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SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

Polen - Argentinien. WM 2022 Gruppe C.

Stadium 974Zuschauer44.089.

Polen 0

    Argentinien 2

    • A Mac Allister (46. minute)
    • J Álvarez (67. minute)

    Live-Kommentar

    Damit stehen die Achtelfinals der oberen Turnierhälfte fest. Morgen und übermorgen folgt die untere, morgen unter anderem mit der DFB-Elf gegen Costa Rica, ab 16:00 Uhr aber erstmal mit der Gruppe F und u.a. Belgien und Kroatien. Von dieser Stelle war es das. Vielen Dank für das Interesse und bis morgen!  

    Zwischenzeitlich sah es danach aus, dass die Fairplay-Wertung die Entscheidung herführt. Durch das Tor von Saudi-Arabien, das sich vom historischen Sieg gegen Argentinien nun nichts kaufen kann und als Gruppenletzter ausscheidet, in der Nachspielzeit ist es aber doch das um ein Tor bessere Torverhältnis der Polen, das den Ausschlag gegenüber Mexiko gibt. Argentinien schiebt sich dagegen verdientermaßen auf Rang 1 und ist gegen Australien klarer Favorit. Genauso wie Polen gegen Frankreich Außenseiter ist. 

    Und damit endet kein hochklassiger, aber an Spannung nicht zu überbietender WM-Abend. Argentinien hat bewiesen, dass das 1:2 gegen Saudi-Arabien nur ein Ausrutscher war und bot heute die mit Abstand beste Turnierleistung. So selbstbewusst, spielfreudig und mit einem starken Messi haben wir die Albiceleste in diesem Turnier erwartet. Polen dagegen hat auf ganzer Linie enttäuscht, hat phasenweise um den Rückflug gebettelt und noch massig Chancen zugelassen, vom völlig fehlenden Offensivgeist mal ganz zu schweigen, und kann von Glück reden, dass es trotz allem fürs Achtelfinale reicht. 

    Polen jubelt, weil Saudi-Arabien trifft. Zwei Minuten später ist das Spiel beendet. Und Polen folgt Argentinien in die K.o.-Phase ohne eigenes Zutun. 

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    Schlusspfiff, Glückwunsch an Argentinien, das im Achtelfinale steht. Und Polen muss noch gut vier Minuten bangen. 

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    Sieben Minuten Nachspielzeit bei Mexiko vs. Saudi-Arabien. Die werden noch ein, zwei Minütchen spielen, wenn hier Schluss ist. 

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    Messi, Almada, schnell links raus, Tagliafico lupft halblinks im Strafraum. Über Szczesny hinweg. Aber Kiwior klärt eineinhalb Meter vor der Linie mit dem Kopf. 

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    Sechs Minuten müssen die Polen hier noch überstehen. Argentinien lässt Gnade walten. Oder hat Messi noch einen im Köcher? 

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    Stillstand im Stadium 974, hier passiert nichts mehr. Polen will nur keins mehr fangen, den Rest soll der liebe Gott übernehmen. Ein Beben dagegen im Lusail Iconic, Mexiko trifft zum 3:0 - allerdings aus dem Abseits heraus. 

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    Die Nerven bei Polen liegen blank. Immer wieder werden Bilder eingeblendet, die die polnische Bank zeigt, die die Augen auf dem Parallelspiel hat. Dort rennt Mexiko weiter für das dritte Tor an. 

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    Gleichzeitig lässt Argentinien den Gegner aber auch zappeln wie einen an Land gezogenen Fisch. Dicker, nein, katastrophaler Fehler von Kiwior, der an der linken Außenbahn von de Paul angelaufen wird und in Panik versetzt Lautaro Martinez vors eigene Tor schickt. Der Inter-Stürmer setzt seinen schwachen Abschluss aber links neben das Tor. 

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    Bei Argentinien geht auch der zweite Torschütze vom Feld: Mac Allister geht, Almada kommt. 

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    Krychowiak rauszunehmen erscheint sinnvoll Sinn, der hat schon Gelb, sieht er Gelb-Rot, bekommt Polen weitere drei Punkte in der Fairplay-Wertung aufgebrummt und kann die Koffer packen. Haltet uns ruhig für verrückt, aber das spielt alles eine Rolle gerade. Außerdem kommt mit Piatek aber auch ein Stürmer aufs Feld. Schießt Polen auch nur ein Tor, sieht alles wieder etwas besser aus. 

