. Der läuft wieder alleine aufs Tor zu. Und diesmal behält er die Nerven. Aus der selben Position wie zuvor schiebt er die Kugel dieses Mal flach durch die Beine von Weiner ins Netz.

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Nach einem hohen Ballgewinn im Gegenpressing übernimmt Bernhardsson im linken Halbfeld den Ball und steckt sofort in den Strafraum, wo Balzi wieder eingelaufen ist, den Ball kurz führt, um ihn dann mit einem Rückpass scharf zu machen. Aber wieder fehlt ein Abnehmer. Da war mehr drin, St. Pauli gibt sich Blößen in der Abwehr. Kiel macht hier eindeutig weiter das Spiel.

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Hrgota läuft an, aber Mathisen führt den Freistoß aus, hebt ihn etwas zu weit auf die linke Strafraumseite, Kiel kann sich sofort formieren und die Situation versandet. Immerhin können die Hamburger den Ball mal jetzt etwas weiter vom eigenen Strafraum weghalten. Fragt sich nur, wie lange. 

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Halbfeldfreistoß für den FC St. Pauli aus dem rechten Halbfeld nach einem Foul von Nekic. 

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Nach gut 90 Sekunden Unterbrechung wird auch schon wieder gespielt. Mal schauen, ob sich diese Pause, wie bei der WM häufig erlebt, auch auf den Spielverlauf auswirkt. Vielen Trainern gefällt ja diese kurze Unterbrechung, die sie für Feinjustierungen gerne nutzen. 

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Trinkpause in Kiel. Und Leute, Leute, das ist echt nötig. Einige Spieler halten sich Eispacks in den Nacken. Vor allem den Gästen dürfte diese Unterbrechung sehr gelegen kommen. Das Spiel läuft gerade ziemlich an ihnen vorbei. 

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Was die Gäste jetzt brauchen, ist es, den Ball mal ein bisschen länger durch die eigenen Reihen laufen zu lassen, um sich dann langsam zurück in die Partie zu passen. Denn so, wie das in den letzten zehn, 15 Minuten lief, ist das sonst nur eine Frage der Zeit, wann die Kieler in Führung gehen. 

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Mittlerweile 10:1 Abschlüsse für die KSV, die 63 Prozent Ballbesitz setzen die Gastgeber also auch ganz gefällig um. Die letzte gefährliche Strafraumaktion der St. Paulianer fällt inzwischen fast in die Kategorie "die Älteren werden sich erinnern". 

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Balzi geht auf der linken Seite zur Grundlinie und legt dann zurück in den Strafraum, Freund und Feind verpassen, aber aus dem Mittelfeld stößt Sekine nach, der es dann mit Gewalt aus 20 Metern versucht und überdeutlich verzieht. War insofern keine Großchance, trotz der guten Position. Bringt aber den nächsten Abschluss auf der Strichliste. 

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Viertelstunde gespielt. Und Kiel drückt jetzt doch. Abschlüsse derzeit 8:1 für die Gastgeber. Und die meisten waren auch irgendwie gefährlich. Dennoch sind die xG-Werte fast identisch, weil Kaars einfach diese Megachance liegenließ.

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Man kann schon verstehen, warum sich St. Pauli etwas in den eigenen Strafraum drücken lässt. Dort ist es schattig. Kapralik wird im rechten Strafraumeck angespielt, schlenzt sofort aufs lange Eck und verpasst nur knapp.

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Die Kieler in dieser Spielphase mit etwas mehr Spielanteilen, können sich doch das ein oder andere Mal am Strafraum festsetzen. Ein erster Versuch von Harres wird im Sechzehner geblockt, der Ball fällt Balzi vor die Füße, der aus zwölf Metern sofort flach draufhält. Voll ist rechtzeitig unten. 

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Der Bundesligaabsteiger ist bemüht, den Kieler Aufbau früh zu stören. Aber bisher bekommt Kiel das sehr ordentlich gelöst, tiefe Ballverluste gegen das Offensivpressing der Hamburger leistet sich die KSV noch nicht. Sollte es aber dazu kommen, dürfte es sofort gefährlich werden. Die Situation von Nekic beim Rückpass kann da als gutes Beispiel dienen. 

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Aus der Kieler Abwehr sorgt ein sehr langer Ball Davidsens ins rechte Halbfeld für Gefahr. Kapralik ist in den Raum gestartet, liefert sich ein packendes Laufduell mit dem etwas langsameren Ando, der aber den Ball fast schon am Strafraum sehr sauber ins Aus grätscht. Gute Abwehraktion. 

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Keine zehn Minuten gespielt und beide Teams hatten schon zwei sehr gute Chancen. Das beginnt hier ja ganz vielversprechend. St. Pauli bereitet einen Angriff über die linke Seite vor, aus dem Halbfeld flankt Oppie direkt in die Arme von Weiner. 

