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Schweden - England

FIFA WM 2018 Viertelfinale

Schweden 0

    England 2

    • H Maguire 30'
    • D Alli 58'

    Maguire und Alli treffen per Kopf

    WM 2018: England köpft sich ins Halbfinale - Schweden raus

    08.07.2018 | 12:04 Uhr

    0:18
    Schweden - England - die Highlights im VIDEO

    Die Three Lions bleiben auf Titeljagd: Die junge englische Mannschaft um Kapitän Harry Kane lässt das Fußball-Mutterland weiter vom zweiten WM-Triumph nach 1966 träumen. England gewann in einem über weite Strecken langatmigen Viertelfinale gegen biedere Schweden souverän mit 2:0 (1:0).

    Während die Skandinavier ihren ersten Halbfinaleinzug seit 1994 verpassten, zogen die Engländer erstmals seit 28 Jahren wieder in die Runde der letzten Vier ein. Dort wartet am Mittwoch in Moskau Gastgeber Russland oder Kroatien.

    Beide Treffer für die körperlich schwächeren Briten fielen gegen das diesmal nicht sattelfeste schwedische Abwehrbollwerk per Kopfball. Harry Maguire (30.) brachte die Engländer in Führung, Dele Alli (59.) sorgte für die Vorentscheidung, auch weil Torwart Jordan Pickford kurz nach dem 2:0 gegen Viktor Claesson (62.) und Marcus Berg (71.) glänzend parierte.

    FIFA WM 2018 in UHD: Sky zeigt 25 Spiele

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    Gestochen scharf durch das Sport-Highlight des Sommers: Erstmals in Deutschland überträgt Sky 25 Spiele der FIFA WM 2018 in Russland live und in Ultra HD.

    Kane erstmals torlos

    Englands Kapitän Kane, der bislang in jedem WM-Spiel getroffen hatte und mit sechs Treffern die Torjägerliste souverän anführt, blieb erstmals in Russland torlos. Den Fans der Three Lions war es völlig egal, sie feierten in Samara eine gewaltige Siegesparty - auch wenn die Partie zuvor ein hartes Stück Brot gewesen war.

    Beide Teams begannen sehr zurückhaltend, Sicherheit hatte auf beiden Seiten Priorität. Zudem kämpften viele Akteure zunächst sichtbar mit ihrer Nervosität, so dass die 39.991 Zuschauer kaum gelungene Spielzüge zu sehen bekamen. Die Schweden schafften es zudem, dem Spiel der jungen englischen Mannschaft durch ihre gewohnt penible Defensivarbeit das gefürchtete Tempo zu nehmen. Ein Warnschuss von Harry Kane (19.) war alles, was die Löwen in der ersten knappen halben Stunde zustande brachten.

    Spielplan der WM 2018

    Spielplan der WM 2018

    Der Spielplan zur WM in Russland.

    Torpremiere für Maguire

    Der Respekt der Elf von Teammanager Gareth Southgate war groß, einen frühen "Lucky Punch" der Schweden wollten sie unbedingt vermeiden. Der gelang ihnen dann selbst. Nach einer Ecke von Ashley Young setzte sich Maguire im Kopfballduell mit Schwedens Spielmacher Emil Forsberg durch und rammte den Ball ins Tor. Für den 25 Jahre alten Abwehrspieler von Leicester City, der vor zwei Jahren den Briten noch bei der EM in Frankreich als Fan die Daumen gedrückt hatte, war es im elften Länderspiel das erste Tor - und für England der achte von zehn Treffern, der nach einer Standardsituation fiel.