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    Von Polen kommt nach wie vor nichts. Von Argentinien kommt Messi. Der Doppelpass am Strafraumrand mit Lautaro Martinez geht aber schief. 

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    Auch der feine Vorlagengeber Fernandez verlässt das Feld, Pezzella kommt rein. 

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    Torschütze Alvarez hat seine Aufstellung gerechtfertigt und sich für einen Achtelfinaleinsatz beworben. Jetzt kommt Lautaro Martinez zurück auf seine Position. 

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    Es ist mittlerweile so absurd, dass wir jede Gelbe mit einem dicken Ausrufezeichen markieren müssen. Krychowiak sieht sie für ein Foul im Mittelfeld. Damit steht es nach Gelben Karten in der Fairplay-Wertung zwischen Mexiko und Polen 6:4. Wenn sich das auch noch ausgleicht, werden Stäbchen gezogen, oder so. 

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    Das ist enttäuschend, was Polen bietet. Nach der Leistung heute wäre ein Achtelfinaleinzug nicht verdient. So wie Polen aber um den dritten Gegentreffer bettelt und so wie parallel Chavez einen Freistoß für Mexiko beinahe in den Winkel hämmert (Keeper Al-Owais verhindert es), wird es dazu aber auch nicht kommen. 

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    Traumpass von Messi in den Lauf von Alvarez, der frei vor Szczesny den Ball aus halbrechter Position wuchtig ins Außennetz haut. Das sah aus, als landete die Kugel im Knick, da wurde es kurz laut im Stadion. 

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    Nächster Wechsel bei Polen, Jedrzejczyk kommt für Bereszynki. 

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    Außer bei Szczensy. Der schmeißt sich nach wie vor rein. Den Ablauf der argentinischen Angriffe kennen wir mittlerweile, über die Flügel, zur Grundlinie, Pass in den Rückraum. Jetzt wieder Tagliafico auf Messi, der scheitert aus elf Metern an Szczesny. Der Abschluss war nicht ganz sauber, so bot sich dem überragenden Keeper noch die Möglichkeit. 

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    Es wird immer skurriler. Polen und Mexiko sind jetzt punktgleich, haben die gleiche Tordifferenz, die gleiche Anzahl erzielter Tore und trennten sich 0:0. Aktuell steht Polen im Achtelfinale, weil es weniger Gelbe Karten gesammelt hat als El Tri. Verlassen sie sich eben da drauf. In diesem Spiel hier geht nämlich nach wie vor nichts. 

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    Tooooor! Polen - ARGENTINIEN 0:2. Das war jetzt nur eine Frage der Zeit. Alvarez erhöht für die Albiceleste. Argentinien spielt sich 30 Meter vor dem gegnerischen Tor fest, eine lange Passstafette. Dann zieht Fernandez kurz an und hebt den Ball ganz leicht in den Sechzehner zu Alvarez. Der steht seitlich zum Tor, geht zwei Meter parallel zur Grundlinie Richtung Zentrum und legt den Ball mit der Innenseite ganz sicher ins lange Eck.  

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    Vorlage Enzo Jeremías Fernández

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    Messi wird immer schwerer zu halten, dabei muss Argentinien ja gar nicht mehr. Nächster Sprint auf die letzte Abwehrkette zu, den lebenden Baumstamm Glik lässt er stehen. Krychowiak kommt gerade noch recht, um den Schuss von halblinks zum achten Eckball zu blocken, der abermals keinen Ertrag bringt. 

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    Für Polen spielt jetzt Szymanski anstelle von Bielik. 

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    Nächste gute Chance für Argentinien. De Paul befreit sich aus einer Drucksituation per Kopfball in den Mittelkreis zu Messi, der legt rechts raus zu Tagliafico, der sich direkt mal auf die Reise macht. Den flachen Pass in den Rückraum haben wir jetzt schon ein paar Mal gesehen, auch Tagliafico beherrscht den und findet Torschütze Mac Allister. Dessen Abschluss ist diesmal aber zu unpräzise. 

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    Dass Tagliafico für den ausgepumpten Acuna kommt, ist dagegen positionsgetreu. Neue Frische für die so gefährliche linke Angriffsseite der Argentinier. Auch wenn das Tor paradoxerweise über rechts fiel. 

