UD Levante - FC Sevilla; Spanien, La Liga
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n.V.
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HZ
UD Levante - FC Sevilla. Spanien, La Liga.
Ciutat de Valencia.
UD Levante 3
- I Romero ()
- A De la Fuente ()
- I Ndukwe ()
FC Sevilla 3
- R Ure ()
- F Sanches Correia ()
- I Romero (, s/o )
Das wars an dieser Stelle. Am Freitag melden wir uns also mit LaLiga zurück. Vielen Dank für das Interesse und bis dahin!
In der Tabelle bleibt Sevilla Fünfter. Und Levante behält Rang 17. Sevilla spielt in einer Woche am Sonntag auswärts bei Real Madrid. Levante muss schon am Freitag bei Deportivo A Coruna ran.
Die erste Halbzeit haben wir jetzt zur Genüge verteufelt, freuen wir uns lieber über den sehr ansehnlichen und hoch unterhaltsamen zweiten Durchgang mit jeder Menge Geschichten, die den Abend doch noch kurzweilig machten. Und über eine völlig irrsinnige Nachspielzeit mit drei Treffern und einem Platzverweis. Das 3:3 ist am Ende verdient, obwohl Sevilla dem Sieg näher war. Levante gab sich aber nie auf. Und der eiserne Wille und die große Hoffnung wurden belohnt.
Und dann ist Schluss. Levante und Sevilla trennen sich nach einer unbeschreiblichen Schlussphase mit 3:3.
103 Minuten, nochmal ein weiter Freistoß von Thiago Fernandez. Abgewehrt, der Gegenangriff über Fofana wird aber ebenso im Keim erstickt.
102 Minuten auf der Uhr, keiner weiß, wie lange das hier noch geht. Das 3:3 wird gecheckt, lag eine Abseitsposition vor? Nein, der Treffer zählt. Und es ist ausgerechnet Ndukwe, der mit seinem schweren Fehler das erste Tor verschuldete. Und jetzt diesen emotionalen Ausgleich erzielt. Was für eine schöne Geschichte!
Tor
Toooor! UD LEVANTE - FC Sevilla 3:3. Und so geht der Irrsinn in Valencia weiter. Eine Flanke von der rechten Seite wird auf den Fuß von de La Fuente geklärt. Der schießt aus halblinker Position und gut 20 Metern. Vlachomidos pariert stark, aber nach vorne, doch auch beim Abstauber von Thiago Fernandez ist er mit einer tollen Aktion zur Stelle. Dann aber springt der Ball zu Ndukwe - und der trifft aus zentralen acht Metern mit dem ersten Kontakt in die linke Ecke.
Die Nachspielzeit ist längst um, wird aber verlängert.
Gelbe Karte
Auch Iglesias hat Gelb gesehen. In der Unübersichtlichkeit der Dinge wissen wir leider nicht wofür.
Rote Karte
Was ist jetzt? Es herrscht Hektik und Unübersichtlichkeit. Isaac Romero wird nach dem Tor für seinen provokanten Jubel des Feldes verwiesen. Dabei hat er sich "nur" den Finger auf den Mund gelegt und damit die gegnerischen Fans zum Schweigen bringen wollen. Muss nicht sein und polarisiert, ja. Allerdings hat er mehrfach und sehr provokant gemacht. Kategorie Bärendienst für die Kollegen.
Tor
Toooor! UD Levante - FC SEVILLA 2:3. Doch es ist noch nicht die letzte Pointe in dieser wilden Schlussphase. Ein langer Schlag von Vlachodimos, Isaac Romero setzt sich im Luftkampf durch und der Ball fällt Fofana vor die Füße. Fofana spielt wieder zu Isaac Romero, der kurz ein paar Meter halblinks vor dem Strafraum andribbelt und dann einen fulminanten Fernschuss mit links aus 25 Metern ins rechte Eck jagt. Starker Abschluss!
Vorlage
Vorlage Youssouf Fofana
Viel Willen, letztlich aber auch pures Glück, wie sich Dani Requena da durchgetankt hat. Noch mehr Glück, wie der Ball de la Fuente vor die Füße fällt. Und der trifft die Kugel dann einfach sensationell.