    1. Innenverteidiger Harry Maguire bringt die Three Lions nach einem Eckball per Kopf mit 1:0 in Führung.
      Image: Die Weltmeisterschaft 2018 ist eine WM der Standardsituationen: Herausragend sind dabei die Engländer: Acht von elf Toren der Three Lions (hier Harry Maguires 1:0 gegen Schweden) fielen nach Standardsituationen. Weitere Statistiken und Highlights. © DPA pa
    2. Harry Maguire ist im Schatten von Harry Kane ein weiterer Publikumsliebling geworden.
      Image: In Russland glänzten die Engländer bisher zudem als eiskalte Knipser: von 13 Versuchen (Schüsse/Kopfbälle) landeten zehn im gegnerischen Tor. © Getty
    3. Alli erhöht gegen Schweden.
      Image: Beim 2:0 gegen Schweden erreichte die Chancenverwertung der Engländer sogar 100 Prozent: Zweimal ging der Ball auf das Tor der Skandinavier, beide Kopfbälle waren drin. Hier feiert Dele Alli (l.) seinen Treffer. © Getty
    4. Lionel Messi und die Argentinier stehen nach dem, WM-Aus vor einem Umbruch.
      Image: Bei der 21. Auflage stehen erstmals weder Deutschland, noch Brasilien oder Argentinien unter den besten Vier. Kurios: Alle drei schieden in der Arena von Kasan aus, dem Friedhof der Weltmeister. Weitere bemerkenswerte Fakten zur WM. © Getty
    5. Neymar ist raus!
      Image: Eine WM ohne Brasilien und Deutschland unter den besten Vier gab es erst ein einziges Mal. Bei der ersten Weltmeisterschaft 1930 in Uruguay nach Deutschland nicht teil, die Selecao schied nach der Gruppenphase aus. © Getty
    6. Kevin De Bruyne versenkt die Kugel zum zwischenzeitlichen 2:0.
      Image: Das Aus der Brasilianer machte zudem das fünfte rein europäische Halbfinale der WM-Geschichte perfekt. Nur 1934, 1966, 1982 und 2006 hatten ausschließlich Mannschaften vom Alten Kontinent in der Runde der letzten Vier gestanden. © Getty
    7. Marco Reus, Thomas Müller, Leon Goretzka und Julian Brandt sitzen nach dem 0:2 gegen Südkorea enttäuscht auf der Bank.
      Image: Zum ersten Mal seit 1934 schied eine deutsche Mannschaft bereits in der Vorrunde aus. Auf die WM-Premiere 1930 hatte Deutschland freiwillig verzichtet. Von der WM 1950 in Brasilien, der ersten nach dem 2. Weltkrieg, war Deutschland ausgeschlossen. © Getty
    8. Portugals Superstar Cristiano Ronaldo bleibt im WM-Achtelfinale gegen Uruguay blass.
      Image: Neben Titelverteidiger Deutschland, Rekordweltmeister Brasilien und Argentinien mussten auch Spanien und Europameister Portugal frühzeitig die Heimreise antreten. Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Neymar bleiben weiter ohne WM-Triumph. © Getty
    9. SALAH
      Image: Erstmals seit der WM 1982 hat keine afrikanische Mannschaft die WM-Vorrunde überstanden. Vorzeitig scheiterten Ägypten (hier Liverpool-Star Mo Salah), Senegal, Tunesien, Marokko und Nigeria. © Getty
    10. ... und die japanischen Fans im Tal der Tränen.
      Image: Von den asiatischen Teams erreichte nur Japan das Achtelfinale, schied aber gegen Belgien aus. Zuvor waren Südkorea, Saudi-Arabien, Iran und Australien (spielt als Ozeanien-Vertreter in der Asien-WM-Qualifikation) in der Gruppenphase gescheitert. © Getty
    11. 14. Mexiko - Gegen Deutschland noch gut drauf zeigte die Formkurve zuletzt deutlich nach unten. Negativer Höhepunkt: das 0:3 gegen Schweden im letzten Gruppenspiel. Jetzt im Achtelfinale gegen Brasilien wohl chancenlos.
      Image: Für Mexiko war durch das 0:2 gegen Brasilien zum siebten Mal in Folge in einem WM-Achtelfinale Schluss. Panama war mit null Punkten und 2:11 Toren das schwächste der 32 Teams. Auch Costa Rica scheiterte in der Gruppenphase.  © Getty