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    Doppelwechsel bei Argentinien, Paredes kommt für di Maria. Das ist eine deutlich defensiver ausgerichtete Personalie. 

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    Wie lange lässt Polen es darauf ankommen? Es gäbe ja auch immer noch die Option, aktiv am Spielgeschehen teilzunehmen, klar, etwas zu öffnen, aber auch aufs Tor zu gehen. Und nicht auf die Schützenhilfe zu setzen. Aber die Offensivbemühungen halten sich weiter in Grenzen. Und Lewandowski verzweifelt. Polens einziger Abschluss war Gliks Kopfball vorhin. 

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    Mexiko erhöht auf 2:0, El Tri fehlt nur noch ein Tor fürs Achtelfinale. Und just in dem Moment legt Messi rechts im Strafraum gefährlich für Alvarez auf, der mit seinem Schuss hängen bleibt. Polen schwimmen die Felle davon. 

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    Messi gegen alle. Sechs weiß-rote-Verteidiger können seinen Tempolauf von der Mittellinie gen Strafraum nicht stoppen. Halblinks im Sechzehner rutscht ihm der Abschluss aber über den Spann, das sieht man selten. Glück für die Polen. 

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    Und auch das sei nochmal betont: Gewinnt Saudi-Arabien und bleibt es hier beim 1:0 für Argentinien, auch dann ist Polen auf einmal raus. 

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    Das Tor jetzt auch im Lusail Iconic, Mexiko geht 1:0 in Führung und ist damit punktgleich mit Polen. Polen hat noch das um zwei Tore bessere Torverhältnis. Wir haben ja schon mal angedeutet: Das steht alles spitz auf Knopf. 

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    Und der folgende Freistoß wird zu Polens erster Torchance. Und die ist gleich richtig ordentlich. Zielinski mit der scharfen Hereingabe. Zehn Meter vor dem Tor steigt Glik hoch und köpft nur knapp am langen Pfosten vorbei. Martinez blieb versteinert stehen. 

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    Acuna kommt rechts an der Außenbahn zu spät gegen Lewandowski und sieht die erste Gelbe der Partie. 

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    Tooooor! Polen - ARGENTINIEN 0:1. 45 Minuten lang verzweifelt Argentinien an Szczesny, dann braucht die Albiceleste keine zwei Minuten. Aber da kann Polens Keeper mal gar nichts für. Romero aus der Abwehrkette auf Molina, der nimmt di Maria rechts mit, überläuft, wird bedient, spielt von der Grundlinie flach acht Meter vor das Tor. Mac Allister steht blank und schiebt ein. Polnische Verteidiger? Fehlanzeige. 

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    Vorlage Nahuel Molina Lucero

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    Makkelies zweiter Anpfiff muss wiederholt werden. Dann geht das Spiel weiter. Argentinien unverändert. 

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    Außerdem wird Frankowski von Kaminski ersetzt. Michniewicz stärkt damit die labile rechte Seite. Und zieht Zielinski neben Lewandowski nach vorne. 

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    Doppelwechsel bei der polnischen Mannschaft. Skoras kommt für Swiderski. 

    Die Geschichte der ersten Hälfte hat Polens Keeper Szczesny geschrieben, der seine Mannschaft mit sieben Paraden und einem sensationell gehaltenen Messi-Elfmeter im Spiel hält. Das Geschehen ist spannend aufgrund der Gesamtsituation, beschwört aber keinen Rauschzustand, gerade in den letzten zehn Minuten kam Argentinien aber zu immer besseren Chancen, wodurch eine Führung verdient wäre. Polen will mauern, das gelingt nicht immer, vor allem die rechte Defensivseite ist löchrig. Nach vorne geht gar nichts, Lewandowski ist allein auf weiter Flur und sieht so keinen Stich.  

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    Pause! 

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    Drei Minuten gibt es obendrauf, drüben im gut 30 Kilometer entfernten Lusail Iconic sind es sechs, auch dort sind keine Tore gefallen. Nach der Hälfte des Abends sieht es also so aus, als bleibt erstmal alles so, wie es ist. Hochspannend ist das allemal, wenn auch nicht immer aufregend.  

