FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg; 2. Bundesliga
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FC St. Pauli - 1. FC Nürnberg. 2. Bundesliga.
Millerntor-Stadion.
Das wars von dieser Stelle aus dem Unterhaus. Dort gehts nächsten Freitag weiter. Der 11. Spieltag startet dann mit den Begegnungen Dresden vs. Fürth und Braunschweig vs. Cottbus. Bis dahin und noch einen schönen Sonntag!
Auf den Club warten nun zwei Heimspiele an den nächsten Samstagen. Erst kommen die Lilien, dann die Eintracht aus Braunschweig.
Zum Abschluss noch ein kleiner Ausblick. Nächstes Wochenende muss der FC St. Pauli den schweren Gang nach Magdeburg antreten, bevor in der Woche drauf der VfL Bochum am Millerntor angekündigt ist.
Was heißt das für die Tabelle? Der Club verdrängt Wolfsburg wieder von Platz 2, während St. Pauli nach sechs ungeschlagenen Spielen eine angesichts des Spielgeschehens eher unwahrscheinliche Niederlage hinnehmen muss und den Spieltag als Achter beendet.
Zäumen wir das Pferd mal von hinten auf. xG-Werte beim Abpfiff: St. Pauli 3,88, Nürnberg 0,89. Wäre das Ergebnis heute umgekehrt ausgefallen, würden sich alle weiteren Erklärungen erübrigen. Aber weil der Club hier 3:1 gewann, brauchts schon ein paar Worte. St. Pauli lieferte ein richtig gutes Heimspiel ab, scheiterte aber am Chancenwucher und immer wieder am überragenden Reichert. Die Clubberer überließen das Spiel weitgehend den Hamburgern und nutzte selbst Chancen, die sie gar nicht hatten. Siehe das Eigentor von Smit. So steigt man auf.
Und dann ist diese überaus denkwürdige Partie beendet. Echt schade.
Gelbe Karte
Taktisches Foul von David Nemeth im Mittelfeld - Gelb.
Und fast wäre es hier noch dicker gekommen. Nächster Vorstoß der Clubberer, St. Pauli ist jetzt natürlich etwas offen. Von der Strafraumgrenze scheitert Haugen am rechten Pfosten, der Ball prallt nach halbrechts, von wo dann Masouras nochmal eine Möglichkeit bekommt, die Voll aber aus dem kurzen Eck fischt.
Tor
Tooor! St. Pauli - NÜRNBERG 1:3. Das ist der Club. Der braucht nicht viel. Als Vögelchen käme er mit zwei Körnern über Winter, die fünf Jahre dauern. Ein Entlastungsangriff bringt die Entscheidung. Der Angriff beginnt auf der rechten Seite, dann wird verlagert. Porstner bekommt den Ball an der Außenlinie, spielt einen Doppelpass mit Böving, dribbelt den Strafraum an, legt vom Strafraumeck quer, Kornwachs nimmt nur kurz den Kopf hoch und jagt den Ball ins rechte Kreuzeck. Unglaublich.
Vorlage
Vorlage Eric Porstner
Auf der Gegenseite fackelt Klein aus der zweiten Reihe nicht lange und prüft Reichert mal aus der Distanz. Den Flatterball kann Reichert nur nach vorne prallen lassen, und im Strafraum rauschen Ceesay und Kaars um Zentimeter am Ball vorbei. Junge, Junge, was für ein Spiel.
Einer der seltenen Entlastungsangriffe der Franken. Und das gibt zwei dicke Möglichkeiten. Ein Pass von der linken Grundlinie kommt zu Masouras durch. Sein erster Versuch als Flachschuss aus halblinker Position im Strafraum wird geblockt, sein zweiter, er kann den Abpraller aufnehmen, ein Schlenzer aufs lange Kreuzeck, wird von Nemeth auf der Linie geklärt.
Auswechslung
Und Styopa Mkrtchyan für Tim Janisch. Zwei Wechsel, die dezidiert defensiv ausgerichtet sind. Ein Fuchs, der Klose.
