VfB Stuttgart - Celtic Glasgow; UEFA Europa League Play-Offs

SPIELENDE n.V. LIVE Verl. HZ

VfB Stuttgart - Celtic Glasgow. UEFA Europa League Play-Offs.

MHP ArenaZuschauer58.500.

VfB Stuttgart 0

    Celtic Glasgow 1

    • L McCowan (1. minute)

    4-2

    Live-Kommentar

    Das wars von dieser Stelle aus der Europa League. Einen schönen Abend noch und bis zum nächsten Mal! 

    Und so gehts für beide Teams weiter: Celtic ist am kommenden Sonntag bei den Rangers zu Gast, wie bereits angesprochen für "The Old Firm". Der VfB empfängt am selben Tag die abstiegsgefährdeten Wolfsburger (Anpfiff 15:30 Uhr). Vorher richten sich die Augen der Schwaben aber sicherlich nach Nyon, wo morgen um 13:00 Uhr der Gegner im Achtelfinale ermittelt wird. 

    Letztlich war es dann doch nur ein Spiel für Statistik-Freaks. Denn Celtic gewinnt erstmals auf deutschem Boden. Ein Sieg, der gut fürs Gefühl ist, aber sportlich an sich wertlos, weil er nicht hoch genug ausfiel. In der ersten Szene der Partie ließ sich der VfB böse überraschen, aber ansonsten kontrollierten die Schwaben die Begegnung. Das Weiterkommen war nie ernsthaft gefährdet. 23:3 Torschüsse aus Stuttgarter Sicht unterstreichen das vielleicht zusätzlich.

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    Und dann ist Schluss.

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    Die Schotten rücken etwas auf und dadurch hat jetzt der VfB ausnahmsweise mal Platz für einen Konter. Nach Vorarbeit von Undav dringt schließlich El Khannouss über rechts in den Strafraum ein und wird natürlich geblockt. 

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    An der rechten Eckfahne holt El Khannouss einen Freistoß heraus, aber wenn man die Stuttgarter Ecken heute gesehen hat, kann man auf diesen Freistoß auch gut verzichten. 

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    Es gibt fünf Minuten obendrauf. 

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    Gleich bricht die letzte Minute an, der VfB bekommt noch einmal einen Eckstoß zugesprochen. Der nichts einbringt. Jedenfalls nix für den VfB, während Celtic noch mal einen Konter fahren kann. Iheanacho treibt den Ball bis zum Strafraum, Tounekti übernimmt dort, zieht von links ins Zentrum und prüft Nübel mit einem eher harmlosen Flachschuss. 

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    Führich legt zurück, Undav legt quer, El Khannouss wird beim Schuss von der Strafraumgrenze geblockt. War der 20. Abschluss der Schwaben. Da geht einfach nix durch. Vollversammlung im Strafraum von Celtic. Als obs noch um was ginge.

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    Damit haben beide Coaches ihr Wechselkontingent mittlerweile ausgeschöpft. 

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    Beim VfB geht nun Badredine Bouanani. Mit seinem letzten Wechsel bringt Hoeneß den Doppeltorschützen des Hinspiels, Bilal El Khannouss.

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    Unter Martin O'Neill hat Celtic noch nie drei Spiele am Stück verloren. Diese Serie könnte halten, wackelt aber gerade bedenklich. Andererseits, zwei Tore muss der VfB aber auch erst einmal machen. 

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    Bouanani-Steckpass rechts am Strafraum auf Vagnoman, der zur Grundlinie geht, zum kurzen Pfosten passt, wo Undav im letzten Moment am Einschieben gehindert wird. Nächstes dickes Ding für die Schwaben. 

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    Knappe Viertelstunde noch, der VfB arbeitet wacker am Ausgleich. Und der wäre dann doch die Entscheidung. Ähnlich hatten wir das schon phasenweise in der ersten Hälfte, als Celtic kaum aus der eigenen Hälfte kam. 

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    Für Reo Hatate kommt jetzt bei Celtic Kelechi Iheanacho.

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    Und der Treffer wird dann doch wegen Abseits kassiert. Das linke Schultereckgelenk von Demirovic war zwei Zentimeter vor der Fußspitze des letzten Verteidigers! Das hatte sich Demirovic tatsächlich ganz leicht verschätzt. Hatte sehr wohl auf den Verteidiger geachtet, aber nicht seine Schulter bedacht. 