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    Nächster Abschluss, di Maria von rechts, in die Arme von Szczesny, der jetzt schon seinen siebten Ball hält. Polens letztes Drittel ist feuerrote Zone gerade. Argentiniens Führungstreffer ist überfällig. 

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    Argentinien wirkt angestachelt und erhöht das Tempo. Alvarez zieht von Polens arg labilen rechten Seite nach innen und zieht wuchtig ab. Direkt auf Szczesny, der nach vorne prallen lässt. De Paul ist zu überrascht vom Abpraller und verpasst den Abstauber. 

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    Bei aller Neutralität: Dass dieser Elfmeter nicht zum Tor führte, tut dem Spiel gut und ist nur gerecht. So eine leichte Berührung wie der von Szczesnys Hand in Messis Gesicht hätte die Tragweite eines argentinischen Führungstreffers in dieser so wichtigen Partie nicht verdient. 

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    Aber wen interessiert das, wenn Szczesny einfach weiter so sensationell hält? Auch den zweiten gegnerischen Strafstoß im Turnier pariert Juves Stammkeeper. Messi halbhoch, aber scharf ins rechte Eck. Szczesny ist richtig unterwegs und wehrt mit einer Faust ab. Unfassbare Parade und einfach schön anzusehen. 

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    Dann wird Makkelie aber an den Videomonitor gebeten. Und er sieht, dass Szczesny Messi leicht im Gesicht berührt. Das reicht Makkelie für den Elfmeterpfiff, der nicht wirklich nachzuvollziehen ist. Das war kein elfmeterwürdiger Kontakt. 

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    Argentinien bleibt in der Szene, Alvarez mit der Flanke von links an den langen Pfosten gen Messi. Diesmal patzt Szczesny und segelt unter der Hereingabe her. Messi setzt den Kopfball neben das Tor, hält sich nach der Landung aber das Gesicht. Hat ihn Szczesny da im Gesicht erwischt? Makkelie lässt weiterspielen. 

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    DICKE Chance für Alvarez. Die mit Abstand dickste. Mac Allister zieht vor dem Strafraum das Tempo an und spielt einen klasse Steckpass in den Strafraum zum Man-City-Stürmer. Halbrechts kommt Alvarez zum Abschluss und scheitert an einer klasse Tat von Szczesny. 

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    Nächste Ecke für Argentinien, schon die sechste, diesmal verursacht von Kiwior. Diese Ausgabe wird kurz ausgeführt und landet im Rückraum bei Fernandez, dessen Schlenzer das rechte Kreuzeck um einen guten Meter verfehlt. 

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    Tückisches Ding von di Maria, der einen Eckball von rechts mit einem irren Bogen direkt aufs Tor zieht. Szczesny streckt sich und lenkt den Ball mit allem, was er hat, über die Latte. Im Anschluss gibt es ein verschmitztes Lächeln und einen Daumen hoch für seinen Juve-Teamkollegen di Maria. Schöne Szene. 

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    Wieder geht es über den sehr offensiv ausgerichteten Acuna, Messi findet ihn aus dem Zentrum heraus auf dessen linker Seite, diesmal kommt die flache Hereingabe, die aber an einem polnischen Bein hängen bleibt. Argentinien ist bemüht, etwas zwingender darf es Richtung Torabschluss aber noch werden. 

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    Gute Kombination der Albiceleste: Romero spaziert durchs Mittelfeld und löst dann mit einem Pass nach rechts zu di Maria aus. Der gibt direkt auf de Paul weiter zur Grundlinie, dessen Hereingabe an den kurzen Pfosten verpasst Alvarez nur knapp. Der Ball wird geblockt, dann schlägt Bielik ihn fahrlässig direkt vor die Füße von Acuna. Dessen Schuss von links im Strafraum zischt knapp am rechten Pfosten vorbei. 

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    Kernige Grätsche von Otamendi, der Zielinski im Mittelkreis erwischt, davor aber den Ball spielt. Makkelie sieht da kein Foul, das Spiel muss aber trotzdem kurz stoppen, weil Zielinski sich berappeln muss. 

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    Und so gestaltet sich die Partie abgesehen von den zwei kleinen Chancen für Messi und Acuna doch ziemlich lahm. Es ist ein dauerhaftes sich gegenseitiges Belauern. 