Auswechslung
Crunchtimewechsel beim Club: Rafael Lubach anstelle von Marc Kornwachs.
St. Pauli wirft alles nach vorne, Nürnberg alles nach hinten.
Noch knapp zehn Minuten sind zu spielen, wird noch das eine oder andere Minütchen obendrauf geben. Faszinierende Schlussphase.
Auswechslung
Lars Ritzka rein, Youssoupha Niang raus. Das muss genügen.
Gelbe Karte
Rafael Lubach, Foul im Mittelfeld, Gelb, keine Zeit.
Dicke Chance für St. Pauli, ausgehend von Smith und Fujita am Mittelkreis kombiniert sich St. Pauli überragend durchs Zentrum. Der Steckpass an die Strafraumgrenze ist perfekt, aber die Rettungsaktion von Porstner gegen Kaars, als der schon zum Schuss frei vor Reichert ausholt, ist noch viel besser. Ganz großes Kino hier.
Gelbe Karte
Joel Fujita hält im Mittelfeld gegen Lubach drauf und kassiert als erster Hamburger Gelb.
Für den FC St. Pauli gäbe es jetzt gute Gründe, einfach aufzustecken. Wie willste dich denn gegen die Fußballgötter behaupten? Oder das Schicksal? Die Bestimmung?
So wie Nürnberg hier heute trifft, können Sie ja mal hochrechnen - erreicht der Club heute einen xG-Wert von 1,00, gewinnt er wahrscheinlich zweistellig.
Auswechslung
Julian Justvan geht für Giannis Masouras vom Feld.
Tor
Tooor! St. Pauli - NÜRNBERG 1:2. Was für ein Tor! Aber der Reihe nach. Oppie leistet sich einen Fehlpass der katastrophalen Art. Ballbesitz St. Pauli links in der Verteidigung. Oppie will die Situation mit einem Rückpass klären, passt aber zu kurz auf Voll. Haugen spritzt dazwischen, versetzt den aus dem aus dem Tor eilenden Voll und geht rechts zur Grundlinie durch die Ausweichbewegung. So weit haben wir das alle schon gesehen. Aber dann schiebt Haugen aus UNMÖGLICHEM Winkel (xG 0,07, was mir ziemlich hochgegriffen scheint) den Ball einfach mal Richtung Tor. Und trifft aus einem Winkel von vielleicht einem Grad? Unglaublich.
Auswechslung
Feierabend für Branimir Hrgota, Martijn Kaars kommt für den Angriff bei den Gastgebern.
Gelbe Karte
Sigurd Haugen fällt Ritzka, der fällt. Klare Sache, die nächste Gelbe.
Wars vielleicht doch nur ein Strohfeuer der Gäste? Wollte sich der FC St. Pauli nach dem Ausgleich nur sammeln? Nürnberg zieht sich wieder weiter zurück.
Gelbe Karte
Alexis Kalogeropoulos verhindert die schnelle Ausführung eines Einwurfs im Mittelfeld und holt sich dafür Gelb ab.
Und steht noch eine ziemlich interessante Schlussphase bevor.
Auswechslung
Und Rayan Ghrieb wird durch William Böving ersetzt.
Auswechslung
Klose wechselt doppelt. Feierabend für Piet Scobel, Sigurd Haugen übernimmt.
Die Partie scheint also wirklich offener zu werden. Das Vermögen ist da. Im Nachhinein wirkt es fast so, als hätten die Gäste versucht, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Denn nun sehen wir - es geht doch!
Und tatsächlich werden die Gäste aktiver. Bauen über die linke Seite aus, bleiben zwar mit einer Kombination hängen, weil ein Zusammenspiel zwischen Lubach und Justvan am linken Strafraumeck scheitert, aber der Ball fällt Fernandez vor die Füße, der sofort abzieht. Aus 20 Metern flach aufs linke untere Eck. Da fehlte wirklich nicht viel!