Tor
Tooooor! UD LEVANTE - FC Sevilla 2:2. Ein krummes Ding, aber der Ausgleich für Levante! Vlachodimos boxt den langen Freistoß von Ryan nach vorne, Dani Requena übernimmt, spielt einen Doppelpass und spielt sich mit Glück und Geschick durch vier Gegenspieler hindurch. Der Pass geht ins Zentrum und kommt zurück, erst dann wird Dani Requena verteidigt. Der Ball springt aber genau auf den Fuß von de la Fuente. Und der schickt aus 16 Metern einen wunderbaren Volley unhaltbar ins rechte Eck.
Gelbe Karte
Isaac Romero greift im Mittelkreis zum taktischen Foul gegen Ivan Romero und holt sich dafür Gelb ab.
Dann blicken wir neugierig auf die Nachspielzeit. Und die beträgt acht Minuten! Das ist großzügig.
Auswechslung
Und Olasagasti wird von Paco Cortes ersetzt.
Auswechslung
Iglesias schickt einen verunglückten Fernschuss aus dem Stadion und in die Altstadt von Valencia. Dann wird in der letzten regulären Spielminute nochmal doppelt gewechselt. Nacho Perez kommt für Toljan.
Auswechslung
Kochorashvili geht runter, Jon Guridi kommt für die letzten Minuten.
Fofana arbeitet an seinem Treffer, hat immer noch ein Energielevel, das hoch genug ist, um körperlich zu dominieren. Sein Schuss aus 15 Metern zentraler Position aus dem Gewühl heraus wird aber geblockt.
Gelbe Karte
Ivan Romero und Petar Ratkov spielen zentral vor dem Strafraum einen guten Doppelpass, dann verspringt der Ball aber etwas und Ratkov begeht das Offensivfoul. Die Gelbe Karte aber sieht Sevillas Alfon Gonzalez. Der hatte im Vorfeld des Angriffs einen Gegenspieler abseits des Balles umgerangelt und damit taktisch gefoult. Ein sehr umsichtiger und aufmerksamer Schiedsrichter greift zum fünften Mal zur Verwarnung.
So einen tollen zweiten Durchgang hätten wir uns nach der Schonkost im ersten Durchgang niemals zu träumen gewagt. Hier ist jetzt fast durchgehend was los. Und UD Levante ist der Ausgleich jederzeit noch zuzutrauen. Sevilla ist alles andere als durch, die Schlussphase verspricht nochmal viel Spannung.
Dann ist Vlachodimos aber voll auf der Höhe. Wieder ist Thiago Fernandez der Vorlagengeber, diesmal per Ecke, die der Argentinier von links an den zweiten Pfosten schlägt. Brugue setzt sich im Kopfballduell durch. Und scheitert mit seinem Versuch aus fünf Metern an einer glänzenden Reaktion des Keepers im kurzen Eck.
Fast der Ausgleich in dieser seit Wiederanpfiff so rassigen Partie. Thiago Fernandez spielt einen butterweichen Flugball von der rechten Seite hinter den langen Pfosten, wo Brugue kurz vor der Grundlinie eingeflogen kommt und den Ball artistisch wie gefährlich ins Zentrum gelegt bekommt. Dani Requena kommt nicht ran, Vlachodimos hat Probleme, Brugue stochert nach. Und begeht dabei das Foul.
Gelbe Karte
Beim Ballgewinn von Alfon Gonzalez stieg Dani Requena dem Zweikampfsieger noch auf den Spann. Der Vorteil lief, also gibts die Gelbe jetzt nachträglich.
Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte von Alfon Gonzalez rollt der nächste Fofana-Express. Der physisch völlig unterlegene Manu Sanchez kann ihn nicht ansatzweise halten, dann geht der Pass nach links zu Julio Diaz, es folgt die Halbfeldflanke von Suazo. Im Zentrum kann aber keiner daraus Profit schlagen. Und der Ball wird von einem Verteidiger kontrolliert in die Arme von Ryan geköpft.