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    Polen ist auffallend deutlich darauf bedacht, Tempo und Aufgeregtheit aus dem Spiel herauszuhalten und so unnötige und aus der Hektik heraus geborene Fehler zu vermeiden. Auch die Risikobereitschaft ist gering. Bloß nicht in Rückstand geraten. Und vorne, mal gucken. Vielleicht nach einem Eckball? Vielleicht, aber noch nicht nach dem ersten von Zielinski jetzt, der wird verteidigt. 

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    Erstaunlich viel Platz für de Paul rechts an der Grundlinie nach einem einfachen Pass von di Maria. Und erstaunlich viel Zeit für de Paul nach der Ballannahme, um sich zu orientieren. Da darf der Flachpass ins Zentrum ruhig auch mal einen Mitspieler finden. Doch de Paul spielt einem Verteidiger in die Beine. Da war mehr drin, die Strafraumbesetzung war hoch. 

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    Aber wenn ein Team zum Abschluss kommt, dann Argentinien. Feiner Flugball von Messi aus dem Zentrum heraus links in den Strafraum zum aufgerückten Acuna. Der lässt mit einem Haken nach innen Zielinski aussteigen. Der Schuss rutscht ihm dann aber ab und landet im Oberrang. 

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    Es werden ein paar knackige und intensive Zweikämpfe geführt, dann hat Fernandez nach einem Ballgewinn mal einen Umschaltmoment, beim Steilpass auf Alvarez stimmt das Timing aber nicht. So ist das alles noch etwas dünn, was uns geboten wird. 

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    Ein erster Blick rüber aufs Parallelspiel, wo zwischen Saudi-Arabien und Mexiko auch kein früher Treffer gefallen ist. Dort hat Saudi-Arabien die große Chance, mit einem Sieg aus eigener Kraft ins Achtelfinale einzuziehen. Sollte das gelingen, fährt ein Team unseres Spiels definitiv nach Hause. Die Ausgangslage für Mexiko ist da noch etwas komplizierter, deswegen verschieben wir das nochmal. 

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    Aber dann bricht Messi das erste Mal durch und sorgt dafür, dass Szczesny das erste Mal ernsthaft eingreifen muss. Im Zentrum am Strafraumrand bekommt La Pulga die Kugel, er dribbelt nach links raus, der Winkel wird so spitz, dafür kann ihn aber auch keiner halten. Der stramme Schuss geht aufs kurze Eck, wo Szczesny sich nicht lumpen lässt. Die folgende Ecke, schon die zweite im Spiel, die erste haben wir unter den Tisch gekehrt, weil aus der so viel heraussprang, wie aus dieser: nichts. 

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    Bei Ballbesitz Argentinien formieren sich zwei dicht gestaffelte Viererketten vor dem polnischen Sechzehner. Da wird viel Geduld und Anlaufen benötigt werden, um die zu knacken. Und viele Umschaltmomente wird es bei so viel Ballbesitz womöglich nicht geben. 

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    Argentinien zieht nach, Messi holt sich im Gegenpressing den Ball und schießt aus 20 Metern aus der Drehung. Der Hoppelball landet in den Armen von Szczesny. Harmlos, aber das ist das Sinnbild der Herantastens. 

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    Den ersten Torschuss gibt dann aber Polen ab: Nach einem Einwurf spielt Cash rechts in den Sechzehner auf Lewandwoski, der dreht sich geschickt um Fernandez herum und legt an die Strafraumgrenze zurück. Dort schießt Bielik mit dem schwachen linken Fuß und wird geblockt. 

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    Das erste Duell zwischen Lewandowski und Messi hat der Pole gewonnen: bei der Platzwahl. Alles, um den Ball nach dem Anstoß ins Seitenaus zu prügeln. Danach ist Polen die ersten drei Minuten des Spiels nicht am Ball. Das ist schon mal ein Fingerzeig, in welche Richtung die 90 Minuten gehen könnten. 

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    Zehntausende Argentinier sorgen für Heimspiel-Atmosphäre im Container-Stadion 974. Nach über der Hälfte der auszutragenden WM-Spiele, die steile These: Die Albiceleste genießt den zahlenmäßig größten Support aller Nationen im Turnier in Katar. 