So ein bisschen steht der Club jetzt natürlich unter Zugzwang. Auf die Gesamtsituation bezogen, Tabelle und so. Wobei ein Remis in Hamburg heute schon als Erfolg zu bewerten wäre.
Müssen wir jetzt nicht drüber diskutieren, der Ausgleich ist natürlich hochverdient. Ironisch ist fürwahr, dass es eigentlich gerade so wirkte, als könne der Club die Partie etwas unter Kontrolle bringen.
Auswechslung
Erstmals wechselt St. Pauli. Mathias Rasmussen, eben noch mit dem vorentscheidenden Pass in die Tiefe, hat das Spiel für Sam Klein verlassen.
Tor
Tooor! ST. PAULI - Nürnberg 1:1. Runtergefahren? Ha, ha. Der Club führt den Ball in der eigenen Hälfte und wird erpresst. Und dann gehts schnell. Rasmussen eröffnet aus dem Zentrum mit einem Pass nach rechts, Pyrka läuft frei bis fast zur Grundlinie, spielt scharf an den ersten Pfosten, halbhoch, nicht gerade anspruchslos, Ceesay hält den Fuß rein. Und der Ball schlägt unter der Latte ein. Selbst Reichert konnte da nichts mehr machen ...
Vorlage
Vorlage Arkadiusz Pyrka
Hat nach Wiederbeginn ein paar Minuten gedauert, doch den ganz großen Druck hat der Club jetzt ins Leere laufen lassen. Mittels längerer Ballbesitzphase wird die Begegnung jetzt etwas runtergefahren.
Gelbe Karte
Eric Porstner reißt den ballführenden Hrgota zu Boden und kassiert so die erste Gelbe der Partie in einer überaus fairen Begegnung. Das war erste das dritte (!) Foul des Spiels. In der zweiten Spielhälfte, versteht sich.
Aber jetzt doch auch der erste Abschluss der Gäste, die mal ganz kurz am gegnerischen Strafraum auftauchen. Porstners Abschluss aus 25 Metern kommt aber dann fast ein wenig früh, so gut war die Position nicht. Der Schluss verfehlt das Tor deutlich.
Die zweiten Bälle landen in der Regel sofort wieder bei St. Pauli, Nürnberg hat dazu große Probleme mit dem Gegenpressing.
Ja, der Club steht hier sofort wieder unter Druck. St. Pauli presst, ein Ball nach dem anderen kommt in den Strafraum geflogen. Entlastung für die Franken? Fehlanzeige.
St. Pauli kombiniert sich ganz gut durchs Zentrum, doch der lange Ball auf Ceesay zentral in die Spitze ist am Ende zu ungenau. Reichert musste heute schon schwierigere Aufgaben lösen.
St. Pauli presst zu Beginn der zweiten Hälfte sehr hoch, das hat schon zu dem ein oder anderen Ballgewinn geführt. Gleichzeitig wird der Rückraum etwas entblößt, was interessante Umschaltmöglichkeiten eröffnen könnte.
Hat also den Anschein, als ginge es dort weiter, wo die erste Hälfte endete. Wobei die Franken gerade in der Schlussphase der ersten Hälfte etwas besser in die Begegnung kamen. Immerhin hatte der Club 60 Prozent Ballbesitz vor der Pause. Auch wenn sich das ganz anders anfühlte.
Und gleich legt St. Pauli wieder los. Flanke von der rechten Seite, Reichert ist dazwischen, der Ball kommt im Strafraum wieder runter, fällt im Strafraumgewühl vor die Füße von Metcalfe, der sofort aus acht Metern abdrückt, ein Verteidiger wirft sich in Todesverachtung dazwischen. Rettung in höchster Not.
Weiter gehts. Personell starten beide Teams unverändert in die zweite Hälfte. Mental? Wird man sehen.