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    Aus dem linken Halbfeld wird Demirovic mit einem Steckpass bedient, war schön zu sehen, wie er darauf achtete, nicht im Abseits zu landen. Der Angreifer dribbelt sofort quer in den Strafraum, etwa am Elfmeterpunkt läuft er sich fest, der Ball springt an die Strafraumgrenze und wird dort von Undav technisch fein direkt genommen. Der Ball schlägt unhaltbar unten links ein. Und dann greift der VAR ein. 

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    Bei einem Kopfballduell im Strafraum hat Demirovic was abbekommen, seine Nase scheint leicht zu bluten. Der Angreifer signalisiert aber sofort, dass er weitermachen kann. Sah auf den ersten Blick etwas schlimmer aus. 

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    Beim VfB hat Luca Jaquez Feierabend, Ramon Hendriks kommt rein. 

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    Nächster Versuch der Schwaben. Wieder läuft das mit einem Ball aus dem Zentrum über Führich, der ähnlich wie beim Abseitstor am Strafraum rechts abbiegt, seinen Schlenzer aber diesmal knapp rechts am Tor vorbeisetzt. 

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    So. Langsam nähern wir uns doch der Phase, in der Celtic, falls das heute noch was werden soll, doch ein wenig mehr riskieren muss. 

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    Und der Schütze des einzigen Treffers heute Abend, Luke McCowan, macht für Sebastian Tounekti Platz. Der stand beim Hinspiel noch in der Startelf. 

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    Doppelwechsel bei Celtic. Yang geht, Benjamin Nygren kommt. 

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    Einen hohen Ball im Mittelfeld kann Stiller per Kopf in die Spitze legen und Führich marschiert. Bis an den Strafraum auf der linken Seite, schlägt einen Haken nach innen, haut den Ball ins lange Eck ... und die Fahne geht hoch. Führich, der auf Verdacht gestartet war, stand ganz leicht im Abseits. Der VAR muss gar nicht erst eingreifen. 

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    Im Anschluss bleibt der VfB dran, Undav kann noch einen Schuss aus 20 Metern absetzen, der wird entscheidend zur Ecke abgefälscht. Die landet dann, von Führich getreten, direkt im Toraus. 

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    Gute Chance für die Gastgeber, die beste der Partie. Der VfB mal wieder am Strafraum, von der linken Strafraumseite spielt Karazor quer auf Bouanani, der noch einen Schritt ins Zentrum macht, bevor er aus 16 Metern abschließt. Erstmals überhaupt in dieser Partie muss Sinisalo wirklich fliegen. 

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    Und Angelo Stiller kommt für Chema.

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    Bei der nächsten Unterbrechung dann die Wechsel, die sich angekündigt hatten. Ermedin Demirovic für Tiago Tomas.

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    Geht weiter mit McGregor. Der Kapitän der Gäste kann die Partie fortsetzen. 

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    Spielunterbrechung: McGregor liegt auf dem Rasen nach einem Zusammenprall im Mittelfeld. An der Seitenlinie machen sich Demirovic und Stiller derweil einsatzbereit. 

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    Und, wenn auch ganz selten, kann Celtic Konter ansetzen, wieder geht der Ball links raus zu Maeda, der bei der Flanke von der Grundlinie geblockt wird. Ecke. Aber solange die Standards der Gäste von dieser Qualität bleiben, müssen keinem graue Haare wachsen. 

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    Bisschen statisch, das Spiel in dieser Phase. Der VfB lässt den Ball im Angriffsdrittel laufen auf der vergeblichen Suche nach Lücken. Die Schotten stehen gut und das reicht. Man kann nicht sagen, dass der Ausgleich in der Luft liegt. 

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    Nun wird auch O'Neill tätig, Colby Donovan, mit Gelb vorbelastet, weicht für Anthony Ralston.

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    Und Junior Adamu wird durch Tomas Cvancara ersetzt.

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    Da mal eine schöne Seitenverlagerung beim VfB, von links über zwei Stationen nach rechts. Sofort sind alle Celtic-Spieler wieder hinter dem Ball und der VfB verstrickt sich in den eigenen Mustern. Da noch ein Pässen, da noch ein Schnörkel, wirkt alles wenig zielstrebig. Sehr barock. 

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    Das 0:1 würde dem VfB ja genügen, aber es scheint ihm nicht zu reichen. 

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    Fast 85 Prozent Ballbesitz für die Schwaben zu Beginn der zweiten Hälfte. Aber auch fast der Durchbruch von Maeda nach einem langen Ball auf die linke Seite. Der Japaner holt einen Eckstoß heraus, der nichts einbringt. 