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Jetzt werden auch die Kieler gefährlich. Eine halbhohe Ecke kommt zum Torraum, wo dann etwas gestochert wird. Den letzten Ballkontakt hat Nekic, der eben fast den Gegentreffer provoziert hätte. Sein Abschluss von der Torraumgrenze streift noch die Oberkante der Latte. 

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Dafür gibts unmittelbar im Anschluss die erste Riesenchance für den FCSP! Die Gäste sind zunächst im eigenen Strafraum gefordert, wehren den Kieler Angriff aber ab und schließlich ist es Fujita, der den Ball unter Bedrängnis aus dem Strafraum raus und zu Hrgota bringt. Der Schwede lässt tief in der eigenen Hälfte mit einer cleveren Bewegung seinen Gegenspieler ins Leere laufen und hat in der linken Halbspur plötzlich viel Wiese vor sich. Etwas überhastet kommt der Pass in die Spitze auf Kaars, den kann Nekic locker ablaufen - doch was macht der Kieler Verteidiger da!? Per Grätsche will er den Rückpass zu Keeper Weiner spielen, doch das misslingt völlig. Und so kann Kaars doch auf und davon marschieren. Halblinks in der Box zögert der Angreifer dann aber viel zu lange. Und schießt Weiner letztlich direkt an. Das war kläglich! Das MUSSTE die Führung für die Gäste sein.

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Die Gäste beginnen hier etwas aktiver. Laufen aber dann erstmals in einen Konter, als Davidsen über die Außenbahn durchbrechen kann. Aber keine Anspielstation findet. 

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Das Stadion sorgt dafür, dass man das Elversberg-Feeling in der Liga nicht verliert. Die gesamte Nordtribüne wurde bereits abgerissen für den großen Umbau. Spielen auf der Baustelle. Eltern haften für ihre Kinder.  

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Spielleiter Max Burda pfeift die Begegnung an. 

Der Tag geht zwar schon in den Abend über, aber den Temperaturen merkt man das nicht an. Bei der Hitze könnte man auch gleich mit einer Trinkpause anfangen. 

Man spricht in solchen Fällen immer gerne von einem besonderen Spiel für den Trainer. Das ist es vielleicht auch andersherum. Schließlich war Tim Walter eine ganz Reihe von Jahren auch in Hamburg aktiv, wenn auch beim anderen Verein. 

Aus den letzten Jahren kann man bezüglich der Spiele gegen Kiel aus Sicht der Hamburger eigentlich nur gute Erinnerungen schöpfen. Ob in Unter- oder Oberhaus - die letzten fünf Begegnungen hat St. Pauli alle gewonnen, darunter auch die letzten drei Gastspiele. In allen diesen Begegnungen saß Marcel Rapp noch auf der anderen Seite auf der Trainerbank.  

Doch alte Schwächen wurden deutlich. Schon in der Abstiegssaison zeigte der FCSP erhebliche Abschlussschwächen, erzielte mit Abstand die wenigsten Tore, und daran scheiterte man auch vergangenen Sonntag bei der Mission, den ersten Dreier der neuen Spielzeit einzufahren.  

Zu Gast ist der nächste Nachbar. Der Absteiger aus Hamburg kann mit dem Saisonstart gegen Fürth kaum zufriedener als Kiel sein. Ein Remis gegen ein Team, das erst über die Relegation die Liga halten konnte - da hatte man sich wahrscheinlich mehr ausgerechnet.  

Die Störche sahen vergangenen Samstag am Böllenfalltor lange wie die sicheren Sieger aus, nur um in der Schlussviertelstunde eine Zwei-Tore-Führung noch zu verspielen. Jetzt muss halt der erste Dreier der neuen Spielzeit vor eigenem Publikum erarbeitet werden. 

Sieglos, aber auch noch ungeschlagen, so lautet die Bilanz der beiden Mannschaften vor dem 2. Spieltag. Das ist so früh in der Saison noch kein Beinbruch, ist aber im Nachhinein für beide Teams ärgerlich, weil die Punktverluste vermeidbar waren. 

Was dem einen recht ist, ist dem anderen billig. Auch Marcel Rapp lässt seine Elf nach dem 1:1 gegen Greuther Fürth unverändert auflaufen.  

St. Pauli beginnt mit dieser Elf: Voll - Nemeth, Mathisen, Ando - Pyrka, Rasmussen, Fujita, Oppie, Hrgota - Kaars, Hara.

Zur Aufstellung der Störche gibts nicht viel zu sagen. Tim Walter scheint seine Stammelf früh in der Saison gefunden zu haben. Es startet nämlich dieselbe Auswahl, die bei den Lilien 2:2 spielte.  

So startet Holstein Kiel: Weiner - Sekine, Nekic, Zec, Parduzi - Meffert, Kapralik, Balzi, Davidsen, Bernhardsson - Harres.

Derbyzeit im Norden der Republik. Für die beiden Klubs ist es die Partie des Jahres mit dem kürzesten Anfahrtsweg. Perfekter Einstieg ins Wochenende. Schauen wir auf die Formationen.

Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 2. Spieltages zwischen Holstein Kiel und dem FC St. Pauli.

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