Kanada kämpft sich bei Olympia gegen Finnland ins Finale
Beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele in Mailand läuft alles auf das Traumfinale zwischen den Erzrivalen Kanada und USA hinaus.
20.02.2026 | 19:29 Uhr
Rekordchampion Kanada um Superstar Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann am Freitag das umkämpfte Halbfinale gegen Peking-Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und spielt im Finale am Sonntag (14.10 Uhr/ZDF und Eurosport) um Gold.
Beim Eishockey-Turnier der Olympischen Winterspiele in Mailand läuft alles auf das Traumfinale zwischen den Erzrivalen Kanada und USA hinaus. Rekordchampion Kanada um Superstar Connor McDavid und den verletzten Kapitän Sidney Crosby gewann am Freitag das umkämpfte Halbfinale gegen Peking-Olympiasieger Finnland mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) und spielt im Finale am Sonntag (14.10 Uhr) um Gold.
Kanada dreht 0:2-Rückstand
Finnlands Top-Star Mikko Rantanen (17.) nutzte ein Powerplay zur Führung, Erik Haula (24.) erhöhte in Unterzahl. Sam Reinhart (35.), Shea Theodore (51.) und Nathan MacKinnon (60.) drehten das Spiel für Gold-Favorit Kanada, der letztlich hochverdient gewann.
Der Gegner im Endspiel, das traditionell die letzte Entscheidung der Winterspiele darstellt, wird am Abend im Duell zwischen den USA und Deutschland-Schreck Slowakei (21.10 Uhr) ermittelt. Die Slowaken hatten die Auswahl des DEB um Top-Stürmer Leon Draisaitl am Mittwoch im Viertelfinale (6:2) ausgeschaltet. Sie sind gegen die USA aber klarer Außenseiter.
Kanada will 15. Goldmedaille
Die Kanadier kämpfen bei den Männern um ihre 15. Goldmedaille im Eishockey und die erste seit Sotschi 2014. Die USA warten seit 1980, als sie beim "Miracle on Ice" sensationell die Sowjetunion besiegt hatten, auf den Olympiatitel. Letztmals im Finale standen sie 2010 in Vancouver. Damals schoss Crosby Kanadas Siegtreffer in der Overtime. Für den ersten Punktsieg in Mailand hatten am Donnerstag die US-Frauen beim Finalsieg über Kanada (2:1 n.V.) gesorgt.
Eine schlechte Nachricht mussten die Kanadier vor dem Warmmachen verkraften: Crosby, Olympiasieger von 2010 und 2014, war nach seiner Verletzung im Viertelfinale gegen Tschechien (4:3 n.V.) nicht rechtzeitig fit geworden. Ein Einsatz im Finale ist unklar. Doch auch ohne den 38-Jährigen fehlte es Kanada nicht an Starpower.
Finnland nutzt Kanadas Powerplay
Gegen die ebenfalls hochklassig besetzten Finnen kamen beide Teams in einem körperbetonten Duell zu guten Torchancen. Im zweiten Powerplay des Spiels brauchte Finnland nur drei Sekunden, um die Überzahl in die Führung zu verwandeln. Auch das zweite Tor fiel im Powerplay - allerdings in Unterzahl. Mit einem Mann mehr auf dem Eis ließ sich Kanada übertölpeln, Haula lief allein auf Goalie Jordan Binnington zu und gab sich keine Blöße.
Kanada wehrte sich gegen die drohende Niederlage und war zunächst im Pech, als Top-Talent Macklin Celebrini (31.) den Pfosten traf. Kurz darauf sorgte Reinhart im eigenen Powerplay für Jubel beim überwiegend kanadischen Publikum. Das Tempo blieb hoch, Kanada erspielte sich ein großes Übergewicht und kam zu einigen gefährlichen Abschlüssen. Finnlands Goalie Juuse Saros rückte immer stärker in den Fokus - und war letztlich noch zwei Mal geschlagen.
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