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    Dazu hatte Vagnoman schon einen Fehlschuss, ein Versuch von Mittelstädt wurde geblockt. Das zeigt schon einen gewissen Druck aufs Tor der Schotten, ist aber immer noch nicht zwingend. 

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    Die Schwaben kommen recht schwungvoll aus der Pause, so konnte Führich gleichmal eine Ecke herausholen. Ohne weitere Folgen. Aber immerhin.

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    Die Formation der Schotten bleibt vorerst unverändert. 

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    Die Partie läuft wieder. 

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    Beim VfB ist Jamie Leweling in der Kabine geblieben für Chris Führich.

    Die Partie begann mit einem Paukenschlag durch Celtic, das danach aber weitgehend auf der Triangel spielte. Der VfB übernahm die Spielkontrolle, spielte jedoch im letzten Drittel viel zu kompliziert, kleinteilig. Und blieb weitgehend ungefährlich. Eine zwingende Torchance konnten sich die Schwaben bisher noch nicht erspielen. Nach den ersten 45 Minuten kann man vor den Schotten nur den Hut ziehen. Sie sind noch nicht ausgeschieden.

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    Pause!

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    Colby Donovan reißt Leweling fast das Trikot vom Leib, als der mal wieder durchstarten will. Dafür gibts die erste Verwarnung.

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    McCowan bricht auf der rechte Seite im Strafraum durch, etwas glücklich, aber bei der Flanke wird er von Mittelstädt zur Ecke geblockt. Nach einer Kopfballstafette über drei Stationen landet der Ball bei Nübel. Also nicht komplett ungefährlich, diese Situation, auch wenn am Ende die Fahne wegen einer Abseitsposition hochgeht. 

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    Man stelle sich vor, die Schotten könnten hier auf 2:0 erhöhen. Dann wirds auf einmal zu einer Nervensache ...

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    Eine Pause für Stiller hatte Hoeneß heute sicherlich eingeplant, aber so, wie das hier läuft, ist gut vorstellbar, dass der VfB nach der Pause etwas umstellt. 

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    Langsam nähern wir uns dem Ende der ersten Hälfte, gerade gelingt es Celtic, sich ein wenig freizuschwimmen. Dadurch verschiebt sich das Spielgeschehen mehr ins Mittelfeld, was allerdings auch Räume eröffnen kann. Leweling bricht links wieder durch, findet aber im Strafraum keinen Abnehmer. 

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    Jetzt kann Leweling mal auf links seinen Gegenspieler abhängen, läuft fast von der Mittellinie bis zum Strafraum, aber seine Hereingabe hat dann eher Alibifunktion, da war kein Stuttgarter auch nur in der Nähe. Wieder der letzte Pass halt. Zu seiner Entschuldigung muss man allerdings auch festhalten, dass die Unterstützung durch die nachrückenden Kollegen in dieser Situation eher bescheiden war. 

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    Bis zum Strafraum sieht das mittlerweile beim VfB ganz gut aus, der letzte Pass fehlt noch. Die Gäste kommen kaum noch aus der eigenen Hälfte, ganz zu schweigen von konstruktiven Ballbesitzphasen. 

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    Nach Ballgewinn im Mittelfeld kann der VfB schnell umschalten. Zwei Stationen und Bouanani steht an der Strafraumgrenze, braucht dann aber zu lange, um zum Abschluss zu kommen. Und schon ist der Ball wieder weg. Kurz, ganz kurz gabs da vorne eine Lücke. 

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    Und diese Kompaktheit in der Defensive, die funktioniert. Immer wieder bleiben die Pässe in der vielbeinigen Abwehr hängen. So richtig dicke Möglichkeiten kann sich der VfB nicht erarbeiten, der mittlerweile auf über 70 Prozent Ballbesitz kommt.

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    Immer wieder kleine Fehlerchen im Spiel der Stuttgarter, die den Druck etwas herausnehmen. Aber die Schotten stehen nun auch immer tiefer. Für Umschaltsituationen werden die Wege weiter. Am Strafraum von Celtic wird die Geschichte extrem kompakt. Da müssen die Bälle schon sehr genau kommen. 

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    Mittelstädt flankt von der linken Strafraumseite an den Torraum, kurz vor Bouanani springt der Ball noch einmal auf und wird so schwer zu verarbeiten. Die indirekte Abnahme fliegt dann weit über den Kasten. Da hätte Bouanani einen Schritt auf den Ball zumachen müssen, um den direkten Abschluss zu suchen ... Er war völlig ungedeckt.