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    Der Niederländer war ein souveräner Leiter der Partie Spanien vs. Deutschland. Und Makkelie pfeift in diesem Moment das Gruppenfinale zwischen Polen und Argentinien an. 

    Die Achtelfinal-Gegner dieser Gruppe stehen seit kurz nach sechs auch schon fest: Der Gruppensieger trifft auf Australien. Der Gruppenzweite darf sich auf ein Match gegen Weltmeister Frankreich freuen. Es lockt die Wiederauflage des Achtelfinals 2018, als Frankreich im mit besten Spiel des Turniers Argentinien mit 4:3 schlug. 

    Polen und Argentinien treffen das dritte Mal im Rahmen einer Weltmeisterschaft aufeinander. 1974 gewann Polen mit 3:2, vier Jahre später gewann Argentinien mit 2:0 und holte wenig später den ersten WM-Titel. Das letzte Aufeinandertreffen war ein Freundschaftsspiel 2011, das Polen mit 2:1 gewann. 

    Zweiter Held gegen Saudi-Arabien, das in der engen Gruppe C wie Gegner Mexiko parallel noch aufs Achtelfinale schielt, war Keeper Sczcesny, der mit einer Doppelparade im Zuge eines Elfmeters für DIE Torwart-Szene des Turniers bis hierhin sorgte. Und mit weiteren Großtaten den Sieg festhielt. Polen steht sogar noch ganz ohne Gegentor da. 

    Außergewöhnlich emotional präsentierte sich Lewandowski beim 2:0 gegen Saudi-Arabien, als er zur Führung traf und den zweiten Treffer vorbereitete. Business as usual, sollte man beim Tore-Roboter denken, aber denkste. Stattdessen flossen nach dem ersten WM-Treffer des Ausnahmestürmers im fünften Spiel hemmungslos die Tränen. 

    Gegen ein enttäuschendes Mexiko wurde Messi(as) seiner Rolle schon mal gerecht, ein stillgelegtes Spiel drückte er mit einem Fernschuss aus dem Nichts in die richtige Richtung. So kommt es, dass Argentiniens Ausgangsposition gar nicht so schlecht ist heute. Allerdings nicht so gut wie die der Polen. Die gehen als Tabellenführer in den letzten Spieltag, ein Remis reicht, dann stünde Lewandowski erstmals in der K.o.-Runde einer WM.

    Und da steht er also, mitten im Raum, dieser riesengroße Elefant: Sehen wir heute das letzte WM-Spiel des besten Fußballers aller Zeiten? Oder wird Messi mal wieder zum Messias der stolzen Fußballnation Argentinien? Verliert die Albiceleste gegen Polen, sind sie raus. Gewinnt sie, stehen sie im Achtelfinale. Endet das Spiel remis, wird es kompliziert. Dazu dann später gegebenenfalls mehr. 

    Argentiniens Coach Scaloni hat trotz des 2:0-Sieges gegen Mexiko offenbar immer noch nicht seine Lieblingself gefunden und rotiert vier Mal, zum Teil zurück zu den Spielern, die den Auftakt gegen Saudi-Arabien in den Sand setzten. Zumindest gilt das für Molina und Romero, die anstelle von Lisandro Martinez und Montiel in der Abwehrkette spielen. Im defensiven Mittelfeld neben de Paul hat sich Fernandez mit seinem tollen Treffer gegen Mexiko empfohlen, Rodriguez weicht. Und im Sturm erhält Alvarez den Vorzug vor Lautaro Martinez. 

    Und so spielt Argentinien: Martinez - Molina, Romero, Otamendi, Acuna - de Paul, Fernandez - di Maria, Messi, Mac Allister - Alvarez. 

    Trainer Michniewicz lässt seine Mannschaft wie schon beim 2:0-Sieg gegen Saudi-Arabien in Lewandowskis bevorzugtem System spielen (4-4-2), tauscht die Startelf aber auf einer Position aus: Swiderski stürmt anstelle von Milik an der Seite des Kapitäns. 

    So geht Polen ins letzte Gruppenspiel der Gruppe C: Szczesny - Cash, Glik, Kiwior, Bereszynski - Zielinski, Bielik, Krychowiak, Frankowski - Swiderski, Lewandowski. 

    Herzlich willkommen bei der WM 2022 in Katar zur Begegnung der Gruppe C zwischen Polen und Argentinien.