    12. Es ist geschafft! England gewinnt erstmals ein WM-Elfmeterschießen.
      Image: England gewinnt ein WM-Elfmeterschießen! 'England win a penalty shootout! A headline you thought you’d NEVER read', titelte die 'Sun'. Torwart Pickford wird durch den gehaltenen Elfer zum Helden. © Getty
    13. Harry Kane behält gegen Kolumbien vom Punkt die Nerven.
      Image: Zuvor hatte es nur Niederlagen gegeben: 1990 (Halbfinale gegen Deutschland), 1998 (Achtelfinale gegen Argentinien), 2006 (Viertelfinale gegen Portugal). © Getty
    14. VAR
      Image: Noch etwas, was es in Russland bei einer WM zum ersten Mal gibt: der Videoassistent. Anders als in der Bundesliga funktioniert die Umsetzung bei der WM fast reibungslos. Die Entscheidungen sind zudem für die Zuschauer im Stadion sichtbar.  © Getty
    15. Mbappe
      Image: 151 Tore sind in 58 Spielen gefallen - ein Schnitt von 2,6. Die meisten Tore gab es 1998 (als erstmals mit 32 Mannschaften gespielt wurde) und 2014, als jeweils 171 Treffer erzielt wurden. Mit 20 Tore aus sechs Spielen wäre der Rekord erreicht. © Getty
    16. Die meisten Eigentore: 10 (!) Mal trafen in Russland schon Spieler ins eigene Tor. Doppelt so häufig wie während der gesamten WM 2014. Die bisherige 'Bestmarke' hatte es bei der WM 1986 in Mexiko gegeben.
      Image: Die meisten Eigentore: 10 (!) Mal trafen in Russland schon Spieler ins eigene Tor. Doppelt so häufig wie während der gesamten WM 2014. Die bisherige 'Bestmarke' hatte es bei der WM 1986 in Mexiko gegeben. © Getty
    17. 13. Dänemark - Das 0:0 gegen Frankreich ist wohl allen noch in Erinnerung - allerdings in keiner guten. Es war wohl das unattraktivste Spiel dieser WM. Gegen Kroatien werden die Skandinavier die Segel streichen.
      Image: 13. Dänemark - Das 0:0 gegen Frankreich ist wohl allen noch in Erinnerung - allerdings in keiner guten. Es war wohl das unattraktivste Spiel dieser WM. Gegen Kroatien werden die Skandinavier die Segel streichen. © Getty
    18. Chadli
      Image: Noch nie gab es bei einer WM so viele späte Siegtore. Neun Mal fiel der entscheidende Treffer nach der 90. Minute, 2014 waren es acht (inkl. Verlängerungen). Den bisher letzten Siegtreffer in der Nachspielzeit erzielte Belgiens Chadli gegen Japan. © Getty
    19. Standards
      Image: Standards sind ein probates Mittel bei der WM - nicht nur für die Engländer: Mehr als 40 Prozent aller Tore wurden nach ruhenden Bällen erzielt. Eines der schönsten davon: Cristiano Ronaldos direkter Freistoß gegen Spanien im ersten Gruppenspiel.  © Getty
    20. Tolisso
      Image: Noch kein Tor eines Bayern-Profis. Weder ein deutscher Nationalspieler, noch Robert Lewandowski (Polen), James Rodriguez (Kolumbien) und Thiago (Spanien) waren erfolgreich. Frankreichs Corentin Tolisso könnte den Bayern-Bann noch brechen. © Getty
    21. Jan Vertonghen
      Image: Der Belgier Jan Vertonghen stellte mit seinem Kopfballtor zum 1:2 beim 3:2 gegen Japan eine Bestmarke auf: Der 31-Jährige traf aus 18,6 Metern. Die größte Distanz seit Beginn der Datenerfassung bei WM-Endrunden im Jahr 1966.
    22. Neumann
      Image: Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Fernsehens wurden WM-Spiele von einer Frau kommentiert. Wie Claudia Neumann (ZDF) ihren Job ausübte, gefiel nicht jedem. Es gab üble Beleidigungen in den sozialen Medien. Die Polizei ermittelt. © Getty