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    So langsam entwickelt die Partie die Optik, die man vielleicht von Anfang an erwartet hatte. Dominante Stuttgarter mit viel Ballbesitz, vorsichtig agierende Schotten, die auf Umschaltsituationen lauern.

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    Das war gefährlich. Der Angriff der Schwaben läuft über die rechte Seite, Karazor hebt den Ball ins Zentrum vor dem Strafraum, Undav verlängert sofort auf Leweling, der aber etwas lange braucht, um den Ball zu verarbeiten. Und dann ist die Chance auch schon verpufft. Hätte Leweling vielleicht den direkten Abschluss suchen müssen.

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    Der Anfangsschwung der Schotten wird in dieser Phase erst einmal ausgebremst, weil der Ball jetzt auch sicherer durch die Stuttgarter Reihen läuft. Die Partie insgesamt verliert dadurch an Tempo.

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    Der VfB kommt durchs Zentrum, Karazor treibt den Ball bis vor den Strafraum und setzt auf rechts Bouanani ein, der nach innen zieht und aus 20 Metern aufs rechte Eck zielt. Sinisalo macht seine Sache gut und lenkt den Ball um den Pfosten. 

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    Langsam kommt der VfB besser ins Spiel, die Ballpassagen werden ausführlicher, Celtic zieht sich nun etwas zurück. 

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    Beim nächsten Vorstoß dann aber auch endlich der erste Abschluss für den VfB, wieder läuft das Spiel über Leweling, der von links in den Strafraum eindringt und aus der Halbdistanz aufs kurze Eck zielt. Aber mit diesem Versuch hat Sinisalo keine Mühe. Kommen langsam besser ins Spiel, die Schwaben. 

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    Erste Halbchance für den VfB, Bouanani flankt vom rechten Strafraumeck zum langen Pfosten, von wo Leweling per Kopf zurücklegen will auf Undav, der Ball bleibt jedoch hängen. 

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    Auch dieser Standard wird nicht gefährlich, aber Celtic bleibt in Ballbesitz und setzt sich fest. Mit der Mannschaft, die dem VfB im Hinspiel gegenüberstand, ist diese Truppe kaum zu vergleichen. Nicht nur wegen der acht Veränderungen. 

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    Jetzt wieder Celtic, wieder über rechts, wieder über Adamu, der Maeda im Strafraum sucht, bei der Hereingabe geblockt wird. Ecke für die Gäste, die bleibt aber ähnlich harmlos wie eben auf der Gegenseite. Bringt aber über Umwege eine weitere Ecke. 

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    Leweling will auf der linken Seite durchbrechen, Yang grätscht dazwischen, erste Ecke für den VfB. Mehr als ein Einwurf für den VfB entsteht daraus zunächst nicht. 

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    Jedenfalls können wir nach knapp sieben Minuten festhalten, dass der VfB noch auf seinen ersten Abschluss wartet, während Celtic schon zwei Chancen hatte. 

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    Wieder die Schotten, wieder über rechts, Adamu bringt den Ball flach an den Torraum, wo Maeda eigentlich nur noch einschieben müsste, von Jeltsch aber entscheidend gestört wird. Sieht so aus, als hätten die Celtic-Spieler die Mitteilung nicht gelesen, dass sie ohne Chance ins Rückspiel gehen. 

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    Ist jetzt noch kein Grund für die Schwaben, nervös zu werden. Aber der Warnschuss dürfte gehört worden sein. Mal schauen, wie die Antwort ausfällt. 

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    Da war der VfB von vorne bis hinten überhaupt nicht sortiert, geradezu naiv wurde dieser erste Vorstoß der Schotten verteidigt. 

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    Tooor! Stuttgart - CELTIC 0:1. Das Spiel beginnt mit einem Paukenschlag. McGregor fängt am Mittelkreis einen Ball ab und dann gehts schnell über die rechte Seite. McGregor schickt Young, der vor dem Strafraum auf Adamu querlegt. Dessen Steckpass auf McCowan, der von rechts in den Strafraum einläuft ist perfekt. Und der schiebt dann unbedrängt frei vor Nübel aus zwölf Metern ins lange Eck.

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    Vorlage Junior Adamu

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    Irfan Peljto aus Bosnien-Herzegowina gibt das Spiel frei. Er feiert heute seinen 20. Einsatz in der Europa League. Letztes Jahr leitete er im Achtelfinale die Partie Frankfurt gegen Ajax. 

