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Davis Cup: Zverev holt zweiten Sieg für Deutschland

Davis Cup in Frankfurt

10.02.2019 | 12:45 Uhr

Alexander Zverev beschert der deutschen Davis-Cup-Mannschaft eine gute Ausgangsposition
Image: Alexander Zverev hat der deutschen Davis-Cup-Mannschaft in Frankfurt den zweiten Punkt gegen Ungarn beschert © Getty

Alexander Zverev hat Peter Nagy souverän geschlagen und damit das deutsche Davis-Cup-Team gegen Ungarn in eine gute Ausgangsposition gebracht.

Nach zwei Partien, die unterschiedlicher kaum sein konnten, liegt die deutsche Davis-Cup-Mannschaft im Erstrundenduell in Frankfurt gegen Ungarn voll auf Final-Kurs. Erst hatte sich Philipp Kohlschreiber im Krimi gegen den 19-jährigen Zsombor Piros mit 6:7 (6:8), 7:5, 6:4 durchgekämpft, dann machte Zverev durch ein 6:2, 6:2 kurzen Prozess mit Underdog Peter Nagy. Vor dem zweiten Tag fehlt dem DTB-Team somit nur noch ein Punkt zum Finaleinzug.

Neues Davis-Cup-Format

"Der Davis Cup ist immer ein bisschen anders. Spieler, die nicht so gut im Turnier sind, spielen hier viel besser", sagte Zverev nach seinem souveränen Auftritt bei DAZN: "Deshalb waren beide Gegner ernst zu nehmen und ich bin froh, dass wir 2:0 vorne sind."

Die Entscheidung fällt am Samstag, wo zunächst Tim Pütz und Jan-Lennard Struff im Doppel auf Nagy und Gabor Borsos treffen und anschließend zwei weitere Einzel angesetzt sind. Der Davis Cup wird in diesem Jahr nach einer radikalen Reform lediglich in der Qualifikation nach dem alten Modus ausgetragen - jedoch nur über zwei Tage und jeweils zwei Gewinnsätze.

Zverev lässt nichts anbrennen

Der Weltranglistendritte Zverev hatte gegen Nagy, zurzeit nicht einmal im ATP-Ranking geführt, von Beginn an keinen Zweifel an seiner Überlegenheit aufkommen lassen. Nach nur 33 Minuten sicherte er sich den ersten Satz, nach 37 weiteren den zweiten. Als 15-Jähriger hatte er in einem Nachwuchsturnier das bislang einzige Aufeinandertreffen mit dem fünf Jahre älteren Nagy verloren. Sechs Jahre später war es ein ungleiches Duell.

Ganz anders zuvor bei Kohlschreiber. Gegen den Weltranglisten-371. Piros, der allerdings 2017 immerhin den Juniorentitel bei den Australian Open gewonnen hatte, musste der Routinier Schwerstarbeit verrichten. "Ich war unglaublich nervös am Anfang, und das hat sich auch nicht so leicht gelegt", bekannte er: "Angst ist es nicht, aber es sind einfach die Emotionen, die man im Davis Cup entwickelt. Dieses Gefühl habe ich das ganze Jahr über nicht."

Kohlschreiber mit Mühe

Kohlschreiber wirkte völlig verunsichert, haderte mit sich selbst und auch mit den teilweise furiosen Schlägen seines Kontrahenten. Erst nach intensiver Zusprache durch Teamkapitän Michael Kohlmann fand der Routinier langsam ins Match. Im Entscheidungssatz behielt er dann die Nerven, auch weil bei seinem Gegner langsam die Kräfte nachließen. Kohlschreibers Erleichterung nach dem verwandelten Matchball nach 2:39 Stunden war spürbar. "Ich habe heute ein sehr großes Kämpferherz gezeigt, deshalb zählt nur der Punkt", meinte er.

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Das ATP Turnier kann sich über prominente Zusagen freuen: Nach Titelverteidiger Alexander Zverev haben auch Philipp Kohlschreiber und Maximilian Marterer zugesagt.

Zverev, der sich fast die gesamte Partie direkt am Spielfeldrand angeschaut hatte, brachte zu Beginn des dritten Satzes eine Tüte Popcorn in die deutsche Box und versorgte seine Teamkollegen, den Head of Men's Tennis Boris Becker sowie das DTB-Betreuerteam mit Nervennahrung für die Schlussphase. Kohlschreibers Tennis-Krimi war schließlich um einiges spannender als erwartet - hatte aber letztlich zumindest doch noch ein Happy End. (sid)

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