Tennis: Doping-Vorwürfe gegen Rafael Nadal
"Grenzwertig": Radsport-Duo erhebt Doping-Vorwürfe gegen Nadal
09.06.2022 | 09:48 Uhr
Nach seinem 14. Triumph bei den French Open hat Rafael Nadal erklärt, dass er für seinen erneuten Erfolg in Paris fitgespritzt wurde. Ein Duo aus dem Radsport erhebt nun Doping-Vorwürfe gegen den Spanier.
Nadal leidet unter dem seltenen Müller-Weiss-Syndrom. Der Mallorquiner gab an, dass in Paris stets zwei Nerven in seinem Fuß für seine Matches mit Injektionen betäubt worden waren. Dieses Vorgehen stößt bei zwei namhaften Radsport-Profis auf großes Unverständnis.
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"Im Radfahren wäre es nicht erlaubt, diese Methoden anzuwenden", echauffiert sich Guillaume Martin in der L'Equipe und weiter: "Und selbst, wenn es nicht verboten wäre, würde ihn dort jeder gedopt nennen."
Nadal in Paris fitgespritzt: "Sehr grenzwertig"
Der Kapitän des Cofidis-Teams belegte im vergangenen Jahr Platz acht bei der Tour de France und gewann 2020 das Bergtrikot bei der Vuelta. Den insgesamt 14. Triumph von Nadal bei den French Open beäugt er kritisch. "Fakt ist, dass er Substanzen benutzt hat, um so weit zu kommen. Das ist sehr grenzwertig", sagte der 29-jährige Franzose.
ZUM DURCHKLICKEN: Nadals 14 Triumphe bei den French Open
Thibaut Pinot kann den Ärger seines Landsmannes nachvollziehen: "Diese Methoden sind in meinem Sport einfach verboten. Ich habe sicherlich zwei Jahre meiner Karriere verloren, weil ich meinen Rücken nicht fitspritzen durfte", sagte der mehrfache Tour-de-France-Etappensieger.
Nadal selbst hat auf die Doping-Vorwürfe der beiden französischen Rad-Stars bislang noch nicht reagiert. Nach seinem überlegenen Triumph in Paris hatte er angekündigt, eine Lösung für seinen schwer angeschlagenen linken Fuß finden zu müssen. "Es ist offensichtlich, dass ich so nicht weitermachen kann und auch nicht weitermachen will", sagte der 22-malige Grand-Slam-Champion zuletzt und ließ auch seine Teilnahme in Wimbledon offen.
Nadal lässt seinen Fuß behandeln
Am Dienstag habe sich der 26-Jährige in Barcelona einer pulsierten Radiofrequenztherapie unterzogen, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und andere spanische Medien am Mittwoch unter Berufung auf Kreise des Betreuerteams von Nadal. Die betroffenen Fußnerven würden mit dieser Behandlung betäubt und könnten den Schmerzreiz nicht mehr zum Gehirn weiterleiten, hieß es.
Feststeht: Bei dem in gut drei Wochen beginnenden Rasen-Klassiker will Nadal das Prozedere von Paris auf keinen Fall wiederholen.
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