Auswechslung
Es war die letzte Aktion des im zweiten Durchgang guten Correira. Julio Diaz ist jetzt neu dabei.
Das Spiel hat echt gar nichts mit dem ersten Durchgang zu tun. Hier wird jetzt stellenweise richtig gut gezockt. Kochorashvili hebt den Ball technisch anspruchsvoll aus dem rechten Halbraum rechts in den Strafraum zu Correira. Der spielt nach hinten innen zu Iglesias, der nach dem Flugball durchgestartet war. Iglesias schießt flach und verfehlt das lange Eck nur knapp.
Kochorashvili patzt beinahe folgenschwer vor dem eigenen Tor, als ihm der Ball verspringt, statt ihn zu klären. So kann Ivan Romero übernehmen und aus 20 Metern halbrechter Position schießen. Doch da fehlt der Druck. Vlachodimos hat alles im Griff und fängt den Aufsetzer weg.
Auswechslung
Auch UD Levante wechselt während dieser Unterbrechung. Dani Requena ist nun neu dabei. Oriol Rey verlässt das Feld.
Auswechslung
Im selben Wechselfenster wird Robbie Ure, bis hierhin der entscheidende Mann des Spiels, von Isaac Romero ersetzt.
Auswechslung
Keine Chance, dass es bei Sierra weitergeht. Er schafft es zumindest auf eigenen Beinen aus dem Spiel, kann den rechten Arm aber kaum bewegen. Alfon Gonzalez ersetzt ihn.
Vielleicht ließ sich der Coach verwarnen, weil ihm nicht gefiel, wie sein flinker Außenstürmer Sierra fernab des Balles in einem Laufduell umgerempelt wurde. Zumal Sierra dabei so unglücklich auf die Schulter fällt, dass die offenbar in Mitleidenschaft gezogen wird. Schmerzverzerrt muss Sierra direkt behandelt werden, das sieht nicht so gut aus.
Sevillas Coach Luis Garcia holt sich ebenfalls Gelb ab. Es war nicht zu erkennen, wofür genau.
Ein guter Abend heute für Ure, der schon getroffen und vorgelegt hat. Und jetzt das 3:1 liegen lässt. Fofana steckt aus dem Mittelfeld fein durch, Ure ist halblinks frei weg und dringt in den Strafraum ein. Ndukwe kommt noch in die Nähe, der Abschluss ist trotzdem recht frei. Kullert aber rechts am Tor vorbei.
Gelbe Karte
Das war jetzt ziemlich unglücklich vom Schiedsrichter. Cordero Vega winkt Brugue in dem Moment zurück ins Spiel, als Castrin auf der Seite, auf der Levantes Kapitän ins Spiel zurückkehrt, einen Pass empfängt. Er hat keine Ahnung, als Brugue mit Dampf in seinem Rücken auftaucht und den Ball stiehlt. Und setzt dann so zum Foul an, dass er sich die Gelbe Karte abholt. Das war vermeidbar.
Dann aber ein kurzes Break in dieser nun temporeichen Veranstaltung: Brugue blockt einen Schuss seines eigenen Kollegen aus kurzer Distanz unglücklich mit dem Gesicht. Er berappelt sich erst schnell, weil der Angriff weiterläuft, dann zieht es ihn aber wieder benommen zu Boden und er braucht eine Behandlungspause.
Und es bleibt rassig. Weil Correira auf der linken Seite den nächsten Tempolauf initiiert und sich ein packendes Duell mit de la Fuente leistet. Der zieht, zerrt, ruckelt, foult aber nicht. Und bekommt den schnellen Correira mit seiner riskanten Grätsche schlussendlich verteidigt.
Die zweite Halbzeit entschädigt bislang sehr gut für die fahrige erste. Levante haben wir so eine schnelle und überzeugende Antwort nicht unbedingt zugetraut. Im Prinzip war das eben die erste Torchance für die Gastgeber.