    Der Gegentreffer lag den Schweden danach schwer im Magen, sogar die strikte Zuordnung in der Defensive ging vorübergehend verloren. Raheem Sterling hatte noch vor der Pause die Riesenchance zum 2:0, der Angreifer von Meister Manchester City vertändelte den Ball in der 45. Minute völlig freistehend vor Torwart Robin Olsen.

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    Schweden offensiv zu harmlos

    In der zweiten Hälfte gelang dem Team von Coach Janne Andersson, das zuvor nur einen einzigen Ballkontakt im englischen Strafraum hatte, ein Blitzstart. Den Kopfball des Ex-Hamburgers Marcus Berg (47.) parierte Pickford aber klasse.

    Doch die Schweden waren spielerisch zu limitiert, um die Engländer ernsthaft unter Druck setzen zu können. Das Wunsch-Szenario aus dem Achtelfinale konnte nicht mehr eintreten: irgendwie ein Tor schießen und dann hinten reinstellen. Der Leipziger Forsberg, der den Siegtreffer gegen die Schweiz erzielt hatte, wurde bereits nach 65 Minuten ausgewechselt.

    1. Der wird ihm noch lange, lange nachhängen: Uruguays Keeper Fernando Muslera rutscht der Ball gegen Frankreich durch die Hände in die Maschen. Der wohl entscheidende Patzer zum Viertelfinal-Aus gegen Frankreich.
      Image: Im Viertelfinale gegen Frankreich leistet sich Uruguays Torwart Fernando Muslera einen kapitalen Patzer. Doch nicht nur er Griff bei dieser WM ins Leere. Sky Sport zeigt alle verhängnisvollen Torwartfehler der WM in Russland. © Getty
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      Image: Der französische Superstar Antoine Griezmann nimmt sich ein Herz und schießt aus knapp 20 Metern zentral auf das Tor. Eigentlich eine leichte Fangübung für einen Torhüter. © Getty
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      Image: Doch Fernando Muslera unterschätzt die Flugkurve des Balls und schlägt ihn ins eigene Tor. © Getty
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      Image: Nicht weniger bitter ist der Fehler von Spaniens Torwart David de Gea. Der beste Torhüter der englischen Premier League will einen eigentlich harmlosen Schuss von Cristiano Ronaldo aufnehmen. © Getty
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      Image: Allerdings rutscht ihm der Ball nach rechts ab und kullert in das Tor. Das Spiel endet 3:3. Ansonsten leistet sich de Gea keinen Patzer im Turnier. Dennoch wird er in Spanien als Hauptverantwortlicher für das frühe WM-Aus abgestempelt.  © Getty
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      Image: Einen folgeschweren Patzer mit dem Fuß leistet sich Willy Caballero. Im Gruppenspiel gegen Kroatien will er Ante Rebic überlupfen.  © Getty
    7. Caballero leistet sich gegen Kroatien einen kapitalen Fehler.
      Image: Der 36-Jährige erwischt den Ball allerdings kaum und Rebic bestraft die Leichtsinnigkeit mit einem strammen Schuss ins rechte Eck. Caballero absolviert nach diesem Patzer kein weiteres Spiel für Argentinien. © Getty
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      Image: Im Achtelfinale bahnt sich bereits die große Sensation an. Japan führt gegen Belgien 2:0. Doch dann erzielt Jan Vertonghen ein Kopfballtor aus 18 Metern. WM-Rekord!  © DPA pa
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      Image: Japans Torwart Eiji Kawashima sieht dem Ball nur zu, wie er in hohem Bogen ins Tor fliegt. Für Japan ist dieses Gegentor der Anfang vom Ende. Belgien gewinnt das Spiel mit 3:2. © DPA pa

    Halbfinale gegen Russland oder Kroatien - LIVE auf Sky Sport UHD

    Spätestens nach den vergebenen beiden Chancen nach dem 2:0 ging den Skandinaviern allmählich die Körperspannung verloren, sie wirkten müde und ausgelaugt - und waren von einer erfolgreichen Aufholjagd meilenweit entfernt.

    Am kommenden Mittwoch (ab 19:45 Uhr live auf Sky Sport UHD und im Liveticker auf skysport.de) treffen die Engländer nun im Halbfinale auf den Gewinner der Partie Russland vs. Kroatien. (sid)

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