Deutsches Eishockey-Nationalteam trifft im Olympia-Viertelfinale auf die Slowakei
Pflichtaufgabe erfüllt, das Visier Richtung Medaille gerichtet: Deutschland steht nach einem souveränen 5:1 gegen Frankreich im Olympia-Viertelfinale.
18.02.2026 | 00:05 Uhr
Aber: So richtig los geht’s erst jetzt. Aus Mailand berichtet Benjamin Heckner
"Naši chlapci" nennen die Slowaken ihre Eishockey-Nationalmannschaft. Zu deutsch: "Unsere Jungs". Und eben diese Jungs sind die große Überraschung des bisheriges Olympischen Turniers. Gruppensieger in der Vorrunde, vor Finnland und Schweden.
Angeführt von Montreal-Superstar Juraj Slafkovský (21) wollen die Osteuropäer wie schon bei den Spielen in Peking 2022 eine Medaille: "Wir wissen, wer wir sind und was wir können. Also müssen wir einfach unser Spiel spielen, ein einfaches, körperbetontes Spiel, unsere Beine bewegen und es den anderen Teams so schwer wie möglich machen", sagt Erik Cernak von den Tampa Bay Lightning nach der erfolgreichen Vorrunde selbstbewusst.
Vorne trifft Slavkovsky, hinten regelt Fehervary
Will das DEB-Team gegen die robusten Slowaken bestehen, wird vor allem entscheidend sein, Juraj Slafkovsky unter Kontrolle zu bringen. Der Number-1-Pick von 2022 zählt mit sechs Punkten (drei Tore, drei Assists) zu den punktbesten Spielern des Turniers, brillierte bereits bei den Spielen 2022 in Peking. In der Defensive gibt Martin Fehervary (26) von den Washington Capitals den Ton an, soll am Mittwoch ab 12:10 Uhr vor allem Leon Draisaitl kaltstellen.
Die Slowakei definiert sich über Mentalität, Zweikampfstärke und keinen spielerischen Schnick-Schnack. In diesen Bereichen mitzuhalten, wird für das Team um Superstar Leon Draisaitl entscheidend sein: "Das Turnier wird jetzt immer kleiner und härter, das ist uns bewusst. Die Slowaken sind Erster in ihrer Gruppe geworden und haben eine großartige Mannschaft. Wir müssen uns gut vorbereiten, und dann geht es morgen weiter", sagte der gebürtige Kölner nach dem Sieg gegen Frankreich.
50:50-Chance aufs Weiterkommen
Acht deutsche NHL-Stars stehen sieben slowakischen gegenüber. Während die Deutschen in der Spitze wohl das talentiertere Team haben, wirkt die Slowakei im Turnierverlauf etwas kompakter und eingespielter. Man kann sagen: einen wirklichen Favoriten gibt es nicht.
Doch allein die Tatsache, dass die deutsche Mannschaft in einem Olympischen Viertelfinale nicht der klare Underdog ist, lässt die Medaillenhoffnung leben: „Man hätte sich keinen besseren Gegner wünschen können. Jetzt liegt es an uns, das Ding zu reißen. Beide Mannschaften habe eine große Chance, wir freuen uns jetzt einfach darauf", sagte Moritz Seider gegenüber Sky Sport nach dem Viertelfinaleinzug. Gelingt dem DEB-Team der Einzug ins Halbfinale, gäbe es inklusive dem Spiel um Platz 3 gleich zwei Endspiele um eine Medaille.
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