Tor
Toooor! UD LEVANTE - FC Sevilla 1:2. Hier ist ja jetzt richtig was los. Levante findet unmittelbar die Antwort. Eine Seitenverlagerung landet am rechten Strafraumeck bei Brugue. Der wartet, bis er hinterlaufen wird, spielt den Ball dann aber nicht nach außen, sondern nach innen Richtung Grundlinie. Dort ist Ivan Romero nämlich eingestartet. Und dessen Schuss aus spitzem Winkel wird noch so leicht abgefälscht, dass er direkt unterm Tordach einschlägt. Vlachodimos bekommt die Fäuste nicht rechtzeitig hoch.
Vorlage
Vorlage Roger Brugué
Auswechslung
Außerdem kommt Thiago Fernandez für Victor Garcia, dann kann es weitergehen.
Auswechslung
Zwei Wechsel bei den Hausherren, bevor es weitergeht. Ratkov kommt für Musuayi, der hier gar keine Erwähnung fand. Was seine Leistung dann ganz gut beschreibt.
Tor
Tooor! UD Levante - FC SEVILLA 0:2. Der Treffer zählt! Sierra dribbelt halbrechts auf den Strafraum zu, stoppt ab. Und hebt den Ball aus dem Stand elegant wie brandgefährlich vors Tor. Fast einen Tick zu hoch, aber Ure steht klasse in der Luft und kann per Kopf nochmal querlegen für Correira. Der schiebt aus zentralen vier Metern locker links unten ein. Und weder Ure noch Correira standen bei diesem sehr schönen Angriff im Abseits.
Vorlage
Vorlage Robbie Ure
Jetzt aber: 2:0 für Sevilla? Die Fahne geht hoch, Correiras Treffer zählt erstmal nicht. Aber das war haarscharf. Der VAR schaut drauf.
Es ist auffällig, wie viel bei Sevilla über Fofana geht. Um nicht zu sagen alles. Der wuchtige, aber auch spielerisch so sichere zentrale Mittelfeldmann ist zweifellos der Offensivmotor der Andalusier. Immer wieder treibt er mit seinen langen Schritten und seiner körperlichen Präsenz die Angriffe seines Teams an.
Nimmt das Spiel im zweiten Durchgang etwa Fahrt auf? Sevilla kommt mit Fofana, der von halblinks gen Zentrum dribbelt und den kurzen Pass zu seiner Rechten zu Suazo spielt. Der gibt direkt weiter auf Sierra, wie auf einen Rechtsaußen im Handball. Sierra hält mit viel Wucht von rechts im Strafraum drauf - und scheitert an der Latte. War Ryan da noch dran? Wohl kaum. Viel Glück für Levante!
So muss sich Levante mit dem Freistoß am rechten Strafraumeck zufriedengeben. Der wird per Kopf zur Bogenlampe verklärt. Und die boxt Vlachodimos mit einer Faust aus seinem Fünfer.
Gelbe Karte
Ein schneller Angriff von Levante endet in einer Gelben Karte für Correira, weil der auf der rechten Seite Victor Garcia umrennt und der so den steilen Pass von Romero nicht erreichen kann. Da ist Sevilla gut davon gekommen. Hätte Garcia den Pass erhalten, der Weg zum Tor wäre nicht mehr lang gewesen.
Durch die ganz guten Abschlüsse zum Ende des ersten Durchgangs hat sich der FC Sevilla doch noch auf einen ansehnlichen xGoals-Wert von 1,36 hochgespielt. Und da kommt jetzt noch was drauf, denn Ure schießt nach einem schnell und gewieft ausgeführten Einwurf von links im Sechzehner nur einen Meter vorbei. Keine Frage: Sevillas Führung ist verdient.
Alle zurück. Keine Wechsel. Weiter gehts.
Erst in den letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs zog das Spiel mal etwas an, bis dahin war es ein ziemlicher Krampf, den sich Levante und Sevilla leisteten. Die Gäste führen zwar, aber weniger aus Eigenleistung, sondern weil Ndukwe der eine und bislang entscheidende Fehler unterlief. Levante war bemüht, aber ungefährlich. In der Schlussphase arbeitete Sevilla dann am 2:0, es hätte aber nicht wirklich zum Spielverlauf gepasst. So bleibt das wenig unterhaltsame Duell zumindest offen.