    Am Wochenende gabs für die Schwaben in der Liga einen kleinen Rückschlag, gegen Schlusslicht Heidenheim musste man sich mit einem Remis begnügen, verpasste es, die Verfolger weiter zu distanzieren, zumal die auch beide Federn ließen. Da kann sich die Mannschaft von Hoeneß heute vielleicht ein bisschen den Frust von der Seele spielen. In der Ligaphase hat der VfB alle Heimspiele gewonnen. 

    Und der VfB? Mit einem Bein im Achtelfinale der Europa League, mit zwei Beinen im Halbfinale des DFB-Pokals. Und mit anderthalb Beinen in der nächsten Champions-League-Liga-Phase. Platz 3 in der Bundesliga wirkt nicht unerreichbar, Hoffenheim ist lediglich drei Zähler weg, mehr zu erreichen scheint ambitioniert, zumal man sich weiter Leipzig und Leverkusen vom Leib halten muss. 

    In der Premiership gabs nach der Pleite gegen den VfB am folgenden Wochenende gleich die nächste kalte Dusche. Nach dem 1:2 gegen die Hibs beträgt der Rückstand auf Tabellenführer Hearts sechs Punkte. Und am kommenden Wochenende steht das Old Firm an - das ewige junge Duell mit Stadtrivale Rangers. Eine Frage der Prioritäten. 

    Zumal sich bei Celtic die Frage stellt, als wie realistisch man es betrachtet, das Hinspielergebnis zu nivellieren. Vielleicht dann doch eher "Ergänzungsspielern" eine Chance geben? Auch im Vergleich zum Hinspiel, nicht nur zur letzten Partien in der Premiership, hat O*Neill acht Neue in der Startelf. 

    Gut möglich, dass man beim VfB schon mit einem Auge nach Nyon schielt, wo am Freitag der Gegner im Achtelfinale zugelost wird, zur Auswahl stehen Porto und Braga. Aber lieber nicht das Fell verteilen, bevor der Bär erlegt ist. Zusätzliche Gelder für Siege in der Playoffrunde - anders als in der Ligaphase - gibts übrigens nicht, abgesehen von den Ticketeinnahmen. Aber fürs Erreichen des Achtelfinale gibts eine Prämie von 1,75 Millionen Euro - die scheinen dem VfB bereits sicher.

    Die Schotten gehen mit einer tüchtigen Hypothek in die Partie. Im Hinspiel im Celtic Park wurde die Elf von O'Neill deklassiert, der 4:1-Erfolg schmeichelte den Schwaben nicht. Und mit einem Drei-Tore-Vorsprung im Rückspiel, noch dazu vor eigenem Publikum, scheint der heutige Abend - luxuriöse Ausgangsposition - nurmehr eine lästige Pflichtaufgabe. 

    Anderes Motiv, selbes Ergebnis. O'Neill rotiert aufgrund der unkomfortablen Ausgangslage ebenfalls ausführlich. Da richten sich die Augen der Gäste schon ganz aufs am kommenden Wochenende anstehende Glasgow-Derby. Acht Neue bringt O'Neill nach dem 1:2 gegen den Hibernian FC aus Edinburgh. Übiggeblieben sind Innenverteidiger Trusty, Kapitän McGregor und Angreifer Yang. Der zuletzt mit kräftiger Kritik überschüttete Schmeichel muss seinen Platz zwischen den Pfosten räumen - ob die berechtigte Kritik oder geplante Rotation der Hintergrund ist, mag offenbleiben.

    Und diese Elf lässt Martin O'Neill beginnen: Sinisalo - Donovan, Trusty, Murray, Saracchi - Yang, McGregor, Hatate - Maeda, Adamu, McCowan. 

    Dank der komfortablen Ausgangssituation kann Hoeneß nach dem 3:3 gegen Heidenheim heute tüchtig rotieren und bringt gleich sieben neue Starter. Aus der Anfangself gegen den FCH sind lediglich Nübel, Mittelstädt, Tiago Thomas und Chema übriggeblieben. 

    Sebastian Hoeneß hat so aufgestellt: Nübel - Vagnoman, Jeltsch, Jaquez, Mittelstädt - Karazor, Chema - Leweling, Tiago Tomas, Bouanani - Undav.

    Rückspiel in den Playoffs zum Erreichen des Achtelfinales in der Europa League. Und die große Frage vor der Partie ist einzig, ob es heute noch einmal spannend werden kann. Doch zunächst der Blick auf die Formationen, der diese Frage schon ein bisschen beantwortet.

    Herzlich willkommen zum Playoff-Rückspiel der Europa League zwischen dem VfB Stuttgart und Celtic.