Und schauen wir auf die xG-Werte der ersten Hälfte, unterstreicht das in Zahlen, wozu eben noch Worte dienten. St. Pauli steht bei 2,38, Nürnberg bei 0,19. Und so gesehen ist der Zwischenstand eigentlich fast absurd. So einer wie Reichert, der gewinnt Spiele.
Die ersten 45 Minuten waren ein Spiel auf ein Tor. Nürnberg hatte praktisch keine erwähnenswerten Abschlüsse, profitierte von einem Eigentor. Und St. Pauli erarbeitete sich zahlreiche Hochkaräter, scheiterte aber immer wieder am überragenden Reichert im Club-Kasten, der selbst beste Torchancen zu entschärfen wusste. Bereits jetzt ist der Club-Keeper schon der Mann des Spiels, wie auch immer die Partie am Ende ausgeht.
Und schon ist Pause in dieser unterhaltsamen Begegnung.
Gut, beim Pass von Metcalfe lag eine knappe Abseitsposition vor, ein Treffer hätte also nicht gezählt. Aber die Szene erzählt die Geschichte der ersten Hälfte "in a nutshell". St. Pauli lässt die besten Möglichkeiten liegen. Und Reichert hält halt, was zu halten ist. Und den Rest auch.
Das ist ein Scherz. St. Pauli kontert, Metcalfe treibt den Ball durchs linke Halbfeld, alle konzentrieren sich auf ihn. Und keiner hat Ceesay auf dem Zettel, der im Zentrum frei in den Strafraum einläuft. Der Pass kommt perfekt. Ceesay visiert das linke Eck an, Reichert reagiert ÜBERRAGEND mit einer Fußabwehr.
Drei Minuten gibts obendrauf, wahrscheinlich, weil Reichert so häufig den Ball hinterm Tor holen musste.
Die Partie verfällt so in einen Plätschermodus - das kann dem Club nur hilfreich sein.
Diese Aktion gerade löst eine kleine Drangphase der Gäste aus. Nicht in dem Sinne, dass sie sich eine Chance nach der anderen erarbeiten. Mehr so, jetzt kann St. Pauli aber nicht angreifen, ätsch.
Nun mal eine längere Ballstafette der Franken, die das Spiel langsam in die St.-Pauli-Hälfte verlagern. Porstner kommt hinter die Kette auf der linken Außenbahn, seine flache Hereingabe bleibt jedoch zu ungenau. Immerhin mal ein Offensivakzent.
20 Ballkontakte hatte St. Pauli im gegnerischen Strafraum, der Club kommt gerade mal auf vier. Aber das scheint ja völlig zu reichen.
Betrachten wir das mal aus Nürnberger Sicht, ist von einer glücklichen Führung zu sprechen. Reichert zeigt bisher eine famose Leistung, ist jeder Situation gewachsen. Seine Vorderleute lassen jedoch viel zu viel zu. Und die Offensive der Franken hat von ihrer bekannten Spielstärke noch nichts gezeigt.
Halbe Stunde gespielt. Und wir wissen jetzt schon, dass es gleich in der Kabine der Gastgeber eigentlich nur um ein Thema gehen kann: die Chancenverwertung. Ansonsten ist das ein erstklassiger Auftritt, an dem es wenig auszusetzen gibt.
Metcalfe läuft frei aus 40 Metern aufs Tor zu. Muss er machen, oder? Eigentlich war das ein Pass von Nemeth aus dem rechten Halbfeld auf Ceesay, der wie Otto zum Ball geht. Beide verpassen und die Kugel rollt durch ins völlig offene Zentrum. Und Metcalfe erläuft den Ball, hat viel Zeit zu überlegen, ist nicht der schnellste, driftet leicht in die rechte Halbspur, kommt aber an der Strafraumgrenze trotzdem alleine an, nur noch Reichert vor sich, schiebt er knapp am linken Pfosten vorbei.
Die Partie scheint sich gerade ein wenig zu beruhigen, gute Nachricht für die Gäste. Wait a minute ...