Die erste Hälfte ist rum.
Und weiter Sevilla: Sierra zieht von der rechten Seite nach innen, steht nur zehn Meter vor dem Tor und schießt. Zwei Levante-Verteidiger bekommen noch gerade so das Bein dazwischen und blocken den Schuss mit Glück aufs Tordach. Die folgende Ecke bringt nichts ein.
Fast das 2:0! Und das machen Ure und Fofana im Alleingang. Fofana spielt aus dem Zentrum heraus nach halbrechts in die Spitze zum Stürmer und zieht den Sprint an. Ure verzögert kurz und wartet, geht dann aber auch ins Tempo und legt den Ball zum hinterlaufenden Fofana ab. Der wiederum spielt schnell wieder zum ins Zentrum ziehenden Ure. Und der legt seinen Abschluss aus halbrechten sieben Metern nur knapp am langen Pfosten vorbei.
Und nochmal Sevilla, diesmal aus dem Spiel heraus: Iglesias schaltet sich vorne ein und schießt aus halbrechter Position nach der vollendeten Verlagerung von Agoume wuchtig aufs Tor. Ryan geht auf ein Knie, streckt die geballten Fäuste aus und wehrt erfolgreich ab.
Fofana sieht sich einer Viermannmauer gegenüber und setzt zum flatternden Bogenball mit der Innenseite an. Gar nicht schlecht. Drall ist drin. Die Kugel fällt aber nicht schnell genug runter und landet in der Tormitte am hinteren Teil des Tornetzes auf dem Tordach.
Gelbe Karte
Das Spiel wird ein Tick interessanter. Jetzt gibt es auf der anderen Seite einen spannenden Standard. Ure dribbelt sich geschickt um de la Fuente herum und wird gelegt, das zieht die erste Gelbe nach sich. Und den Freistoß 25 Meter halblinks vor dem Tor.
Und tatsächlich ist die Ecke nicht ohne. Vlachodimos will sein Verschulden wettmachen, kommt aber am kurzen Pfosten nicht durch den Verkehr und so nicht sauber an die Hereingabe. Der Ball springt frei und Sevilla hat Glück, dass Castrin richtig steht, um per Fallrückzieher zu klären.
Auch sowas kann mal interessant werden: Vlachodimos braucht zu lange für seinen Abschlag, die Uhr läuft ab - und der Schiedsrichter verhängt den Eckstoß für UD Levante.
Hui, das war mal nett. Fofana nimmt zehn Meter vor der Mittellinie den Ball auf und stiefelt los. Und stiefelt weiter. Und lässt sich nicht aufhalten, stiefelt sich auch am weiter unglücklich agierenden Ndukwe vorbei. Bis vor Ryan. Der Ball springt aber einen Tick zu weit vor und Ryan ist zu nah, als dass Fofana ihn am Torhüter vorbeilegen kann. So ist Endstation für den Mittelfeldmann mit den mächtigen Schritten.
Ein langer Einwurf von der linken Seite wird zweifach verlängert und flippert durch Sevillas Strafraum und halbrechts in den Rückraum. Dort zieht Toljan direkt ab, wird aber geblockt.
Das 1:0 für Sevilla hat dem auch bis dahin nicht ansehnlichen Spiel überhaupt nicht gutgetan. Von den Gästen kommt seitdem nämlich gar nichts mehr. Es spielt mittlerweile nur noch UD Levante. Doch da fehlen offenbar die Mittel, um nachhaltig Druck und Torgefahr zu erzeugen. Das Bemühen ist zu erkennen, der durchschlagende Erfolg aber nicht vorhanden.
Da kommt mal was: De la Fuente nimmt 30 Meter vor dem Tor Anlauf und schießt aufs Tor. Castrin zieht den Kopf ein, sein Keeper wird den schon haben. Doch der Aufsetzer kommt tückischer aufs Tor, als man zunächst denken mag. Vlachodimos kann erst spät reagieren und lenkt den Ball dann aber erfolgreich zur Seite.
Übrigens gilt dieser lahme Eindruck vom Spiel auch für den FC Sevilla. Letztlich macht einzig der Fehler von Ndukwe den Unterschied.
Es dümpelt gewaltig. Aufregung und Attraktivität halten sich unverändert in Grenzen, es gibt kaum Szenen, die es wert wären, geschildert zu werden. Die Statistik weist zwei Torschüsse für Levante auf, hätten wir gewusst, dass sie so rar werden würden, hätten wir sie aufgegriffen. Jetzt können wir sie kaum rekapitulieren.
Und dann mischen sich auch noch immer wieder mal Fehler ein. Wie jetzt von Levante-Coach Ryan, der einen unsauberen Pass nach vorne spielt, der fast zum zweiten Geschenk wird, letztlich springt aber nur ein Einwurf für Sevilla raus. Und das macht nichts, nach dem Einwurf werden drei, vier Pässe gespielt, dann unterläuft Fofana der Fehlpass ins Seitenaus.
Die Spielanteile sind fast exakt ausgeglichen, gefühlt 99 Prozent davon spielen sich aber in torungefährlichen Bereichen des Spielfelds ab. Ganz viel Ballgeschiebe im Mittelfeld, kaum einmal ist einer der Strafräume zu sehen. Ein recht eintöniges und wenig aufregendes Match bis hierhin.
Für Levante war das eben schon das dritte Gegentor in den ersten 15 Minuten eines Spiels, kein spanischer Erstligist ist in dieser Zeit anfälliger. Und die Antwort fällt dünn aus. Sevilla kontrolliert das Geschehen. Ohne zu glänzen, aber eben ungefährdet und ruhig.
Bitter für Ifeanyi Ndukwe, dem hier dieser böse Fehler unterläuft, der aber direkt aufmunternde Worte von seinen Teamkollegen zugesprochen bekommt. Wenn es einem passieren darf, dann einem 18-jährigen Abwehrtalent in seiner ersten Auslandsstation. Robbie Ure dagegen wurde sein erstes Tor für sein neues Team leichtgemacht.
Tor
Tooooor! UD Levante - FC SEVILLA 0:1. Ein Geschenk am Montagabend: UD Levante lullt sich mit seinem fahrigen und langsamen Aufbauspiel selbst ein. Und dann gerät ein Rückpass von Ndukwe viel zu kurz und verkümmert. Ure ist vor Keeper Ryan am Ball, legt ihn sich vorbei und schiebt ein. De la Fuente kann mit seiner langen Grätsche fast noch blocken, kommt aber zu spät.
Also muss Levante auf den ersten konkreten Abschluss noch warten. Zumal Sevilla hier eher den Ton angibt und dem Spiel seinen Stempel aufdrückt. Die Gäste sind darauf bedacht, Tempo und Schärfe hochzuhalten.
UD Levante will sich was abgeschaut haben, auch hier kommt der lange Ball zum Zug. Mit dem Unterschied, dass er zu nah ans Tor geschlagen wird und dem hinterhereilenden Brugue der Platz ausgeht. Vlachodimos steht dann 15 Meter vor seinem Tor und nimmt den freien Ball problemlos auf.
Da hatte UD Levante ganz schön Glück. Von einem langen Ball überrumpelt. Correira muss den aufs Tor bringen, er stand halblinks im Strafraum völlig frei und schloss unbedrängt ab. Ob es sich noch rächt?
Die erste gute Chance lässt dann aber nicht lange auf sich warten. Ein langer Ball fliegt von der rechten Seite in die Spitze zu Fofana, der den Ball mit der Brust mitnimmt und dann am Strafraumeingang mit der Hacke für den nachrückenden Ure tropfen lässt. Der legt direkt ab für Correira. Und der verhunzt den Abschluss aus relativ zentralen zwölf Metern völlig und schiebt es offenbar auf die Beschaffenheit des Rasens. Scheinbar ist ihm der Ball da versprungen.
Sevillas erster offensiver Ausflug ist ein weiter Einwurf, der in den Strafraum geschleudert und von Kike Salas verlängert wird. Dann aber versandet. UD Levante kann das auf dem Papier steigern: Aus einem Vorstoß auf der linken Seite resultiert die erste Ecke der Partie. Die bekommt Sevilla aber problemlos geklärt.