Fast eine halbe Stunde gespielt, inzwischen gabs einen harmlosen Versuch von Ghrieb für die Franken. St. Pauli kommt derweil schon auf zwölf Torschüsse. Und da waren ein paar dicke Dinger mit in der Verlosung.
Das war erneut eine Riesenmöglichkeit für die Hamburger, die jedoch in der xG-Statistik gar nicht auftaucht, weil der Abschluss ausblieb. Unter dem Strich können wir aber schon von einem Chancenfeuerwerk sprechen. Der Club wird so gesehen mittlerweile fast ein wenig passiv. Die Ballbesitzwerte sagen was anderes: Da stehen die Gäste nämlich bei 55 Prozent.
Wieder St. Pauli. Aus der Abwehr schlägt Voll einen wunderbaren Ball ins rechte Halbfeld, wo Hrgota frei durch ist und den Strafraum ansteuert. Am Sechzehner nimmt Hrgota den Kopf hoch, sieht den freien Ceesay im Zentrum und legt quer. Reichert löst sich von der Linie und fängt die Hereingabe ab. Wow.
So langsam hätten die Gastgeber schon Anlass zu hadern. Schauen wir spaßeshalber mal auf die xG-Werte, bietet sich folgendes Bild. Nürnberg steht bei 0,00. St. Pauli bei 1,42. Die Gäste sind immer noch ohne Abschluss! Und führen 1:0.
Nach einer Ecke für St. Pauli wirds turbulent. Zunächst wird die Hereingabe von der rechten Seite geklärt. Als Halbvolley haut Oppie den Ball von der Strafraumgrenze ... an die Latte. Und St. Pauli bleibt dran, Smith bringt beim nächsten Versuch den Ball flach an den rechten Pfosten, Ceesay scheitert aus kürzester Distanz an Reichert.
Sonderlich beeindruckt zeigen sich die Hamburger vom frühen Rückschlag nicht. In einer Begegnung auf Augenhöhe sind sie das etwas aktivere Team - mit mehr Zug zum Tor.
Nach seiner Behandlung muss Smith kurz das Spielfeld verlassen - 60 Sekunden, in denen Nürnberg in Überzahl spielen kann. Aber da der Ball die meiste Zeit ruht, passiert gar nix.
Die Partie ist unterbrochen, weil Smith angeschlagen ist, der bei einem Zweikampf im Mittelfeld wohl umgeknickt ist.
Ballgewinn im Mittelfeld durch Ceesay, und der kommt so in eine Umschaltsituation. Er treibt den Ball durchs zentrale Mittelfeld und legt vor dem Sechzehner nach rechts. Rasmussen zieht von dort mit Spielgerät vor den Strafraum und schlenzt aufs lange Eck, verzieht nur knapp.
Einen großen Vorwurf kann man Smith in dieser Situation kaum machen. Aus kürzester Distanz wurde er praktisch angeschossen, als er den Passweg zustellen wollte. Er blieb in der Situation, löblich, aber in diesem Falle unglücklich.
Tor
Tooor! St. Pauli - NÜRNBERG 0:1. Da ist der erste Abschluss, der eigentlich keiner ist. Die Gäste kommen über die rechte Seite, wo Justvan sich etwas glücklich im Zweikampf nach Zuspiel von Janisch durchsetzt, da Ritzka sich verschätzt. Der Nürnberger geht zur Grundlinie und wandert Richtung Tor, will scharf in den Sechzehner legen, doch Smith hat den Braten gerochen, stochert dazwischen, befördert bei seiner Abwehraktion den Ball aber am kurzen Pfosten in den eigenen Kasten. Um so bitterer für die Hamburger - weil alle Passwege ins Zentrum perfekt zugestellt waren.
Vielleicht ja jetzt? Längere Ballbesitzphase der Franken, die den Ball sehr geduldig im Mittelfeld laufen lassen, immer wieder durch Seitenwechsel Lücken zu reißen versuchen. Doch die Abwehr der Hamburger steht bisher sehr gut, verschiebt schnell und geht die Seitenwechsel mit. Das Tempo hier ist erheblich.