Der Anpfiff von Schiedsrichter Adrian Cordero Vega, das letzte Match des 8. Spieltags in LaLiga läuft.
Sevilla hat derweil die Spiele von Barca, Atletico, Real Betis und Real Madrid beobachtet und musste vier Siege der großen Favoriten sehen, Sprünge sind also nicht drin heute. Stattdessen geht es darum, den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Levante liegt den Sevillistas dabei: Nur Real, Barca und Villarreal haben hier häufiger gewonnen als die Andalusier.
Für UD Levante geht es derweil im verzwickten zweiten Jahr erneut nur um den Klassenerhalt. Nach zuletzt einem Remis und zwei Niederlagen und erst einem Saisonsieg zeigt der Trend mit nur fünf Punkten abwärts. Ein dritter Sieg in Folge gegen Sevilla, und Levante würde zu den acht anderen Teams stoßen, die allesamt acht Punkte auf dem Konto haben. Nennt man dann wohl ein breites Mittelfeld.
Das gelang dem FC Sevilla zum Saisonstart ganz ordentlich. Mit vier Siegen und einem Remis ist die Erfolgsbilanz des Saisonstarts sehr ordentlich, die beiden Niederlagen wurden gegen Atletico Madrid und das alles beherrschende FC Barcelona kassiert und waren entsprechend verkraftbar. Als Fünfter bestehen berechtigte Hoffnungen, dass der auf links gedrehte Klub zu ruhmreichen Tagen der 2010er Jahre zurückkehren könnte. Manchmal vergisst man, dass Sevillas letzter Europa-League-Triumph erst drei Jahre her ist.
Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel des Vorjahrs gegen die ehemaligen Europa-League-Könige konnte UD Levante gewinnen. Sowohl beim 3:0 auswärts als auch beim 2:0 daheim wurde dabei nicht mal ein Gegentor kassiert. Sechs von 42 Punkten gegen Sevilla, die auf Revanche pochen. Nach vier Jahren in den Niederrungen von LaLiga samt akuter Abstiegssorgen soll schließlich endlich wieder der Kontakt zur Spitzengruppe hergestellt werden.
Drei Jahre lang kämpfte sich UD Levante durch die Mühlen der 2. Liga in den Vororten und Kleinstädten Spaniens ab, ehe am Ende der Saison 2024/25 endlich die Rückkehr in LaLiga als Zweitligameister feststand. Es folgte eine Saison als Aufsteiger, die der kleinere Klub aus Valencia erfolgreich mit dem Klassenerhalt beendete. Wofür auch zwei ganz wichtige Siege gegen den FC Sevilla verantwortlich zeichneten.
Der FC Sevilla wird von Luis Garcia gecoacht. Und der war mit dem 1:3 gegen den FC Barcelona vor drei Wochen offenbar gar nicht so unzufrieden. Er wechselt seine Startelf nämlich nur auf einer Position aus: Kike Salas spielt für Adouna Sangante.
So beginnt der FC Sevilla: Vlachodimos - Juan Iglesias, Andres Castrin, Kike Salas, Suazo - Agoume, Kochorashvili - Miguel Sierra, Fofana, Felix Correira - Ure.
UD Levante verlor das letzte Spiel vor der langen Länderspielpause mit 1:3 gegen den FC Villarreal. Trainer Luis Castro nimmt im Vergleich dazu heute drei personelle Veränderungen vor. Ifeanyi Ndukwe, Yanis Musuayi und Victor Garcia sind allesamt neu dabei. Sie ersetzen Enzo Bardeli, Thiago Fernandez und Aissa Mandi.
So spielt UD Levante: Ryan - Toljan, Adrian de la Fuente, Ndukwe, Manu Sanchez - Roger Brugue, Oriol Rey, Jon Ander Olasagasti, Victor Garcia - Musuayi, Ivan Romero.
Herzlich willkommen in LaLiga zur Begegnung des 8. Spieltages zwischen UD Levante und dem FC Sevilla.