Wie gesagt, das ist hier ein sehr munterer Beginn, auch der Club mischt munter mit, bekommt seine Vorstöße aber noch nicht zu Ende gespielt. Aber hey, wir befinden uns gerade mal in der fünften Spielminute.
Und wieder die Gastgeber, die diesmal mit Hrgota über die rechte Seite kommen. Vor dem Strafraum legt Hrgota ins Zentrum, Fujita fackelt nicht lange und schießt aus 20 Metern halbrechter Position - knapp über die Latte. Ganz schön Zug drin hier.
Groß abgetastet wird hier aber nicht. Beide Teams gehen sofort drauf. So lässt der erste Abschluss auch gar nicht lange auf sich warten. Oppie geht über die linke Seite bis ins Angriffsdrittel und schickt eine halbhohe Hereingabe in den Strafraum, Ceesay hält den Fuß rein und schickt den Ball knapp am langen Pfosten vorbei.
Robert Hartmann pfeift an am Millerntor.
An einer ähnlichen Serie arbeitet zurzeit der Klub aus der Hansestadt. Das Team von Rapp ist seit sechs Partien ungeschlagen. Doch die vielen Remis auf diesem Wege - vier an der Zahl-, die kosten richtig Punkte. Kuriosum am Rande - für beide Teams gabs die letzte Niederlage in einem Ligaspiel gegen Kaiserslautern.
Und zu allem Überfluss ist gestern auch noch der VfL Wolfsburg vorbeigezogen. Zumindest für heute droht von hinten noch keine Gefahr - die übrigen Partien heute spielen in anderen Tabellenregionen. Aber natürlich würde Nürnberg gerne wieder an die Serie vor der Niederlage auf dem Betzenberg anknüpfen, als man neun Spiele in Folge ungeschlagen blieb.
Für den Club war es die zweite Pflichtspielniederlage in Folge, nachdem man in der Vorwoche zu Hause Kaiserslautern unterlag; die Hertha nutzte diese Gelegenheit, um sich an der Spitze etwas abzusetzen. Hat nach dem Sieg gestern jetzt schon zehn Zähler Vorsprung.
Die Franken unterlagen bei Leverkusen 2:5, in Erinnerung bleibt, dass man dabei - keine Schande bei einem Bundesligisten - eine 2:0-Führung aus der Hand gab, dabei hat man reichlich Körner verbrannt, ohne jedoch davon profitieren zu können.
Ob es sich am Ende als Vorteil herausstellt, dass St. Pauli unter der Woche kein Pflichtspiel hatte, weil man bereits in der 1. Pokalrunde rausgeflogen ist?
Die Gäste waren unter der Wochen noch im DFB-Pokal in Leverkusen aktiv, da müssen die Kräfte anders eingeteilt werden. Miro Klose bringt mit Porstner, Ghrieb und Scobel drei Neue für Ceresoli, Böving und Haugen. So sind wir eigentlich wieder bei der Anfangsformation bei der Heimniederlage gegen den FCK angekommen.
Und so starten die Franken: Reichert - Janisch, Kalogeropoulos, Otto, Porstner - Markhiev, Fernandez, Justvan - Ghrieb, Scobel, Lubach.
Nach dem 0:0 bei den Lilien am letzten Sonntag hat Marcel Rapp eine Veränderung vorgenommen. Anstelle von Niang beginnt im Angriff Hrgota.
St. Pauli spielt mit dieser Elf: Voll - Nemeth, Smith, La. Ritzka - Pyrka, Rasmussen, Fujita, Oppie, Metcalfe - Hrgota, Ceesay.
Spitzenspiel in der 2. Liga, nach den gestrigen Ergebnissen ist der Club unter Druck. Und St. Pauli will sich weiter der Spitzengruppe nähern. Wir werfen einen Blick auf die Aufstellungen ...
Herzlich willkommen in der 2. Bundesliga zur Begegnung des 10. Spieltages zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg.